Freitag, 28. April 2017

Späte Rache



Bildquelle
von Alex Winter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.08.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 12.08.2015
  • Verlag : Bookshouse
  • ISBN: 9789963529582
  • E-Buch Text 335 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Der Autor Alex Winter und der Bookshouse Verlag haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Ein Gespür für Mord
Die Toten von Moonlight Bay
Schwarzer Fluch
Mörderische Gier
Die Leiche im Wrack
Späte Rache
Verwischte Spuren



Inhalt


'Er stand unter Wulgaru, dem Henkersbaum, und um seinen Hals lag eine Schlinge. Als sie sich langsam zuzog, stellte er sich auf die Zehenspitzen. Noch einmal sogen seine Lungen gierig die feuchte Luft ein. Es war sein letzter Atemzug, das wusste er.'

Wie eine Sintflut brechen die Ausläufer eines Zyklons über das Outback-Nest Douberie herein und schneiden die im dünn besiedelten Südwesten Queenslands gelegene Ortschaft von der Umwelt ab. Die Zeit für Hilfe drängt, denn in Douberie treibt ein Kurdaitcha-Mann, ein ritueller Eingeborenen-Henker, sein Unwesen. Drei weiße Einwohner sind ihm bereits zum Opfer gefallen, doch das scheint erst der Anfang zu sein.
Kurz nachdem Detective Daryl Simmons in Douberie ankommt, geschieht ein weiterer Mord. Sowohl in der zerrütteten Aborigine-Gemeinschaft am Rande Douberies als auch unter den weißen Einwohnern stößt Daryl auf eine Reihe von Verdächtigen. Als Daryl Douberies düsterem Geheimnis auf die Spur kommt, zwingt ihn dies zu der schwierigsten und gleichzeitig schicksalhaftesten Entscheidung seines Lebens.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Der australische Polizist Daryl Simmons wird nach Douberie, einem Dorf im Outback gerufen, in dem mehrere Personen unter verdächtigen Umständen gestorben sind. Zusammen mit der Forensikerin Dr. Foley sitzt er nach einem Unwetter dort fest und versucht den Fall zu lösen, bevor der Konflikt zwischen den weissen Dorfbewohnern und den in der Nähe ansässigen Aborigines eskaliert.

„Späte Rache“ ist bereits der sechste Band der Krimi-Reihe um den australischen Polizisten Daryl Simmons. Die Kriminalfälle sind jeweils in sich abgeschlossen, dennoch empfehle ich die Lektüre in der vorgesehenen Reihenfolge, da es zum Verständnis doch hilfreich ist, wenn man Daryl bereits kennt und etwas mehr über ihn weiss. Wer aber unbedingt mit diesem Band in die Reihe einsteigen will, kann das durchaus tun, den Kriminalfall versteht man auch ohne Vorkenntisse.

Die Geschichte wird, wie bei der Reihe üblich, aus der Sicht von Daryl in der dritten Person erzählt. Daryl war mir gleich bei meiner ersten Begegnung mit ihm sympathisch, und das ist auch hier nicht anders. Er ist ein grundehrlicher Mensch, der sich dafür einsetzt, dass alle, auch potentielle Straftäter, fair behandelt werden. Allerdings fühlt er sich sowohl den Weissen wie auch den Aborigines zugehörig, was ihn oft in moralische Schwierigkeiten bringt, da sich die Regeln und Gesetze der beiden Gruppen häufig gegenseitig widersprechen.

Die Handlung der einzelnen Bände ähnelt sich jeweils in einem gewissen Mass. Daryl wird an einen Tatort gerufen, ermittelt dort verdeckt und findet Spuren, die auf die Aborigines als Täter hinweisen. Daryl weigert sich jedoch, die augenscheinlich offensichtliche Lösung zu akzeptieren, und gräbt tiefer, wo er auf menschliche Abgründe trifft. Dass sich die Handlung der einzelnen Bände so sehr ähnelt ist mir erst mit diesem Band aufgefallen, da ich diesen kurz nach der Lektüre von Band 7 begonnen habe. Trotz des immer gleichen Schemas wird die Buchreihe aber nicht langweilig, da der Autor Alex Winter in jedem Fall genügend individuelle Einzelheiten einbaut, damit die Spannung hochgehalten wird.

Der Schreibstil des Autors Alex Winter lässt sich flüssig lesen und wirkt durch die detaillierten Beschreibungen von Flora und Fauna sehr lebendig. Man merkt gut, wie sehr der Autor diesen Kontinent schätzt und diese Zuneigung auf den Leser projiziert. Er scheut sich dabei aber nicht, auch düstere Themen aus der nicht so entfernten Vergangenheit anzusprechen, wie den Umgang der australischen Regierung mit den Aborigines.

Mein Fazit

Daryls Fälle sind immer wieder spannend.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 26, ein Buch eines Autoren, der einer der folgenden Gruppierungen angehört: Qindie, Autorensofa, Romance-Alliance, Das Syndikat. Alex Winter gehört Das Syndikat an.

 

ABC-Challenge der Protagonisten

Daryl = Y männlich

Rezensionsexemplar





Mittwoch, 26. April 2017

Fremder


Bildquelle

von Moa Graven

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 01.04.2017
  • Verlag : cri-ki-Verlag
  • ISBN: 9783946868026
  • Flexibler Einband 268 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Der cri.ki Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
KillerFee
Todesspiel am grossen Meer
Kneipenkinder
Fallensteller
Flächenbrand
Blindgänger
Fremder
Die Puppenstube




Inhalt


Es gibt Momente im Leben eines Menschen, da muss er sich entscheiden, wie sein weiteres Leben verlaufen wird. Soll man nett zu den Nachbarn sein, alten Menschen über die Straße helfen und Tieren ein neues Zuhause geben? So ein Verhalten wird in der Gesellschaft gemeinhin mit dem Adjektiv „gut“ belohnt. Man gehört dazu.
Er entschied sich, böse zu sein.
Doch das alles geschah natürlich unterbewusst. Es würde in der Zukunft viele schlaue Stimmen geben, die sich darum bemühen würden, zu erklären, warum er böse und nicht gut geworden war.
Doch beginnen wir von vorne mit dem Morgen, als das Unheil in Ostfriesland seinen Lauf nahm.

Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


In Ostfriesland wird ein Sack voller Leichenteile gefunden. Die beiden Ermittler Jan Krömer und Lisa Berthold machen sich auf die Suche nach dem Täter, um weitere Morde zu verhindern. 

