Mittwoch, 21. Juni 2017

Die Kane-Chroniken 1: Die rote Pyramide


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von Rick Riordan
übersetzt durch Claudia Max

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.12.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 28.08.2015
  • Verlag : Carlsen
  • ISBN: 9783551314864
  • Flexibler Einband 608 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die rote Pyramide
Der Feuerthron
Der Schatten der Schlange


Inhalt


Ins Museum? An Heiligabend? Bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den Ägyptologen Dr. Julius Kane, doch eh nur zwei Mal im Jahr und dann so was! Aber Sadie und ihr Bruder Carter merken schnell, dass es ihrem Vater nicht um verstaubte Sarkophage geht – er will den Gott Osiris beschwören! Das geht allerdings schief und stattdessen wird er von einer glutroten Gestalt entführt. Sadie und Carter müssen es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen, um ihren Vater zu befreien.
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Die Geschwister Sadie und Carter Cane besuchen zusammen mit ihrem Vater das British Museum, als dieser unter mysteriösen Umständen verschwindet. Hat er wirklich einen ägyptischen Gott beschwört?

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten Sadie und Carter erzählt. Als Stilmittel wird dabei eine Tonbandaufzeichnung gewählt, durch die die Geschwister dem Zuhörer (oder eben Leser) erzählen, was genau passiert ist. Die beiden sind noch sehr jung, erst 12 respektive 14 Jahre alt, wobei ich die jüngere Sadie als ziemlich pubertär empfand und sie daher etwas älter geschätzt hätte, so um die 15. Carter bleibt ziemlich unauffällig, wirkt zwar wie seine Schwester auch mutig und schlau, zeigt aber sonst keine besonderen Merkmale.

Wer die beiden anderen Reihen des Autors Rick Riordan, „Percy Jackson“ und „Helde des Olymp“ kennt, dem wird das Grundschema von „Die rote Pyramide“ bekannt vorkommen. Ein paar Jugendliche finden heraus, dass sie Kontakt mit alten Göttern haben. Hier stammen sie zwar nicht, wie in dem beiden anderen Reihen, von ihnen ab, sondern sind „Gottlinge“, menschliche Gefässe für die Götter, aber ansonsten bleibt das Schema gleich, inklusive der Reisen quer durch die USA auf mal mehr und mal weniger magischem Weg. Auch die regelmässigen Kämpfe gegen übernatürliche Wesen oder andere Götter bleiben hier nicht aus. Rick Riordan bleibt also auch bei dieser Reihe seinem Schema treu. Da ich seine Bücher mag, wurde ich daher auch hier nicht enttäuscht. Das ägyptische Szenario wird in Fantasy-Romanen nicht so häufig verwendet (Fans von Stargate werden allerdings die Namen durchaus kennen), sodass es frisch und unverbraucht wirkt. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise etwas repetitiv, eine Straffung/Kürzung hätte wohl nicht geschadet.

Der Schreibstil von Rick Riordan lässt sich wie gewohnt flüssig lesen, sodass ich das Buch innert weniger Tage durch hatte. „Die rote Pyramide“ hat mich gut unterhalten, die beiden Nachfolgebände werde ich mit Sicherheit auch noch lesen.

Mein Fazit

Percy Jackson in Ägypten – unterhaltsam und erfrischend.






ABC-Challende der Protagonisten

Sadie = S weiblich

 

Montag, 19. Juni 2017

[Hörbuch] Racheherbst


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von Andreas Gruber
gelesen von Achim Buch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2015
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: B014SWJ5MY
  • herunterladbare Audio-Datei
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
Kaufen? 


Bücher der Reihe:
Rachesommer
Racheherbst



Inhalt


Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Als in Leipzig eine ermordete Prostituierte gefunden wird, macht sich der Polizist Walter Pulaski zusammen mit der Mutter der Getöteten auf die Suche nach dem Täter. Gleichzeitig wird in Wien die junge Anwältin Evelyn Meyers beauftragt, einen Chirurgen bei einer Mordanklage zu vertreten.

"Racheherbst" ist der zweite Band der Thriller-Reihe um den Polizisten Pulaski. "Racheherbst" spielt zwar mehrfach auf die Ereignisse im Vorgänger "Rachesommer" an, ist inhaltlich aber komplett eigenständig. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht notwendig. Da die Figuren nicht besonders tiefgründig gezeichnet sind, ist es auch nicht notwendig, die beiden Protagonisten Walter Pulaski und Evelyn Meyers bereits zu kennen.

