Montag, 15. September 2014

Keine Angst, es ist nur Liebe



Bildquelle



von Marlies Zebinger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 03.08.2014
  • Verlag : FeuerWerke Verlag
  • ISBN: 9783945362037
  • E-Buch Text: 335 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Die Autorin Marlies Zebinger hat mir das eBook kostenlos zu Rezensionszwecken zugestellt, vielen Dank dafür!


Inhalt


Warum kann ich, Anna Maria Elisabeth Rogner, nicht einfach nur ein bisschen mehr normal und ein bisschen weniger oberangsthasenmäßig sein? Ich habe nämlich Angst vor so ziemlich allem – das heißt, eigentlich gibt es fast nichts, wovor ich nicht Angst habe, um genau zu sein. Wobei – vor zu teuren Therapiesitzungen habe ich keine Angst. Und vor Sonnenblumen auch nicht. Und vor Dreifach-und-Doppelsprüngen auf dem Eis schon gar nicht! ABER: ja, es ist tatsächlich so! Seit der Geschichte mit dem Baby habe ich definitiv Angst vor der Liebe und somit auch vor Matts, der mein Leben gerade ziemlich durcheinander wirbelt. Sieben erstaunliche Angstbewältigungsaufgaben hat er mir gestellt, dieser eigenartige Profisportler. Sieben Aufgaben, mit denen ich mich auf die Suche nach mir selbst begebe – und letztendlich auch auf die Suche nach dem Mann, den ich liebe…
(Quelle: FeuerWerke Verlag)



Mein Fazit


Anna leidet an einer Angststörung. Mit Hilfe von Matts versucht sie, wieder Vertrauen fassen zu können.

Die Autorin litt selber unter einer Angsstörung, die sie mit dem Schreiben dieses Buches überwinden konnte. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Anna erzählt und liest sich ein bisschen wie ein Selbstgespräch. Anna scheint die Geschichte nicht jemand anderem, sondern sich selbst zu erzählen und versucht ständig, sich von der Richtigkeit ihrer Gedanken und Gefühle zu überzeugen. Dabei dauert es lange bis sie lernt, nicht auf ihren Kopf, sondern auf ihr Bauchgefühl zu hören. Gerade das fand ich sehr interessant, als selber nicht Betroffene ging ich davon aus, dass Angstpatienten gerade nicht auf den Kopf (der ihnen ja sagen müsste, dass die Ängste nicht rational begründet sind), sondern auf die Gefühle hören...

Dem Schreibstil von Marlies Zebinger merkt man an, dass es sich hier (noch) nicht um eine geübte Schriftstellerin, sondern um eine Erstlingsautorin handelt. Die etwas holprige Sprache und viele Wiederholungen fallen auf. Wett macht dies Marlies Zebinger jedoch mit der sehr rührenden Geschichte, bei der ich oft Tränen in den Augen hatte (ja, ich bin nahe am Wasser gebaut, ich gebe es zu. Und natürlich habe ich das Buch nicht zu Hause auf dem Sofa gelesen, wo ich ungestört hätte flennen können, sondern unterwegs, im Zug, am Flughafen, im Flieger. Schniefend und mit verschmierter Wimperntusche). Annas Gefühle und Gedanken werden dabei sehr lebensecht und nachvollziehbar rübergebracht, auch wenn ein Mann wie Matts wohl so nicht existieren wird (oder zumindest nicht langfristig, irgendwann wird sich auch bei Anna und Matts die Routine einschleichen. Aber wer will schon den Alltag bei den romantischen Liebespaaren in Literatur und Film miterleben? Auch Romeo und Julia hätte wohl der Alltag eingeholt, wenn sie sich nicht vorher umgebracht hätten...).

Wer rührende Liebesgeschichten (natürlich mit den obligaten Verwirrungen gegen das Ende zu) mag und keine hohen Ansprüche an perfekt ausgefeilte Sprache stellt, wird an diesem Roman sicher seine Freude haben.






Rezensionsexemplar

 

Kommentare:

  1. Warum kriege ich hier die Nachrichten nicht? Ich denke leider (noch) nicht oft daran, hier nach Neuigkeiten zu schauen.... aber ich werde mich bessern - versprochen!

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    1. Abonniert hast du den Blog ja, kommt die Benachrichtigung irgendwo anders hin, als du dir es gewohnt bist?

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