Mittwoch, 30. September 2015

Der Sünde Sold



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von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.10.2008
  • Aktuelle Ausgabe : 09.10.2008
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548268644
  • Flexibler Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Der Sünde Sold
In weisser Stille
So unselig schön
Schuld währt ewig
Verflucht seist du
Deiner Seele Grab
Nun ruhet sanft


Inhalt


Mariaseeon, im Süden Münchens: Nach tagelanger Suche findet man den fünfjährigen Jakob nackt, gefesselt und verstört auf einem Holzstoß im Wald. Wenig später wird seine Erzieherin zu Tode gemartert. Eine biblische Opferszene, ein Mord nach Art der Inquisition – unter den Dorfbewohnern geht die Angst um. Einer von ihnen ist ein sadistischer Mörder und Kommissar Konstantin Dühnfort muss ihn finden, bevor er wieder zuschlägt. 
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


In Mariaseeon verschwindet ein kleiner Junge. Was ist mit ihm passiert, und wer steckt dahinter? Kommissar Dühnfort und sein Team ermitteln, unterstützt durch die Einwohner Mariaseeons.

„Der Sünde Sold“ ist der erste Band der Krimireihe um Konstantin „Tino“ Dühnfort. Ich habe bereits den neusten Band der Reihe „Nun ruhe sanft“ gelesen und sehr gemocht, daher wollte ich von Vorne beginnen. Die Handlung wird abwechslungsweise aus der Sicht des Kommissars und Agnes, einer Einwohnerin des Handslungsortes Mariaseeon, erzählt, unterbrochen durch kurze Einschübe aus Sicht des Täters. Diese Erzählweise hat die Autorin Inge Löhnig auch im neusten Band angewendet, daher gehe ich davon aus, dass sie typisch für die Krimireihe ist.

Die Autorin Inge Löhnig lässt neben den Ermittlungen auch viel Platz, um Tino Dühnfort vorzustellen und das Privatleben des Kommissars etwas zu beleuchten. Die anderen Ermittler werden eher oberflächlich vorgestellt, lediglich durch die Meinung des Kommissars über seine Mitarbeiter erfährt man etwas über sie. Dühnfort wird dabei sehr menschlich dargestellt, mit Ecken und Kanten, Ängsten und Hoffnungen und auch (hormongetriebenen) Bedürfnissen. Neben Dühnfort wird auch die zweite Protagonistin Agnes näher betrachtet, insbesondere ihre Vergangenheit nimmt viel Platz ein. Diese bildet neben der Suche nach dem Straftäter einen zweiten Handlungsstrang

Der Schreibstil von Inge Löhnig ist eher einfach gehalten und liest sich flüssig, sodass die Lektüre leicht von der Hand geht. Der Kriminalfall selbst ist interessant gestaltet und lädt den Leser zum Miträtseln und Hinweise kombinieren ein, auch wenn die Auflösung nicht sonderlich überraschend und der Täter ein einziges wandelndes Klischee ist. Das Tempo ist eher geruhsam, wer atemlose Spannung sucht, sollte sich wohl besser bei den Thrillern umsehen.

Mein Fazit

Unterhaltsamer Kriminalroman mit überzeugendem Ermittler. Die Reihe werde ich mit Sicherheit weiterverfolgen.







Task-Challenge

Lies ein Buch, dessen Titel in Rot auf dem Cover steht. (Rosa & Pink lassen wir auch gelten)

Montag, 28. September 2015

Stadt in Angst


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von John Matthews 
übersetzt durch Andreas Jäger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.09.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 15.09.2014
  • Verlag : Page & Turner
  • ISBN: 9783442204380
  • Flexibler Einband 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Page & Turner Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


New York 1891. Eine Prostituierte wird brutal ermordet. Ihre Leiche weist dieselben Verletzungen auf wie die Opfer einer berüchtigten Mordserie in England. Hat der Mörder den Atlantik überquert, um seine Spur zu verwischen? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? In der amerikanischen Metropole, die ohnehin mit Bandenkriminalität, Korruption und Verbrechen zu kämpfen hat, geht die Angst um. Der aristokratische englische Kriminalanalytiker Finley Jameson soll den Fall für Scotland Yard vor Ort aufklären. Und er ist zunächst wenig begeistert, als ihm der toughe New Yorker Cop Joseph Argenti zur Seite gestellt wird. Doch trotz aller Bemühungen des ungleichen Ermittlerduos wütet der Mörder weiter – und treibt zudem ein perverses Spiel mit der Polizei ...
(Quelle: Page & Turner)


Meine Meinung


In Manhattan werden 1891 mehrere Prostituierte ermordet, die Taten erinnern an Jack the Ripper, der drei Jahre zuvor in London sein Unwesen trieb. Ist der berüchtigte Serienmörder in die USA ausgewandert?

Jack the Ripper fasziniert mich schon seit Jahren, und die Frage, wieso er plötzlich mit seinen Taten aufgehört hat, beschäftigt viele Menschen seit über 100 Jahren. John Matthews greift in „Stadt in Angst“ die Theorie auf, dass der Mörder ausgewandert ist und sein Unwesen schlicht anderswo weitergetrieben hat. Die Stimmung des ausgehenden 19. Jahrhunderts hat der Autor schön eingefangen, wenn ihm auch kleine historische Fehler passiert sind (so kommt beispielsweise bei einer Autopsie kurz das Gespräch auf Blutgruppen, die noch heute verwendete AB0-Einteilung wurde jedoch erst 1900 entdeckt). Auch das New York Feeling ist andeutungsweise spürbar, wenn auch nicht so ganz, aber wen wundert’s: 1891 stand weder das Empire State Building noch das Chrysler Building, die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue waren noch ganz neu.

Der Autor John Matthews verwebt in „Stadt in Angst“ mehrere Handlungsstränge zu einer einzigen Geschichte, was häufige Perspektivenwechsel voraussetzt; und mit diesen hatte ich meine Mühe. Vielleicht liegt es an meiner Reader-App, die ich verwende (Aldiko), jedenfalls werden in meiner eBook-Ausgabe keine Leerzeilen bei Abschnittswechseln angezeigt, sodass die Perspektivenwechsel mitten in der Seite ohne sichtbaren Übergang dargestellt wurden, das mich regelmässig sehr verwirrt hat. Die beiden am Häufigsten verwendeten Perspektiven sind die der beiden Ermittler Argenti und Jameson, die mir beide ausreichend sympathisch waren, ohne mir wirklich ans Herz zu wachsen. 

Die Handlung selbst ist ausreichend spannend, um zu Ende lesen zu wollen, wirklich gefesselt hat sie mich jedoch nicht. Wie und warum die Morde ausgeführt wurden wird dem Leser schnell klar, da diese Abschnitte aus der Sicht des Täters geschildert werden. So geht es schlussendlich „nur“ noch darum herauszufinden, wer nun dieser Täter ist. Leider lässt der Autor seine Leser nicht mitraten, die Auflösung bringt keinen Aha-Effekt sondern eher Ernüchterung.