Über die Figuren gibt es wie erwähnt nicht viel zu sagen. Evelyn ist eine junge Anwältin, Pulaski ein abgehalfterter Polizist mit gesundheitlichen Problemen. Und ja, ich habe absichtlich bei Evelyn den Vornamen, bei Pulaski den Nachnamen verwendet. Der Autor Andreas Gruber macht das nämlich ziemlich konsequent. Frauen werden grundsätzlich mit Vor-, Männer mit Nachnamen erwähnt. Über die Gefühle und die Motivation der Figuren wird nicht viel bekannt.

Auch die Handlung ist nicht besonders tiefgründig gezeichnet. Während Evelyn in Wien den Spuren folgt, reist Pulaski mit seiner Begleitung Mikaela quer durch Europa, um den Täter aufzufinden. Aufgelöst wird der Fall schlussendlich mehr durch Zufall, das Motiv bleibt bis zum Schluss etwas schwammig und nicht ganz klar. Auch sonst ist die Handlung von unglaublichen Zufällen geprägt, wer Realismus sucht, sollte sich anderweitig umsehen. Voll auf die Kosten kommen hingegen Fans von Blut, Andreas Gruber geht mit seinen Figuren nicht gerade zimperlich zur Sache. Der Leser sollte daher keinen allzu empfindlichen Magen haben. Das Spannungslevel kann der Autor allerdings nicht durchgehen hochhalten, vor allem die langwierigen Ermittlungen in Mittelteil gestalten sich doch etwas zäh.

Wie auch der Vorgänger und die Snejider&Nemez-Reihe wird das Hörbuch von Achim Buch gesprochen. Er macht seine Sache gut, ich habe ihm gerne zugehört.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber stellenweise ziemlich unlogisch und nicht besonders überraschend. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 20, ein Buch rund um das Thema Herbst im Titel oder auf dem Cover

Freitag, 16. Juni 2017

Dem Kroisleitner sein Vater


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von Martin Schult

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.07.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 14.07.2017
  • Verlag : Ullstein Buchverlage
  • ISBN: 9783550081743
  • Fester Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
Kaufen? (ab 14. Juli 2017)



Inhalt


Dem Kroisleitner Karl sein Vater ist tot. 104 war der alte Kroisleitner, aber noch topfit, das lag an der guten Luft oder am Marillenschnaps. Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat. Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen - und von seiner pubertierenden Tochter. Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Im kleinen Dorf St. Margrethen in der Steiermark wird der 104jährige Alois Kroisleitner tot aufgefunden. Alles deutet auf Mord hin. Doch wer hätte ein Motiv gehabt, den alten Mann umzubringen?

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der Einblick in die Gedanken und Gefühle aller Figuren hat. So wird munter zwischen den Figuren hin- und hergewechselt und der Leser erfährt über alle etwas.

Die Handlung besteht im Grunde aus drei Strängen, die jedoch alle miteinander verbunden sind. Da ist einerseits der titelgebende Karl Kroisleitner, der mit dem Tod seines Vaters und dem schlechten gesundheitlichen Zustand zurecht kommen muss. Ein weiterer Strang dreht sich um den berliner Polizisten Frassek, der ebenfalls vor kurzem seinen Vater verloren hat, ständig mit seiner Ex-Frau streitet und zu allem Überfluss noch Ärger mit seiner pubertierenden Tochter hat. Drittens geht es um die junge Emma, die ihre erfolgreiche Musikkarriere in England als Amy (mit dickem Lidstrich und schwarzem Beehive, sie heisst aber nicht Winehouse) an den Nagel hängt und in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Daneben gibt es noch viele weitere Figuren mit ihren eigenen Problemen, die ich hier aber aus Platzgründen nicht alle aufzählen mag.

Wie meine Aufzählung der Handlungsstränge erahnen lässt, spielt der Kriminalfall eine eher untergeordnete Rolle. Zumindest der Fall, der sich um den Tod des alten Kroisleitners dreht, denn der ist nicht der einzige, der hier aufgeklärt werden muss. Viel Raum hingegen erhalten die Figuren und das Dorfleben, durch das sich Frassek kämpfen muss, um den Überblick zu erhalten, sodass ich das Buch eher als Millieustudie mit Krimi-Elementen bezeichnen möchte und weniger als „reinrassigen“ Krimi.

