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Montag, 20. November 2017

[Hörbuch] Heroes of Olympus 5: Blood of Olympus



Bildquelle

von Rick Riordan
gelesen von Nick Chamian

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 07.10.2014
  • Verlag : Penguin Books Limited
  • ISBN: 9780804193719
  • Audio-CD: 14h 30
  • Sprache: Englisch


Das Buch ist unter dem Titel "Helden des Olymp 5: Das Blut des Olymp" auf deutsch beim Carlsen Verlag erschienen



Hörprobe
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Bücher der Reihe:
The lost Hero
The Son of Neptune
The Mark of Athena
The House of Hades
The Blood of Olympus



Inhalt


Die Erdgöttin Gaia ist stark wie nie – ihre Armee aus Riesen ist auferstanden und sie selbst steht kurz davor! Sie braucht nur noch das Blut zweier Halbgötter, um vollends zu erwachen und die Herrschaft über die Welt an sich zu reißen. Und dieses Blut wollen ihr Percy und seine Freunde auf keinen Fall geben! Doch wie sollen sie gegen die Monsterarmee bestehen? Und wie können sie gleichzeitig den drohenden Krieg zwischen römischen und griechischen Halbgöttern daheim im Camp Half-Blood verhindern? Jetzt geht es um alles …
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


"Blood of Olympus" ist der fünfte und letzte Band der "Heroes of Olympus"-Reihe. Da die Bücher der Reihe inhaltlich aufeinander aufbauen sind Vorkenntnisse zum Verständnis wichtig. Ich empfehle zudem, zuvor die "Percy Jackson"-Reihe zu lesen. Die "Herodes of Olympus"-Reihe kann zwar grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da darin aber auch viele Figuren vorkommen, die bereits bei "Percy Jackson" vorgestellt wurden, gelingt der Einstieg so leichter.

Wie schon die Vorgängerbände, so wählt auch "Blood of Olympus" eine wechselnde Perspektive in der dritten Person. Da das Buch ganze sieben Protagonisten enthält, werden auch ebenso viele Sichtweisen geschildert (Annabeth und Percy blieben hier reine Nebenfiguren ohne eigene Kapitel, dafür kommen Reyna und Nico als Protagonisten hinzu). Zum besseren Überblick wird dabei bei Kapitelbeginn jeweils der Name der entsprechenden Figur genannt. Nach mittlerweile fünf Bänden hatte ich nun endlich langsam den Überblick, welcher Halbgott von welchem Gott abstammt und welche Fähigkeiten er hat. Lange genug gedauert hat es bei mir ja…

Auch im fünften Band wird die "Heldentruppe" wieder aufgeteilt und erlebt in mehreren Handlungssträngen verschiedene Abenteuer. Während ich nun wie erwähnt endlich wusste, wer wer ist, habe ich dafür komplett den Überblick verloren, wer mit wem unterwegs war. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Hörbücher meistens nebenher höre und dazu irgendetwas erledige, sei es Zähneputzen oder Kochen. Da kann man mir durchaus etwas Unaufmerksamkeit anlasten. Bei der Handlung läuft auch in diesem Band alles nach dem altbekannten Schema ab: die Gruppe Helden muss unter Zeitdruck von A nach B reisen und dabei Monster bekämpfen, um ihre Freunde (und die ganze Welt) zu retten. Im Abschlussband der Reihe kommt es natürlich zur entscheidenden Begegnung mit dem Bossgegner Gaia. Leider war dieser Kampf, auf den ich nun fünf Bände lang hingefiebert habe, für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Kaum haben die sieben Helden Gaia endlich aufgespürt, ist sie auch schon besiegt (nein, das ist kein Spoiler, es wird ja wohl niemand geglaubt haben, dass es anders herauskommen könnte, oder?). Das hätte der Autor Rick Riordan ruhig noch etwas mehr ausbauen können. Zudem erschienen mir die Helden mittlerweile etwas zu übermächtig, es scheint nichts mehr zu geben, das die Halbgötter wirklich in Bedrängnis bringen könnte, was doch merklich die Spannung dämpft.