A propos Täter: John Matthews zieht in seinem Roman immer wieder Parallelen zum echten Jack the Ripper. Das allerwichtigste wird zwar jeweils kurz dargelegt, aber Kenntnisse über die Morde von 1888 sind zum Verständnis des Krimis durchaus empfehlenswert.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, aber ohne atemlose Spannung. Wohl vor allem für Jack the Ripper Fans lesenswert.





Task-Challenge

Ein Buch mit über 400 Seiten

Rezensionsexemplar



Samstag, 26. September 2015

Die ersten und die letzten Arbeiten des Herkules


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von Agatha Christie
übersetzt durch Elleonore von Wurzian

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1979
  • Aktuelle Ausgabe : 24.08.2007
  • Verlag : Fischer Taschenbuch
  • ISBN: 9783596175871
  • Flexibler Einband 301 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Ich habe nicht die hier abgebildete, sondern eine ältere Ausgabe aus dem Scherz Verlag gelesen.

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.


Inhalt


Hercule Poirot misst sich mit seinem sagenhaften Namensvetter!
Die Sagen des Altertums bringen Hercule Poirot auf einen köstlichen Einfall: Zwölf Fälle, die an Schwierigkeit und Einfallsreichtum nur den zwölf Arbeiten des Herkules gleichkommen, wird er lösen und damit in nichts seinem berühmten Namensvetter aus der griechischen Sage nachstehen. Schon das erste Verbrechen beweist, dass sich seit damals die Zeiten zwar geändert haben, die Menschen und ihre Schwächen aber gleich geblieben sind...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


In Hinblick auf sein Alter will sich der Detektiv Hercule Poirot langsam aus dem Berufsleben zurückziehen. Zwölf Fälle will er noch annehmen, angelehnt an die zwölf Arbeiten seines Namensvetters aus der griechischen Sagenwelt.

Schon seit über 20 Jahren lese ich immer wieder gerne Agatha Christie Krimis. Egal ob Hercule Poirot, Miss Marple oder Tommy und Tuppence, ich mag sie alle. Die meist eher kurzen Romane sind dank dem eingängigen, wenn auch mittlerweile zugegebenermassen etwas angestaubten Schreibstil schnell durchgelesen und haben mich schon aus mancher Leseflaute gerettet. Und da ich jährlich rund 150-200 Bücher lese, weiss ich nach einigen Jahren auch nicht mehr auswendig, wer der Mörder war, und kann so auch Krimis problemlos re-readen ;-)

Wenn die Laune nach Krimi steht, die Zeit (oder die Motivation) aber nicht für rund 300 Seiten Krimi-Roman ausreichen, bietet sich diese Kurzgeschichtensammlung an. Zwar umfasst auch dieses Buch rund 300 Seiten, aber es enthält 12 in sich abgeschlossene Geschichten, sodass man jeweils nach etwa 25 Seiten problemlos eine kürzere oder längere Pause einlegen kann. Da die in der Geschichtensammlung geschilderten Fälle die letzten in der Karriere des Hercule Poirot sind, sind Vorkenntnisse über den Detektiv hilfreich zum Verständnis seiner Eigenarten und Marotten, notwendig sind sie aber nicht. Auch Neueinsteiger werden sich schnell an den belgischen Detektiven gewöhnt haben, und die Kriminalfälle sind ohnehin wie gewohnt in sich abgeschlossen. Leider fällt durch die kurzen Geschichten das Miträtseln ziemlich flach, da Poirot jeweils sehr schnell auf die Lösung kommt (aus Platzgründen auf die Lösung kommen muss…), ohne dass der Leser seine Vorgehensweise und seine Gedankengänge richtig nachvollziehen kann.

Mein Fazit

Wer gerne (englische) Krimis mag und von der zur heutigen Zeit etwas altertümlich wirkenden Sprache nicht abgeschreckt wird, sollte sich unbedingt mit Agatha Christie beschäftigen. Die Kurzgeschichtensammlung eignet sich ideal für zwischendurch, wenn nur wenig Zeit zum Lesen bleibt. Als Einstieg zu Hercule Poirot würde ich aber eher einen Roman als diese Kurzgeschichtensammlung empfehlen. 






Freitag, 25. September 2015

[Kurzreview] Der Prager Golem


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von Harald Salfellner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : Nicht bekannt
  • Aktuelle Ausgabe : Nicht bekannt
  • Verlag : Vitalis
  • ISBN: 9783899190991
  • Flexibler Einband 64 Seiten

Leseprobe
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Inhalt


Seit vielen Jahrhunderten ist Prag eine der bedeutendsten Städte des europäischen Judentums. Neben den großen steinernen Denkwürdigkeiten (etwa die Altneusynagoge, die Pinchassynagoge, der alte jüdische Friedhof oder das Israelitische Rathaus) sind es insbesondere die Sagen und Legenden aus dem alten, geheimnisvollen Ghetto, die von dieser Kultur blieben. Die Geschichten um den weisen Rabbi Löw, den grobschlächtigen Golem oder den reichen Mordechai Maisel lassen die verklungene Welt des jüdischen Prags in unserer Vorstellung erneut aufleben.
(Quelle: Vitalis)


Meine Meinung


„Der Prager Golem“ ist eine Sammlung von Legenden über die Juden in der Stadt Prag. Die Geschichten sind sehr kurz, jeweils nur zwei bis fünf Seiten lang. Gerade bei für mich interessanteren Themen, wie dem titelgebenden Golem, hätte ich gerne etwas mehr erfahren als „Rabbi Löw und seine Helfer erschufen den Golem aus Lehm“… Welcher Teil dieser Sagen historisch gesichert ist, und was wohl nur auf Legenden basiert, lässt sich den einzelnen Erzählungen oftmals nicht entnehmen. Den Schreibstil empfand ich als etwas „biblisch“ auch wenn dieser Begriff für eine jüdische Sagensammlung natürlich überhaupt nicht passt, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, eine Kombination aus etwas schwülstigen Sätzen und knochentrockener Beschreibung. Dies ergibt den Eindruck, eher ein Sachbuch als wirkliche Erzählungen zu lesen. Ich habe mir das Buch in Prag zum Abschluss eines Besuchs im jüdischen Viertel Josefov (mit Besuch mehrerer nun als Museen genutzter Synagogen) gekauft, sodass der Inhalt mich an diese Städtereise erinnert. Wer keine Verbindung zur Prager Josefsstadt hat, wird es wohl nur bedingt interessant finden. 