„Fremder“ ist bereits der siebte Kriminalroman über das Ermittlerteam Jan Krömer und Lisa Berthold. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, aber konnte der Handlung dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht erforderlich.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt und verbindet zwei Handlungsstränge. Einerseits dreht sich die Handlung natürlich um die aufzuklärenden Morde, andererseits bekommen die zwei Ermittler einen afrikanischen Praktikanten zur Seite gestellt, der jedoch nur kurz bei ihnen arbeitet und danach mit Fremdenfeindlichkeit und Gewalt Bekanntschaft schliessen muss. Die Figuren konnten mich leider nicht wirklich überzeugen, zu schwarz/weiss wird da gemalt, mit absoluten Gutmenschen auf der einen und bösen Rassisten oder psychopathischen Mördern auf der anderen Seite, ohne differenzierte „Mischwesen“. 

Die Handlung ist linear aufgebaut, leidet aber unter unrealistischen Vorgaben und Logiklöchern. Die Ermittler haben zu ihrer Tätersuche nur ein paar Leichenteile zur Verfügung, bei denen während des ganzen Buches nicht klar wird, von wem die eigentlich genau stammen, doch die Profilerin Lisa (wieso hat eigentlich die Polizeidienststelle in Aurich eigentlich eine eigene Profilerin? So viele Serienmorde wird es in Ostfriesland ja wohl nicht geben...) erkennt zielgenau Alter, Wohnsituation, Beruf und Motivation des Täters, die sich natürlich allesamt als richtig herausstellen. Um ein Täterprofil erstellen zu können, ist jedoch die Identität der Opfer von grosser Wichtigkeit, um deren Gemeinsamkeiten zu erkennen und daraus auf den Täter schliessen zu können. Die Ermittler gehen während des ganzen Falles kaum wirklich konkreten Hinweisen nach, sondern handeln aus dem Bauch heraus gestützt auch irgendwelche Ideen, die sich nicht auf Fakten stützen lassen. In dieser Hinsicht konnte mich der Krimi leider überhaupt nicht überzeugen. Auch der Täter an sich erschien mir bei der Auflösung masslos übertrieben. Zudem erschien mit das recht kurze Buch zu vollgestopft mit Themen: ein psychopathischer Serienmörder, Fremdenfeindlichkeit, häusliche Gewalt, Bauernsterben, Ehebruch, kaum etwas wird ausgelassen. Da bleibt zu wenig Platz, um die einzelnen Themen vertieft zu behandeln. 

Mein Fazit

Nicht unspannend, aber leider total unrealistisch.






Rezensionsexemplar




Montag, 24. April 2017

[Hörbuch] Relic - Museum der Angst


Bildquelle

von Douglas Preston und Lincoln Child
übersetzt durch Thomas A. Merk
gelesen von Thomas Piper

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.12.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 22.12.2006
  • Verlag : Audible
  • ISBN: B0085XKTUK
  • MP3 Download: 17h 00
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Relic - Museum der Angst
Attic - Gefahr aus der Tiefe
Formula - Tunnel des Grauens
Ritual - Höhle des Schreckens
Burn Case - Geruch des Teufels
Dark Secret - Mörderische Jagd
Maniac - Fluch der Vergangenheit
Darkness - Wettlauf mit der Zeit
Cult - Spiel der Toten
Fever - Schatten der Vergangenheit
Revenge - Eiskalte Täuschung
Fear - Grab des Schreckens
Attack - Unsichtbarer Feind
Labyrinth - Elixier des Todes
Demon - Sumpf der Toten



Inhalt


In "Relic: Museum der Angst" vom Autoren-Duo Douglas Preston und Lincoln Child versetzt ein grausiger Fund die Belegschaft des Natural History Museum of New York in Angst und Schrecken. Zwei verstümmelte Leichen, umgeben von einem seltsamen Gestank, sorgen für Aufruhr. Dennoch soll der Vorfall vertuscht werden. Ein folgenschwerer Fehler, denn schon bald gesellen sich zu den Leichen weitere Tote. Zeit, dass sich Special Agent Pendergast und Lieutenant Vincent D'Agosta mit ihrem ersten Fall befassen.
(Quelle: Audible)


Mein Meinung


Im New Yorker Naturhistorischen Museum sterben mehrere Menschen auf brutale Weise. Doch der Museumsdirektor will lieber alles den geplanten Gang nehmen lassen und eine neue Ausstellung eröffnen, als zusammen mit Polizei und FBI nach dem Täter zu suchen…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt und konzentriert sich dabei auf wenige Hauptfiguren. Doch auch diese bleiben blass und weisen kaum Eigenschaften aus. Wer nicht zu den eindeutigen Protagonisten gehörte, blieb für mich ein blosser Name, sodass ich auch gegen Schluss des Hörbuches immer noch Mühe hatte, die Figuren zu unterscheiden.

Worum es in der Geschichte eigentlich geht, wird erst nach einer langen Einleitung langsam klar. Die Handlung ist, sobald die mal in Schwung gerät (also etwa ab Buchmitte), sehr tempogeladen und in meinen Augen klar auf eine Verfilmung ausgelegt. Actionreiche Szenen wechseln sich mit ruhigeren ab, in denen sich die Protagonisten verstecken müssen. Als Film würde da wohl eine Mischung aus „Alien“ und „Jurassic Park“ herauskommen. Überraschungen oder unerwartete Wendungen gibt es keine, die Spannung wird mit wiederkehrenden Schreckmomenten aufrecht erhalten, wenn das gesuchte Monster irgendwo unerwartet hervorbricht. Bei der Gestaltung desselben haben die Autoren übrigens mehrfach die Logik zugunsten des Schreckens geopfert… Und ja, mit der Erwähnung des Monsters habe ich wohl etwas gespoilert, aber dieser Teil war so extrem Vorhersehbar, dass ich es mir erlaubt habe. Insgesamt fand ich die Geschichte deutlich zu langezogen, eine merkliche Kürzung und Straffung wäre wohl von Vorteil gewesen.

Die Hörbuchversion wird von Thomas Piper gelesen. Der Sprecher macht seine Sache gut, auch wenn er einzelne Worte etwas ungewohnt ausgesprochen hat.

Das Buch ist stellenweise ziemlich blutig und beinhaltet ein Monster. Interessierte Leser sollten daher einen stabilen Magen haben und nicht auf puren Realismus bestehen.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, man sollte aber nicht zu hohe Ansprüche an Logik und Innovation haben. 