Der Schreibstil des Autors Martin Schult lässt sich flüssig lesen, die vielen Namen und stellenweise mundartlichen Dialoge liessen mich allerdings zwischendurch etwas ins Stocken kommen. 
 

Mein Fazit  

Wenig Krimi, viel Steiermark







Rezensionsexemplar


 

Mittwoch, 14. Juni 2017

Die maskierte Stadt


Bildquelle

von Genevieve Cogman
übersetzt durch Arno Hoven

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.08.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 12.08.2016
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404208036
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
Kaufen? 



Bücher der Reihe:
Die unsichtbare Bibliothek
Die maskierte Stadt
Die flammende Welt



Inhalt


Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese Bibliothek zu beschaffen. Sie hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion einen seltenen Bram-Stoker-Text erworben, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird entführt, ohne dass Irene es verhindern kann. Die Spur der Verbrecher führt in ein dunkles Venedig des immerwährenden Karnevals. Ein Ort der Masken und Geheimnisse. Und des Todes ...
(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung


Als ihr Assistent Kai entführt wird, gelangt die Bibliothekarin Irene auf der Suche nach ihm in eine magische Version von Venedig, wo mächtige Feinde auf sie warten…

"Die maskierte Stadt" ist der zweite Band um die Bibliothekarin Irene und ihren Assistenten Kai und baut inhaltlich auf dem ersten Teil "Die unsichtbare Bibliothek" auf. Ich empfehle, die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen, da ansonsten vieles verwirrend erscheinen könnte, da die Autorin Vorwissen voraussetzt.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Irene erzählt. Über Irene erfährt der Leser, wie auch über alle anderen Figuren, nicht sehr viel, sodass sie ziemlich blass blieben. Bei manchen hatte ich, nachdem sie ein paar Kapitel lang nicht erwähnt wurden, sogar Mühe, mich an sie zu erinnern, wenn sie dann wieder erwähnt wurden.

Die Handlung ist geradelinig aufgebaut, erschien mir aber stellenweise etwas zäh. Sehr viel passiert im Grunde nicht, weshalb das Buch meiner Ansicht nach auch gut um rund einen Drittel hätte gekürzt werden können, ohne das gross etwas gefehlt hätte. Während im ersten Band der Reihe die Literatur eine grosse Rolle spielte (wen wundert das beim Reihentitel "Die Bibliothekare"?), wird sie hier kaum je erwähnt. Das fand ich sehr schade, da für mich genau diese Mischung den Reiz des ersten Bandes ausgemacht hat.

Obschon ich mir von diesem Band mehr erwartet hatte, werde ich den dritten Band der Reihe, "Die flammende Welt", mit Sicherheit auch noch lesen. Dieses Mal sollte ich vielleicht weniger lange warten, bis ich mir die Fortsetzung zu Gemüte führe, ich war bei der Lektüre öfters unsicher, ob ich bestimmte Figuren bereits kennen sollte, da ich mich nicht mehr so genau an Band 1 erinnern konnte.

Mein Fazit

Leider fehlt der Literatur-Anteil







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 35, ein Buch das 2016 erschienen ist


ABC-Challenge der Protagonisten

Kai = K männlich



Montag, 12. Juni 2017

[Hörbuch] Die Zahlen der Toten


Bildquelle

von Linda Castillo
übersetzt durch Helga Augustin
gelesen von Tanja Geke

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.12.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 23.10.2013
  • Verlag : Argon
  • ISBN: 9783839891766
  • Audio CD: 13h 01
  • Sprache: Deutsch 

Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Die Zahlen der Toten
Blutige Stille
Wenn die Nacht verstummt
Tödliche Wut
Teuflisches Spiel
Mörderische Angst
Grausame Nacht
Böse Seelen



Inhalt


Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie.
Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den »Schlächter« nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte... 
(Quelle: Argon)


Meine Meinung


In Painters Mill wird ein Mordopfer gefunden, auf deren Körper eine Zahl eingeritzt ist. Die Polizeichefin Kate Burkholder wird dadurch an eine Mordserie vor vielen Jahren erinnert. Doch der damalige Täter kann unmöglich auch der heutige sein, das weiss Kate genau. Oder war damals doch alles anders, als Kate bis jetzt geglaubt hat?