Donnerstag, 24. September 2015

Task Challenge 15/16





Ich habe eine weitere Challenge entdeckt, an der ich gerne teilnehmen werde, die Task Challenge von Nicole und Kathleen. Sie umfasst die folgenden Aufgaben, wer auch teilnehmen will kann dies auf den verlinken Blogs gerne kundtun. Eine Challenge-Seite ist bei mir auch zu finden.

September'15  
  1. Lies ein Buch, dessen Titel in Rot auf dem Cover steht. (Rosa & Pink lassen wir auch gelten)
  2. Lies ein Buch, mit mindestens 400 Seiten.
  3. Lies ein Buch, mit einem fahrbaren Untersatz auf dem Cover, zB. Fahrrad, Auto etc. (real, fiktiv oder stilistisch).
 Oktober'15
  1. Lies ein Buch, mit einem bekannten Schauplatz, den du selbst schon einmal besucht hast.
  2. Lies ein Buch, dessen Ersterscheinung mindestens 5  Jahre her ist.
  3. Lies ein Buch, dessen Titel aus nur einem Wort besteht (auch keine zusätzlichen Artikel oder Untertitel).
November'15
  1. Lies ein Buch, das in Asien, Australien oder Ozeanien spielt.
  2. Lies ein Buch, dessen Titel oder Cover etwas mit Wetterphänomene zu tun hat (Schnee, Nebel, Regen, …).
  3. Lies ein Buch, das in einer deutschen Großstadt spielt (ab 500.000 Einwohner, laut Wikipedia).
Dezember'15
  1. Lies ein Buch, in dessen Titel das Wort "Herz" vorkommt (in welcher Sprache das Wort Herz geschrieben ist, ist egal).
  2. Lies ein Buch, auf dessen Cover zwei Menschen des gleichen Geschlechts abgebildet sind.
  3. Lies ein Buch, das Weihnachten thematisiert.
 Januar'16
  1. Lies ein Buch, auf dessen Cover ein Schmuckstück zu sehen ist (Ring, Kette, Krone, …).
  2. Lies ein Buch, in dem es um Mythologie oder Religion geht.
  3. Lies ein Buch, eines deutschsprachigen Autors (die erste Ausgabe des Buches muss auf Deutsch erschienen sein).
Februar'16
  1. Lies ein Buch, das nicht auf diesem Planeten spielt (aber auf einem fiktiven oder tatsächlich existierenden anderen Planeten zB. oder im Weltall, auf einem Raumschiff etc.).
  2. Lies ein Buch, dessen Titel aus mindestens 4 Wörtern besteht.
  3. Lies ein Buch, das mindestens 3 Lebewesen auf dem Cover hat (Mensch, Tier etc.).
 März'16
  1. Lies ein Buch, mit einem roten Cover (Pink und Rosa darf auch sein).
  2. Lies ein Buch, das nicht in Europa spielt.
  3. Lies ein Buch, das gleichgeschlechtliche Paare/Liebe thematisiert.
April'16
  1. Lies ein Buch, dessen Cover einen oder mehrere Sterne enthält (ob stilistische Sterne oder Sternbilder, Sternenhimmel, alles ist erlaubt).
  2. Lies ein Buch, das nur als eBook erschienen ist. (Dabei gibt es keine Mindestseitenzahl. Auch wer sich bisher dem eReader verweigert hat, kann auch gern eine der zahlreichen Kurzgeschichten im Net auswählen. Für viele Buchreihen gibt es Prequels, die kurz und gratis von den Verlagen zur Verfügung stehen.)
  3. Lies ein Buch, das Teil einer Reihe ist, aber nicht den 1. oder letzten Band.
Mai'16
  1. Lies ein Buch, dessen Titel 2-sprachig ist - Englisch & Deutsch (z.B. Breathe - Flucht nach Sequoia).
  2. Lies ein Buch, das bislang noch in keinem Verlag erschienen ist, sondern im Selbstverlag von einem Indie-Autoren veröffentlicht wurde.
  3. Lies ein Buch, dessen Autor/in bereits mehr als 10 Bücher veröffentlicht hat.
Juni'16
  1. Lies ein Buch, dessen Ersterscheinung maximal 1 Jahre her ist.
  2. Lies ein Buch, dessen Titel oder Cover mindestens eine Zahl enthält.
  3. Lies ein Buch, das das Debüt des jeweiligen Autors war.
 Juli'16
  1. Lies ein Buch, mit dessen Autor du schon Kontakt hattest (Lesung, Facebook, Mail etc.).
  2. Lies ein Buch, das bereits verfilmt wurde.
  3. Lies ein Sommerbuch (entweder spielt es im Sommer oder hat 'Sommer' im Titel)
August'16

  1. Lies ein Buch, dessen Coverbild in Schwarz/Weiß gehalten ist (Grautöne gehören auch dazu) !Der Titel darf in einer anderen Farbe dargestellt sein.
  2. Lies ein Buch, das entweder von einem französischen Autor geschrieben wurde und/oder in Frankreich spielt.
  3. Lies den 2. Band einer Reihe.


Mittwoch, 23. September 2015

Helden und Götter



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von Ursel Scheffler und Betina Gotzen-Beek

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2015
  • Verlag : KeRLE
  • ISBN: 9783451713231
  • Fester Einband 160 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der KeRLE Verlag und Vorablesen haben mir das Hardcover kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


An unserem Sternenhimmel wimmelt es nur so von griechischen Göttern und Sagenhelden wie Saturn, Hermes und Herakles. Doch nur wenige kennen heute noch die mitreißenden Geschichten, die hinter Sternbildern und Planeten, vielen unserer Redensarten oder auch Firmennamen stecken. Ursel Scheffler hat sich auf Spurensuche begeben und die schönsten Geschichten aus der »Ilias« und der »Odyssee« neu erzählt. Eine »Herkulesaufgabe«, in der sie den »roten Faden« nie verloren hat! 
(Quelle: KeRLE)


Meine Meinung


„Helden und Götter“ enthält einen breiten Überblick über die griechische Sagenwelt. In kurzen Abschnitten in einer einfach verständlichen, kindgerechten aber nicht langweiligen Sprache werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Die Schrift ist recht gross gehalten und die Kapitel sind liebevoll bunt illustriert, sodass auch ungeübte Leser zurecht kommen können. Durch die kurzen Kapitel verlieren auch langsamere Leser nicht so schnell die Lust, da sie nur lose zusammenhängen und eine Lektüre des gesamten Buches am Stück nicht nötig ist. Ebenso gut können jeweils nur einzelne Abschnitte gelesen werden.

