Dienstag, 8. Juli 2014

Die Flüsse von London





Bildquelle


dtv-Verlag
Autor: Ben Aaronovitch
Deutsch von Karlheinz Dürr
Deutsche Erstausgabe
480 Seiten
ISBN 978-3-423-21341-7
Januar 2012



Inhalt


Peter Grant ist frischgebackener Police Constable in London. Eines Nachts wird er nach Covent Garden zum Tatort eines grausigen Mordes beordert. Dort begegnet er einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Peters Hang zum Magischen und seine Begegnung mit dem Übernatürlichen ruft den letzten Zauberer Englands auf den Plan: seinen Vorgesetzten, Polizeiinspektor Thomas Nightingale. Der führt Peter in die Grundlagen der Magie ein. Ab jetzt wird Peters Leben um einiges komplizierter.

Londons Wasseradern - in Ben Aaronovitchs "Die Flüsse von London" erhalten sie ein Gesicht. Wer hätte geahnt, dass der Themsegott und die Themsegöttin einander spinnefeind sind und ihre Zwistigkeiten auf ihre Nachkommen, alle kleineren Zuläufe und Kanäle des weitläufigen Londoner Flussnetzes, übertragen? Ausgerechnet Peter soll zwischen den Lagern vermitteln. Keine leichte Aufgabe, insbesondere da eine der Flusstöchter unwiderstehliche Reize besitzt …
Gleichzeitig dauern die Ermittlungen im Covent-Garden-Mord an, dem bald weitere schaurige Taten folgen. Irgendjemand (oder etwas?) sät Bosheit und Gewalt in der Stadt. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit, zum ungesühnten Mord an einem Schauspieler, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

(Quelle: dtv)


Mein Fazit


Peter Grant, ein junger Police Constable, erfährt nicht nur, dass die Welt voller (echter) Magie ist, sondern wird auch einer "magischen Sonderabteilung" der Polizei zugeteilt und soll mit Hilfe von Zauberei übernatürliche Verbrechen aufklären.

Ein Krimi, gespickt mit Geistern, Göttern und Magie - für mich als Krimi- und Fantasy-Fan klingt das grundsätzlich herrlich. Leider konnte mich "Die Flüsse von London" nicht wirklich überzeugen. Die Handlung ist an und für sich sehr spannend und originell, alles andere als vorhersehbar. Ich hatte jedoch etwas Mühe mit Ben Aaronovitch's Schreibstil. Er verteilt eine endlose Anzahl Nebencharaktere auf verschiedene Nebenhandlungen, dass ich schon bald den Überblick verloren habe. Zudem verstrickt er sich oft in (in meinem Augen) unnötig langen Erklärungen über geschichtliche und geographische Details, die das Buch gemessen an der Handlung etwas überlang machen. Sicher hängt meine Meinung auch damit zusammen, dass ich meist Abends auf dem Nachhauseweg von der Arbeit lese und dann schon etwas müde bin, aber von einem Unterhaltungsroman wünsche ich mir, dass er auch mit 80% Konzentration verstanden verden kann, was hier leider nicht der Fall war. Da ich die Handlung, wie erwähnt, eigentlich mochte, werde ich momentan nicht ausschliessen, zu einem späteren Zeitpunkt auch mal die Folgebände zu lesen.



Kommentare:

  1. Was für eine tolle Idee für einen Buch Blog!!! "Count me in" wie es so schön heisst. Nun zum buch: ich muss gestehen, dass ich zwar die Idee super finde, doch schon halbwegs durch den offiziellen Buchbeschrieb dachte oh-oh wenn der Author da nur nicht zuviel zwischen zwei Buchdeckel quetschen will und das scheint leider der Fall zu sein - wohl auch beim Bücher schreiben zählt manchmal "less is more"

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    1. Da du meine Rezensionen bisher immer gemocht hast, habe ich natürlich gehofft, dich auch hier willkommen heissen zu können :-)

      Hier wäre less wohl wirklich more gewesen, wenn sich der Autor nocht so sehr in Nebengeschichten verzettelt hätte, wäre ein wirklich guter Fantasy-Krimi dabei rausgesprungen. Schade um die vergebene Chance...

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