Samstag, 30. Mai 2015

Die Schanin hat nur schwere Knochen


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von Sophie Seeberg

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.05.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 04.05.2015
  • Verlag : Droemer/Knaur
  • ISBN: 9783426787649
  • Flexibler Einband: 240 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Inhalt


Absurde Geschichten aus dem echten Leben: Sandy erwartet ein Kind vom Ex-Freund ihrer Mutter, der der Vater ihres kleinen Bruders ist. Dass die Mutter auch noch vom Ex-Freund der Tochter schwanger ist, macht das Ganze nicht einfacher für Familienpsychologin Sophie Seeberg. Als Gerichtsgutachterin erlebt sie tragische, aber auch skurrile Momente. Wenn beispielsweise eine Mutter erklärt, dass ihre Schanin „nur schwere Knochen“ habe, während diese in kurzer Zeit mehrere Tafeln Schokolade verdrückt. Seeberg erzählt auch in ihrem zweiten Buch einfühlsam aus ihrem Berufsleben und bewahrt sich ihren besonderen Sinn für Humor.
(Quelle: Droemer/Knaur)


Mein Fazit


Nachdem ich bereits den ersten Band "Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey!" so toll fand, musste ich mir natürlich auch den Nachfolger holen.

In „Die Schanin hat nur schwere Knochen“ schildert die Gerichtsgutachterin und Psychologin (neben einigen Seminaren oder Tagungen) in erster Linie Fälle, bei denen sie als Gutachterin beauftragt wurde, die Familiensituation zu analysieren und dem Gericht das weitere Vorgehen nahezulegen. Wie auch schon im Vorgänger „Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey“ hat sie sich dabei eine gute Mischung aus lustigen aber auch bedrückenden Fällen ausgesucht. Von der Titelgebenden Schanin, die zwar in wenigen Minuten eine Tafel Schokolade verdrückt, dabei aber nach Ansicht ihrer Mutter nicht dick, sondern nur schwerknochig ist, über die im Wohnzimmer campende Familie (inklusive Vorzelt und Campingkocher) bis zum psychopathischen Vater ist alles dabei.

Gleich zu Beginn möchte ich festhalten, dass sich „Die Schanin hat nur schwere Knochen“ trotz des Titels und des Covers nicht über bildungsferne Hartz4-Empfänger lustig macht. Wer eine solche Lektüre sucht, muss sich anderweitig umsehen. Natürlich gibt es auch im neusten Buch der Autorin Sophie Seeberg wieder einiges zu Lachen, aber eigentlich nur in Szenen, in denen die entsprechenden Familien ansonsten als sehr sympathisch dargestellt werden. Die Autorin schafft es so auf eine sehr herzliche Art, dass der Leser mit den betroffenen Familien lacht, und nicht über sie. Während der Lektüre habe ich nicht nur gelacht, sondern auch mehr als nur einmal geweint, denn auch sehr traurige Schicksale werden geschildert, auch wenn jeder der von Sophie Seeberg für das Buch ausgesuchten Fälle auf die eine oder andere Art ein Happy End hat (wie auch schon im ersten Band).

Wie auch schon im ersten Band hat mich auch hier beeindruckt, dass die Autorin den zu begutachtenden Familien auf Augenhöhe und mit viel Respekt zu begegnen versucht. Nie hatte ich das Gefühl, dass sie sich für etwas Besseres hält, und immer ist ihr das Wohlergehen der Familie (und insbesondere der Kinder) wichtiger, als selber gut da zu stehen. Ich kann für jede Familie, die begutachtet werden muss, nur hoffen, dass eine Sophie Seeberg (die natürlich zum Schutze der im Buch geschilderten Familien unter einen Pseudonym schreibt, ebenso sind alle im Buch erwähnten Namen Pseudonyme) ihr Gutachten schreibt.

Wer beim Lesen gerne lacht, weint oder den Kopf schüttelt, der ist mit dem neusten Werk von Sophie Seeberg gut beraten. Es ist für das Verständnis nicht notwendig, den Vorgänger zu kennen, da ich ihn aber ebenso toll fand wie das hier besprochene Buch, empfehle ich ihn gleich noch mal. Ich kann hier nur eine volle Punktzahl vergeben und hoffen, dass meine gute Bewertung dazu beiträgt, Sophie Seeberg auch weiterhin schreiben zu lassen.






Daggis Buch-Challenge


Aufgabe Nr. 19, ein Buch aus dem Verlag Droemer Knaur, ist hiermit auch erfüllt.

Freitag, 29. Mai 2015

Ostseesühne



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von Eva Almstädt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2014
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404169283
  • Flexibler Einband: 367 Seiten
  • Sprache: Deutsch

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Inhalt


Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und seinem 16-jährigen als zurückgeblieben geltenden Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen - und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein ...
(Quelle: Bastei Lübbe)


Mein Fazit


Eine männliche und eine weibliche Leiche werden in der Nähe eines Bauernhofs gefunden. Wieso ist die Bauernfamilie verschwunden, was hat sie mit den Morden zu tun? Pia Korittki und ihr Team ermitteln.

„Ostseesühne“ ist bereits der neunte Roman um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki, jedoch ist es der erste, den ich gelesen habe. Zum Verständnis von „Ostseesühne“ ist es nicht nötig, die Vorgänger zu kennen, auch wenn gelegentlich Anspielungen auf vorhergehende Fälle eingestreut werden. Hier hat es mich aber nicht, wie sonst so oft, abgeschreckt, sondern eher neugierig gemacht.

Die Handlung wird zu einem grossen Teil aus der Perspektive der Ermittlerin Korittki erzählt, jedoch werden auch immer wieder Szenen aus der Sicht anderer Beteiligter eingestreut. Der Schreibstil der Autorin Eva Almstädt liest sich flüssig, die Sätze sind eher einfach und kurz gehalten. Das Privatleben der Beteiligten nimmt dabei einen ziemlich grossen Teil des Buches ein, ich schätze den Anteil auf rund ein Drittel bis sogar die Hälfte. Wer Krimis bevorzugt, in denen es hauptsächlich um den zu lösenden Fall geht und das Privatleben der Ermittler höchstens am Rande erwähnt wird, wird also mit der Reihe um Pia Korittki wohl nicht glücklich.

Nachdem ich über weite Teile des Romans überzeugt war, die Auflösung bereits zu kennen, war ich zum Schluss doch überrascht, denn es kam anders, als ich erwartet hatte. Der Krimi endet nach einem Thriller-artigen Showdown mit einer kurzen Erklärung, was denn nun genau hinter den Taten steckte, da dies durch die bisherige Handlung nicht erkennbar war. Trotzdem ist die Auflösung in sich logisch und hat mich positiv überrascht.

Wer Regionalkrimis mit sehr präsenten Ermittlern (und deren Privatleben) schätzt, dem kann ich „Ostseesühne“ durchaus ans Herz legen, auch ohne Kenntnis der Vorgänger. Ich werde mir mit Sicherheit noch weitere Krimis aus der Reihe zu Gemüte führen, einer davon befindet sich bereits seit einigen Monaten auf meinem SuB.



