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Donnerstag, 12. April 2018

Sag niemals Stirb


Bildquelle

von Tess Gerritsen
üversetzt durch Rainer Nolden

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 03.04.2018
  • Verlag : HarperCollins
  • ISBN: 9783959671842
  • Flexibler Einband 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Harper Collins Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Zwanzig Jahre sind vergangen, seit ihr Vater mit seinem Flugzeug abgestürzt ist: Wilone "Willy" Maitland reist nach Vietnam, um seinem Schicksal auf den Grund zu gehen. Dort trifft sie auf Guy Barnard, einen ortskundigen Paläontologen, der ihr seine Hilfe anbietet. Er erzählt ihr von einem berüchtigten US-Piloten, den man nur unter Friar Tuck kannte – und der für den Feind geflogen ist. War ihr Vater etwa ein Verräter? Schnell erfährt Willy, dass dunkle Mächte auch vor Mord nicht zurückschrecken, damit diese Frage unbeantwortet bleibt …
(Quelle: Harper Collins)


Meine Meinung


Während des Vietnamkriegs muss der amerikanische Pilot Bill Maitland seinen Flieger mitten im Urwald notlanden. Bei späteren Suchen wird er nicht mehr aufgefunden und für tot erklärt. Zwanzig Jahre später will seine Tochter Willy nicht an Bills Tod glauben und macht sich auf die Suche nach Spuren im Dschungel.

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt und fokussiert dabei zu einem grossen Teil auf die beiden Protagonisten Willy und den Arzt Guy, bei dem lange unklar bleibt, was genau er eigentlich in Asien sucht. Beide waren mir durchaus sympathisch, auch wenn Guy lange etwas Mysteriöses umgibt und ich mir nicht sicher war, ob Willy ihm vertrauen sollte. Das macht die Figur aber auch deutlich interessanter, als wenn er als klarer "Mr. Nice Guy" angelegt worden wäre.

Von der Handlung her hat mich dieses Buch ziemlich überrascht. Ich gebe zu, dass ich den Klappentext nicht wirklich gelesen hatte, sondern aufgrund der Autorin Tess Gerritsen quasi blind zugegriffen und etwas komplett Anderes erwartet hatte. Anstellte des erwarteten Serienmörders bekam ich es hier mit den Nachwirkungen des Vietnamkriegs zu tun (übrigens, kleiner Tipp: aus Erfahrung kann ich nun bestätigen, dass es nicht die beste Idee ist, ein Buch, in dem es prominent um einen Flugzeugabsturz geht, im Flieger zu lesen…). Die Protagonistin Willy kämpft sich durch den Dschungel – sowohl den wirklichen als auch den Bürokratendschungel – um herauszufinden, was vor 20 Jahren mit ihrem Vater passiert ist. Dies alles in der tropischen Hitze Vietnams, das den Amerikanern (zumindest zu dem Zeitpunkt, in dem die Geschichte spielt) alles andere als positiv zugewandt ist… Trotz des ungewöhnlichen Settings konnte mich die Geschichte durchaus zu einem gewissen Grad in ihren Bann ziehen, auch wenn die Spannung nicht so atemberaubend war wie erhofft. Vor allem zur Mitte hin dehnt sich die Handlung ziemlich in die Länge und es passiert kaum etwas Spannendes. Da hätte man die ohnehin schon kurze Geschichte noch etwas straffen können.

Der Schreibstil der Autorin Tess Gerritsen liest sich gewohnt flüssig. Wer gerne Abenteuerromane mit einer gewissen Spannung liest, kommt hier auf seine Kosten, wer einen atemberaubenden Thriller sucht, eher weniger.

Mein Fazit

Abenteuerroman mit gut herausgearbeiteten Figuren







ABC-Challenge der Protagonisten

Willy = W weiblich

Lovelybooks Literarische Weltreise

Südasien/Südostasien



Rezensionsexemplar


Donnerstag, 25. August 2016

[Hörbuch] Mit Axt, Charme und Melone


Bildquelle

von Colin Cotterill
übersetzt durch Jörn Ingwersen
gelesen von Vera Teltz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.04.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 20.04.2015
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844519099
  • herunterladbare Audio-Datei: 7h 37
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
Kaufen?


Bücher der Reihe:
Der Tote trägt Hut
Ein Kopf macht noch keine Leiche
Mit Axt, Charme und Melone



Inhalt


Seit Jimm Juree mit ihrer schrägen Sippe in das Küstendorf Maprao im Süden Thailands übergesiedelt ist, vermisst sie die Lichter der Stadt. Am meisten aber vermisst sie ihre Karriere als Reporterin. Schweren Herzens muss sie nun mit Aufträgen für das kleine Lokalblatt vorliebnehmen. Ihr aktueller Job: den Engländer Conrad Coralbank interviewen, seines Zeichens Autor erfolgreicher Kriminalromane. Kurz darauf verschwinden plötzlich mehrere Frauen, unter ihnen auch Coralbanks Gattin. Und plötzlich hat Jimm es nicht nur mit Vermisstenfällen und einem potenziellen Serienkiller zu tun, sondern auch mit einem kapitalen Sturm, der direkt auf Maprao zusteuert ... 
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Im Süden Thailands ist eine Ärztin verschwunden, gleichzeitig hat man auch schon lange nichts mehr von der Ehefrau dort wohnhaften englischen Schriftstellers Conrad Coralbank gehört. Die Journalistin Jimm Juree sucht nach der Ärztin, während sie sich dem Schriftsteller annähert…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Jimm erzählt, die mir einfach nicht sympathisch werden wollte. Eingebildet und gleichzeitig naiv wandelt sie durch die Welt, von der sie annimmt, dass sie nur auf sie, Jimm, gewartet hat. Sie hält sich für besser als andere und zeigt dies auch in unverhohlenem Rassismus und Gewalt gegen Tiere. Die anderen Figuren bedienen ein Thailand-Klischee nach dem anderen, der Ladyboy darf natürlich nicht fehlen, der schwule Polizist, der europäische Einwanderer, der sich eine viel jüngere Einheimische sucht, das schlechte Englisch der Thais etc. Ich war noch nie in Thailand, und die Klischees werden sicher ihren wahren Ursprung haben, aber so übertrieben wie hier dargestellt kann es ja wohl auch nicht sein.

Die Handlung selbst zieht sich ins Unendliche. Während der Leser (oder in meinem Fall der Hörer) schon längst begriffen hat worum es geht, stolpert Jimm immer noch blind durch die Gegend und erzählt aus ihrem Alltag. Das Ganze geschieht mehr slapstickartig humorvoll als spannend. Wie man wohl recht deutlich merkt, konnte mich „Mit Axt, Charme und Melone“ überhaupt nicht überzeugen. Da mir vor allem der Erzählstil und die Figuren missfallen haben, werde ich mich von den weiteren Bänden der Reihe in Zukunft fernhalten, auch wenn ich zwischendurch durchaus etwas schmunzeln musste.

Die Lesung von Vera Telz hat mir an sich gut gefallen, die Sprecherin brachte den Charakter von Jimm für mich passend und glaubhaft rüber.

Mein Fazit

Unsympathische, klischeehafte Figuren und ellenlange, zähe Handlung. Nichts für mich.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 11, ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover.
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