Freitag, 21. April 2017

Die Grausamen


Bildquelle

von John Katzenbach
übersetzt durch Anke und Eberhard Kreutzer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 03.04.2017
  • Verlag : Droemer Taschenbuch
  • ISBN: 9783426306031
  • Flexibler Einband 576 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Droemer Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe") ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta ...
(Quelle: Droemer)


Meine Meinung


Die psychisch schwer angeschlagenen Polizisten Marta und Gabe werden in die neu gegründete Abteilung für Cold Cases strafversetzt. Schon bald stossen sie auf vier ungelöste Mordfälle, die vor 20 Jahren von den gleichen beiden Detectives untersucht wurden, die ansonsten für ihre hohe Aufklärungsquote bekannt waren. Die Taten scheinen mit einem Vermisstenfall in Zusammenhang zu stehen. Was haben die vier toten Männer mit der verschwundenen dreizehnjährigen Tessa zu tun?

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Marta und Gabe erzählt, dazwischen sind einige Kapitel aus der Sicht anderer Personen aus dem Jahr 1996 gestreut. Die beiden Protagonisten sind keine einfachen Charaktere, hängen tief in ihren Problemen und scheinen keinen Ausweg zu finden (oder im Falle von Gabe keinen finden zu wollen). Dennoch konnte ich mich gut in die beiden hineinfinden und habe sie im Laufe der Lektüre richtig ins Herz geschlossen. Ich weiss nicht, ob der Autor John Katzenbach noch weitere Bände mit den beiden geplant hat, aber ich würde es jedenfalls begrüssen.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und enthält einige verzwickte Wendungen, die mich in die Irre geführt haben. Sie ist in sich logisch und lädt durch viele kleine Hinweise zum Miträtseln ein.

Der Schreibstil des Autors John Katzenbach lässt sich flüssig lesen, wirkt aber stellenweise recht langatmig. Der Verlag bezeichnet „Die Grausamen“ als Thriller, ich würde das Buch aber eher als Krimi bezeichnen (der deutsche Titel hat in meinen Augen übrigens nicht wirklich etwas mit dem Inhalt zu tun...). Das Erzähltempo ist geruhsam, der Schwerpunkt liegt mehr auf den langwierigen Ermittlungen als auf rasanten Actionszenen. Blutige Szenen gibt es kaum, allerdings gibt es einige psychologisch recht belastende Sequenzen, für sehr sensible Leser könnte das zu viel sein. Das Buch eignet sich übrigens nur bedingt als Bettlektüre, das Cover ist nämlich mit einer fluoreszierenden Farbe bedruckt, die im Dunkeln leuchtet. 

Mein Fazit

Kein Thriller, aber trotzdem sehr spannend.






ABC-Challenge der Protagonisten

Marta = M weiblich


Rezensionsexemplar



Mittwoch, 19. April 2017

Gefährlicher Lavendel


Bildquelle

von Remy Eyssen

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 07.04.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289069
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Tödlicher Lavendel
Schwarzer Lavendel
Gefährlicher Lavendel



Inhalt


Der Frühling in Le Lavandou ist warm und verheißt einen herrlichen Sommer. Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter fühlt sich längst als echter Südfranzose und verbringt gemeinsam mit Isabelle viel Zeit auf seinem Weinberg. Doch die Idylle wird getrübt, als Leon zwei brutal zugerichtete Leichen obduzieren muss. Staatsanwaltschaft und Kommissarin haben schnell einen Verdächtigen zur Hand, doch Leon ist skeptisch und beginnt selbst zu ermitteln. Er kommt einer jahrzehntealten Geschichte auf die Spur und steht plötzlich vor der Frage, ob es gerechte Rache gibt. Da braut sich über der ausgetrockneten Erde der Provence ein apokalyptisches Gewitter zusammen, und Leon darf keine Zeit verlieren ...


Meine Meinung


Ein bekannter Richter verschwindet. Kurz darauf wird er tot aufgefunden, offenbar wurde er gefoltert. Der Rechtsmedizinerin Leon Ritter versucht zusammen mit seiner Lebenspartnerin, der Kommissarin Isabelle, zunächst das Motiv und dadurch auch den Täter zu finden. Zunächst tappen die beiden aber noch im Dunkeln. Da tauchen weitere Leichen mit denselben Folterspuren auf...

„Gefährlicher Lavendel“ ist der dritte Band der Krimi-Reihe um den Rechtsmediziner Leon, der von Deutschland in die Provence ausgewandert ist. Ich kenne die vorhergehenden Bände nicht, aber konnte der Geschichte dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis also nicht erforderlich.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei in jeder Szene eine bestimmte Figur im Fokus liegt. Der Perspektiven-Schwerpunkt liegt dabei auf Leon, bei dem ich das Gefühl hatte, ihn im Laufe der Lektüre ziemlich gut kennengelernt zu haben. Er ist ein freundlicher, ehrlicher Mensch, der aber teilweise etwas gar naiv agiert und öfters nicht besonders viel Menschenkenntnis zeigt. Ich mochte ihn dennoch sehr.

Die Handlung ist ziemlich geradelinig aufgebaut und enthält nicht sonderlich viele Überraschungen oder Wendungen. Langweilig wird es aber trotzdem nicht. Allerdings haben mit im Lauf der Geschichte etwas die Hinweise auf den Täter gefehlt. Ich gehöre zu den Lesern, die bei Krimis gerne miträtseln und versuchen, den Fall vor den Ermittlern zu lösen. Das fiel hier schwer, da Leon jeden aufgefundenen Hinweis sogleich richtig interpretiert hat, so dass ich mir keinen Vorsprung „erarbeiten“ konnte. Neben dem Fall spielen auch die südfranzösische Landschaft und Leons Privatleben eine Rolle, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.

Der Schreibstil des Autors Remy Eyssen liess sich flüssig lesen und versetzte mich gedanklich tief in den Süden Frankreichs, sodass ich beinahe den Lavendel riechen konnte. Die Lektüre hat mir sehr gut gefallen, die beiden Vorgängerbände möchte ich nun auch noch lesen.

Mein Fazit

Spannender Provence-Krimi






Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 30, ein Buch, das auf LovelyBooks mit durchschnittlich 4 Sternen bewertet ist. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.)