Mittwoch, 27. Mai 2015

[Hörbuch] Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe



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von Jonathan Stroud   
gelesen von Judith Hoersch   
übersetzt durch Katharina Orgass, Gerald Jung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2013
  • Verlag : cbj audio
  • ISBN: 9783837122343
  • Audio CD: 2 CDs, 10h 33 Laufzeit
  • Sprache: Deutsch

Der cbj audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!

Achtung: das Hörbuch wird auf MP3-CDs verkauft, ältere Player können dieses Format unter Umständen nicht lesen! Es ist direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.


Inhalt


Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …
(Quelle: cbj audio)


Mein Fazit


Eine Agentur von jugendlichen Geisterjägern klärt in London die Verbrechen auf, die zum Tod der nun herumspukenden Geister geführt haben.

Ohne grosse Einführung beginnt die Erzählung gleich mittendrin. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lucy, einer der Agentinnen von Lockwood & Co. erzählt, und erst durch ihre Schilderungen wird allmählich klar, um was es in „Die seufzende Wendeltreppe“ überhaupt geht. Erst nach dem ersten Abenteuer von Lucy wird durch einen Zeitsprung zurück die Welt, in der die Geschichte spielt, erklärt und ausgeführt, wie Lucy zu ihrer Anstellung bei Lockwood & Co. kam. Sobald dies geklärt ist, springt die Handlung wieder zurück zum Zeitpunkt der zu Beginn der Erzählung stattgefundenen Geisterjagd (klingt verwirrend und unnötig kompliziert? Ist es auch). Die drei Hauptfiguren sind mir grundsätzlich sympathisch (auch George, auf seine komische Art), wenngleich sie auch ein wenig blass bleiben. So erfährt man weder etwas über den Hintergrund von Lockwood oder George, noch wie alt die drei eigentlich sind, und auch ihre Motivation wird nicht wirklich nachvollziehbar.

Der Autor Jonathan Stroud nutzt eine eher einfache Sprache, die sich wohl flüssig lesen lässt, aber etwas gar viele Wiederholungen beinhaltet, wo ein Synonym eleganter gewesen wäre. Besonders gruselig wirkt sein Schreibstil, ausser in einigen kurzen Szenen, nicht auf mich, aber er legte wohl auch mehr Wert auf die humoristische Seite seiner Erzählung. Ich hatte zum ersten Mal seit langem das Gefühl, vielleicht doch schon etwas alt für ein Buch zu sein, Jonathan Stroud scheint hier eher Kinder als Jugendliche oder Erwachsene ansprechen zu wollen.

Die Sprecherin Judith Hoersch hat mich nicht übermässig begeistert, sie wirkte auf mich eher emotionsarm, und auch die Betonung stimmte nicht immer, da sie oft an den falschen Stellen im Satz Luft holte. Wirkliche Gruselatmosphäre kam durch ihre Lesung nicht auf. Ich konnte mich aber mir ihr abfinden, den Hörspass verdorben hat sie mir nicht (aber halt auch nicht vergrössert).

Wirklich aus den Socken gehauen hat mich „Die seufzende Wendeltreppe“ nicht, da hat mich die Bartimäus-Reihe des Autors mehr begeistert. Aber die Geschichte hat mir doch gut genug gefallen, um wissen zu wollen, wie es weitergeht. Daher werde ich mir wohl auch den Nachfolger besorgen. Ich hatte beim Hören den Eindruck, dass sich diese Reihe wohl eher an etwas jüngeres Publikum richtet, so ab 10 Jahren. Wichtig ist aber, dass der Leser/Hörer nicht an Monster unter dem Bett oder ähnliches glaubt, sonst könnte „Lockwood & Co.“ dann doch zu Alpträumen führen. 






Rezensionsexemplar


Dienstag, 26. Mai 2015

Töte und Lebe!


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von Laura Wulff

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2015
  • Verlag : Mira Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783956491085
  • Flexibler Einband: 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Inhalt


Der 3. Fall für die Zuckers.

Die Leiche eines Mannes mit Down-Syndrom wird gefunden. Kurz darauf eine Zweite. Beide sind vor ihrem Tod schwer misshandelt worden. Für Daniel Zucker, Kölns einzigen Kriminalkommissar im Rollstuhl, ist klar: Hier hat es jemand auf Menschen mit Behinderung abgesehen! Dies macht den Fall für ihn zu einer persönlichen Angelegenheit. Einer Angelegenheit, der er sich allein stellen muss, da er gezwungen ist auf die Hilfe seiner Frau Marie und deren Cousin Ben zu verzichten, denn sie haben gerade mit eigenen Problemen zu kämpfen. Doch durch seine beherzte Ermittlungsarbeit schafft er es sich an die Spur des Killers zu heften - und in dessen Visier zu geraten ...
(Quelle: Mira Taschenbuch)


Mein Fazit


In einem Waldstück werden zwei Tote gefunden – beide hatten das Down-Syndrom. Kommissar Zucker und sein Team machen sich auf die Suche nach dem Motiv und dem Täter.

„Töte und Lebe!“ ist bereits der dritte Thriller um den Kölner „Rollstuhl-Kommissar“ Daniel Zucker und seine Frau Marie. Da ich die ersten beiden Bände sehr gemocht habe (Rezi zu "Nr. 13"), zögerte ich natürlich nicht, mir auch den aktuellen Roman der Autorin Laura Wulff zuzulegen. Vorkenntnisse sind aber für das Verständnis des Romans nicht notwendig. Wie auch in den beiden Vorgängerbänden spielt das Privatleben von Daniel, Marie und Maries Cousin Ben hier eine grosse Rolle. Wer sich in Krimis lieber auf den Fall konzentrieren möchte, wird sich mit dieser Reihe wohl nicht so wohl fühlen.

Die Geschichte wird in erster Linie aus der Sicht von Daniel, Marie und Ben erzählt, je nachdem, wer in der entsprechenden Szene gerade dabei ist. Laura Wulff hat einen eingängigen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. „Töte und Lebe“ ist dabei nach einem ähnlichen Schema aufgebaut wie die beiden Vorgänger. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, um niemanden zu spoilern, aber wer die Vorgänger kennt, dem wird hier einiges bekannt vorkommen. Noch wurde es mir nicht langweilig, aber für einen eventuellen Nachfolger hoffe ich, dass sich die Autorin Laura Wulff etwas Neues einfallen lässt.

Überflüssig fand ich die von der Autorin gewählte Lösung, bereits vergangene Dialoge noch einmal (in Kursivschrift) zu wiederholen, wenn das Gespräch darauf zurückkam. Da ich ein Buch normalerweise innerhalb weniger Tage durchlese, kann ich mich noch gut an das Geschehene erinnern und brauche solche Hilfestellungen nicht. Wenn man ein Buch über mehrere Wochen hinweg liest, mag das aber durchaus hilfreich sein. Ausserdem wiederholt sich die Autorin etwas zu oft. Auch Neueinsteiger in die Reihe wissen schon bald, dass Daniel Zucker einen „Mund-Kinn-Bart“ (auch „Henriquatre“ genannt) trägt, da würde der Begriff „Bart“ doch auch ausreichen, anstelle des kompletten Begriffs auch in der 15. Wiederholung.

