Donnerstag, 27. Juli 2017

Das Geheimnis des Kartenmachers


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von Rainer M. Schröder

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2011
  • Verlag : Arena
  • ISBN: 9783401502717
  • Flexibler Einband 432 Seiten 


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Inhalt


Augsburg, 1490: Der 16-jährige Caspar hat ein ungewöhnliches zeichnerisches Talent und ein hervorragendes Gedächtnis. Deshalb nimmt ihn der Kartenmacher Wolkenstein in seine Dienste. Schnell begreift Caspar, dass der Meister an gefährlichen Theorien arbeitet. Die Erde soll eine Kugel sein? Diese ketzerischen Gedanken rufen die Inquisition auf den Plan und bald schwebt Caspar in tödlicher Gefahr.
(Quelle: Arena)


Meine Meinung


Der junge Augsburger Caspar hat eine aussergewöhnliche Gabe: jedes Bild, das er sieht, brennt sich in sein Gedächtnis ein, sodass er es exakt zeichnen kann. Dadurch wird der Kupferstecher Bartolo auf ihn aufmerksam, der ihn bei sich aufnimmt und ausbildet. Doch die Inquisition bedroht jeden, der den Kirchenobersten nicht geheuer ist, und dazu gehört auch Bartolo…

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht des Protagonisten Casper erzählt. Leider erfährt der Leser nur wenig über die Figuren. Casper wird zwar das ganze Buch hindurch begleitet, besonders tiefgründig ist die Figur aber nicht herausgearbeitet. Über die anderen Figuren erfährt der Leser noch weniger, in erster Linie nur das, was Casper über sie denkt. Bei den kleineren Nebenrollen hatte ich teilweise Mühe, sie zu unterscheiden, da ich mir kein Bild von ihnen machen konnte und sie für mich blosse Namen blieben.

Die Handlung schreitet sehr gemütlich voran. Lang und breit wird Caspars Leben und Alltag beschrieben, besonders die detailgetreue Beschreibung seiner Arbeit wirkt oft sehr zäh und langfädig. Erst gegen Ende des Buches wird klar, wonach Bartolo eigentlich sucht (und was es mit dem Buchtitel auf sich hat). Wirkliche Spannung kommt daher über lange Zeit kaum auf. Als die Handlung endlich in Schwung kommt, ist das Buch zu Ende. Dadurch fühlt es sich an, wie der Beginn einer Buchreihe, die dann doch nicht weitergeführt wurde.

Der Schreibstil des Autors Rainer M. Schröder lässt sich flüssig lesen. Allerdings erschien mir die Sprache nicht ganz der Zeit angepasst, in der die Geschichte spielt (gegen Ende des 15. Jahrhunderts).

Mein Fazit

Leider kommt kaum Spannung auf. 







Dienstag, 25. Juli 2017

Tod einer Hofdame


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von Isabella Benz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.05.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 17.05.2017
  • Verlag : Ammianus
  • ISBN: 9783945025642
  • Flexibler Einband 250 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Ammianus Verlag und    haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


1193:
Das Jahr, in dem Richard Löwenherz im Deutschen Reich gefangen gehalten wird: Es war still in Regensburg. Wie jede Nacht. Nur etwas war anders. Unter der Steinernen Brücke lag der Leichnam einer jungen Frau …

Mord oder Selbstmord? Der Tod ihrer Schwester bringt Aleydis dazu, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen. Doch wer glaubt schon einer Hofdame, die dem Bischof widerspricht? Verbissen versucht sie, auf eigene Faust zu beweisen, dass es kein Selbstmord war. Die Suche nach dem Täter führt sie zu Richard Löwenherz, der ihr seine Unterstützung anbietet. Doch Aleydis ist misstrauisch. Interessiert er sich wirklich für ihr Anliegen, oder will der König von England nur die leeren Tage seiner zermürbenden Ehrenhaft füllen? Hin- und hergerissen zwischen Wahrheit und Lügen übersieht sie den Schatten, der ihr unbemerkt folgt …
(Quelle: Ammianus)