In Sachen Schreibstil und Hörbuchqualität kann ich nichts Neues berichten. Immer noch zu viel "he said, she said" für meinen Geschmack, Nick Chamian macht seine Sache auch im zweiten Anlauf weiterhin überzeugend.

Mein Fazit

Unterhaltsamer Abschluss, aber etwas wenig "Endkampf"






Donnerstag, 17. August 2017

Ilias - Der trojanische Krieg


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von den Gebrüdern Stefanides (nach Homer)

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 1997
  • Aktuelle Ausgabe : 2003
  • Verlag : Sigma
  • ISBN: 9789604250608
  • Flexibler Einband: 255 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


In diesem Band wird die Geschichte Trojas von der Gründung der Stadt bis zu ihrem Untergang im Trojanischen Krieg dargestellt, so wie sie durch die Mythologie überliefert ist. Der Anlass für die Auseinandersetzung, die Opferung der Iphigenie, die neun Kriegsjahre, die letzten Tage Trojas, die Geschichte vom Trojanischen Pferd. In einem Kapitel wird der «Ilias» Raum gegeben, die fünfzig Tage des Krieges beschreibt und den Zorn des Achill zum Thema hat. Das große epische Werk Homers wird hier in konzentrierter Form wiedergegeben, wobei besonders eindrucksvolle Passagen im vollen Wortlaut übersetzt wurden. Die sprachliche Schönheit der Dichtung ist an vielen Stellen überwältigend, so in der Abschiedsszene zwischen Hektor und Andromache und in der Schlussszene der «Ilias», in der König Priamos Achill um den Leichnam seines Sohnes bittet.
(Quelle: Sigma)


Meine Meinung


Die Geschichte hinter der "Ilias" hat wohl jeder schon mal gehört: Der Prinz Paris raubt die schöne Helena, worauf ihr Ehemann mit einem Heer Paris' Heimatstadt Troja belagert und schliesslich mit Hilfe des berühmten trojanischen Pferdes einnimmt. Da ich keine Lust hatte, den gesamten Epos des griechischen Dichters Homer zu lesen, kam mir die vereinfachte Version der Gebrüder Stefanides, die es während meines Griechenlandurlaubs letztes Jahr überall zu kaufen gab, gerade recht.

Die Handlung ist in drei Teile aufgebaut, die Vorgeschichte zum Krieg, die "Ilias" selbst und die Geschehnisse kurz darauf (anscheinend war das trojanische Pferd gar nicht mehr Teil der "Ilias", man lernt nie aus). Durch die vielen Personen ist das Ganze sehr verwirrend, sodass ich keine Chance hatte, den Überblick zu behalten und mir eigentlich nur die merken konnte, die ich schon vor der Lektüre kannte (da war der Film "Troja" sehr hilfreich, den ich in meiner "Orlando-Bloom-ist-so-toll"-Phase rauf und runter geschaut habe…). Viel Neues gelernt habe ich daher nicht, da selbst in der vereinfachten Version zu viele Informationen kamen, um sie wirklich verarbeiten zu können.

Sprachlich erschien mir das Buch zunächst auf Kinder ausgerichtet, mit sehr einfachen Sätzen, die selbst das offensichtliche noch erklärten. Doch mit Beginn des Kriegs zwischen Troja und den Griechen war es mit der einfachen Sprache vorbei, die Sätze wurden pompös und verschachtelt (wobei das wohl Homers Schuld war und sich die Gebrüder Stefanides nur versucht haben, an seine Erzählung zu halten). Aufgefallen ist mir zudem das unausgeglichene Tempo. Manche Szenen werden über mehrere Seiten hinweg lang und breit beschrieben, die danach kommenden Ereignisse dann knapp in ein, zwei Sätzen zusammengefasst. So kam ich nie in einen richtigen Lesefluss.

Das kleinformatig gehaltene Taschenbuch ist mit einfachen Bleistiftzeichnungen illustriert, die sich an berühmten Kunstwerken (vor allem Statuen) orientieren, sodass ich einige der Motive gleich wiedererkannt habe.