Gut gefallen hat mir die detaillierte Zeichnung der Charaktere, die ich mir sehr plastisch vorstellen konnte. Nicht mal unbedingt optisch, sondern vom Verhalten, Klang, Denken her. Die ungewöhnliche Mordreihe und natürlich auch der aussergewöhnliche Kommissar konnten mich auch dieses Mal wieder packen. Lediglich den Showdown fand ich dieses Mal etwas übertrieben, nach Hollywood-Art.

Trotz der erwähnten Kritikpunkte hat mich „Töte und Lebe“ gut unterhalten, und das alleine soll auch meine Bewertung benoten. Falls es weitere Bücher um Daniel Zucker geben sollte (der Epilog deutet stark auf einen geplanten Nachfolger hin), werde ich diese sicher auch wieder kaufen. Thrillerfans kann ich das Buch mit gutem Gewissen empfehlen. Sensiblen Gemütern muss ich jedoch davon abraten, der Thriller enthält doch einige ziemlich brutale Szenen. 






Montag, 25. Mai 2015

Die Reise auf der Morgenröte / The Voyage of the Dawn Treader



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von C.S. Lewis
übersetzt durch Christian Rendel, Heike und Wolfgang Hohlbein

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1992
  • Aktuelle Ausgabe : 01.10.2007
  • Verlag : Ueberreuter
  • ISBN: 9783800053490
  • Fester Einband: 215 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Bücher der Reihe
Das Wunder von Narnia
Der König von Narnia
Der Ritt nach Narnia
Prinz Kaspian von Narnia
Die Reise auf der Morgenröte
Der silberne Sessel
Der letzte Kampf




Ich besitze nicht die hier gezeigte Ausgabe, sondern eine englische Komplettausgabe im Taschenbuchformat.



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Inhalt


Sehnsüchtig warten Lucy und Edmund darauf, wieder nach Narnia gerufen zu werden. Und das Wunder geschieht! Gemeinsam mit ihrem schrecklichen Cousin Eustachius Knilch befinden sie sich plötzlich an Bord der »Morgenröte«, dem Schiff König Kaspians von Narnia.
(Quelle: Ueberreuter)


Mein Fazit


Lucy und Edmund reisen wieder nach Narnia, dieses Mal begleitet von ihrem unausstehlichen Cousin.

„Die Reise auf der Morgenröte“ ist der fünfte Teil der „Chroniken von Narina“. Theoretisch liesse sich das Buch auch alleinstehend lesen, ich empfehle jedoch, bei Interesse gleich die ganze Narnia-Reihe durchzulesen, da ansonsten doch einiges unklar bleiben könnte.

Der Schreibstil des Autors C.S. Lewis richtet sich merklich an Kinder. Die Sätze sind eher einfach gehalten, ohne komplizierte Wendungen oder Fremdworte. Wie bereits aus den vorhergehenden Bänden bekannt, ist den Büchern oft ein etwas belehrender Ton zu entnehmen, die „Moral von der Geschicht‘“. Auch die christlichen Anspielungen treten hier wieder etwas deutlicher hervor als in anderen Bänden. Dadurch merkt man auch gut, dass die Buchreihe nun doch rund 50 Jahre alt ist, dieses moralisierende entspricht nicht mehr unseren heutigen Kinderbuchgewohnheiten.

In meinen Augen hat C.S. Lewis hier zu viel Handlung in ein zu kurzes Buch gepresst. Auf den knapp 300 Seiten passiert recht viel, die Truppe erlebt einige Abenteuer, die dann aber auf nur 20-30 Seiten zusammengepresst werden nach dem Motto „so ist’s ausgegangen“. Hier hätte ich mir gewünscht, das Buch wäre deutlich dicker (oder es wären weniger geschehen), damit die einzelnen Erlebnisse ausführlicher hätten präsentiert werden können.

Ich denke, eine Empfehlung erübrigt sich hier. Wer die komplette Narnia-Reihe durchlesen will, wird sich „Die Reise auf der Morgenröte“ ohnehin vornehmen, wer nur mal in die Welt von Narnia reinschnuppert möchte, dem empfehle ich der „Der König von Narnia“. „Die Reise auf der Morgenröte hat mich gut unterhalten, das überhastete Tempo und die religiösen Hinweise haben mich aber doch etwas gestört (mehr als noch in anderen Bänden).





Zitat


(erster Satz des Buches) "There was a boy called Eustace Clarence Scrubb, and he almost deserved it."


Samstag, 23. Mai 2015

[Hörspiel] Die unendliche Geschichte



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von Michael Ende (Autor) und Ulla Illerhaus (Bearbeitung)

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 09.12.2014
  • Verlag : Silberfisch
  • ISBN:9783867427234
  • Audio CD: 6 CDs
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Phantásien ist in Gefahr. Das unheimliche Nichts droht alles zu verschlingen. Um das Reich der Kindlichen Kaiserin zu retten, muss Bastian immer tiefer in das Land der Irrlichter, Schlamuffen, Gnomen und Glücksdrachen eindringen, das er in einem geheimnisvollen Buch entdeckt hat. Gemeinsam mit dem jungen Krieger Atréju macht er sich auf die gefährliche Reise zum Elfenbeinturm und gerät in einen Strudel grenzenloser Fantasie.

In einer aufwändigen, mehr als fünfstündigen Inszenierung hat der der Westdeutsche Rundfunk WDR in Zusammenarbeit mit Silberfisch/Hörbuch Hamburg den Weltbestseller von Michael Ende als stimmgewaltiges Hörspiel neu produziert. In einer klug und textnah gearbeiteten Dramatisierung mit mehr als vierzig Sprechern sowie eigens komponierter Musik und raffinierten Klanginstallationen werden die weltweit bekannten Figuren Bastian, Atréju, Fuchur und Karl Konrad Koreander zu neuem Leben erweckt. Ein Abenteuer für die ganze Familie!

Die neue Inszenierung der unendlichen Geschichte von Michael Ende beim WDR, mit Anna Thalbach, Hans Kremer, Jürgen Thormann, Mechthild Großmann, Jens Wawrczeck u. v. a.
Bearbeitung von Ulla Illerhaus, Regie von Petra Feldhoff und Musik von Felix Rösch
(Quelle: Silberfisch)


Mein Fazit


„Die unendliche Geschichte“ ist schon seit rund 20 Jahren eines meiner Lieblingsbücher und ich habe es in dieser Zeit schon sicher 10 Mal gelesen, wenn nicht noch mehr. Zur Ergänzung zu meiner Hardcover-Ausgabe aus den 80er Jahren habe ich mir vor kurzem nun auch die Hörspielvariante gekauft. Es handelt sich dabei um die neue Einspielung vom WDR von 2014 (es scheint auch eine ältere Hörspielversion zu geben, zu der sind die Bewertungen aber ziemlich bescheiden). Im Unterschied zu einem Hörbuch wird das Hörspiel nicht nur von einer Person vorgelesen, sondern von (gemäss Klappentext) rund 40 Schauspielern gesprochen und mit Musik und Geräuschen untermalt.