Zu den einzelnen Legenden werden auch weitere Informationen geliefert, beispielsweise zu Planeten, Sternen und Sternbildern, die nach den im Kapitel erwähnten griechischen Sagengestalten benannt wurden. Auch die in die Alltagssprache übergegangenen Begriffe und Sprichwörter, wie „Binsenwahrheit“ oder „den roten Faden verlieren“ werden anhand der Sagen erklärt. Da die einzelnen Abschnitte wie erwähnt recht kurz sind (schliesslich haben auf den rund 150 Seiten keine ausführlichen Schilderungen Platz, wenn praktisch die gesamte griechische Sagenwelt erwähnt werden soll), empfiehlt es sich dennoch, Kinder bei der Lektüre zu unterstützen, indem beispielsweise gemeinsam bei Wikipedia nach weiteren Infos gesucht wird, falls das Kind mehr über gewisse Legenden, Sprichwörter oder Sternbilder wissen möchte. Durch die knappen Beschreibungen mit einer grossen Anzahl von Namen könnten sich Kinder sonst leicht überfordert fühlen. Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen, nur wenige ausgesuchte Legenden, dafür aber diese etwas ausführlicher geschildert. Gerade die Sternbilder, Asteroiden und Planeten hätten interessanter beschrieben werden können, hier werden nämlich in erster Linie Zahlen hingeworfen, mit denen ein Kind wohl nicht viel anfangen kann, in diesem und jenem Jahr entdeckt, so und so viele Kilometer Durchmesser, so und so viele Lichtjahre von der Erde entfernt etc. Bilder wären hier deutlich hilfreicher gewesen. Auch eine Landkarte des alten Griechenlands habe ich vermisst, ohne diese wird das geographische Einordnen der Sagen unmöglich, wenn man nicht ständig Wikipedia konsultieren will.

Mein Fazit

Interessanter, aber sehr knapp gehaltener Überblick über die griechische Sagenwelt. „Helden und Götter“ eignet sich als Einstieg, aber wegen der Knappheit nur bedingt als Nachschlagewerk. Die bunten Abbildungen dienen leider nur der Unterhaltung und weniger der Information. 





Rezensionsexemplar

Montag, 21. September 2015

Tödliche Gedanken


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von Marcus Johanus

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2015
  • Verlag : Midnight
  • ISBN: 9783958190474
  • E-Buch Text 474 Seiten 

Das eBooks wurde mir vom Midnight Verlag und Vorablesen kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Patricia Bloch, hochbegabte 18-Jährige in einem brandenburgischen Kaff, will die Provinz endlich hinter sich lassen, als Merkwürdiges geschieht: In einer rätselhaften Vision wird sie vor einem Amoklauf gewarnt. Kurz darauf erlebt sie vor ihrem geistigen Auge einen grauenhaften Mord. Hat Lias etwas damit zu tun – der einzige Mensch, dem sie sich nahe fühlt? Was ist sein Geheimnis? Und ehe sie begreift, was eigentlich geschieht, warnt sie eine innere Stimme erneut: Jemand hat es auf ihr Leben abgesehen. 
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Die 18-jährige Patty, die sich abgesehen von ihrer Hochbegabung für ziemlich durchschnittlich hält, empfängt plötzlich unerklärlich Visionen. Etwa zur selben Zeit wird ihr Wohnort durch unerwartete Amokläufe von Pattys Schulkameraden erschüttert. Was ist in Kelltin los?

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Patty erzählt. Leider ist sie mir nur bedingt sympathisch. Patty ist hochbegabt, und das weiss sie auch. Sie lässt jeden, dem sie begegnet, fühlen, dass er unter ihrem (geistigen) Niveau ist, und wundert sich dann, dass sie kaum Freunde hat. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter Diana ist schwierig, was zu einem Teil sicher an der nicht einfachen Diana liegt, aber auch Patty zickt weit öfter, als es angebracht wäre. Natürlich könnte man nun argumentieren, dass dies halt in der Natur einer Pubertierenden liege, wenn sich Patty denn ansonsten wie eine solche verhalten würde. Aber sie wie auch ihre im Roman vorkommenden Altersgenossen agieren sehr überlegt und abgeklärt, eher wie weise alte Männer als wie Teenager. Emotionen kommen nur selten auf. Was sie antreibt und beschäftigt wird im Laufe der Geschichte nicht wirklich klar, auch bei Patty nicht. So konnte ich mich nicht wirklich in die Protagonistin und ihre Freunde hineinfühlen, was natürlich auch dem Spannungslevel schadete, da es mich nicht gross beschäftigte, wenn einer von ihnen in Gefahr geriet. 

Während das Cover „Tödliche Gedanken“ schlicht als Thriller bezeichnet, würde ich das Buch eher in in der Young Adult/Fantasy-Ecke einordnen. Der Roman enthält deutliche Thriller-Elemente, aber ab etwa Buchmitte treten die Fantasy-Aspekte stark in den Vordergrund. Auf mich machte es den Eindruck, als hätte sich der Autor nicht wirklich entscheiden können, ob er nun einen Thriller oder einen Fantasyroman schreiben wollte, sodass er beides in einem vermengte. Beide Teilaspekte hätten sich auch jeweils ohne den anderen in einen Roman fassen lassen, in der Kombination wirkte „Tödliche Gedanken“ auf mich oftmals etwas überladen. Das Buchende bereitet den Weg für einen Nachfolgeband, bildet also in einem gewissen Grad einen Cliffhanger, obschon die Geschichte im Grunde in sich abgeschlossen ist.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, wenn auch etwas überladen. Für Leser ab ca. 16 geeignet, die sowohl Thriller wie auch Fantasy (am besten beides in einem) mögen.




Rezensionsexemplar


Samstag, 19. September 2015

Nebelkind




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von Emelie Schepp
übersetzt durch Annika Krummacher

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.08.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 17.08.2015
  • Verlag : Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783734100697
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das Taschenbuch wurde mir vom Blanvalet Verlag und Blogg Dein Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Die Staatsanwältin Jana Berzelius wird bei einem spektakulären Fall hinzugezogen: Ein Mann wurde erschossen – die Hinweise verdichten sich, dass die Tat von einem Kind begangen wurde. Dann taucht die Leiche eines Jungen an der schwedischen Küste auf. Seine Fingerabdrücke passen zu jenen des Tatorts, doch warum sollte ein Kind einen Mord begehen? Während die Ermittler im Dunkeln tappen, ermittelt Jana auf eigene Faust. Denn der Junge, der das Wort »Thanatos« als Narbe im Genick trägt, hat ein Geheimnis, das nur Jana kennt: Auch ihr Genick ziert der Name einer Todesgottheit, und nun setzt sie alles daran, herauszufinden, warum.
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


Der Leiter des Migrationsamtes wird ermordet, am Tatort werden Fingerabdrücke eines Kindes gefunden. Aber ein Kind kann doch unmöglich der Mörder sein, oder?