Meine Meinung


Aleydis ist Hofdame der deutschen Kaiserin. Als ihre Schwester nach einem Sturz stirbt und als Selbstmörderin bezeichnet wird, kann Aleydis nicht glauben, dass sie eine solche Sünde begehen könne und macht sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen für den Tod ihrer Schwester.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei die Protagonistin Aleydis meist im Mittelpunkt steht. Aleydis blieb für mich die gesamte Geschichte hindurch ziemlich blass. Sie will zwar die Umstände des Todes ihrer Schwester aufdecken, jedoch hatte ich nur selten den Eindruck, dass sie dies aus emotionaler Verbundenheit tut, oft schien es, ob es mehr um deren (und damit auch ihren eigenen) guten Ruf ging. Oft erschien es mir, als ginge es Aleydis mehr darum, das Stigma der Selbstmörderin von ihrer Schwester zu entfernen, als wirklich die Tat aufzudecken. Auch gibt es grosse Unterschiede zwischen Aleydis' Selbstbild und dem, was wie nach aussen zeigt. Sie mag sich zwar als starke Frau sehen und innerlich gewaltige Monologe führen, gegen aussen erscheint aber nur ein braves Edelfräulein, dass nickt und sich von den Männern helfen lässt. Dass bei ihr Selbstbild und Tatsachen nicht ganz übereinstimmen zeigt sich schon in einer Szene ganz zu Beginn, in der sie sich über die gaffenden Höflinge aufregt – weil sie ihr die Sicht versperren…

Über die anderen Figuren erfährt der Leser nur wenig. Zwar wird zwischendurch erwähnt, dass jemand erschrocken oder wütend sei, was wirklich in den Köpfen vorgeht, bleibt jedoch im Verborgenen.

Während ich mir von der Handlung anhand des Klappentextes einen historischen Krimi versprach, habe ich den Krimiteil ziemlich vermisst. Erst ungefähr in der Buchmitte gibt es erste Hinweise, dass tatsächlich eine Straftat begangen worden sein könnte, davor stützt sich Aleydis nur auf ihr vages Bauchgefühl. Auch Aleydis' Suche nach dem Täter beläuft sich auf ein paar wenige Gespräche mit Richard Löwenherz, wirkliche Untersuchungen oder Hinweise gibt es keine. Der Täter wird schlussendlich nur darum gefunden, weil er sich selbst offenbart. Wer sich von "Tod einer Hofdame" erhoffe, sich durch das mittelalterliche Deutschland rätseln zu können, wird enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin Isabella Benz lässt sich flüssig lesen, allerdings enthält das Buch vereinzelte Tippfehler, die das Lektorat wohl übersehen hat. Inhaltliche Fehler oder Anachronismen sind mit keine aufgefallen. Nur die Verwendung eines Hengstes als Packtier fand ich etwas unpassend, da diese doch oft etwas schwieriger im Umgang sind, ich hätte da eher einen Wallach gewählt, aber als wirklich falsch kann man das wohl nicht bezeichnen.

Obschon die Autorin bei "Tod einer Hofdame" nicht wirklich etwas falsch gemacht hat, konnte mich das Buch nicht packen. Wäre der Schwerpunkt mehr auf dem Krimiaspekt gelegen und weniger auf den Landschafts- und Alltagsbeschreibungen, und wären die Figuren etwas lebendiger geraten, hätte mir die Lektüre wohl besser gefallen.

Mein Fazit

Konnte mich nicht packen.






Rezensionsexemplar



Montag, 24. Juli 2017

[Hörbuch] Helix - Sie werden uns ersetzen


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von Marc Elsberg
gelesen von Simon Jäger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.10.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 31.10.2016
  • Verlag : Random House Audio
  • ISBN: 9783837136975
  • Mp3-Download: 15h 19
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Inhalt


Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München, bei der Obduktion erscheint auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen. In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines Chemiekonzerns Pfl anzen und Tiere, die es eigentlich nicht geben kann.Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes verbessern. Er erzählt ihnen von einem privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert „sonderbegabter“ Kinder hervorgebracht hat. Doch dann verschwindet eines dieser Kinder – und alles deutet auf einen Zusammenhang mit den merkwürdigen Ereignissen überall auf der Welt …


Meine Meinung


In München stirbt überraschend der US-Aussenminister während einer Tagung, während in Boston ein hochintelligenter Teenager verschwindet, zeitgleich tauchen in Afrika, Südamerika und Asien Pflanzen und Tiere auf, die gegen Schädlinge resistent und viel ertragreicher sind, als sie sein sollten. Dazu wird in den USA verzweifelten Paaren mit Kinderwunsch das perfekte Wunschbaby angeboten.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive erzählt und springt ständig zwischen den einzelnen Handlungssträngen hin und her, was es mir vor allem zu Beginn sehr schwer gemacht hat, die vielen Figuren unterscheiden zu können. Hinzu kommt, dass der Leser über die einzelnen Charaktere nur wenig erfährt, sodass ich sie nicht plastisch vor mir sah, sondern sie blosse Namen blieben, die ich teilweise schon nach wenigen Hörbuchminuten in einer anderen Szene schon wieder vergessen hatte, daher musste ich bei jedem Szenenwechsel wieder überlegen, mit wem ich es hier zu tun hatte. Durch diese Farblosigkeit blieben mir die Figuren ziemlich egal, was ihnen passierte, riss mich nicht mit.