Die Geschichte wird zu einem grossen Teil aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Kate Burkholder in der Gegenwart erzählt. Einige Szenen werden allerdings in der dritten Person geschildert, was ich stellenweise etwas verwirrend fand. Kate ist als Amish aufgewachsen, bevor sie sich mit 18 Jahren entschied, nicht der Glaubensgemeinschaft angehören zu wollen. Mit diesem Hintergrund eignet sie sich perfekt für den Job als Polizeichefin im kleinen Nest Painters Mill, Ohio, wo nicht nur Amische, sondern auch "Englische", also Nicht-Amische, leben. Kate hat als eine der Wenigen Einblick in beide Lebensweisen und kann daher auch gegenüber beiden Verständnis zeigen.

Kate hat, man möchte fast sagen natürlich, eine tragische Vergangenheit, die sie erst zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Diese Vergangenheit hat auch grossen Einfluss auf den Fall, den sie in "Die Zahlen der Toten" lösen muss. Heutzutage scheint in praktisch jeder Krimireihe der Ermittler eine düstere Vergangenheit und ein paar Leichen im Keller zu haben, sodass dies nicht mehr aussergewöhnlich, sondern nur noch langweilig wirkt. Lediglich Kates Hintergrund als Amische, der ihr Denken bis heute beeinflusst, hebt sie von der grauen Masse der Krimi-Ermittler etwas ab.

Die Handlung verläuft ziemlich geradelinig und bietet kaum Überraschungen. Anstelle von echter Spannung arbeitet die Autorin Linda Castillo lieber mit Schreckmomenten und unappetitlichen grafischen Beschreibungen der Verletzungen der Mordopfer. So vermag "Die Zahlen der Toten" wohl Fans von Blut und Innereien zu begeistern, nicht aber Anhänger von psychologisch geschickt geführter Spannung. Dabei bleibt das Buch durchaus unterhaltsam, ich bezweifle jedoch, dass es mir lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die Geschichte wird von Tanja Geke gelesen, die ihre Arbeit solide erledigt, aber die mittelmässige Handlung auch nicht retten kann.

Mein Fazit

Literarischer Fastfood. Durchaus bekömmlich, aber nicht überragend, und wohl schnell verdaut. 






Freitag, 9. Juni 2017

Blutring


Bildquelle

von Gerd Ruebenstrunk



Leseprobe
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Inhalt


Ein alter Mann, der ein dunkles Geheimnis mit in den Tod nimmt. Ein Junge, der in einem vergilbten Buch erste Hinweise auf eine Verschwörung findet. Und ein Mädchen, das wissen will, was tatsächlich hinter den alten Familiengeschichten steckt. Die Suche nach dem legendären Blutring des Tamerlan in den dunkelsten Gassen Barcelonas beginnt – eine Suche auf Leben und Tod.
(Quelle: Planet!)


Meine Meinung


Als der knapp vierzehnjährige Daniel mit seinen Eltern von Deutschland nach Barcelona umzieht, ist er erst gar nicht begeistert von seiner neuen Heimat. Doch der Tod eines Bettlers, den Daniel vom Sehen her kannte, bringt Daniel nicht nur ein unvorhersehbares Abenteuer, sondern auch neue Freunde.

Die Geschichte wird aus Daniels Ich-Perspektive in der Vergangenheit erzählt. Daniel scheint ein ganz normaler Teenager zu sein, intelligent und neugierig, ohne ein Streber zu sein, und mit einem gerade erwachenden Interesse an Mädchen. Neben Daniel spielen auch sein Schulkamerad Jakob, die etwa gleichaltrige Lola und deren Bruder Antonio eine grosse Rolle in der Geschichte.

Die Handlung ist linear aufgebaut und dreht sich um eine mit Rätseln gespickte Schatzsuche mit historisch-mythischem Hintergrund. Daher erinnert "Blutring" etwas an Dan Browns "Robert Langdon"-Reihe, aber für Jugendliche, ohne Blut und übermässig erschreckende Szenen. Etwas unheimlich wird es stellenweise doch, sodass ich das Buch etwa ab 12 Jahren empfehlen würde. Jüngere Leser könnten sich doch noch zu sehr ängstigen, da es auch in "Blutring" ein gegnerisches Team auf die Protagonisten abgesehen hat. Die Rätsel sind spannend aufgebaut und laden zum mitraten ein, allerdings werden sie von den Protagonisten teilweise doch etwas gar schnell gelöst. Besonders gut gefallen haben mir die anschaulichen Beschreibungen des Schauplatzes Barcelona, einer Stadt, die ich zwar (noch) nicht kenne, aber gerne einmal besuchen möchte.