„Nebelkind“ ist der Debutroman der schwedischen Autorin Emelie Schepp und spielt in Norrköping, wo, wie in einem klassischen Thriller üblich, eine Ermittlergruppe auf der Suche nach dem Mörder ist. Die Erzählperspektive wechselt dabei zwischen den verschiedenen Ermittlern, unterbrochen durch kurze Schilderungen aus der Sicht eines Kindes. Durch den Klappentext, der leider meiner Ansicht nach etwas zu viel verrät, wird dem Leser schnell klar, wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen müssen. Leider sind mir die Protagonisten eher bis sehr unsympathisch. Besonders Mia hat es durch ihre neidische und hinterlistige Art innert wenigen Seiten auf meine Hass-Liste geschafft. Aber auch die beiden anderen Protagonisten, Lana und Henrik, verhielten sich oft auf eine Weise, die ich weder nachvollziehen noch gutheissen konnte. Dies störte etwas die Lektürefreude. Über das Privatleben der Ermittler wird wenig erzählt, gerade genug, um ihnen gewisse Konturen zu verleihen, ohne von der Handlung abzulenken.

Die Handlung selbst ist sehr interessant und komplex geraten. Während dem Leser (im Gegensatz zu den Ermittlern) die groben Hintergründe der Tat schon recht schnell klar werden, tappen diese länger in Dunkeln. Doch trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit hält der Thriller auch für den Leser noch genug Überraschungen bereit, sodass es nie langweilig wird. Die Auflösung wirkte allerdings etwas überhastet. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, lässt aber doch noch einige Fragen offen, insbesondere zu den Hintergründen und auch der Zukunft der Protagonisten.

Der Schreibstil der Autorin Emelie Schepp lässt sich flüssig lesen, sodass die Seiten dank der spannenden Handlung nur so unter meinen Fingern hinwegflogen. „Nebelkind“ lebt dabei weniger von brutalen Ekelszenen, sondern mehr von psychologischer Grausamkeit. Wer eine freundschaftliche Stimmung sucht und die Protagonisten ins Herz schliessen können oder sich mit ihnen identifizieren möchte, wird mit „Nebelkind“ wohl nicht glücklich.

Mein Fazit

Der Debutthriller „Nebelkind“ hat mich mit seiner spannenden, komplexen Handlung überzeugt. Der unsympathischen Ermittler wegen kann ich aber nicht die Höchstnote vergeben. Thrillerfans kann ich diesen Roman wärmstens ans Herz legen. 




Rezensionsexemplar


Freitag, 18. September 2015

[Hörbuch] Der Libellenflüsterer

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von Monika Feth
gesprochen von Julia Nachtmann, Regina Lemnitz, Stephan Schad, Julia Meier

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.08.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 21.08.2015
  • Verlag : Jumbo / Goya libre
  • ISBN: 9783833735103
  • Audio CD
  • Sprache: Deutsch 

 Der Jumbo Verlag und Blogg dein Buch haben mir das Hörbuch auf CD kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Der Erdbeerpflücker
Der Mädchenmaler
Der Scherbensammler
Der Schattengänger
Der Sommerfänger
Der Bilderwächter
Der Libellenflüsterer



Inhalt


Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Bei Recherchen für einen Artikel über Tierquälerei kommt sie einem Täter auf die Spur, den sie von früher kennt. Als sie ihn unangekündigt in seinem einsam gelegenen Haus besucht und ihm Fragen stellt, eskaliert die Situation, und er macht Merle zu seiner Gefangenen. Niemand weiß, wo sie ist. Jettes Suche nach Merle wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn der Mann hat bereits einen Mord begangen und wird immer unberechenbarer...
(Quelle: Goya libre)


Meine Meinung


„Der Libellenflüsterer“ ist der siebte Teil der Thriller-Reihe um Jette und ihre Freunde, und mein erster Kontakt mit ihnen. Die Handlung selbst ist auch ohne Vorkenntnisse verständlich, die Geschichte ist in sich abgeschlossen, wie wohl auch bei den Vorgängern. Dennoch hatte ich den Eindruck, dass mir wichtiges Vorwissen fehlte. Die Anzahl der handelnden Personen ist gross, und beim Hörbuch bleibt ja keine Zeit, zwischendurch mal innezuhalten und sich Gedanken darüber zu machen, wer jetzt eigentlich mit wem und warum überhaupt. So war ich oftmals etwas verwirrt, wer jetzt eigentlich genau die Erzählperspektive einnahm, und wie diese Person mit der Handlung zusammenhing.

A propos Erzählperspektive: diese wechselt alle paar Minuten. Dabei wird der Erzählstil der jeweiligen Perspektive angepasst, sodass man als Hörer (und sicher auch als Leser) jeweils den Eindruck erhält, direkt an den Gedanken des jeweiligen Protagonisten teilhaben zu können. So wird beispielsweise die Sicht des kleinen Mädchens Lo in kindlicher Weise geschildert, die Sicht ihres gewalttätigen Vaters Abel sehr aggressiv, und so weiter. Hauptprotagonistin ist klar Jette, deren Abschnitte in der Ich-Perspektive dargestellt werden (die anderen Abschnitte werden in der dritten Person geschildert). Die Sprache der Autorin ist für meinen Geschmack etwas zu umständlich und blumig, etwas nüchterner wäre einfacher zu verstehen gewesen.

Die Handlung kommt nur langsam in Fahrt, es dauert bis zur Mitte der zweiten CD (von fünf), bis erstmals ein Krimi-Element in die Geschichte kommt. Ab der Mitte des Buches wird es dann doch noch spannend, auch wenn Täter und Opfer bekannt sind, der Leser/Hörer die Tat direkt beobachten kann und die weitere Handlung etwas vorhersehbar bleibt.

Die vier Sprecher machen ihre Sache durchwegs gut und helfen mit, die verschiedenen Perspektiven besser unterscheiden zu können. Lediglich der italienische und britische Akzent der einen Sprecherin (ich weiss leider nicht, welche der drei beteiligten Damen diese Stellen liest) konnte mich nicht überzeugen, der Englänger Robbie klang für mich stark nach Amerikaner…

Mein Fazit

Nach etwas zähem Beginn doch noch eine spannende Krimiunterhaltung. Vorkenntnisse der Reihe sind nicht zwingend, aber doch empfehlenswert.