Zu Beginn scheinen die einzelnen Handlungsstränge nichts miteinander zu tun zu haben, doch schon bald wird klar, dass sie miteinander verflochten sind. Das Cover bietet hier den entscheidenden Hinweis, zusammen mit dem Titel (der mit "Doppelhelix" noch klarer gewesen wäre). Grosse Überraschungen bietet die Handlung keine, sie schreitet linear voran und ist schon bald ziemlich vorhersehbar. Der Unterhaltungsfaktor ist durchaus da, aus den Socken gerissen hat mich das Hörbuch allerdings nicht. Dazu fehlten mir die Wendungen und vor allem auch die Figuren, mit denen ich hätte mitfiebern können. Aus dem brisanten Thema hätte man wohl mehr machen können.

Leider enthält das Buch auch einige Flüchtigkeitsfehler, so wird beispielsweise festgehalten, dass die Zutaten zum Herstellen eines Virus' für ein paar Euro zu haben seien. Das wäre ja vielleicht durchaus richtig, wenn die Aussage nicht von einem Amerikaner geäussert worden wäre… Im englischen Sprachraum bietet man sich auch nicht das "Du" an, sondern den Vornamen. Und auf Deutsch ergibt "Scheisse hat den Ventilator erreicht" in Gegensatz zum Englischen auch nicht viel Sinn. Auch holprige Sätze und spontane Wechsel der Haarfarbe sind zu finden. Da hat sich das Lektorat nicht viel Müge gegeben.

Das Hörbuch wird von Simon Jäger gelesen. Der Sprecher machte seine Sache gut und hat das Beste aus der Geschichte herausgeholt.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber aufgrund blasser Figuren und fehlender Wendungen nicht aussergewöhnlich.






Samstag, 22. Juli 2017

18 - Zahlen des Todes


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von Mia Winter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.04.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 07.04.2016
  • Verlag : LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG
  • ISBN: 9783802599378
  • Flexibler Einband 350 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
18 - Zahlen des Todes
21 - Zahlen des Todes



Inhalt


Kann Vergeltung Erlösung sein? Wo beginnt Gerechtigkeit und wo hört Rache auf? Flirrende Augusthitze quält Düsseldorf seit Wochen. Da wird ein Toter in einem Rosengarten entdeckt – grotesk in Szene gesetzt. Einen Tag später findet die Kölner Polizei eine ähnlich inszenierte Leiche in ihrer Marina. Das Spezialisten-Team vom LKA um Leana Meister ist mit hochmoderner Ermittlungstechnik ausgestattet und erstellt ein Profil: Die Mörderin agiert kühl, schnell und geplant. Weitere Morde vollstreckt sie in aller Öffentlichkeit mit solch ruhiger Gelassenheit, dass Leana Meister ahnt: Diese Frau hat nichts mehr zu verlieren. Es folgt der Wettkampf zweier hochintelligenter Frauen, denen das Leben alles abverlangt und die versuchen, ihr Glück und ihren Frieden zu finden. Die Zahl 18 ist der Schlüssel zu beider Leben…
(Quelle: LYX)


Meine Meinung


Als Leana Meister nach 18 Jahren in Südafrika ihre neue Stelle als Kommissarin beim Landeskriminalamt in Düsseldorf antritt, bleibt ihr keine Zeit zur Eingewöhnung. Innert weniger Tage werden mehrere Tote gefunden, die offenbar alle von der gleichen Person getötet wurden. Zusammen mit ihrem neuen Team macht sich Leana auf die Suche nach dem Täter.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Leana erzählt. Obschon der Leser dadurch Einblick in ihre Gedanken und Gefühle erhält, dauert es eine Weile, bis man mehr über sie erfährt. Sie kümmert sich mit Leib und Seele um ihre Arbeit, und genau diese Eigenschaft hat ihre Ehe zerstört und sie wieder zurück nach Deutschland getrieben. Ihre Familie, die sie in Südafrika zurückgelassen hat, ist ihr in Gedanken nie fern, hält sie aber nicht von ihren Ermittlungen ab. Dass die Autorin ihre Protagonistin zunächst als alternde Hippie-Tante mit Flatterkleid und Jesuslatschen darstellt und nachdem sie sie zum Frisör und zum Shopping geschickt hat, jede männliche Figur des Thrillers auf sie stehen lässt, fand ich allerdings recht unpassend.

Während die Handlung ohne grosse Einleitung zu den ersten Morden springt, ist das Tempo zu Beginn aufgrund der wenigen Anhaltspunkte, denen die Ermittler folgen können und den daher eher zähen Ermittlungen recht gemütlich. Doch mit jedem neuen Hinweis zieht das Tempo an, bis es zum Schluss rasend schnell geht. Allerdings fand ich es recht unglaubwürdig, dass Leana und ihr Team mit praktisch jeder Annahme recht hatten und sich nie mit Rückschlägen auseinandersetzen mussten. Ich hätte es überzeugender gefunden, wenn auch mal eine vermeintliche Spur ins Nichts geführt und die Ermittler wieder von vorne hätten beginnen müssen.