Die Handlung der „unendlichen Geschichte“ fasziniert mich bei jedem Lesen (oder dieses Mal hören) erneut, die detailreich gezeichneten Figuren haben schon lange ihren festen Platz in meinem Herzen erobert. Die lange Suche Atrejús nach dem Menschenkind und die ebenso lange Reise dieses Kindes auf der Suche nach sich selbst lässt wohl kaum einen fantasybegeisterten Leser kalt. Wer wünschte sich als Kind nicht, er könne in das Buch auf seinem Schoss eintauchen und die dort geschilderten Abenteuer selbst erleben (oder wünscht es sich auch als Erwachsener noch)? Dass das von Michael Ende geschaffene Land (oder Universum?) Phantásien viel zu gross für eine „unendliche Geschichte“ von rund 500 Seiten ist, musste der Autor auch selbst feststellen und in der Originalversion bei Ausschweifungen öfters anmerken „doch dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden“ (in der Hörspielversion wird dieser von Ende so oft verwendete Satz, der so manchem Leser nach der x-ten Wiederholung nur noch auf den Geist ging, erst im Abspann gesagt, dafür dann einige Male am Stück).

Da ich das Buch sehr gut kenne ist mir natürlich sofort aufgefallen, dass das Hörspiel merklich gekürzt wurde (was dazu geführt hat, dass mir bei Artax‘ Tod zum ersten Mal in meinem Leben keine Tränen in den Augen standen), dem Team um den WDR ist es aber dennoch ziemlich gut gelungen, die Stimmung des Buches rüberzubringen (ausser in der erwähnten Sterbeszene, die dann einfach doch zu kurz war). Viele der Sprecher haben mich überzeugt, aber es gab auch einige, bei denen ich die Stimme unpassend zur Rolle fand (Artax, Fuchur, Gmork, die kindliche Kaiserin). Schön fand ich die akustische Gestaltung der Wechsel zwischen der „realen Welt“ und Phantásien, die im Buch durch verschiedene Schriftfarben, im Hörspiel durch verschiedene Sprecher markiert werden.

Empfehlen möchte ich die Hörspielversion der „unendlichen Geschichte“ in erster Linie denjenigen, die wie ich das Buch schon kennen und lieben. Wer die Geschichte noch nicht kennt, dem würde ich lieber das Buch empfehlen, da es noch etwas ausführlicher ist und auch die Stimmung noch etwas besser rüberbringt. Für Fantasy-Fans jeden Alters ist „Die unendliche Geschichte“ eine wunderbare Erzählung, die nicht verpasst werden sollte.






Freitag, 22. Mai 2015

P.S. Ich liebe dich


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von Cecelia Ahern
übersetzt durch Christine Strüh

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 02.04.2009
  • Verlag : Fischer Taschenbuch
  • ISBN: 9783596510832
  • Fester Einband: 586 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe, sondern die englische Taschenbuchausgabe aus dem Harper Collins Verlag gelesen. 


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Inhalt


Hollys Mann Gerry ist tot. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Doch dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat. Mit Aufgaben für Holly. Sich endlich eine Nachttischlampe zu kaufen, beispielsweise. Oder öffentlich Karaoke zu singen. Aufgaben, die Holly ins Leben zurückführen.

Holly trauert – und Holly feiert. Holly weint – und Holly lacht. Holly erlebt das schwerste Jahr ihres Lebens – und mit Gerrys Hilfe eines voller Erlebnisse, Überraschungen, ungeahnter Freundschaft und Liebe.
(Quelle: Fischer Verlag)


Mein Fazit


Holly ist frisch verwitwet und trauert um ihren verstorbenen Ehemann Gerry. Dieser lässt ihr nach seinem Tod 12 Briefe zukommen, die ihr den Weg zurück ins Leben zeigen sollen.

Wer wie ich auf kitschige romantische Filmkomödien steht, hat die Verfilmung von P.S. Ich liebe Dich (mit Hilary Swank und Gerard Butler) sicher schon mindestens einmal gesehen. Ich selber habe nach dem x-ten Mal Film gucken und heulen beschlossen, auch mal das Buch zu lesen, auf dem der Film basiert (und dazu zu heulen)
.
Inhaltlich bestehen einige deutliche Unterschiede zwischen den Buch und der Verfilmung. So lebt beispielsweise die Film-Holly in den USA und reist mit ihren Freundinnen nach Irland (die Heimat von Gerry), während die Buch-Holly bereits in Irland lebt und den Urlaub auf Lanzarote (dem eigentlich geplanten Flitterwochen-Ziel von Holly und Gerry) verbringt. Auch die „Beziehung“ zu Danny entwickelt sich deutlich anders, während der Film-Danny (der im Film eigentlich William heisst, für mich aber trotzdem ein Danny ist, da er von „Danny Duquette“ Jeffrey Dean Morgan gespielt wurde) lediglich ein Ferienflirt ist, freunden sich Buch-Holly und Buch-Danny über Monate hinweg langsam an (was mich deutlich mehr überzeugt hat als die Filmvariante, in der die trauernde Witwe mal kurz einen One Night Stand mit dem besten Freund ihres verstorbenen Mannes hat). Dass das rund 500 Seiten dicke Buch deutlich ausführlicher ist als der rund 2 Stunden lange Film muss ich wohl nicht ausdrücklich betonen.

P.S. Ich liebe Dich liest sich sehr flüssig (auch im englischen Original, das ich gelesen habe), lustige und traurige/rührende Szenen wechseln sich in einem guten Rhythmus ab. Die Anzahl der handelnden Personen ist im Buch merklich grösser als im Film (Buch-Holly hat eine riesige Familie), sodass ich zu Beginn etwas Mühe hatte, diese auseinanderzuhalten (vor allem die Geschwister von Holly und deren Partner). Nach einer Weile konnte ich mir jedoch alle einprägen und das Buch las sich noch flüssiger.

Das Buch hat mich genauso überzeugt wie der Film (vielleicht sogar noch ein bisschen mehr). Wer auf Romantik (und auch etwas Kitsch) steht, sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen. Aber Achtung: wer so nahe am Wasser gebaut ist wie ich, sollte P.S. Ich liebe Dich besser nur zu Hause lesen, Tränen sind dabei garantiert.  






Daggis Buch-Challenge


Die Aufgabe Nr. 14 verlangt das Lesen eines Frauen- oder Erotikromans. Erotik kommt hier zwar kaum vor, aber als Frauenroman kann man "P.S. Ich liebe Dich" mit gutem Gewissen bezeichnen.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Inferno


Bildquelle

von Dan Brown
übersetzt durch Axel Merz, Rainer Schumacher

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.06.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 14.11.2014
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 978-3-7857-2529-0
  • Fester Einband: 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe  die gebundene illustrierte Ausgabe gelesen.