Rezensionsexemplar



Mittwoch, 16. September 2015

Höllenfrost


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von Tanja Noy

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 10.06.2015
  • Verlag : MIRA Taschenbuch
  • ISBN: 9783956491870
  • Flexibler Einband
  • Sprache: Deutsch 

Der MIRA Taschenbuch Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Teufelsmord
Todesruhe
Höllenfrost


Inhalt


Zander, Julia Wagners ehemaliger Partner aus ihrer Zeit bei der Mordkommission in Mainz, untersucht in der Rheinstadt eine Serie von grausigen Verbrechen gegen junge Frauen und trifft auf ein düsteres Geflecht aus Mord und Menschenhandel. Zur gleichen Zeit versteckt sich Julia nach einer atemlosen Flucht in einer eingeschneiten Berghütte im Schwarzwald - doch auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. In ihrem Kopf tauchen immer wieder Bilder auf, die sie noch nicht vollständig einordnen kann, aber eines wird ihr immer klarer: Ihr gesamtes Leben beruht auf einer Lüge. Sie entschließt sich, auf die Jagd nach Antworten zu gehen. Durch Julias neue Erkenntnisse und Zanders Ermittlung aufgescheucht, entschließt sich deren übermächtiger Gegner nun, zum Gegenschlag auszuholen …
(Quelle: MIRA Taschenbuch)


Meine Meinung


„Höllenfrost“ ist der dritte Band der (geplant) fünfteiligen Reihe um Julia Wagner. Ich dachte erst, es handle sich um eine Trilogie und damit der letzte Band, doch auch dieser endet in einem Cliffhanger, und die vielen Fragen, die sich im Laufe der Reihe gestellt haben, sind noch lange nicht geklärt. Die beiden Vorgängerbände habe ich mit grossem Interesse gelesen, was auch gut ist: „Höllenfrost“ baut direkt auf den Vorgängern auf, ohne Vorkenntnisse wird es wohl schwierig, die Handlung zu verstehen und sich in die Protagonisten hineinfühlen zu können.

Wie von den Vorgängern gewohnt, spielt auch „Höllenfrost“ mit wechselnden Perspektiven. Hier werden verschiedene Handlungsstränge parallel erzählt, die zwar im Grunde schon von Beginn weg zusammenhängen, jedoch an unterschiedlichen geographischen Orten (einer davon auch in der Vergangenheit) spielen und daher getrennt erzählt werden müssen. Neben bereits aus den Vorgängern bekannten Personen wie Julia, Eva, Susanne und Zander tauchen viele weitere Charaktere auf, die nur kurz erscheinen oder die vier Protagonisten über längere Zeit begleiten.

„Höllenfrost“ markiert die Mitte der fünfbändigen Reihe. Und wie es so oft der Fall ist, passiert in diesem Mittelteil nicht viel. Ein grosser Teil der Geschichte basiert auf Rückblenden, sei es durch Julias Erinnerungen an ihre Kindheit oder durch den Blick auf einen Mordfall, den Julia und Zander 2008 bearbeitet hatten. Über weite Strecken hinweg plätschert die Handlung vor sich hin, wie bei einem Maler, der sich dem Hintergrund und der Landschaft widmet, bevor er wieder zum eigentlichen Motiv kommt.Dafür gibt es viele neue Infos, die für den Verlaug der gesamten Geschichte sehr wichtig sind, auch wenn die Handlung hier etwas mager bleibt.

Mein Fazit

Eher ruhiger Mittelteil der fünfbändigen Reihe. Die Handlung wird nur wenig weitergetrieben, dafür werden die Hintergründe stärker beleuchtet. „Höllenfrost“ sollte nicht als Einzelband, sondern nur als Teil der Reihe gelesen werden.




Rezensionsexemplar



Montag, 14. September 2015

Amokspiel



Bildquelle

von Sebastian Fitzek

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2007
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2007
  • Verlag : Droemer-Knaur
  • ISBN:9783426637180
  • Flexibler Einband 430 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Heute ist ein guter Tag zum Sterben

Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …
(Quelle: Knaur)


Meine Meinung


Die Kriminalpsychologin Ira will sich eigentlich umbringen, wird dann aber zu einer Geiselnahme gerufen, um mit dem Täter zu verhandeln. Dieser besteht darauf, mit seiner Verlobten sprechen zu können, die jedoch vor einem halben Jahr gestorben ist…

Die Charaktere blieben leider ziemlich blass, sodass ich mich in keinen hineinfühlen konnte. So stieg auch das Spannungslevel nicht übermässig hoch, da mir die Figuren nicht ans Herz gewachsen sind und ich deshalb auch nicht mit ihnen zittern konnte, wenn sie in Gefahr waren. Komplett unspannend war das Buch zwar nicht, aber es erschien mit zu vollgestopft. Die Handlung schien zunächst ziemlich vorhersehbar, bis eine unerwartete (und auch ziemlich unglaubwürdige) Wendung eintrat, dann wieder die vorhersehbare Gerade, die nächste Wendung und so weiter. Der Autor hatte wohl mehrere gute Ideen, die er aber allesamt in das selbe Buch einbauen wollte, wo er sie lieber auf verschiedene Geschichten aufgeteilt hätte.

Der Schreibstil des Autors Sebastian Fitzek konnte mich nicht überzeugen, er war oft hölzern und umständlich. Da „Amokspiel“ erst sein zweiter Roman war und bereits vor 8 Jahren erschienen ist, gehe ich mal davon aus, dass sich sein Schreibstil mittlerweile weiterentwickelt hat (besser gesagt ich hoffe es, da ich ansonsten an der Käuferschaft, die Fitzek bei jedem Buch erneut auf die Bestsellerlisten hievt, zweifeln müsste. Was ich zwar eigentlich sowieso tue, aber das ist ein anderes Thema…).

Mein Fazit

Grundsätzlich nicht schlecht, aber zu überladen mit unglaubwürdigen Wendungen. Da der Autor Sebastian Fitzek aber im Thriller-Genre einen guten Ruf hat, werde ich ihn nicht aufgeben und mir auch noch ein paar seiner späteren Werke anschauen.







Samstag, 12. September 2015

Lebendige Schatten (Reckless 2)


Bildquelle


von Cornelia Funke

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2012
  • Verlag : Dressler
  • ISBN: 9783791504896
  • Fester Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe
Steinernes Fleisch
Lebendige Schatten
Das goldene Garn



Inhalt


Jacob Reckless’ düstere Abenteuer gehen weiter. Seinen Bruder Will hat er retten können, doch der Preis war hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs, lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels ins Verderben stürzen – und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben.
(Quelle: Dressler)


Meine Meinung


Nachdem Jacob Reckless im ersten Band der Reihe seinen Bruder Will vor dem Versteinern bewahren musste, geht es im Nachfolder nun darum, sein eigenes Überleben zu sichern, da ihn die Nachwirklungen der Erlebnisse mit seinem Bruder langsam aber sicher umbringen wollen…

„Lebendige Schatten“ ist nach „Steinernes Fleisch“ der zweite Band von Cornelia Funkes „Reckless“-Reihe um die Brüder Jacob und Will. Ich empfehle, die Reihenfolge einzuhalten, da bei der Lektüre von „Lebendige Schatten“ als Einzelband sonst wichtige Vorkenntnisse fehlen.