ABC-Challenge der Protagonisten

Isabelle = I weiblich


Rezensionsexempar


Montag, 17. April 2017

[Hörbuch] Cherringham - Landluft kann tödlich sein. Sammelband 1


Bildquelle

von Matthew Costello & Neil Richards
übersetzt durch Sabine Schilasky
gelesen von Sabina Godec
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2016
  • Verlag : Lübbe Audio
  • ISBN: 9783838781327
  • herunterladbare Audio-Datei: 10h 22
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
Mord an der Themse
Das Geheimnis von Modgon Manor
Mord im Mondschein
Die Nacht der Langfinger
Letzter Zug nach London
Die verfluchte Farm
Die Leiche im See
Ein frostiges Verbrechen
Totentheater
Tödliche Beichte
Spuren an Deck
Verhängnisvolle Sommernacht
Morden will gelernt sein
Die Legende von Combe Castle
Ein fataler Fall
Das letzte Rätsel
Gefährlicher Erfolg
Der verschwundene Tourist
Spur aus der Vergangenheit
Ein rätselhafter Einbruch
Ein schmutziges Geschäft
Tödliche Melodie
Eine schlechte Partie
Ein Trauerfall in der Familie



Inhalt


Very British - drei England-Krimis in einem Band!

Mord an der ThemseCherringham – eine beschauliche Kleinstadt in den englischen Cotswolds. Ein Ort, an dem das Verbrechen unbekannt ist. Bis eines Tages die Leiche einer jungen Frau in der Themse gefunden wird. Ein schrecklicher Unfall – zumindest laut der Polizei. Sarah glaubt jedoch nicht daran. Zusammen mit Jack, einem ehemaligen Detective der New Yorker Mordkommission, beginnt sie zu ermitteln. Dabei müssen sie feststellen, dass die Dinge nicht so klar sind, wie die Polizei das gerne hätte …

Das Geheimnis von Mogdon ManorDer Eigentümer des herrschaftlichen Mogdon Manor stirbt bei einem mysteriösen Feuer. Ein tragischer Unfall? Jack und Sarah bezweifeln das … Als mögliche Erben kommen die drei erwachsenen Kinder des Opfers in Frage. Hat einer von ihnen das Feuer gelegt, um frühzeitig an sein Erbe zu kommen?

Mord im MondscheinDie Proben für das jährliche Cherringham Charity Christmas Konzert laufen auf Hochtouren. Doch plötzlich stirbt Kirsty Kimball, eine der Sängerinnen. Todesursache: eine allergische Reaktion auf die selbstgebackenen Kekse des Chors. Jack, der für Kirsty als Sänger einspringt, glaubt nicht an einen Unfall. Gemeinsam mit Sarah beginnt er zu ermitteln. Schon bald müssen sie erkennen, dass sich hinter den freundlichen Gesichtern der Chormitglieder eine Welt aus Missgunst und Rivalität verbirgt …

(Quelle: Lübbe Audio)


Meine Meinung


„Cherringham – Landluft kann tödlich sein“ ist eine Krimireihe, die in einem fiktiven Dorf in der Nähe von Oxford spielt. Der englische Titel der Reihe, „Cosy Crime“, beschreibt die Stimmung ganz gut. Beschaulich geht es in den Geschichten zu und her, es fliesst wenig bis kein Blut, sodass sich die Krimis auch für jüngere oder sensible Leser eignen. Nut wer atemberaubende Spannung sucht, wird hier wohl enttäuscht.

Der Sammelband 1 umfasst die ersten drei Geschichten der Reihe. Die einzelnen Bände sind ziemlich kurz, die Hörbuchversion dauert jeweils rund dreieinhalb Stunden pro Band. In Band 1 geht es um eine augenscheinlich ertrunkene Freundin der Protagonistin Sarah, in Band 2 um einen Hausbrand, bei dem ein Bewohner ums Leben kommt, und im dritten Band um einen Todesfall durch einen allergischen Schock. Wenn man bedenkt, dass die drei Geschichten innerhalb weniger Monate spielen, passiert ganz schön viel in dem kleinen Dorf Cherringham.

Wie es beim Beginn einer Buchreihe üblich ist, fokussiert vor allem der erste Band in erster Linie auf die Einführung der Figuren. Die Krimis der „Cherringham“-Reihe drehen sich hauptsächlich um die Web-Designerin Sarah und den pensionierten New Yorker Polizisten Jack, die sich zunächst eher zufällig zusammentun, um den Tod von Sarahs Freundin aufzuklären, später aber grossen Gefallen an der Detektivarbeit finden.

Die einzelnen Geschichten sind wie erwähnt ziemlich kurz, sodass nicht viel Platz für Wendungen und Überraschungen bleibt. Daher sind sie oft ziemlich geradelinig aufgebaut, aber trotzdem nicht langweilig. In meinen Augen die richtige Lektüre für zwischendurch.

Die Hörbuchversion wird von Sabina Godec gelesen. Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme, ich habe ihr gerne zugehört.

Mein Fazit

Der englische Reihentitel „Cosy Crime“ trifft es perfekt – gemütlich, ohne grosse Aufregung, aber trotzdem nicht langweilig. 









Samstag, 15. April 2017

Das Einstein Enigma


Bildquelle

von J.R. dos Santos
übersetzt durch Paula Porter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.03.2017
  • Verlag : luzar publishing
  • ISBN: 9783946621003
  • Flexibler Einband 608 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Taschenbuch wurde mir von luzar publishing und     kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Das Einstein Enigma
Der Schlüssel des Salomon



Inhalt


Kairo, 2006.
Der portugiesische Kryptanalyst Tomás Noronha soll ein mysteriöses Manuskript entschlüsseln. Sein Titel? Die Gottesformel. Sein Autor? Albert Einstein. Was auf dem Spiel steht? Nichts weniger als die Anleitung für eine einfach zu bauende Atombombe.
Wider Willen wird Tomás als Doppelagent des Iran und der CIA in eine internationale Spionageaffäre verwickelt und kommt im Rahmen seiner Ermittlungen einem der größten Rätsel der Welt auf die Spur: dem wissenschaftlichen Beweis für die Existenz Gottes.
(Quelle: luzar publishing)


Meine Meinung


Der Sprachwissenschaftler Tomás soll für die CIA ein Dokument entschlüsseln, das Albert Einstein unter dem Titel „Die Gottesformel“ verfasst hat. Der Geheimdienst vermutet die Bauanleitung für eine Atombombe dahinter, doch Tomás entdeckt, dass das Schriftstück etwas viel explosiveres enthält…

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Tomás in der dritten Person erzählt. Dadurch erhält der Leser nur in Tomás‘ Gedanken etwas Einblick, die anderen Figuren bleiben aber ziemlich blass und man erfährt kaum etwas über sie.