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Inhalt


Dante Alighieris »Inferno« gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Die Jagd führt von Florenz nach Istanbul – und Langdon hat sein größtes Abenteuer zu bestehen.
Entdecken Sie die Schauplätze, Kunstwerke und Artefakte des Romans mit eigenen Augen: Dan Browns "Inferno" als vollständige, illustrierte Ausgabe des Weltbestsellers in besonders hochwertiger Ausstattung

Zahlreiche Farbabbildungen, Skizzen und Karten machen das „Inferno“ zu einem visuellen Ereignis.

Entdecken Sie die Schauplätze, Kunstwerke und Artefakte des Romans mit eigenen Augen!
(Quelle: Bastei Lübbe)


Mein Fazit


Währenddem ich Ostern in Florenz verbracht habe, kam mir plötzlich (beim Betrachten der Totenmaske von Dante im Palazzo Vecchio) das Bedürfnis, Dan Browns „Inferno“ nochmals zu lesen. Als Fan von Dan Browns Robert Langdon Thriller habe ich das Buch natürlich schon einmal gelesen, gleich nachdem es erschienen ist, und zum Re-read habe ich mir nach dem Motto „wenn schon, denn schon“ neben meiner englischen Hardcover-Ausgabe nun auch die deutsche Illustrierte Ausgabe gekauft.

Wer Dan Browns Thriller bereits kennt, dem sei lediglich gesagt, dass sich „Inferno“ sehr gut in die Reihe um Robert Langdon einpasst. Wieder ist der amerikanische Symbolologe in Europa unterwegs, dieses Mal hauptsächlich in Italien, und wieder muss er unter Zeitdruck ein Rätsel lösen, das ihn von Station zu Station führt. Und natürlich hat er auch in „Inferno“ eine junge Frau dabei, die ihm zur Seite steht. Die Handlung wird wie gewohnt grösstenteils aus der Sicht von Robert Langdon geschildert, mit einigen Abschnitten aus der Sicht anderer Charaktere. Der Schreibstil von Dan Brown liest sich gewohnt flüssig, mit dem bekannten Sog (ach komm, nur noch schnell ein Kapitel). Während die Handlung eigentlich ziemlich gradlinig verläuft, enthält sie doch einige Überraschungen, die ich als Leser nicht kommen sah.

Fans von Dan Browns Robert Langdon Reihe kennen „Inferno“ mit Sicherheit bereits, schliesslich ist der Roman schon 2013 erschienen. Wer die Reihe noch nicht kennt, kann bei Interesse auch gut mit diesem Band einsteigen, die Thriller sind in sich abgeschlossen, Vorkenntnisse sind nicht von Nöten. Empfehlen möchte ich „Inferno“ allen Fans von Thrillern, Symbolen und Spurensuche.

Zum Schluss möchte ich noch einige Worte zur illustrierten Ausgabe verlieren. Ich habe mir die Illustrierte Version bereits zu „Sakrileg“ und „Illuminati“ gekauft, „Inferno“ ist also mein dritter illustrierter Dan Brown Roman. Im Schnitt befindet sich auf jeder Doppelseite eine farbige Abbildung (ich sage bewusst „im Schnitt“, auf manchen Doppelseiten hat es auch zwei Bilder, auf anderen dafür dann keine), das Papier fühlt sich hochwertig an, wie bei einem Bildband. Natürlich ist diese teurere Ausgabe nicht „nötig“, wer sich für das Drumherum interessiert kann problemlos auch den Laptop oder das Tablet neben sich haben und die entsprechenden Bilder googlen. Ich mag es aber, wenn ich gleich im Buch drin die entsprechenden Stadtviertel, Gebäude, Kunstwerke etc. sehen kann. Die illustriere Ausgabe macht „Inferno“ aber definitiv zu einem „Zu-Hause-Leser“, sie wiegt 1,7 kg.







Daggis Buch-Challenge


Die illustrierte Version ist, wie ihr oben sehen könnt, 2014 erschienen. Der Roman "Inferno" selber erschien aber bereits 2013, daher erfüllt dieses Buch die Aufgabe Nr. 44.

Dienstag, 19. Mai 2015

Grausames Spiel


Bildquelle


von Hilary Norman

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2002
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2003
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404262120
  • Flexibler Einband: 509 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich


Inhalt


In Miami Beach werden die entstellten Leichen der Eheleute Robbins aufgefunden, die mit einem Skalpell ermordet wurden. Zwischen den Toten liegt die blutüberströmte Tochter Cathy, die seltsamerweise unverletzt blieb. Detective Sam Becket und die Kinderpsychologin Grace Lucca übernehmen den Fall und stoßen bald auf schier unlösbare Rätsel um das Mädchen und die Umstände des Todes der Robbins. Denn die junge Cathy kann sich weder an die Tat erinnern noch daran, wie sie zu ihren getöteten Eltern ins Zimmer geraten ist ...
(Quelle: Amazon)


Mein Fazit


Ein blutiger Mord an einem Ehepaar in Miami, einzig die 14-jährige Tochter überlebt; sie kann sich jedoch an nichts mehr erinnern. Ist sie die Täterin, oder ein weiteres Opfer? Der Polizist Sam Beckett und die Psychologin Grace Lucca machen sich daran, das Verbrechen aufzuklären.

Die Autorin Hilary Norman hat einen eingängigen Schreibstil, der sich recht flüssig lesen lässt. Die Grundidee hinter ihrem Thriller ist spannend, leider hat die Umsetzung nicht überzeugen können. Das Motiv des Täters wird schon früh im Buch aufgedeckt, sodass ein Grossteil der Geschichte mit simplem Täterraten verbracht wird. Nennenswerte Ermittlungsarbeit wird nicht verzeichnet, schlussendlich wird der Täter, der sich schon längere Zeit abgezeichnet hatte, nicht ermittelt und überführt, sondern in flagranti ertappt. So kommt erst im finalen Showdown Spannung auf, während sich der Rest des Buches zwar ständig um die Frage dreht, wer der Täter ist, bei der Beantwortung aber nicht weiterkommt. Schade, hier wurde viel Potential verschenkt.

Die Autorin erwähnt auffällig oft, dass es sich beim Protagonisten Sam Beckett um einen afroamerikanischen Juden handelt. Diese Kombination mag ja ungewöhnlich sein, aber ist es deswegen wirklich notwendig, es in jedem zweiten Kapitel zu betonen? Die Protagonisten Sam und Grace waren mir durchaus sympathisch, in ihrer beruflichen Funktion als Polizist und Psychologin jedoch nicht wirklich überzeugend, beide wirkten unprofessionell und liessen ihre persönlichen Gefühle zu sehr ihr Handeln bestimmen.

„Grausames Spiel“ ist der erste Band der Thriller-Reihe um den Polizisten Sam Beckett. Da mich der Thriller aber nicht wirklich überzeugen konnte, werde ich auf die Lektüre der Nachfolger wohl verzichten.