Der Schreibstil der Autorin Mia Winter liess sich flüssig lesen und passte gut zum immer schneller werdenden Erzähltempo. Ausser einer einzigen Szene fliesst in diesem Thriller kaum Blut, die "Ausnahmeszene" ist jedoch ziemlich heftig, sodass ich sehr sensiblen Lesern von der Lektüre abraten möchte. Nicht so gut gefallen hat mir bei "18 – Zahlen des Todes" der schwarz eingefärbte Buchschnitt, der zwar toll aussieht, aber die Seiten zusammenkleben lässt.

Mein Fazit

Spannender, wenn auch stellenweise etwas unglaubwürdiger Thriller.








Donnerstag, 20. Juli 2017

Wenn gestern unser morgen wäre


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von Kristina Moninger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 28.06.2017
  • Verlag : FeuerWerke Verlag
  • ISBN: 9783945362297
  • Flexibler Einband 300 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der FeuerWerke Verlag und    haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Sara hat in wenigen Tagen so ziemlich alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnte. Nichtig-kleine aber auch tragisch-große Fehler. Mit wenigen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde.
Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen …
(Quelle: FeuerWerke)


Meine Meinung


Sara scheint alles zu haben, was man sich wünschen kann: einen super Job, eine schöne Wohnung, einen tollen Freund. Noch plötzlich geht alles schief, und innert weniger Tage steht Sara vor einem Scherbenhaufen. Das Schicksal gibt ihr aber noch eine zweite Chance, alles richtig zu machen…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Sara in der Gegenwart erzählt. Über das erste Viertel hinweg, bis der entscheidende Wendepunkt der Geschichte kam, hatte ich grosse Mühe, mit ihr warm zu werden. Sie erschien mit zu jammernd, zu selbstmitleidig und sie griff ihre einzigen Freunde ausgerechnet dann (unbegründet) an, wenn sie sie am dringendsten gebraucht hätte. Mit dem Wendepunkt der Handlung kam dann aber auch der Wendepunkt für Sara, sie begann, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sich zu überlegen, wer sie eigentlich wirklich ist und was sie will.

Wie erwähnt gibt es bei der Handlung nach rund einem Viertel der Seiten eine grosse Wendung. Für mich war das der Punkt, an dem die Geschichte langsam interessant wurde. Davor fand ich sie eher langweilig und aufgrund der in diesem Abschnitt recht unsympathischen Protagonistin auch eher zäh zu lesen. Da ich das Buch aber als Rezensionsexemplar erhalten hatte, fühlte ich mich verpflichtet, trotzdem weiterzulesen (ein eigenes Exemplar hätte ich vielleicht abgebrochen). Und plötzlich war ich froh, das gemacht zu haben. Denn mit Saras neuem Leben kommt auch neue Spannung auf, die Geschichte wird richtig unterhaltsam und enthält viele berührende Szenen. Zum Schluss musste ich mir sogar das eine oder andere Tränchen verkneifen. Auch die etwas schwerer verdaulichen Themen (behinderte Kinder, Demenz) werden sensibel und berührend geschildert.

Der Schreibstil der Autorin Kristina Moninger liess sich flüssig lesen, allerdings hätte das Lektorat etwas sorgfältiger arbeiten können. Als Jugendliche der 90er sind mit vor allem die vielen Schreibfehler bei Bands oder Songs aus dieser Epoche aufgefallen (Headaway, Lucy Lectric, Ups I dit it again anstelle von Haddaway, Lucilectric und Oops I did it again). Dass Bonnie (von Bonnie und Clyde) konsequent ohne e am Schluss geschrieben wurde, ist zwar ebenfalls nur ein Detail, aber eines, das mich gewaltig gestört hat.

Mein Fazit

Zähes erstes Viertel, danach sehr berührend. 







Rezensionsexemplar



Dienstag, 18. Juli 2017

Spock und Ich - Mein Freund Leonard Nimoy


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von William Shatner und David Fisher
übersetzt durch Johanna Wais

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.10.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 24.10.2016
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453201439
  • Fester Einband 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


Leonard Nimoy wurde durch seine Rolle als Mr. Spock in der Serie Star Trek berühmt. Mit dem stets auf Logik bedachten Vulkanier schuf er einen Charakter, der wie kaum ein zweiter die Popkultur bis heute prägt. Am Set lernte Nimoy William Shatner alias Captain Kirk kennen, mit dem ihn 50 Jahre lang eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam gingen die beiden Männer durch Höhen und Tiefen, beruflich wie privat. Anhand zahlreicher Anekdoten zeichnet William Shatner nun das faszinierende Leben seines besten Freundes nach und zeigt uns den Mann hinter dem unemotionalen Vulkanier: den feinfühligen Poeten, Fotografen, gläubigen Juden und trockenen Alkoholiker.
Eine berührende Biografie und die Geschichte einer großen Freundschaft – nicht nur für Star-Trek-Fans!
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung


Seit über 30 Jahren bin ich Star Trek Fan, "meine" Serie war dabei immer die originale aus den 60ern, aus dem einfachen Grund, dass es nur die gegeben hat, als ich mit schauen begonnen habe. Meine Lieblingsfigur war und ist bis heute der (Halb-)Vulkanier Mr. Spock, gespielt vom leider vor drei Jahren verstorbenen Leonard Nimoy. In den letzten Jahren durfte ich an Conventions einige Star Trek Schauspieler persönlich erleben, Leonard Nimoy gehörte leider nicht dazu. In "Spock und Ich" blickt William Shatner (Captain James T. Kirk) zurück auf die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Schauspielern und was er von Nimoys Leben aus dessen Erzählungen weiss.

William Shatner wählt dabei den Stil einer Erzählung, verwendet oft die Ich-Perspektive und spickt die Biografie nicht nur mit den Randdaten, sondern auch mit vielen kleinen Anekdoten, die er entweder selbst miterlebt oder von Leonard Nimoy erzählt bekommen hat. Viele der im Buch enthaltenen Informationen waren mir bekannt, aber ich habe auch einiges an Neuem erfahren. William Shatner erzählt dabei so lebhaft, dass das Buch selbst ganz ohne neues Wissen immer noch unterhaltsam wäre. Shatner hat den Ruf, arrogant, überheblich und egozentrisch zu sein, geht aber in Szenen, die auch ihn betreffen, immer recht selbstkritisch zur Sache. Er hält oft fest, dass er eine Situation zwar anders gesehen habe, aber es durchaus sein könne, dass er beispielsweise rumgebrüllt oder sich in den Mittelpunkt gestellt habe, und schämt sich auch nicht zuzugeben, dass er zu Beginn gnadenlos eifersüchtig auf Leonard Nimoys Erfolg bei den Fans war.

Wie es bei Biografien üblich ist, ist das Buch grundsätzlich linear aufgebaut, beginnend mit der Kindheit und bis zum Tod fortlaufen. Ab und zu springt William Shatner in der Erzählung allerdings etwas nach vorne oder hinten, wenn es thematisch passt. Zu einem grossten Teil befasst sich das Buch natürlich mit dem Berufsleben Leonard Nimoys, dass seit seiner Kindheit einen grossen Platz eingenommen hat und schlussendlich auch zu einer langjährigen Entfremdung mit seinem Sohn geführt hat. Das Privatleben scheint für Nimoy eher Nebensache gewesen zu sein (oder vielleicht hat er auch einfach Shatner nicht so viel darüber erzählt).

In der Buchmitte sind einige Schwarzweissfotos enthalten, die Nimoy alleine oder mit Shatner zeigen.

Mein Fazit

Lesenswerte Hommage an einen beeindruckenden Mann.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 50, ein Buch, das Du ausgeliehen hast (Bücherei oder privat). Ich habe das Buch meinem Freund zu Weihnachten geschenkt und er hat es mir nun ausgeliehen, da ich es auch lesen wollte.

Montag, 17. Juli 2017

[Hörbuch] The Heroes of Olympus 2: The Son of Neptune (Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun)



von Rick Riordan
gelesen von Joshua Swanson

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.10.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 11.10.2011
  • Verlag : Listening Library
  • ISBN: 9780307916815
  • Audio CD: 13h 27
  • Sprache: Englisch 


Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel "Helden des Olymp 2: Der Sohn des Neptun" beim Carlsen Verlag erschienen.


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Bücher der Reihe:
The lost Hero
The Son of Neptune
The Mark of Athena
The House of Hades



Inhalt


Als Percy aus tiefem Schlaf erwacht, erinnert er sich an nichts – außer an den Namen eines Mädchens, Annabeth. Ständig wird er von Monstern angegriffen, die immer wieder vom Tod auferstehen. Als er sich in ein Camp für römische Halbgötter rettet, hat er keine Zeit mehr dazu, herumzurätseln, wer er ist: Mit seinen neuen Freunden Hazel und Frank muss er Thanatos, den Totengott, aus seiner Gefangenschaft befreien, um die Grenze zwischen Tod und Leben wieder zu stabilisieren. Und ihre abenteuerliche Reise führt sie bis ins Eis von Alaska …
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Percy Jackson ist ein Halbgott. An viel mehr als seinen Namen kann er sich allerdings nicht erinnern, er hat nämlich sein Gedächtnis verloren. Zusammen mit seinen zwei neuen Freunden Hazel und Frank macht er sich auf, seine Erinnerungen zurückzuerhalten und die Welt zu retten.