Die Handlung von „Lebendige Schatten“ setzt kurze Zeit nach „Steinernes Fleisch“ ein und spinnt die im ersten Band aufgegleisten Ereignisse weiter. Eine nennenswerte Einführung in die Handlung oder die Spiegelwelt, in der die Geschichte spielt, gibt es keine, die Autorin setzt voraus, dass die Leser den Vorgänger kennen und noch gut im Kopf haben.

Wie auch der erste Band der Reihe wird auch „Lebendige Schatten“ von einem auktorialen Erzähler geschildert, der regelmässig die Perspektive wechselt und mal den einen, mal den anderen Charakter durch die Geschichte begleitet. Die Geschichte wird auch hier in einem sehr hohen Tempo erzählt, für meinen Geschmack wurde fast zu viel in die rund 400 Seiten gequetscht, etwas weniger Handlung, dafür etwas ausführlicher geschildert, hätte mir besser gefallen. Trotz dem hohen Tempo ist das Buch nicht übermässig spannungsgeladen, da die brenzligen Situationen stets schon nach wenigen Seiten mit einem verzauberten „Fingerschnippen“ gelöst werden können.

Die Spiegelwelt bleibt leider im zweiten Band der Reihe nicht so märchenhaft wie im ersten, sondern lehnt sich mit dem Einbau vieler technischer Elemente fast etwas in Richtung Steampunk. Grundsätzlich ist das ja nichts schlechtes, aber die Märchenwelt aus dem ersten Band hätte mir in der Weiterführung doch etwas besser gefallen. Auch der Protagonist Jacob hat mir hier nicht so gut gefallen wie im Vorgänger, er wurde ziemlich eindimensional beschrieben. Seine Gegner wirken dafür umso lebendiger, sodass eher sie die Geschichte tragen.

Der Schreibstil von Cornelia Funke liest sich wie gewohnt flüssig, auch wenn ich zunächst etwas langsamer lesen musste, um mich wieder in die Spiegelwelt hineinzufinden und mich an alle Namen und „Rassen“ zu erinnern, da es doch schon einige Monate her war, dass ich den Vorgänger gelesen hatte. Etwas störend sind mir in diesem Band die vielen Wiederholungen aufgefallen, sei es von einzelnen Wörtern oder kleinen Satzteilen bis hin zu richtigen Mini-Szenen, beispielsweise das Reiben des Goldtuches, das nur noch „papierdünne“ Goldstücke hervorbringt.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, die nicht ganz so stimmigen Details, die mich bereits beim ersten Band gestört haben (zu viele Ereignisse mit zu einfacher Lösung, platte menschliche Figuren), treten aber noch stärker in Vorschein. Eignet sich nicht als Einzellektüre, sondern nur für Leser, die den ersten „Reckless“-Band bereits kennen und mögen.




Freitag, 11. September 2015

Der Kreuzweg


Bildquelle

von Gunnar Schuberth

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.07.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.07.2015
  • Verlag : Sutton
  • ISBN: 9783954005734
  • Flexibler Einband 240 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das Taschenbuch wurde mir vom Sutton Verlag im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde kostenlos zugestellt, vielen Dank dafür!


Bücher der Reihe
Todesfinal





Inhalt


Ein mysteriöses Artefakt bringt den Nürnberger Abenteurer Paul Skamper auf die Spur der Heiligen Lanze, einer der bedeutendsten Reliquien der Christenheit. Er und sein Mitstreiter Lucius Brand suchen nach der Kultstätte, in der die Nazis die Heilige Lanze versteckt haben. Doch dann ist Brand tot und Skamper steht unter Mordverdacht. Zu allem Überfluss verfolgt ihn eine obskure Nazisekte, die die Lanze ebenfalls in die Finger bekommen möchte.
(Quelle: Sutton)



Meine Meinung


Der Schatzsucher Paul Skamper gerät durch Zufall auf die Spur der heiligen Lanze und soll diese suchen. Dabei gerät er ins Visier einer Nazi-Sekte und plötzlich schweben nicht nur er, sondern auch alle seine Freunde in Lebensgefahr.

„Der Kreuzweg“ ist bereits der zweite Roman um den Abenteurer und Schatzsucher Paul Skamper, aber der erste, den ich gelesen habe. Vorkenntnisse sind zum Verständnis der Geschichte nicht zwingend nötig.

Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten Paul Skamper erzählt, unterbrochen von Abschnitten aus dem Jahr 1944 aus der Sicht eines NS-Soldaten. Skamper wird dabei als absoluter „Übermann“ dargestellt, der sich auch durch Schusswunden nicht aufhalten lässt. Etwas weniger Heldentum hätte mir hier besser gefallen.

Der Untertitel „Ein Nürnberg-Krimi“ wurde in meinen Augen falsch gewählt. Die Stadt Nürnberg spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle, und auch als Krimi würde ich das Buch nicht bezeichnen. Abenteuerroman oder vielleicht sogar Mystery-Thriller treffen es deutlich besser, da vor allem die mysteriöse heilige Lanze eine Hauptrolle in der Geschichte einnimmt. Insbesondere das letzte Drittel der Geschichte gleitet stark ins Übersinnliche ab, Krimielemente sind gar keine mehr feststellbar. Für meinen Geschmack wurden zudem die Hintergründe zu wenig beleuchtet, für einen solchen Abenteuerroman hätte es für mich mehr Geschichte gebraucht, woher kommt der gesuchte Schatz, wie ist er hierhergekommen etc.

Der Schreibstil des Autors Gunnar Schuberth lässt sich flüssig lesen, wenngleich ich teilweise etwas stockend vorankam, wenn zunächst unklar blieb, ob beschriebene Szenen nun tatsächlich so stattgefunden haben, oder nur eine Vision oder ein Albtraum von Skamper darstellten.

Mein Fazit

Obschon ich Indiana Jones grundsätzlich sehr mag, konnte mich der an ihn angelehnte Paul Skamper nur bedingt überzeugen. Wer auf der Suche nach einem Regio-Krimi ist, ist hier falsch, aber Freunde von mysteriösen Abenteuerromanen könnten eventuell Gefallen an Skamper finden. 