Daggis Buch-Challenge


"Grausames Spiel" erfüllt die Aufgabe Nr. 4, ein Buch mit einem grünen oder türkisen Cover.


Montag, 18. Mai 2015

Chroniken der Seelenwächter 8: Machtkämpfe


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von Nicole Böhm

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2015
  • Verlag : Greenlight Press
  • ISBN: 9783958340848
  • E-Buch Text: 140 Seiten


Die Autorin Nicole Böhm hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zugestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Die Welt der Seelenwächter gerät immer mehr aus dem Gleichgewicht. Dämonen fallen in Riverside Springs ein und vereinen sich zu einer Armee, die stärker und gefährlicher ist als jeder Gegner zuvor. Um sie aufzuhalten, entschließt sich der Rat der Seelenwächter zu einer drastischen Maßnahme, die Jess von ihrer besten Freundin für immer trennen wird. Was kann sie tun, um den Rat aufzuhalten - und darf sie überhaupt ihr eigenes Wohl über das der Menschen stellen?

Jaydee kämpft weiter gegen seine eigenen Dämonen und sucht nach einem Ausweg aus seiner Raserei. Dabei erhält er Unterstützung von einer Person, von der er es nicht erwartet hätte. Doch auch diese Hilfe hat seinen Preis. So wie alles im Leben der Seelenwächter. 

Die Machtkämpfe fordern ihren Tribut.


Mein Fazit


„Machtkämpfe“ ist der achte Band der Buchserie „Chroniken der Seelenwächter“. Jeden Monat soll ein neuer Band erscheinen, die Reihe wird insgesamt 12 Bände umfassen. Auch dieser Band beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse und endet mit der Vorstellung von zwei Buchcharakteren. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und bilden eine übergreifende Handlung, es ist daher zu empfehlen, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, und nicht nur einzelne herauszupicken.

In Band 8 sammeln sich die Seelenwächter, um ihre Wunden zu versorgen und ihre Kräfte zu mobilisieren. Derweil sammelt auch der böse Emuxor seine Kraft, um die Welt mit seinen Dämonen zu überschwemmen.

Nach einigen ziemlich actiongeladenen Bänden geht es in Band 8 wieder ruhiger zu und her, wenn auch alles andere als Langweilig. Die Charakterentwicklung steht in diesem Band im Vordergrund. Die Spannung bleibt auf jeden Fall sehr hoch, die Autorin Nicole Böhm stellt wieder eine Menge neue Fragen in den Raum, macht dies aber auf eine so sympathische Weise, dass man ihr nicht böse sein kann, dass in jedem Band mehr neue Fragen auftauchen, als dass alte beantwortet werden.

Ich freue mich schon wie immer auf den nächsten Teil der „Chroniken der Seelenwächter“, 2/3 der Story sind bereits erzählt, nun wartet das letzte Drittel auf und Leser.






Rezensionsexemplar


 

Samstag, 16. Mai 2015

Die Bruderschaft Christi



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von Ulrich Hefner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2009
  • Aktuelle Ausgabe : 10.06.2010
  • Verlag : Goldmann Verlag
  • ISBN: 9783442472246
  • Flexibler Einband: 576 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Nahe Jerusalem stößt ein Archäologenteam um Prof. Chaim Raful auf einen sensationellen Fund: Eine alte Grabstätte enthält Zeugnisse aus dem Leben Jesu, unter anderem mysteriöse Schriftrollen. Eine Entdeckung, so ahnt Raful, deren wahre Bedeutung das gesamte Fundament der modernen Kirche ins Wanken geraten lassen könnte. Fortan ist sein Leben und das seiner jungen Kollegen in größter Gefahr, und noch während der Archäologe die Schriftrollen endgültig zu enträtseln versucht, beginnt eine wilde Hetzjagd quer durch Europa ...
(Quelle: Goldmann Verlag)


Mein Fazit


In Jerusalem wird das Grab eines Tempelritters entdeckt, bald darauf werden mehrere der an der Entdeckung beteiligten Archäologen ermordet. Zeitgleich werden auch in einer bayrischen Kirche mehrere Menschen brutal getötet.

Wie erwähnt besteht „Die Bruderschaft Christi“ aus zwei Handlungssträngen, die lange Zeit getrennt voneinander ablaufen. Erst im letzten Drittel des Buches wird klar, wie sie verknüpft sind. Diese Erzählweise führt dazu, dass sich die „nötige“ Anzahl Protagonisten verdoppelt, und besonders zu Beginn hatte ich etwas Mühe, den Überblick über alle Personen zu behalten und mir zu merken, wer wie mit wem verbandelt ist. Da mir zudem die beiden Ermittler in Deutschland ziemlich unsympathisch waren, las sich das Buch nicht so flott wie erwartet. Der Schluss wird, wie so oft bei Religions-Thrillern, relativ offen gestaltet.

Inhaltlich würde ich „Die Bruderschaft Christi“ als durchschnittliche Religions-Thriller-Kost im Fahrwasser von Dan Brown bezeichnen. Die Story selber ist nicht uninteressant, aber da dem Leser über weite Teile des Buches verschwiegen wird, um was es genau geht, kommt erst gegen Schluss wirkliche Spannung auf. Da mit dem Erfolg von Dan Brown eine riesige Anzahl von Autoren auf den Religions-Thriller-Zug aufgesprungen sind, reicht die Leistung von Ulrich Hefner leider nicht aus, um sich aus der Masse hervorzuheben.

Ich habe das Buch nun zum zweiten Mal gelesen, nachdem es mehrere Jahre in meinem Billy-Regal gestanden hatte und ich mich nicht mehr daran erinnern konnte, ob ich es eigentlich gut fand. Wirklich begeistert hat mich „Die Bruderschaft Christi“ nicht, ein drittes Mal werde ich den Thriller wohl nicht mehr lesen. Wer auf Religionsthriller steht, kann sich das Buch mal anschauen, aber eine überzeugte Empfehlung kann ich nicht aussprechen, dafür war mir das Buch zu durchschnittlich. 





Freitag, 15. Mai 2015

Die Bibliothek der Schwarzen Magie 1



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von Christopher Nuttall
übersetzt durch Hans Link

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe :15.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 15.12.2014
  • Verlag : Blanvalet
  • ISBN: 978-3-442-26405-6
  • Flexibler Einband: 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Blanvalet Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür! Das Buch ist direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.

Inhalt


Elaines magische Gabe ist bestenfalls durchschnittlich und reicht gerade aus, um ihr eine Stellung in der Großen Bibliothek der Goldenen Stadt zu verschaffen. Aus Versehen löst sie dort einen uralten Zauber aus, der das gesamte Wissen der Bibliothek in ihren Kopf überträgt. Obwohl Elaine die dazugehörige Magie fehlt, lenkt ihre Kenntnis der stärksten Zaubersprüche die Aufmerksamkeit der Mächtigen auf sie. Doch noch während sie darum ringt, mehr als eine Trophäe des Adels zu sein, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht. War der Vorfall von langer Hand geplant?
(Quelle: Blanvalet)


Mein Fazit


Eine leicht magisch begabte Bibliothekarin wird durch einen Unfall mit dem gesamten in der Bibliothek gesammelten Wissen überschwemmt und macht sich auf die Suche nach dem Verursacher – und ihren Eltern.