Nachdem im ersten Band der Reihe der Halbgott Jason die Hauptrolle gespielt hat, ist nun wieder Percy Jackson an der Reihe, der aus der gleichnamigen fünfbändigen Reihe bereits bestens bekannt ist. Ich habe den Klappentext nicht gelesen, bevor ich mit dem Hörbuch begonnen habe, und war daher ziemlich überrascht, dass Jason in diesem Band gar nicht (respektive nur in Erwähnungen von Anderen) vorkommt und stattdessen Percy wieder da ist. So wirklich begeistert davon bin ich ehrlich gesagt nicht. Ich mag zwar Percy, allerdings habe ich ihn schon fünf Bände lang begleitet und hatte mich auf etwas Abwechslung gefreut. A propos fünf Bände: es wird zwar immer wieder auf die Geschehnisse in der "Percy Jackson"-Reihe und im ersten Band der "Helden des Olymp"-Reihe angespielt, wirklich wichtig sind Vorkenntnisse zum Verständnis allerdings nicht. Auch Neueinsteiger können sich mit diesem Band gut unterhalten.

Wer bereits andere Bücher von Rick Riordan über seine griechischen, römischen oder ägyptischen Götter kennt, dem wird die Handlung sehr bekannt vorkommen. Drei Jugendliche müssen unter Zeitdruck quer durch die USA reisen, um irgendeine Gottheit zu bekämpfen und damit die Welt zu retten. Da der Autor hier einen bereits altbekannten Protagonisten wählte und diesen durch einen "billigen Trick" (Gedächtnisschwund) als Neuling hinstellt, fühlte sich "Son of Neptune" mehr wie ein Reboot als wie eine Fortsetzung der Reihe an. Auch seine beiden Begleiter brachten nichts Neues. Das hübsche Mädchen Hazel, dass darunter leidet, sich von ihrem menschlichen Elternteil entfremdet zu haben, und der Nicht-Weisse Tollpatsch Frank, der sich aber als mutiger und mächtiger herausstellt, als es zu Beginn den Anschein hatte, erinnern doch stark an Annabeth und Grover. Ich hätte mir gewünscht, dass Rick Riordan mal wieder etwas Neues bringen würde, anstatt das altbekannte Schema immer wieder neu aufzuwärmen.

Der Schreibstil des Autors Rick Riordan ist flüssig, teilweise aber doch etwas gar einfach gehalten. Besonders bei Dialogen ist mir das ewige "he said", "she said" negativ aufgefallen, da hätte ich mir etwas mehr Vielfalt gewünscht.

Die Hörbuchversion wird von Joshua Swanson gelesen, der seine Sache gut gemacht hat. Es war sehr angenehm, im zuzuhören.

Mein Fazit

Immer noch unterhaltsam, aber etwas Neues wäre mal wünschenswert.






Freitag, 14. Juli 2017

Sieh nichts Böses


Bildquelle

von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.06.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548613192
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Der Sünde Sold
In weisser Stille
So unselig schön
Schuld währt ewig
Verflucht seist du
Deiner Seele Grab
Nun ruhet sanft
Sieh nichts Böses 


Inhalt


Sieh nichts Böses. Hör nichts Böses. Tu nichts Böses.

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind. Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halbverwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur – ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses. Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


In einem Park wird eine Leiche gefunden, die dort schon länger gelegen hat. Durch den Zeitablauf fällt es Kommissar Tino Dühnfort schwer, die Tat zu rekonstruieren und den Täter zu finden. Gleichzeitig läuft auch bei ihm zu Hause nicht alles so rund, wie es zunächst den Anschein gemacht hat.

"Sieh nichts Böses" ist bereits der 8. Krimi um die Polizisten Gina Angelucci und Tino Dühnfort. Die Bände sind jeweils in sich abgeschlossen und können auch einzeln gelesen werden. Das Privatleben entwickelt sich zwar von Band zu Band weiter, verstehen kann man aber auch die Nebenhandlungen gut ohne Vorkenntnisse.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt. Die Handlung ist dabei aus mehreren Strängen aufgebaut. Neben dem Mordfall, den es aufzuklären gibt, spielt auch das Privatleben von Gina und Tino eine grosse Rolle, daneben Ginas eigener Kriminalfall (den der Leser allerdings nicht aktiv, sondern nur durch ihre Erzählungen mitverfolgen kann), der Alltag des Ehepaars Lindental sowie des Schuldenberaters Jasper Seyboth. Wie bei der Buchreihe üblich, zeigt sich im Laufe des Buches, wie die einzelnen Stränge zusammenhängen. Die Autorin Inge Löhnig versteht es dabei geschickt, ihre Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken, sodass die Beweise gegen einen Verdächtigen überwältigend erscheinen, mit der nächsten Spur dann aber alles wieder ganz anders erscheint. Als vorhersehbar würde ich den Krimi daher nicht bezeichnen, obschon ich schon einige (nicht viele) Seiten vor den Ermittlern auf den Täter gekommen bin.