Rezensionsexemplar


 

Mittwoch, 9. September 2015

Der unsterbliche Alechmyst (Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 1)



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von Michael Scott
übersetzt durch Ursula Höfker

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2007
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2010
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570400005
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe:
Der unsterbliche Alchemyst
Der dunkle Magier
Die mächtige Zauberin
Der unheimliche Geisterrufer
Der schwarze Hexenmeister
Die silberne Magierin


Inhalt


San Francisco 2007. Am helllichten Tag wird in Nick Flemings Buchhandlung unter Einsatz von Magie ein altes Buch gestohlen. Die Zwillinge Sophie und Josh staunen nicht schlecht, als der Buchhändler sich als der berühmte Alchemyst Nicholas Flamel zu erkennen gibt, geboren vor über 670 Jahren! Er hat einst das Geheimnis ewigen Lebens entdeckt und nun sind die Mächte des Bösen hinter ihm her. Ein atemberaubendes Abenteuer beginnt …
(Quelle: cbj)


Meine Meinung


Durch den Angriff eines Magiers werden die Zwillinge Sophie und Josh aus ihrer beschaulichen Welt in eine solche voller Magie und zauberhafter Wesen geworfen, wo sie unerwartet um ihr Leben kämpfen müssen.

„Der unsterbliche Alchemyst“ ist der erste Band der Urban Fantasy Reihe um den jahrhundertealten Alchemysten Nicholas Flamel (das ist der mit dem Stein der Weisen, der auch schon im ersten Harry Potter Band erwähnt wurde). Die Geschichte wird dabei abwechslungsweise aus der Sicht der Zwillinge Sophie und Josh erzählt, Nicholas Flamel ist somit zwar der Namensgeber der Reihe, aber nicht der Protagonist. Die beiden Protagonisten sind erst 15, wirken aber über weite Strecken älter. Bevor ihr Alter zum ersten Mal erwähnt wurde, hätte ich sie als junge Erwachsene um die 20 eingeschätzt. Aufgefallen ist mir zu den Protagonisten, dass immer wieder erwähnt wurde, dass sie keine eineiigen Zwillinge sind. Natürlich nicht, sie haben ja ein unterschiedliches Geschlecht, das würde bei immer genetisch identischen eineiigen Zwillingen ja gar nicht gehen! Sophie war mir durch das Buch hinweg die sympathischere der beiden Protagonisten, ihr Bruder Josh benimmt sich immer wieder etwas gar dämlich, um ehrlich zu sein…

Das Erzähltempo ist sehr hoch, sodass viele Figuren, kaum wurden sie eingeführt, ihre Aufgabe in der Geschichte auch schon wieder erfüllt haben, noch bevor sich der Leser überhaupt klar werden kann, ob er sie mag oder nicht. Daher stört es auch nicht gross, dass über die meisten Figuren nur wenig bekannt wird (die länger in der Geschichte verweilenden Charaktere werden etwas ausführlicher beschrieben, ich hoffe aber auch darauf, in den späteren Bänden noch mehr über sie zu erfahren).

Der Schreibstil des Autors Michael Scott liest sich angenehm flüssig, ohne dabei allzu einfach oder gar langweilig zu werden. Der Autor bedient sich zur Ausarbeitung seiner Geschichte in erster Linie bei bekannten Legenden und Personen, die tatsächlich mal gelebt haben. Die „Eigenleistung“ von Michael Scott ist daher etwas kleiner als bei einem Autor, der seine eigene Fantasywelt geschaffen hat, aber auch diese munter zusammenkombinierte mythische Welt macht Spass.

Mein Fazit

Spannender und unterhaltsamer Einstieg in die Urban Fantasy Reihe. „Der unsterbliche Alchemyst“ hat mich auf jeden Fall neugierig auf die Nachfolgebände gemacht und ich empfehle das Buch gerne an jugendliche und erwachsene Fans von Urban Fantasy weiter. 








Montag, 7. September 2015

[Hörspiel] War of the Worlds

Bildquelle


von H.G. Wells
inszeniert durch Orson Welles

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 30.12.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 30.10.2011
  • Verlag : der Hörverlag
  • ISBN: 9781455841271
  • Audio CD

Der Hörverlag hat mir die CD kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


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Hörprobe


Inhalt


1938, ein Rundfunkabend. Orchestermusik. Dann: eine Explosion. Noch eine. Marsbewohner landen in New Jersey. Der aufgeregte Radioreporter berichtet von Aliens, von ihrem Angriff auf die Bevölkerung, von Giftgas und Lichtblitzen. Die Hörer erleben ein beklemmendes Szenario ... und werden von Panik gepackt, weil viele die Invasion für eine wahre Nachricht halten.

Der legendäre Regisseur, Schauspieler und Autor Orson Welles inszeniert im Alter von 23 Jahren den Science-Fiction-Roman von H. G. Wells für das amerikanische Radio. Das bringt nicht nur ihm selbst schlagartig landesweite Berühmtheit ein, sondern macht auch das Hörspiel "The War of the Worlds" zu einem Meilenstein der Medienkunst.
(Quelle: Hörverlag)


Meine Meinung


Vom Hörspiel „War of The Worlds“, inszeniert von Orson Welles nach einem Buch von H.G. Wells, hat wohl jeder schon gehört. Bei seiner Erstausstrahlung am 30. Oktober 1938 versetzte es viele Menschen in Panik, da sie dachten, die Erde werde von Marsmenschen angegriffen. Wie stark das Hörspiel von der Buchvorlage abweicht, kann ich nicht beurteilen, da ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich das Buch nie gelesen habe (ich habe allerdings die Tom Cruise Verfilmung gesehen, was aber auch nicht wirklich für mein Kulturverständnis spricht…)

Die CD vom Hörverlag beinhaltet das Original-Hörspiel. Dies bedeutet vor allem zwei Dinge: erstens ist das Hörspiel auf Englisch und zweitens entspricht die Tonqualität dem, was man von den 30ern erwarten kann: verrauscht und unklar. Diese zwei Punkte machen das Hörerlebnis einerseits sehr authentisch, andererseits verlangen sie sehr gute Englischkenntnisse vom Hörer, da es wirklich (akustisch) schwer verständlich ist.

Das Hörspiel selbst ist wirklich sehr realistisch gestaltet. In Form von Radiomeldungen wechseln sich Interviews mit Wissenschaftlern ab mit Augenzeugenberichten, zwischendurch werden Unterbrüche eingestreut. Kein Wunder, dass bei der Erstausstrahlung Panik ausbrach, da viele Hörer das Hörspiel nicht als solches erkannten sondern von echten Nachrichtenmeldungen ausgingen. Ergänzt wird das Hörspiel auf der CD mit ein paar Einleitungsworten, die das Phänomen der Erstausstrahlung umschreiben.

Mein Fazit

Das Hörspiel „War of The Worlds“ hat seinen festen Platz in der Geschichte der Radiohörspiele eingenommen und zählt zweifellos als Klassiker. Auch heute noch ist das Hörspiel durchaus hörenswert, auch wenn es nichts ist, dass ich mir im monatlichen Rhythmus anhören werde. Empfehlen kann ich es SciFi- oder radiokulturbegeisterten Hörern mit sehr guten Englischkenntnissen. 





Rezensionsexemplar


 
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