Anhand des Klappentexts ging ich davon aus, mit „Das Einstein Enigma“ einen Mystery-Geschichts-Thriller im Stil von Dan Brown in den Händen zu halten. Zu Beginn schien sich die Handlung auch in diese Richtung zu entwickeln, mit gefährlichen Gegnern und Verfolgungsjagden. Doch nach etwa einem Viertel des Buches nahm die Geschichte eine Wendung, liess die Actionszenen bis auf wenige Ausnahmen beiseite und konzentrierte sich auch physikalische und philosophische Ausführungen. Einsteins allgemeine und spezielle Relativitätstheorie, die Heisenberg’sche Unschärferelation, Schrödingers Katze, nichts was Rang und Namen hat, wurde ausgelassen. Die Theorien werden zwar in einigermassen verständlichen Worten dargelegt, nach einer Weile wurde es mit dann aber doch zu viel und ich habe die entsprechenden Stellen nur noch überflogen. Neben der Physik nimmt auch die Religion viel Platz ein. Immer wieder werden religiöse Mythen und Physikalische Theorien nebeneinander gehalten und versucht zu belegen, dass beispielsweise schon die Bibel vom Urknall sprach.

Dadurch, dass sich ein Grossteil des Buches nicht auf eine eigentliche Handlung, sondern auf die Darlegung physikalischer Theorien und deren Erklärung in verschiedenen Religionen konzentriert, fiel das Spannungslevel nach dem ersten Viertel stark ab. Für Physikbegeisterte mögen die seitenlangen Ausführungen über den Urknall ja sicher spannend sein, wer aber wie ich einen actiongeladenen Thriller erwartet hat, wird enttäuscht.

Der Schreibstil des Autors J.R: dos Santos lässt sich flüssig lesen, schaffte es aber nicht, mich wirklich zu packen. Auch die Rahmenhandlung (Tomás’ Suche nach dem Manuskript) konnte mich nicht überzeugen und ich hatte den Eindruck, sie sei mehr aus der Not, dem physikalisch-religiösen Vergleich einen Rahmen zu geben, als aus wirklicher Inspiration entstanden.

Mein Fazit

Wer einen Thriller erwartet, wird enttäuscht.





ABC-Challenge der Protagonisten

Tomás = T männlich


Rezensionsexemplar




Donnerstag, 13. April 2017

Verwischte Spuren


Bildquelle

von Alex Winter

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 14.03.2017
  • Verlag : Bookshouse
  • ISBN: 9789963536337
  • E-Buch Text 622 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der Autor Alex Winter hat mir das eBook im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Ein Gespür für Mord
Die Toten von Moonlight Bay
Schwarzer Fluch
Mörderische Gier
Die Leiche im Wrack
Späte Rache
Verwischte Spuren



Inhalt


»Vor ihm stand ein junger, groß gewachsener Aborigine. Seine schwarzen Augen funkelten wie die einer wütenden Schlange. In seiner rechten Hand hielt er ein großes Jagdmesser, dessen blitzende Klinge Johns Bauch berührte.« Wer ist der geheimnisvolle Unbekannte ohne Erinnerung, den die Farmertochter Sally Storer schwer verletzt am Ufer des Warburton Creeks entdeckt und gesund pflegt? Warum nur ließ sie sich von ihm überreden, auf die Farm ihrer Familie zurückzukehren, um sich ihren Dämonen zu stellen? Immerhin wird Sally von der Polizei und der Familie ihres verschwundenen Mannes Jesse für dessen Mörderin gehalten. Während Sally von allen Seiten immer mehr unter Druck gerät, erweist sich John Rivers, wie sie »ihren« Unbekannten nennt, als Felsen in der Brandung. Doch John entpuppt sich nicht nur als guter Freund, sondern auch als cleverer Ermittler. Zu clever, wie zu ihren Leidwesen nicht nur Sally, Jesses Familie und die offenbar noch in einen weiteren Vermisstenfall involvierten Paakantyi-Aborigines feststellen müssen …
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


„Verwischte Spuren“ ist der siebte Krimi um den australischen Polizisten Daryl Simmons. Die Bücher sind jeweils in sich abgeschlossen, mit Ausnahme von Band sechs, der mit einem Cliffhanger endet. Und ausgerechnet dieser Band ist der einzige, den ich bisher noch nicht gelesen habe. Ich konnte der Geschichte aber dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht nötig. Für Neueinsteiger könnte „Verwischte Spuren“ aber etwas verwirrend sein, da der Protagonist einen Gedächtnisverlust erlitten hat und über die gesamte Geschichte hinweg nicht weiss, wer er eigentlich ist und woher er seine Fähigkeiten hat.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, mit Fokus auf dem Protagonisten Daryl, oder John, wie er sich hier nennt, da er sich weder an seinen Namen noch an seine Vergangenheit erinnern kann. Die Handlung erscheint zunächst sehr geradelinig und vorhersehbar und das Tempo ist ziemlich ruhig gehalten, der Krimi wird durch einige Wendungen aber nie langweilig.

Der Schreibstil des Autors Alex Winter lässt sich flüssig lesen. Man merkt gut, dass er Australien schon oft besucht hat, aus der Beschreibung der dortigen Natur lässt sich eine gewisse Sehnsucht herauslesen. Wie auch in den vorhergehenden Bänden ist mir auch in „Verwischte Spuren“ aufgefallen, dass Alex Winter Tiere und Pflanzen immer sehr genau bezeichnet. Da ist nicht nur von einem Baum oder einem Vogelschwarm die Rede, sondern die genaue Bezeichnung wird genannt, was mich jeweils dazu gebracht hat, auf Wikipedia mehr über die jeweilige Pflanze oder das Tier herausfinden zu wollen. Manche Leser mögen diese Genauigkeit überflüssig finden, ich mag es hingegen, da sie meine Neugier anregt.

Wer gedanklich gerne weit in den Süden reist und auch gerne Krimis liest, dem kann ich dieses Buch mit gutem Gewissen empfehlen. Noch besser: lest die gesamte Reihe! Vorkenntnisse sind zwar wie erwähnt nicht nötig, aber gute Bücher darf man ja auch ohne zwingenden Grund weiterempfehlen ;-)

Mein Fazit

Australienfeeling pur – Daryl Simmons Abenteuer lese ich immer wieder gerne.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 39, ein Buch das in Asien, Afrika oder Australien spielt