Mein Fazit

Selbst in der vereinfachten Variante noch zu komplex und mit Figuren überfüllt. 








Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 47, ein Buch, das bei einem Verlag außerhalb Deutschlands erschienen ist. Das Buch ist beim Sigma Verlag aus Griechenland erschienen, ich habe es mir auf der griechischen Insel Hydra gekauft.


ABC-Challenge der Protagonisten

Helena = H weiblich



Montag, 14. August 2017

[Hörbuch] Heroes of Olympus 3: Mark of Athena


Bildquelle

von Rick Riordan
gelesen von Joshua Swan

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.08.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 14.08.2012
  • Verlag : Listening Library
  • ISBN: 9780449010716
  • Audible-Download: 15 h 08
  • Sprache: Englisch 


Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel "Helden des Olymp 3: Das Zeichen der Athene" beim Carlsen Verlag erschienen.


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
The lost Hero
The Son of Neptune
The Mark of Athena
The House of Hades



Inhalt


Sieben Halbgötter werden den Olymp vor dem Untergang bewahren – so sagt es die alte Prophezeiung. Als Annabeth und Percy zusammen mit ihren neuen Freunden wieder aufeinandertreffen, scheinen sich diese sieben endlich gefunden zu haben. Mit ihrem fliegenden Schiff, der Argo II, machen sie sich auf den Weg nach Rom. Aber können sie gleichzeitig ihre Mission erfüllen und die alte Feindschaft zwischen den Nachkommen der griechischen und römischen Götter überwinden?
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Eine Prophezeiung bringt Percy Jackson und seine Freunde über den Atlantik, in die alte Welt. Können sie es in Rom mit den alten Göttern und Monstern aufnehmen?

"Das Zeichen der Athene" ist der dritte Band der "Helden des Olymp"-Reihe. Das Buch könnte wohl auch alleine gelesen werden, ich empfehle zum Verständnis der Zusammenhänge aber, die Reihe in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen, und am besten zuvor noch die "Percy Jackson"-Reihe.

Das Buch wird, wie bei der Reihe üblich, aus wechselnder Perspektive erzählt, wobei die Kapitel immer mit dem jeweiligen Protagonisten bezeichnet werden, was die Übersicht verbessert. Im Unterschied zu den bisherigen Bänden finden sich hier allerdings nicht drei, sondern gleich sieben Halbgötter zusammen, die alle in den beiden Vorgängern vorgestellt wurden (gerade deshalb lohnt sich die Lektüre in der richtigen Reihenfolge). Die Anzahl der Protagonisten war mir allerdings etwas zu gross, da ich immer wieder überlegen musste, welcher Name und welche Spezialfähigkeit zu welchem Halbgott gehört (ausser bei Percy und Annabeth natürlich, die ich bereits mit der "Percy Jackson"-Reihe auf ihren Abenteuern begleitet habe). So wurde die Geschichte doch etwas unübersichtlich.

Wie man es von der Reihe kennt, sind auch hier die Protagonisten auf der Suche nach einer verschwundenen Person, die bis zu einem bestimmten Datum gerettet werden muss. Dabei werden sie von den verschiedensten Monstern verfolgt, und von wenigen Helfern unterstützt. So weit, so altbekannt. Neu ist hier allerdings, dass sich die Halbgötter auch mal aus den USA rausgetrauen (ja, ich weiss, sie waren auch mal in Kanada…) und Europa besuchen. Die Handlung bleibt wie immer unterhaltsam, aber dass ich gerne mal etwas Neues hätte, habe ich bei Rezensionen zu Rick Riordans Büchern nun schon mehrfach erwähnt.

Auch dieser Band wird in der englischsprachigen, ungekürzten Hörbuchversion von Joshua Swanson gelesen, mit dessen Leistung ich immer noch sehr zufrieden bin. Der Schreibstil des Autors Rick Riordan könnte allerdings etwas abwechslungsreicher sein, vor allem bei Gesprächen, die für meinen Geschmack zu oft nach dem "he said", "she said", "he said"-Schema abliefen.