In Inge Löhnigs Büchern spielt nicht nur der Krimi eine Hauptrolle, sondern auch das Privatleben der Ermittler und weiterer beteiligter Figuren. Vor allem in Bezug auf die beiden Protagonisten winkt die Autorin hier für meinen Geschmack allerdings etwas zu heftig mit der Moralkeule. Wer sich nicht vom Kriminalfall und den Ermittlungen ablenken lassen möchte, sollte sich bei der Wahl der Lektüre lieber anderweitig umsehen. In "Sieh nichts Böses" kann der Leser zudem, wie auch in den früheren Bänden der Reihe, die Tat teilweise beobachten. Dabei geht es meist mehr um das "warum" als um das "wer und wie". Die vielen Figuren haben mich teilweise etwas verwirrt, bis ich im Griff hatte, wer wer ist und was er mit der Geschichte zu tun hat.

Mein Fazit

Spannender Krimi mit viel Privatleben






Rezensionsexemplar


Mittwoch, 12. Juli 2017

Was verborgen bleiben sollte


Bildquelle

von Alexander Hartung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 25.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 25.04.2017
  • Verlag : Edition M
  • ISBN: 9781477828151
  • E-Buch Text: 284 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Bis alle Schuld beglichen
Vor deinem Grab
Wenn alle Hoffnung vergangen
Die Erinnerung so kalt
Was verborgen bleiben sollte 



Inhalt


Ausgerechnet Kripochef Bergman gerät in einem Schmuckgeschäft in einen bewaffneten Überfall mit Geiselnahme. Dass es sich um keinen normalen Raub handelt, wird schnell deutlich, denn die Täter ignorieren das Geld in der Kasse und brechen stattdessen die Wände im Keller auf.
Da die Verbrecher Verbindungen zur Polizei zu haben scheinen, kontaktiert Bergman heimlich nur Kommissar Jan Tommen und bringt sich damit selbst in Gefahr. Jan versucht mit seinen Teamkollegen Chandu, Max und Zoe die Geiselnahme zu beenden. Doch der Überfall ist nur der Beginn einer Verbrechensserie, die selbst Kommissar Tommen an seine Grenzen bringen wird.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Bergman, der Chef des Polizisten Jan Tommen, läuft überraschend in einen Überfall auf einen Juwelier. Doch die Täter scheinen es weder auf Schmuck noch auf Bargeld abgesehen zu haben, sondern legen im Keller ein Feuer. Um die Täter zu finden, muss Jan erst die Hintergründe verstehen, und das erweist sich als schwieriger als erwartet. Die Spuren führen weit in die Vergangenheit…

"Was verborgen bleiben sollte" ist der fünfte Krimi um den Polizisten Jan Tommen und sein unkonventionelles Team. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können auch alleine gelesen werden. Wer die Figuren etwas besser verstehen möchte, beginnt am besten mit dem ersten Band, "Bis alle Schuld beglichen", in dem sie eingeführt werden, danach ist die Reihenfolge eigentlich egal.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive erzählt, wobei der Leser allerdings kaum mehr erfährt als die Ermittler. Wie auch in den vorhergehenden Bänden werden die Figuren nicht besonders vertieft geschildert, eine Weiterentwicklung ist kaum erkennbar.

Was bei den Figuren fehlt, macht der Autor Alexander Hartung dafür mit der Handlung wett. Ziemlich rasant geht es los, danach führen viele Wendungen und Überraschungen den Leser in die Irre. Miträtseln ist aufgrund der mageren Infos schwierig, aber es wird zumindest nie langweilig. Einige Wendungen erscheinen allerdings etwas gar weit hergeholt.

Der Schreibstil von Alexander Hartung ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, legt das Team um Jan Tommen nun eine Pause ein, es sollen aber später noch weitere Bände folgen, die ich sicher auch lesen werde.

Mein Fazit

Rasant und überraschend






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 59, ein Buch, das Du vorbestellt hast. Das Buch ist zwar schon im April erschienen, aber ich hatte es bereits im Januar vorbestellt und bin erst jetzt dazu gekommen, es zu lesen.