Rezensionsexemplar


Dienstag, 11. April 2017

Endstation Darknet


Bildquelle

von Eduard Hartmann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.12.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 08.12.2016
  • Verlag : INNSALZ
  • ISBN: 9783903154124
  • Flexibler Einband 428 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der INNSALZ Verlag und     haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Das Grauen ist nur einen Klick entfernt!
Die Abgründe des Darknet befinden sich auch auf Ihrem Computer! Erfahren Sie, welche Gefahren dort lauern und wie nah das Leid vieler Menschen in Wirklichkeit ist.
Zum Inhalt: Florian, der gerade von seiner großen Liebe verlassen wurde, gerät an Informationen über eine Verbrechensorganisation, die brutalste Frauen- und Kindervergewaltigung im Darknet an Tausende von Live-Sehern ausstrahlt. Er bittet seinen Freund Charly – Datensicherheitsexperte und Hacker – um Hilfe bei der Enttarnung der Täter. Je intensiver die Nachforschungen der beiden werden, desto schlimmer wird das Ausmaß ihrer Entdeckung:
Denn Florian ist nicht nur Jäger, sondern auch Gejagter! Seine Gegner sind eine mächtige Mafiaorganisation, gegen die er alleine nicht den Hauch einer Chance hat. Das Schicksal der verschleppten Frauen und Kinder lässt ihn jedoch nicht ruhen, obwohl dabei seine gesamte Existenz ins Wanken gerät. Tröstlich ist, dass Florian durch die Liebe einer bezaubernden Frau zunehmend Halt und Unterstützung findet.
(Quelle: INNSALZ)


Meine Meinung


Per Zufall stolpert der „PC-Doktor“ Florian über einen USB-Stick mit Hinweisen auf Vergewaltigungsvideos im Darknet. Ehe er es sich versieht, wird er von düsteren Gestalten gejagt…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Florian in der Gegenwart erzählt. Zu Beginn wird jedoch vieles in Rückblenden geschildert, und damit in der Vergangenheitsform, was vom Inhalt her nicht nötig gewesen wäre und verwirrend wirkt. Worum es in der Geschichte geht, wird für lange Zeit nicht klar, und auch nachdem der Einstieg in die Haupthandlung gemäss Titel des Buches und Klappentext endlich kommt, spielt diese eher eine Nebenrolle. Den grössten Teil des Buches nimmt nämlich Florians Privat- und vor allem Liebesleben ein, die Jagd nach und später auch die Flucht vor den Verbrechern wird mehr so nebenher erzählt. Wer sich also einen spannenden und rasant erzählten Thriller erhofft, wird wohl wie ich enttäuscht.

Der Schreibstil des Autors Eduard Hartmann wirkt sehr erzählend, ich hatte nie das Gefühl, Florians Abenteuer direkt mitzuerleben, sondern eher, dass er mir davon erzählt. Weiter aufgefallen sind mir die sehr ausführlichen Beschreibungen der Kleidung aller Beteiligten sowie der inflationäre Gebrauch von Ausrufezeichen.

Ebenfalls den Lesespass gedämpft haben die vielen kleinen Fehler und unlogischen Szenen. So beschreibt Florian, wie er von Salzburg über Frankfurt nach Zürich fliegt und dabei die Alpen überquert. Nur liegen sowohl Salzburg wie auch Zürich nördlich der Alpen, da hätte er schon einen Umweg über Mailand nehmen müssen, um über die Alpen zu fliegen. Wieso sich ein in seinem Heimatland lebender Österreicher rechtliche Informationen bei einem Anwalt aus der Schweiz holt, der wohl kaum viel Ahnung von österreichischem Recht hat, entzieht sich auch meinem Verständnis. Gegen Ende des Buches kann Florian zudem ungehindert einen Kurztripp nach Interlaken unternehmen und damit das Land verlassen, obschon er gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, ohne dass die Polizei dies zu stören scheint.

Mein Fazit

Ein verfehlt gesetzter Erzählschwerpunkt und viele kleine Logiklöcher stören den Lesespass.






Rezensionsexemplar





Montag, 10. April 2017

[Hörbuch] Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden


Bildquelle

von Selma Lagerlöf
überstzt durch Thomas Steinfeld
gelesen von Robert Seethaler

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : Nicht bekannt
  • Aktuelle Ausgabe : 22.10.2015
  • Verlag : Roof Music
  • ISBN:9783864843082 
  • Audio CD: 20h 51
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
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Inhalt


Die Geschichte des jungen Taugenichts, der zur Strafe für seine Bösartigkeit in einen Däumling verwandelt wird und auf dem Rücken des Gänserichs Martin ganz Schweden erkundet. Ein Erziehungsroman, gespickt mit Sagen und Märchen, der die Vielseitigkeit Schwedens, seiner Lebensräume und Kulturen zeigt.
(Quelle: Roof Music)


Meine Meinung


Nils ist kein netter Kerl. Seinen Eltern gehorcht er nur bedingt, Tiere zu quälen macht ihm Spass. Als er eines Tages einen Wichtel ärgert, rächt sich dieser an ihm und verwandelt Nils selber in einen Wichtel. Nur wenige Zentimeter gross, wird er beim Versuch, den zahmen Gänserich Martin davon abzuhalten, mit einer Schar Wildgänsen mitzufliegen, mitgerissen und reist fortan zusammen mit den Gänsen quer durch Schweden. Auf der Reise wird ihm klar, dass sein bisheriges Verhalten alles Andere als gut war…

Mit meiner Bewertung oute ich mich wohl als absoluter Kulturbanause. Immerhin hat die Autorin Selma Lagerlöf unter anderem wegen dieses Buches den Literaturnobelpreis erhalten! Dennoch will ich ehrlich sein und schildern, wieso mir der Kinderbuchklassiker nur mittelmässig gefallen hat.

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt und besteht aus einzelnen, aneinandergereihten aber im Grunde grösstenteils voneinander unabhängigen Szenen. Das macht sie zwar ideal zum Vorlesen in kleinen Happen, wer aber gerne längere Zeit am Stück mit einem Buch verbringt, wird wohl wie ich die übergreifende Handlung vermissen, die die Szenen verbindet. Einzelne Szenen empfand ich auch als nicht wirklich abgeschlossen. So landet die Gänseschar einmal während eines heftigen Sturms auf einer Eisscholle. Es ist dunkel, der Wind tobt, die Gänse werden von gefrässigen Robben eingeschlossen – Ende der Szene. Kein Wort davon, wie die Gänse davon gekommen sind.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht natürlich der verzauberte Nils, auch wenn es immer wieder Szenen gibt, in denen er nur am Rande oder gar nicht vorkommt. Zu Beginn wird erwähnt, dass Nils 14 Jahre alt sei, aber dieses Alter scheint mir unpassend. Um die Jahrhundertwende war man in diesem Alter ja schon fast erwachsen, doch Nils verhält sich zu Beginn des Buches wie ein bockiges Kind von höchstens 10 Jahren. Im Laufe der Geschichte ist eine deutliche Entwicklung des Jungen ersichtlich, so wurde er mir doch noch sympathisch. Die anderen Figuren sind ziemlich eindimensional gehalten. Vor allem bei den Tieren fällt auf, dass die Autorin sie grösstenteils artübergreifend charakterisiert. Alle Schwäne verhalten sich so, alle Eulen so und so weiter. Die Menschen werden oft so grob skizziert, dass sie nicht mal einen Namen erhalten sondern schlicht „der Bauer“, „der Student“ oder „der König“ genannt werden.