Die Geschichte wird aus der Sicht der nur mässig magisch begabten Elaine erzählt, die in einer Bibliothek arbeitet. Schon bei der Beschreibung von Elaines Arbeitsort ist mir aufgefallen, dass der Autor Christopher Nuttall wohl Fan der britischen Sci Fi Serie „Doctor Who“ zu sein scheint: die Bibliothek ist innen grösser als aussen und wird von Statuen bewacht, die sich bewegen können, solange sie niemand anschaut… Elaine ist mir nicht unsympathisch, sie erschien mir jedoch, wie auch die anderen Charaktere, eher blass. Ihre Motivation ist nur zum Teil nachvollziehbar, und sie wirkt recht emotionslos. Was mich im Laufe des Buches ziemlich gestört hat, ist das ewige Gejammere um ihre Eltern. Ja, es muss schrecklich sein, ohne Eltern aufzuwachsen, aber sie hat sie ja nie gekannt und damit 23 Jahre ohne Eltern gelebt, da sollte sie sich ja nun wirklich langsam daran gewöhnt haben. Dass ihre Eltern unbekannt sind und Elaine gerne wissen möchte, wer sie sind oder waren, darf ja durchaus mal erwähnt werden (insbesondere, da dies für den Verlauf der Geschichte durchaus noch einen Einfluss hat), aber dass Elaine auch als Erwachsene noch jeden Tag daran denken muss, dass sie ihre Eltern nie gekannt hat, ging mir nach der fünften Wiederholung dann doch auf die Nerven…

Die Handlung selbst ist spannend aufgebaut, wenngleich auch an einigen Stellen etwas übermässig kompliziert, mit ineinandergeschachtelten Verschwörungen, bei denen sich Hintermänner hinter Hintermänner reihen. Trotz all dieser Kritikpunkte hat mich „Die Bibliothek der schwarzen Magie 1“ gut unterhalten, und ich werde mir mit Sicherheit auch die beiden Nachfolger besorgen, wenn sie auf Deutsch erschienen sind. Auf Englisch sind bereits alle drei Teile der Trilogie erhältlich, für die deutsche Veröffentlichung konnte ich aber kein Datum ausmachen. Empfehlen möchte ich das Buch an Fans von Magie und Fantasy-Jugendliteratur, denn obschon die Protagonistin bereits erwachsen ist, lässt sich der Roman von der Stimmung und vom Schreibstil her noch gut in das „Jugend-Regal“ einreihen. 





Rezensionsexemplar



Mittwoch, 13. Mai 2015

Die Drei



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von Sarah Lotz
übersetzt durch Eva Bonné

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.08.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 11.08.2014
  • Verlag : Goldmann
  • ISBN: 978-3-442-31371-6
  • Flexibler Einband: 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Der Goldmann Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür! "Die Drei" ist direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.

Inhalt


Der Tag, an dem es passiert, geht als „Schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte ein. Der Tag, an dem vier Passagierflugzeuge abstürzen, innerhalb weniger Stunden, an vier unterschiedlichen Orten. Es gibt nur vier Überlebende. Drei davon sind Kinder, die fast unverletzt aus den Flugzeugwracks steigen. Die vierte ist Pamela May Donald, die gerade noch so lange lebt, dass sie eine Nachricht auf ihrem Handy hinterlassen kann. Eine Nachricht, die die Welt verändern wird. Eine Nachricht, die eine Warnung ist ...
(Quelle: Goldmann)


Mein Fazit


Am gleichen Tag stürzen über den Erdball verteilt vier Flugzeuge ab. Es gibt keine Überlebenden – ausser drei (oder doch vier?) Kindern, die Drei genannt. Schon bald wird klar, dass die Kinder nicht mehr die selben sind wie vor dem Absturz…

Der Roman ist wie ein Sachbuch aufgebaut, als Sammlung von Augenzeugenberichten, Zeitungsausschnitten und Schilderungen von Angehörigen, Ermittlern etc., zusammengefasst von der fiktiven Journalistin Elspeth Martins. Die Autorin Sarah Lotz schafft es so, die Geschehnisse als Tatsachen darzustellen, anstelle einer erfundenen Geschichte. Durch die rückblickende Perspektive werden viele Punkte erst nur kurz angedeutet, um dann später (teilweise viel später) ausdrücklich ausgeführt zu werden. Wenn es ein wirkliches Sachbuch wäre, würde es sich an Leser richten, die bereits grob wissen, was damals geschehen war. Ohne dieses Wissen hat sich bei der Lektüre mehrfach ein „Hä?“ an ein „Aha!“ gereiht.

Über lange Zeit passiert in „Die Drei“ nichts Erschreckendes (wenn man vom Absturz von vier Flugzeugen am gleichen Tag absieht, und den religiösen Fanatikern), trotzdem zehrt der Thriller an den Nerven. Schon bald wird klar, dass mit den überlebenden Kindern etwas nicht stimmt, doch niemand kann genau erklären, was es ist, und dieses ungute Gefühl überträgt sich auf den Leser. Den Lesefluss etwas erschwert hat die grosse Anzahl der erzählenden Personen, die meist nur bei der ersten Erwähnung „vorgestellt“ werden (im Sinne von „beste Freundin von XY“ oder ähnlich). So musste ich oftmals kurz innehalten und nachdenken, wer das nun schon wieder war, der jetzt hier erzählt. Auch dass manche Berichte als Transskripte von Telefongesprächen oder Diktaphon-Aufnahmen dargestellt werden (mit den dazugehörigen Anmerkungen wie „schluchzt“, „lacht“, etc.) macht diese Abschnitte etwas schwierig zu lesen. Sehr schön fand ich allerdings, dass die im Buch angegebenen Quellenangaben aus dem Internet tatsächlich abrufbar sind, sie führen auf die offizielle Homepage zum Buch.

„Die Drei“ hat mich gut unterhalten, ich habe das Buch schneller durchgelesen, als ich erwartet hatte. Der Stil ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, da kann sich wohl nicht jeder damit anfreunden. Ich bin mir nicht sicher, ob man das Buch wirklich als Thriller bezeichnen sollte, diese Bezeichnung könnte irreführend sein. Im Filmbusiness nennt man diesen Stil wohl „Mockumentary“ (als Dokumentarfilm aufgebauter Spielfilm mit fiktiver Handlung, wie beispielsweise „Blair Witch Project“). Ob es diesen Begriff auch in der Literatur gibt, ist mit nicht bekannt, hier wäre er jedenfalls passend. Ich empfehle daher jedem Interessierten, zuerst die Leseprobe anzuschauen.

„Die Drei“ soll der Auftakt einer dreiteiligen Reihe bilden, doch bis diese komplett auf Deutsch erscheint, wird es noch eine Weile dauern. Der zweite Band „Day Four“ erscheint nämlich erst am 21. Mai – auf Englisch. Einen Veröffentlichungstermin für die deutsche Übersetzung konnte ich nicht ausfindig machen. 