Montag, 10. Juli 2017

[Hörbuch] Eragon 4: Das Erbe der Macht


Bildquelle

von Christopher Paolini
übersetzt durch Michaela Link
gelesen von Andreas Fröhlich

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.11.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 19.11.2011
  • Verlag : Random House Audio, Deutschland
  • ISBN: 9783837112597
  • herunterladbare Audio-Datei: 19h 10
  • Sprache: Deutsch

Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Das Vermächtnis der Drachenreiter
Der Auftrag des Ältesten
Die Weisheit des Feuers
Das Erbe der Macht



Inhalt


Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird ...


Meine Meinung



"Das Erbe der Macht" ist der vierte und letzte Band der Reihe um den Drachenreiter Eragon. Die Handlung der Bände baut aufeinander auf, die Bücher sollten daher in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

Wie schon bei den Vorgängern wird auch "Das Erbe der Macht" aus wechselnder Perspektive erzählt, in erster Linie aus der Sicht von Eragon, Roran und Nasuada. Zum besseren Überblick wird die erzählende Person jeweils bei Kapitelbeginn genannt. Lieder gingen mit die meisten der Figuren auch im vierten Band ziemlich auf die Nerven. Sie wirkten oft arrogant und selbstmitleidig. So macht sich die stolze Kriegerin Nasuada, die das grösste Heer der freien Welt anführt, Gedanken darüber, dass ein paar Narben auf ihren Armen sie weniger attraktiv für potentiell Heiratswillige machen könnten, und Eragons Gedanken drehen sich hauptsächlich um die Schmerzen, die er erleiden muss (was auch angestossene Schienbeine und den Zusammenprall mit Insekten beinhaltet…). Roran metzelt munter hunderte von Gegnern nieder, macht sich dann bei einem Einzelnen aber böse Vorwürfe, dass er ihm das Leben genommen hat (um wenige Zeilen später schon wieder klare Mordpläne zu schmieden).

Die Handlung von "Das Erbe der Macht" wäre eigentlich interessant, wurde aber wie auch bei den Vorgängern durch unnötig detaillierte Schilderung von absoluten Nebensächlichkeiten sehr zäh aufgeblasen. So verfolgt der Leser über mehrere Seiten, wie aus Schlamm eine schöne runde Kugel geformt wird. Wieso? Na weil es machbar ist! Relevante Handlungsteile, wie das Vorrücken der Armee auf die Hauptstadt, werden dann wieder mit einige wenigen Sätzen abgehandelt. Die grösste Enttäuschung diesbezüglich war der Kampf mit Galbatorix, auf den nun vier Bände hingearbeitet haben, und der eigentlich gar nicht wirklich stattfand. In einem Punkt hat mich der vierte Eragon-Band etwas an den "Herrn der Ringe" von J.R.R. Tolkien erinnert (aber nicht in guter Weise): nach dem eigentlichen Abschluss der Handlung ist die Geschichte nicht zu Ende, sondern dreht sich noch ewig darum, wer aus welchen Gründen nach der grossen Schlacht was macht. Diese Schlussszenen zogen sich ewig in die Länge und liessen die Spannung tief fallen, und dabei wurden die meisten Handlungsstränge nicht mal zu Ende erzählt und dutzende von Fragen offen gelassen.

Die Kriegssituation, in der die Handlung grösstenteils spielt, ist zudem enorm unrealistisch dargestellt (ja, ich erwarte auch in Fantasyliteratur ein gewisses Mass an Realismus). So nehmen sich offenbar die Krieger abends jeweils die Zeit, ein Nachthemd anzuziehen, und wenn es dann einen nächtlichen Angriff gibt, rennen sie im Morgenmantel aus dem Zelt. Kettenhemden werden übergeworfen, als wenn es sich dabei um dünne Strickjacken handeln würde, dabei kann so ein Ding gut und gerne 20 Kilo wiegen. Dass manche Figuren auch mit abgehackten Gliedmassen weiterkämpfen kann ich hingegen verzeihen, schliesslich sind sie ja so etwas wie Superhelden.

Der Schreibstil des Autors Christopher Paolini ist eher einfach gehalten, was mich grösstenteils nicht gestört hat. Störender fand ich die ewige Ausdehnung von Beschreibungen, die den Band auf gefühlt das vierfachte Volumen dessen ausdehnten, das zur Erzählung der Handlung nötig gewesen wäre. Formulierungen wie "der imposante Bau war in der Tat imposant" haben mich allerdings zum Schmunzeln gebracht.

Wie immer hat der Sprecher Andreas Fröhlich seine Arbeit auch hier souverän erledigt, auch wenn mich die deutsche Aussprache der Namen (Murr-Tack, Angela wie Frau Merkel, Slo-An) durch alle vier Bände hinweg gestört hat.

Mein Fazit

Die eigentlich spannenden Szenen sind zu kurz geraten, das zähe Drumherum dagegen viel zu ausführlich.








Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 3, ein Buch mit einem überwiegend grünen oder türkisen Cover


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