Der Schreibstil des Autors Gerd Ruebenstrunk lässt sich flüssig lesen, sodass ich das rund 300 Seiten lange Buch schnell durchgelesen habe. Es bleibt allerdings anzumerken, dass das Buch durch eine grosse Schrift und breite Ränder um den Text optisch deutlich gestreckt wurde.

Mein Fazit

Dan Brown für Jugendliche.







Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 35, ein Buch, dessen Titel kein "e" enthält


Mittwoch, 7. Juni 2017

Der Nachtzirkus


Bildquelle

von Erin Morgenstern
übersetzt durch Brigitte Jakobeit

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.03.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 11.10.2013
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548285498
  • Flexibler Einband 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


Er kommt ohne Ankündigung und hat nur bei Nacht geöffnet: der Cirque des Rêves – Zirkus der Träume. Um ein geheimnisvolles Freudenfeuer herum scharen sich fantastische Zelte, jedes eine Welt für sich, einzigartig und nie gesehen. Doch hinter den Kulissen findet der unerbittliche Wettbewerb zweier verfeindeter Magier statt. Sie bereiten ihre Kinder darauf vor, zu vollenden, was sie selber nie geschafft haben: den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Doch als Celia und Marco einander schließlich begegnen, geschieht, was nicht vorgesehen war: Sie verlieben sich rettungslos ineinander. Von ihren Vätern unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen sie verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Die Geschichte wird abwechslungsweise in mehreren Handlungssträngen in der Gegenwart aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt. Dabei springt die Handlung zeitlich immer wieder vor und zurück (das Datum der jeweilige Abschnitte ist in der Kapitelüberschrift vermerkt), ohne dass über lange Zeit hinweg klar wird, was die Autorin damit bezweckt.

Die Figuren bleiben allesamt sehr blass, ohne nennenswerte Eigenschaften, sodass mir bis zum Schluss egal war, was mit ihnen passiert und ich auch nie mit ihnen mitfiebern konnte. Wenn eine Figur über längere Zeit hinweg nicht erwähnt wurde, weil die Geschichte einen anderen Handlungsstrang folgte, so fiel es mir schwer, bei der erneuten Nennung des Namens die Figur wieder einzuordnen, ich hatte sie schlicht vergessen.

Der Zirkus hingegen ist das glatte Gegenteil der Figuren, den beschreibt die Autorin in leuchtenden Farben, sodass ich ihn richtiggehend vor mir sah. Ich hatte den Eindruck, dass das Buch schlussendlich nichts Anderes tun sollte, als dem Zirkus einen Rahmen zu bilden. Neben den Figuren bleibt nämlich auch die Handlung furchtbar blass. Sie zieht sich zwar über 30 Jahre hin, aber eigentlich passiert kaum etwas, als dass der Zirkus durch die Lande zieht, seine Vorstellungen abhält und hin und wieder eine neue Attraktion aufnimmt. Das mag als Gemälde wunderbar funktionieren, für ein Buch reicht es allerdings nicht. Ich habe mich durch die zähen Seiten mehr durchgequält als freudig gelesen.

Die Idee des verzauberten Nachtzirkus', der wie aus dem Nichts auftaucht und wieder verschwindet und echte Magie zeigt, ist ohne Zweifel wunderbar. Leider kann sie alleine kein Buch stemmen, und mehr hat dieses Buch nicht zu bieten, weder Handlung noch Figuren vermögen zu überzeugen. So kann ich "Der Nachtzirkus" leider nicht weiterempfehlen.

Mein Fazit

Kaum Handlung und platte Figuren – langweilig.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 54, ein Buch mit mindestens 400 Seiten





Montag, 5. Juni 2017

[Hörbuch] A Feast for Crows


Bildquelle

von George R.R.Martin
gelesen von Roy Dotrice


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.11.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 27.03.2012
  • Verlag : Random House
  • ISBN: 9780449011911
  • Audio CD
  • Sprache: Englisch


Hörprobe
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(auch über Audible erhältlich)


Bücher der Reihe: 
A Game of Thrones
A Clash of Kings
A Storm of Swords
A Feast for Crows
A Dance with Dragons



Inhalt


It seems too good to be true. After centuries of bitter strife and fatal treachery, the seven powers dividing the land have decimated one another into an uneasy truce. Or so it appears. . . . With the death of the monstrous King Joffrey, Cersei is ruling as regent in King’s Landing. Robb Stark’s demise has broken the back of the Northern rebels, and his siblings are scattered throughout the kingdom like seeds on barren soil. Few legitimate claims to the once desperately sought Iron Throne still exist—or they are held in hands too weak or too distant to wield them effectively. The war, which raged out of control for so long, has burned itself out.

