Samstag, 23. Januar 2016

Puls


Bildquelle

von Stephen King
übersetzt durch Wulf Bergner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.03.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 08.03.2016
  • Verlag : Heyne, W
  • ISBN: 9783453503977
  • Flexibler Einband 558 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Inhalt


Das Grauen kommt nicht aus Gräbern oder aus dem Weltraum. Es ist mitten unter uns und steckt in jeder Handtasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Stephen Kings Puls kommt mit dem Klingelton Wahnsinn und Tod.
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung


Durch einen durchs Handy übermittelten Impuls verwandeln sich die Menschen in willenlose (aber telepathisch kommunizierende) Zombies. Clay und ein paar andere, die kein Handy besitzen, werden verschont und machen sich auf die Suche nach einem sicheren Ort (und Clays Sohn).

Die Handlung wird aus der Sicht des Protagonisten Clay erzählt. Auch wenn der Autor Stephen King wie in den meisten seiner Bücher die Beobachterperspektive verwendet, fühlt sich die Erzählung (ebenfalls wie in vielen King-Romanen) mehr nach Ich-Perspektive an, über die anderen Figuren erfährt der Leser kaum etwas, abgesehen von dem, was der Protagonist über sie denkt. Aber auch Clay bleibt ziemlich blass, was ihn antreibt (ausser der Suche nach seiner Ex-Frau und seinem Sohn) bliebt unklar. So fiel es mir oft schwer, mit Clay mitzufiebern.

Der Schreibstil von Stephen King ist in diesem Buch ziemlich umständlich, mit vielen langgezogenen, verschachtelten Sätzen, was den Lesefluss doch etwas störte. Das Ende der Geschichte wird offengelassen, über die Hintergründe des Impulses oder wie es danach (langfristig) weitergeht, wird nichts erzählt. Auch sonst werden im Laufe der Geschichte keine Fragen nach dem „warum“ beantwortet, ja von den Charakteren gar nie gestellt. Je nach Art der King-Geschichte kann ich das problemlos akzeptieren, hier hätte ich mir aber doch noch etwas mehr Hintergründe gewünscht. Der Handlungsschwerpunkt liegt hier weniger auf subtilem Horror, wie man es von anderen King-Werken kennt, sondern mehr auf blutiger Action, gepaart mit einem guten Stück Road-Movie.

Trotz all dieser negativen Punkte hat mich „Puls“ über weite Strecken hinweg gut unterhalten. Eigentlich wollte ich eine Bewertung in Richtung „sehr gut“ vergeben – wäre da nicht das abrupte Ende gewesen mit der Erkenntnis, dass es definitiv keinerlei Hintergrundinformationen über die Handy-Zombies gibt. Das hat mein Gesamteindruck dann doch merklich heruntergezogen.

Mein Fazit

Bei „Puls“ handelt es sich zu einem grossen Teil um einen klassischen Stephen King Roman. Ein durchschnittlicher Mensch aus Maine wird zusammen mit einigen anderen Durchschnittsmenschen von einer nicht näher erklärten übersinnlichen Macht überrascht und muss um sein Überleben kämpfen. Durch die fehlenden Infos und blassen Figuren kann er aber doch auch eingefleischte King-Fans enttäuschen.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 58: ein Buch, das schon mindestens ein Jahr auf Deinem SuB liegt. "Puls" habe ich mir schon 2014 gekauft und auf den SuB gelegt.

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch vor einer ganzen Weile gelesen und war seit langen mal wieder richtig begeistert von einem Stepgen King Buch. In den letzten jahren ist es für mich irgendwie nur noch hit or miss. Ich habe das Buch in drei Tagen verschlungen und habe mich an keiner Stelle gelangweilt. Da scheinen wir tatsächlich leicht abweichende Meinungen zu haben. Für mich bekam es volle 5 Sterne.

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    1. Das freut mich für dich,dass dich das Buch so begeistert hat. Bei mir ist es grundsätzlich ähnlich, was Stephen King anbelangt, entweder bin ich begeistert, oder ich muss ziemlich kämpfen. "Puls" war halt wieder mal ein "Kampfbuch" ;-)

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  2. Hey, ich war von dem Buch auch nicht so komplett angetan. Ok, eigentlich hat es mir schon gut gefallen, aber ein richtiges Highlight war es eben nicht. Das Ende fand ich wie du nicht wirklich überzeugend bzw. ein bisschen enttäuschend. Das habe ich bei seinen neueren Büchern aber schon häufiger erlebt, dass sich die Geschichte total hinzieht, das Ende dann aber sehr abrupt und unbefriedigend kommt.

    Gruß

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    1. Ich kenne die neueren Bücher kaum, das war wohl mein erstes. Ansonsten habe ich mich bei King mehr mit den Klassikern wie Carrie, Misery etc. beschäftigt...

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