Der Schreibstil der Autorin Selma Lagerlöf erinnert an Märchen, ist eher einfach gehalten, könnte aber jüngere Kinder teilweise doch noch etwas überfordern, da altersbedingt (das Buch ist über 100 Jahre alt) teilweise Worte verwendet werden, die heute nicht mehr gebräuchlich sind. Ähnliche Szenen werden oftmals mit den genau gleichen Worten versehen, zudem enthalten viele Dialoge Wiederholungen (im Stil von „Wo bist Du? Wo bist Du?“ „Ich bin hier! Ich bin hier!“), was mich schnell gelangweilt hat. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung in der Wortwahl gewünscht.

Der Auftrag an die Autorin war, in einem Buch für die Volksschule die schwedischen Landschaften sowie Mythen und Sagen zu schildern, und das ist ihr im Grunde gut gelungen. Viele der einzelnen Szenen befassen sich mit einer spezifischen schwedischen Region, entweder mit ihrer landschaftlichen Erscheinung oder einer Sage, die zur Region passt. Dies erklärt auch, wieso die übergreifende Handlung (Reise nach Lappland und zurück) die Szenen nur locker aneinanderbinden kann. Der Auftrag wurde daher in meinen Augen gut erfüllt, das ändert aber nichts daran, dass das Buch für meinen Geschmack sehr langatmig geworden ist.

Die Hörbuchversion wird von Robert Seethaler gelesen. Er spricht alle Personen- und Ortschaftsnamen auf schwedische Art aus (wie gut ihm das gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich so gut wie kein schwedisch spreche), was für meine Ohren ziemlich ungewohnt klang. Wenn man aus der Zeichentrickserie aus den 1980ern gewohnt ist, dass die Gans Martin heisst, klingt das schwedisch ausgesprochene „Morten“ doch etwas komisch.

Mein Fazit

Eignet sich mehr zum Konsum in kleinen Happen. Am Stück genossen wird die Geschichte sehr langatmig.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 14, ein Kinder- oder Jugendbuch


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 17, ein Buch eines Literatur-Nobelpreisträgers



Samstag, 8. April 2017

Ragdoll - Dein letzter Tag


Bildquelle

von Daniel Cole
übersetzt durch Conny Lösch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.03.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289199
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes ...
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


In London wird eine Leiche gefunden, die eigentlich aus sechs verschiedenen Toten besteht, deren Körperteile zusammengenäht wurden. William Fawkes, ein altgedienter Polizist, wird auf den Fall angesetzt. Schon bald erhält er eine Liste mit sechs Namen zugespielt, den nächsten Opfern des Täters. Und sein Name steht auch auf der Liste…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person erzählt, zu einem grossen Teil aus der Sicht des Protagonisten William Fawkes, genannt Wolf. Ich hatte grosse Mühe, mit Wolf, dem „Helden“ der Geschichte, zurechtzukommen. Er hat ein starkes Aggressionsproblem und schlägt gerne mal zu, wenn ihm jemand nicht passt. Das kann ein Verdächtiger, aber auch ein Kollege sein. Ein solches Verhalten ist in meinen Augen untragbar für einen Polizisten. Noch schlimmer kommt es, wenn er von der Schuld eines Verdächtigen überzeugt ist, es aber nicht beweisen kann. Dann werden durchaus auch mal Beweise gefälscht, um den Richter respektive die Jury zu überzeugen. Konsequenzen hat sein Verhalten nur selten, denn so einen tollen Ermittler muss man doch weiterbeschäftigen können, denkt sich die britische Justiz. Natürlich wickelt er die Frauen auch reihenweise um den Finger und ist dem Alkohol nicht abgeneigt, soviel Klischee muss ja wohl sein.

Die uneinheitliche Bezeichnung der Figuren fand ich teilweise recht anstrengend. Immer wieder werden die Charaktere abwechslungsweise mit Vor- oder Nachnamen genannt, beim Protagonisten kommt der Autor auf ganze vier Varianten (William, Will, Wolf, Fawkes). So musste ich immer wieder überlegend, wer da gerade gemeint war.

Die Handlung beginnt spannend, verläuft sich aber schon nach kurzem im Sand und verstrickt sich in zu viele Äste respektive Nebenhandlungen. Von den Eheproblemen des Polizisten Edmunds bis zur beruflichen Karriere von Wolfs Exfrau Andrea wird der Fokus mal hierhin, man dorthin verlegt, ohne dass man der Lösung des Falles näher kommt. In erster Linie versucht die Polizei vergeblich, die potentiellen Opfer auf der Todesliste vor dem anscheinend allmächtigen und allwissenden Mörder zu retten. Die eigentliche Aufklärung des Falles geschieht am Schluss auf wenigen Seiten, beinahe nebenbei.

Mein Fazit

Unsympathischer Protagonist und nachlassende Spannung in der Handlung – es gibt bessere Thriller. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 13, einen Krimi oder Thriller


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 16, ein Buch, das mindestens 50 LovelyBooks-Mitglieder in ihrer Bibliothek haben. (Du findest die Anzahl, wenn du auf der Buchseite oben mit der Maus über die Sternebewertung fährst.)


ABC-Challenge der Protagonisten

William = W männlich


Rezensionsexemplar



Donnerstag, 6. April 2017

Meer Liebe auf Sylt


Bildquelle

von Claudia Thesenfitz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548288475
  • Flexibler Einband 272 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Um ihre Ehe zu retten, fliegt die 27-jährige Alexandra nach New York. Mutter Henrietta und Schwiegermutter Ulla sind sofort zur Stelle, um in einem Strandhaus auf Sylt auf die kleine Emma aufzupassen. Dumm nur, dass sich die beiden jungen Omas nicht ausstehen können. Ulla ist überzeugte Esoterikerin, Henrietta knallharte Karrierefrau. Bio contra Business, Eso contra Ellenbogen - zwei Welten prallen aufeinander. Als auch noch Alexandras kinderlose Schwester Jana zu Hilfe eilt, ist das Chaos perfekt. Das Leben der Frauen wird ordentlich durcheinandergerüttelt - und ist am Ende viel besser als vorher ...
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Henrietta und Ulla dachten eigentlich, sie sollten auf Sylt nur den zweiten Geburtstag ihrer Enkelin Emma feiern. Doch über Nacht reist Emmas Mutter Alexandra unverhofft ab, und die beiden enorm unterschiedlichen Frauen müssen nicht nur mit dem kleinen Mädchen, sondern auch miteinander klarkommen…