But as in the aftermath of any climactic struggle, it is not long before the survivors, outlaws, renegades, and carrion eaters start to gather, picking over the bones of the dead and fighting for the spoils of the soon-to-be dead. Now in the Seven Kingdoms, as the human crows assemble over a banquet of ashes, daring new plots and dangerous new alliances are formed, while surprising faces—some familiar, others only just appearing—are seen emerging from an ominous twilight of past struggles and chaos to take up the challenges ahead.

It is a time when the wise and the ambitious, the deceitful and the strong will acquire the skills, the power, and the magic to survive the stark and terrible times that lie before them. It is a time for nobles and commoners, soldiers and sorcerers, assassins and sages to come together and stake their fortunes . . . and their lives. For at a feast for crows, many are the guests—but only a few are the survivors.
(Quelle: Random House)



Meine Meinung


Normalerweise beginne ich meine Rezis mit einer kurzen Zusammenfassung des Inhalts. Hier erscheint mir das fast unmöglich. Einerseits, weil die Handlung auf so viele Stränge verteilt wird, dass schon dutzende von Zeilen zusammenkommen würden, die Stränge alle aufzuzählen. Andererseits weil in "A Feast for Crows" nichts erwähnenswertes passiert. Es gibt im ganzen Buch (immerhin deutlich über 30 Stunden in der ungekürzten Hörbuchversion) kein einziges Highlight, keine epische Schlacht, keinen feigen Mord, nichts. Alles ist bereits in den Vorgängerbänden passiert oder geschieht erst später. Wer die Buchreihe komplett durchlesen will, kann diesen Band getrost überspringen, ohne wirklich etwas zu verpassen.

Trotz der mehr als mageren Handlung hat mich "A Feast for Crows" (der Titel ist irreführend, die Nachtwache kommt so gut wie gar nicht vor) durchaus einigermassen gut unterhalten. Es macht mir immer wieder Spass, nach Westeros zurückzukehren, mit den unendlich vielen Figuren mitzufiebern oder sie zu verabscheuen (oder keine Ahnung zu haben, wer sie genau sind. Bei so vielen Nebencharakteren kommt es durchaus mal vor, dass ich einen komplett verdrängt habe, bis er Stunden später zum nächsten Mal erwähnt wird).

Auch Band 4 wird wieder von Roy Dotrice gelesen, bei dem ich die gleichen Kritikpunkte wie in jedem Band nennen kann. Viele Figuren klingen geistig minderbemittelt, bei Dialogen sind die einzelnen Beteiligten teilweise kaum auseinanderzuhalten und viele Namen spricht er sehr seltsam aus – und dieses Mal auch sehr inkonsequent. Beginnt der zunächst mit "P'Taier" für Lord Petyr Baelish, so nennt er ihn später "Pieter" (wie er auch in der Serie ausgesprochen wird), während er Brienne abwechslungsweise "Brai-ihn" oder "Briänn" nennt. Und wie er auf die Idee kommt, dass "Mama Stark" "Keitlin" ausgesprochen werden könne, kann ich auch nicht nachvollziehen, ist doch bei Catlyn weit und breit kein i zu finden…

Mein Fazit

Wo bleibt die Handlung?







Samstag, 3. Juni 2017

Stormheart - Die Rebellin


Bildquelle

von Cora Carmack
übersetzt durch Alexandra Rak und Birgit Salzmann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.05.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 22.05.2017
  • Verlag : Oetinger
  • ISBN: 9783789104053
  • Fester Einband 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Oetinger Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
Kaufen?