Rezensionsexemplar


Dienstag, 12. Mai 2015

Prinz Kaspian von Narnia / Prince Caspian


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von C.S. Lewis

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.11.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 22.11.2013
  • Verlag : Ueberreuter Verlag
  • ISBN: 9783764190262
  • E-Buch Text: 191 Seiten

Bücher der Reihe
Das Wunder von Narnia
Der König von Narnia
Der Ritt nach Narnia
Prinz Kaspian von Narnia
Die Reise auf der Morgenröte
Der silberne Sessel
Der letzte Kampf




Ich besitze nicht die hier gezeigte Ausgabe, sondern eine englische Komplettausgabe im Taschenbuchformat.



Inhalt


Narnia ist in höchster Gefahr! Der grausame Miraz droht die Herrschaft an sich zu reißen. Verzweifelt bläst Prinz Kaspian in das Zauberhorn der ersten Könige von Narnia, um Rettung herbeizuholen.
(Quelle: Ueberreuther)


Mein Fazit


Peter, Susan, Edmund und Lucy reisen wieder nach Narnia. Für sie ist nur ein Jahr vergangen, in Narnia aber Jahrhunderte, und das Land ist auf ihre Hilfe angewiesen, um wieder die alten, geliebten Zustände herzustellen.

Wie die anderen Bände der Narnia-Reihe ist auch „Prinz Kaspian von Narnia“ recht kurz gehalten und lässt sich flüssig durchlesen. Der Autor C.S. Lewis hat auch hier viel Sorgfalt auf die Beschreibung des Landes und der Leute aufgewendet, sodass man sich ganz in die Welt von Narnia hineinfühlen kann. Natürlich lässt sich auch hier, wie in den anderen Bänden der Reihe, eine Allegorie auf das Christentum hineinlesen (was vom Autor wohl auch so gewollt ist), diese Interpretation drängt sich aber nicht auf, man kann die Bücher auch ganz ohne christliche Hintergedanken lesen. Da es sich bei der Narnia-Reihe um Kinderbücher handelt, ist der Schreibstil eher einfach gehalten und kommt mir kurzen, wenig komplexen Sätzen aus. Dem Lesespass tut dies aber meines Erachtens keinen Abbruch, die Bücher eignen sich auch für Erwachsene gut zum zwischendurch lesen.

Interessierten empfehle ich, die Narnia-Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, in der „Prinz Kaspian von Narnia“ den vierten Band darstellt (nach Erscheinungsdatum sortiert ist „Prinz Kaspian“ der zweite Band“).





Montag, 11. Mai 2015

Der Tote vom Zentralfriedhof


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von Beate Maxian

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.06.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 17.06.2014
  • Verlag : Goldmann
  • ISBN: 978-3-442-48069-2
  • Flexibler Einband: 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der Goldmann Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlor zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür! Das Buch ist direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.


Inhalt


Nun, da ihre Kolumne über Aberglauben ein voller Erfolg ist, will die junge Journalistin Sarah Pauli eine neue Serie über das mystische Wien starten. Spannende Informationen dazu erhofft sie sich von der Fremdenführerin Erika, die Führungen zu den geheimnisvollen Orten der Stadt veranstaltet. Doch kurz vor ihrem Treffen verschwindet Erika spurlos. Sarah macht sich auf die Suche nach ihr und stößt auf einen aufsehenerregenden Fall: Vor Kurzem wurde der Sarg eines verstorbenen Millionärs vom Wiener Zentralfriedhof gestohlen – ein Ort, an dem noch so manches dunkle Geheimnis begraben liegt ...
(Quelle: Goldmann)

Mein Fazit


Eine Stadtführerin verschwindet – ebenso wie ihr bereits verstorbener Onkel (mitsamt Sarg). Haben diese beiden Ereignisse etwas miteinander zu tun, und was steckt dahinter? Die Journalistin Sarah Pauli hat erneut einen Fall zu lösen.

„Der Tote vom Zentralfriedhof“ ist der vierte Band der Krimi-Reihe um die junge Journalistin Sarah Pauli. Die Kenntnis der Vorgängerbände ist nicht zwingend nötig. Es werden zwar einige Anspielungen auf frühere Geschehnisse gemacht und die Figuren werden auch nur im Eiltempo eingeführt, die Handlung der einzelnen Bände ist aber in sich abgeschlossen, so dass die Bücher auch alleinstehend gelesen werden können.

Die Geschichte wird in erster Linie aus der Sicht der Protagonistin Sarah Pauli erzählt, mit Einschüben aus der Sicht von verschiedenen anderen Personen, wenn es für die Handlung notwendig ist. Im Gegensatz zu anderen Krimis wird in „Der Tote vom Zentralfriedhof“ schon gleich zu Beginn klar, wer der Täter ist – zumindest dem Namen nach. Wer der Kopf hinter der Sache ist, und was mit der Tat bezweckt wird, löst sich aber erst nach und nach auf. So bleibt der Krimi auch ohne „Whodunit“ bis zum Schluss spannend. Die Protagonistin Sarah ist mir dabei sehr sympathisch, wenngleich ich ihren Aberglauben, den sie auch ihn ihrer Kolummne ausführlich verwendet, nur sehr bedingt nachvollziehen kann. Sarah und ihr Privatleben nehmen immer noch, wie auch im ersten Band der Reihe (dem einzigen, den ich bisher gelesen habe), viel Platz in der Geschichte ein, die Fallaufklärung rückt aber doch etwas mehr in den Mittelpunkt als noch bei „Tödliches Rendezvous“.

Die Autorin Beate Maxian lässt ihre Figuren in „Der Tote vom Zentralfriedhof“ stark wienern – was mit beim ersten Band der Reihe „Tödliches Rendezvous“, nicht aufgefallen wäre. Dies macht die Dialoge etwas schwieriger zu lesen, aber mir gefällt das Flair, das damit rübergebracht wird. Wie realistisch der Wiener Dialekt dargestellt wird, kann ich als Nicht-Österreicherin natürlich nicht beurteilen. Ansonsten liest sich der Krimi angenehm flüssig.

Leider hat das Lektorat in der Mitte des Buches etwas geschlampt. Normalerweise fallen mir solche Details nicht wirklich auf (mein Hirn korrigiert solche Fehler meist zu schnell, wenn ich nicht bewusst danach suche), aber hier bin ich über gleich zwei Fehlbenennungen innerhalb weniger Seiten gestolpert: einmal wird von Gutberg Gutmann genannt (S. 161), ein paar Seiten später heisst Sarah plötzlich Sandra (S. 167). Weitere Fehler sind mir nicht ins Auge gesprungen.

„Der Tote vom Zentralfriedhof“ hat mich gut unterhalten, und ich empfehle das Buch gerne weiter an Freunde von kurzweiligen „Zwischendurch-Krimis“ mit regionalem Flair und einer sehr präsenten Hauptperson.







Rezensionsexemplar




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