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person erzählt. Mal erlebt der Leser Henriettas Sicht, dann wieder Ullas, und auch Henriettas zweite Tochter, Emmas Tante Jana, kommt zu Wort. Zur besseren Übersichtlichkeit wird bei Kapitelbeginn jeweils die Protagonistin genannt. Die Figuren sind sehr klischeehaft überzeichnet, weshalb ich über weite Strecken hinweg Mühe hatte, mich mit ihnen anzufreunden. Henrietta ist die typische Karrierefrau, der die Arbeit wichtiger ist als die Familie und die ihre eigenen Kinder weitestgehend den Kindermädchen anvertraute, anstatt sich selber mit ihnen zu beschäftigen. Wer keine Karriere macht, ist in ihren Augen minderwertig. Ulla hingegen ist die Klischeegrüne, die sich weder schminkt noch rasiert und ihren Mitmenschen ständig Vorträge hält, wenn sie Fleisch essen, Auto fahren oder sonst etwas ökologisch nicht Einwandfreies tun. So sind beide Protagonistinnen auf ihre Art Extremistinnen, die andere Meinungen nicht gelten lassen wollen. Erst gegen Ende des Buches erkennt man eine Änderung im Verhalten der beiden. Von Emmas Mutter Alexandra bekommt man nicht viel mit, aber welche Mutter lässt schon ihr kleines Kind einfach so zurück, um ihrem Ehemann nachzureisen? Lediglich Jana war mir sympathisch, eine Frau Ende Dreissig, die sich zu fragen beginnt, ob das Leben für sie wohl noch mehr zu bieten hat als bisher.

Die Handlung bietet wenig Überraschungen oder Action und plätschert ruhig vor sich hin. Viel Zeit verbringt die Autorin mit Beschreibungen von Strand- und Restaurantbesuchen sowie Einkäufen. So lässt sich das Buch gut nebenher lesen, ohne dass es grosse Konzentration abverlangt. Da es im Sommer auf Sylt spielt, kann ich es natürlich besonders für die Lektüre auf dem Liegestuhl während des Strandurlaubs empfehlen.

Der Schreibstil der Autorin Claudia Thesenfitz lässt sich flüssig lesen, ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass man beim Lesen schnell vorwärts kommt. Mit rund 260 Seiten ist das Buch eher dünn gehalten.

Mein Fazit

Gemütliche Handlung mit eher unsympathischen Figuren. Kann man gut lesen, muss man aber nicht. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 16, einen Frauen- oder Erotik-Roman


Lovelybooks-Themenchalllenge

Aufgabe 38, ein Buch, dessen Hauptfigur über 50 Jahre alt ist


ABC-Challenge der Protagonisten

Ulla = U weiblich


Rezensionsexemplar



Dienstag, 4. April 2017

Post Mortem - Tage des Zorns


Bildquelle

von Mark Roderick

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.03.2017
  • Verlag : FISCHER Taschenbuch
  • ISBN: 9783596297078
  • Flexibler Einband 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Fischer Verlag hat mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Post Mortem - Tränen aus Blut
Post Mortem - Zeit der Asche
Post Mortem - Tage des Zorns


Inhalt


Emilia Ness ermittelt noch in einem aktuellen Interpol-Fall, als sie ein grausiges Päckchen erhält – mit einem abgeschnittenen Ohr darin. Kurz darauf erreicht sie eine Videobotschaft: Ihre Tochter Becky wurde entführt. Und alles deutet darauf hin, dass das Ohr von ihr stammt.
Es gibt nur einen Menschen, der ihr jetzt helfen kann: Profikiller Avram Kuyper. Der hat im Moment jedoch ganz andere Sorgen, denn er verfolgt die Spur eines alten Rivalen. Viel zu spät wird ihm klar, dass er – genau wie Emilia – in eine hinterhältige Falle gelockt wurde. Ihr Gegner will nicht nur ihren Tod, er will sie leiden sehen. Denn sie haben beide seinen Zorn auf sich gezogen.


Meine Meinung


Während die Interpol-Beamtin Emilia die neusten Opfer eines Serienmörders begutachtet, erhält der Profikiller Avram einen seltsamen Auftrag: für eine halbe Million soll er jemanden töten. Wen, das erfährt er aber erst, wenn er den Auftrag annimmt…

„Post Mortem – Tage des Zorns“ ist bereits der dritte Teil der „Post Mortem“-Thrillerreihe. Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht, konnte der Geschichte aber dennoch gut folgen und hatte keine gravierenden Wissenslücken. Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis nicht zwingend, aber stellenweise wohl durchaus hilfreich.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, die im Laufe der Geschichte zusammengeführt werden, und die jeweils aus der Sicht eines der beiden Protagonisten erzählt werden. Emilia erschien mit während des Thrillers eher blass und ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar. Mit Avram konnte ich mich hingegen eher anfreunden, er erschien mir realistischer.

Die Handlung ist spannend und unterhaltsam gestaltet, jedoch auch ziemlich vorhersehbar. Es bleibt aber noch vieles offen, was wohl im nächsten Band geklärt werden soll. Einige Szenen sind ziemlich unappetitlich gehalten, sodass sich empfindliche Leser davon fernhalten sollten. Der Thriller hat mich gut unterhalten, jedoch sollte man während der Lektüre nicht zu sehr über das gelesene nachdenken, das könnte den Lesespass dämpfen.

Die Kapitel sind kurz gehalten und enden oft in einem Cliffhanger, sodass ich beim Lesen schnell in den bekannten „nur noch ein Kapitel“-Sog kam und schnell über die Seiten flog. Der Schreibstil des Autors Mark Roderick lässt sich flüssig lesen, allerdings stören vereinzelte inhaltliche oder Schreibfehler stellenweise den Lesefluss. Ebenfalls unpassend fand ich den Klappentext, der verrät nämlich viel zu viel und stört die Spannung.

Mein Fazit

Voraussehbar und stellenweise unnötig plakativ brutal – aber dennoch sehr unterhaltsam. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 21, ein Buch rund um die sieben Todsünden im Titel oder auf dem Cover Hochmut (auch Stolz, Übermut), Geiz (auch Habgier), Neid (auch Eifersucht), Zorn (auch Wut, Rachsucht), Wollust, Völlerei (auch Maßlosigkeit), Trägheit


Rezensionsexemplar


 

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