Inhalt


Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.
(Quelle: Oetinger)


Meine Meinung


Die Prinzessin Aurora stammt aus einer Familie, die mit magischen Kräften Stürme beeinflussen kann. Doch ihr scheint jede Magie zu fehlen, weshalb sie verheiratet werden soll, um diesen Umstand zu verstecken. Am Vorabend ihrer Hochzeit flieht sie aus dem Palast und schliesst sich einer Gruppe von Sturmjägern an.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt, zum grössten Teil aus der Sicht von Aurora und dem jungen Sturmjäger Lock. Kurze Abschnitte werden jedoch auch aus anderer Perspektive geschildert, beispielsweise aus der von Auroras Dienerin Nova. Aurora war mir gleich sympathisch. Sie weiss zwar nicht immer, was sie will, aber immerhin weiss sie genau, was sie nicht will. Sie mag keine Prinzessin sein und immer nur dem Hofprotokoll folgen, sie will ihre eigenen Entscheidungen treffen können und der Welt zeigen, dass sie sich auch gut selbst beschützen kann. Sie findet kaum etwas schlimmer, als sich schwach und hilflos zu fühlen. Allerdings geht sie teilweise etwas gar naiv an die Dinge heran. Den männlichen Protagonisten Lock scheint ein Geheimnis zu umgeben, das wohl erst in den Nachfolgebänden gelüftet werden wird.

Die Handlung ist zu eine gewissen Grad vorhersehbar, wird aber trotzdem nie langweilig. Eine Welt, in der die Menschen Stürme beeinflussen und ihnen das Herz herausreissen können, war mir bisher noch nicht bekannt und erschien mir originell. Allerdings nimmt für meinen Geschmack in der zweiten Buchhälfte die obligate Liebesgeschichte einen etwas zu grossen Part ein, weshalb ich das Buch eher weiblichen Lesern empfehlen würden (oder wenn, dann nur männlichen mit einer ausgeprägten romantischen Ader). Da "Stormheart – Die Rebellin" der Auftaktband einer Trilogie ist, ist die Handlung nicht in sich abgeschlossen, sondern endet relativ offen, um die Leser neugierig auf die beiden Nachfolgebände zu machen. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 14 Jahren, was ich für eine gute Richtlinie halte. Die Brutalität hält sich stark in Grenzen, zu expliziten Sexszenen kommt es nicht.

Der Schreibstil der Autorin Cora Carmack liesst sich flüssig, allerdings erschienen mir die Dialoge zeitweise etwas zu modern für die doch eher mittelalterlich geprägte Welt, in der die Geschichte spielt.

Mein Fazit

Interessante Handlung mit sympathischer Protagonistin. Ich freue mich schon auf den nächsten Band. 







Rezensionsexemplar


Donnerstag, 1. Juni 2017

Monats-Rückblick Mai




Bücher gelesen:           13 (davon 3 eBooks)
Hörbücher gehört:        3
Seiten gelesen: ca.    4700
Seiten pro Tag: ca.     155



Im Mai habe ich folgende Bücher gelesen:

"CyberWorld 4.0 - The Secrets of Yonderwood" von Nadine Erdmann
"Der Maik-Tylor verträgt kein Bio" von Sophie Seeberg
"Blutiger Winter" von Tom Callaghan
"Die Morde von Morcone" von Stefan Ulrich
"Herrengasse" von Silvia Götschi
"101 Top Dogs" von Dana Horáková
"Krähenmädchen" vor Erik Axl Sund
"Der Schrecksenmeister" von Walter Moers
"Das Klavier, die Stimme und der Tod" von Rita Maria Janaczek
"Kehrsatz" von Peter Beutler
"Stormheart - Die Rebellin" von Cora Cormack (Rezi folgt)
"Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern (Rezi folgt)
"Blutring" von Gerd Ruebenstrunk (Rezi folgt)




Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Eragon 3: Die Weisheit des Feuers" von Christopher Paolini
"Rachesommer" von Andreas Gruber
"A Feast for Crows" von George R.R. Martin (Rezi folgt)



Top des Monats

Wirklich begeistert haben mich diesen Monat gleich meine ersten beiden Bücher, "CyberWorld 4.0 - The Secrets of Yonderwood" von Nadine Erdmann und "Der Maik-Tylor verträgt kein Bio" von Sophie Seeberg. Beiden habe ich, wie auch schon den jeweiligen Vorgängern, die volle Punktzahl verliehen.





Flop des Monats

Ziemlich enttäuscht hat mich "Das Klavier, die Stimme und der Tod" von Rita Maria Janaczek, ich fand die Protagonistin nur nervig.



Neuzugänge

Einige Taschenbuchkäufe haben meinen SuB diesen Monat wieder am Schrumpfen gehindert...






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