Mein Fazit

Viele Protagonisten machen die Geschichten etwas unübersichtlich. 






Dienstag, 4. April 2017

Post Mortem - Tage des Zorns


Bildquelle

von Mark Roderick

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 16.03.2017
  • Verlag : FISCHER Taschenbuch
  • ISBN: 9783596297078
  • Flexibler Einband 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Fischer Verlag hat mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Post Mortem - Tränen aus Blut
Post Mortem - Zeit der Asche
Post Mortem - Tage des Zorns


Inhalt


Emilia Ness ermittelt noch in einem aktuellen Interpol-Fall, als sie ein grausiges Päckchen erhält – mit einem abgeschnittenen Ohr darin. Kurz darauf erreicht sie eine Videobotschaft: Ihre Tochter Becky wurde entführt. Und alles deutet darauf hin, dass das Ohr von ihr stammt.
Es gibt nur einen Menschen, der ihr jetzt helfen kann: Profikiller Avram Kuyper. Der hat im Moment jedoch ganz andere Sorgen, denn er verfolgt die Spur eines alten Rivalen. Viel zu spät wird ihm klar, dass er – genau wie Emilia – in eine hinterhältige Falle gelockt wurde. Ihr Gegner will nicht nur ihren Tod, er will sie leiden sehen. Denn sie haben beide seinen Zorn auf sich gezogen.


Meine Meinung


Während die Interpol-Beamtin Emilia die neusten Opfer eines Serienmörders begutachtet, erhält der Profikiller Avram einen seltsamen Auftrag: für eine halbe Million soll er jemanden töten. Wen, das erfährt er aber erst, wenn er den Auftrag annimmt…

„Post Mortem – Tage des Zorns“ ist bereits der dritte Teil der „Post Mortem“-Thrillerreihe. Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht, konnte der Geschichte aber dennoch gut folgen und hatte keine gravierenden Wissenslücken. Vorkenntnisse sind daher zum Verständnis nicht zwingend, aber stellenweise wohl durchaus hilfreich.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, die im Laufe der Geschichte zusammengeführt werden, und die jeweils aus der Sicht eines der beiden Protagonisten erzählt werden. Emilia erschien mit während des Thrillers eher blass und ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar. Mit Avram konnte ich mich hingegen eher anfreunden, er erschien mir realistischer.

Die Handlung ist spannend und unterhaltsam gestaltet, jedoch auch ziemlich vorhersehbar. Es bleibt aber noch vieles offen, was wohl im nächsten Band geklärt werden soll. Einige Szenen sind ziemlich unappetitlich gehalten, sodass sich empfindliche Leser davon fernhalten sollten. Der Thriller hat mich gut unterhalten, jedoch sollte man während der Lektüre nicht zu sehr über das gelesene nachdenken, das könnte den Lesespass dämpfen.

Die Kapitel sind kurz gehalten und enden oft in einem Cliffhanger, sodass ich beim Lesen schnell in den bekannten „nur noch ein Kapitel“-Sog kam und schnell über die Seiten flog. Der Schreibstil des Autors Mark Roderick lässt sich flüssig lesen, allerdings stören vereinzelte inhaltliche oder Schreibfehler stellenweise den Lesefluss. Ebenfalls unpassend fand ich den Klappentext, der verrät nämlich viel zu viel und stört die Spannung.

Mein Fazit

Voraussehbar und stellenweise unnötig plakativ brutal – aber dennoch sehr unterhaltsam. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 21, ein Buch rund um die sieben Todsünden im Titel oder auf dem Cover Hochmut (auch Stolz, Übermut), Geiz (auch Habgier), Neid (auch Eifersucht), Zorn (auch Wut, Rachsucht), Wollust, Völlerei (auch Maßlosigkeit), Trägheit


Rezensionsexemplar


 

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mein zweites Leben


Bildquelle

von Christiane V. Felscherinow und Sonja Vukovic

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.11.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 01.11.2013
  • Verlag : Deutscher Levante Verlag
  • ISBN: 9783943737127
  • Buch 333 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Mein zweites Leben


Inhalt


Spiegel-Bestseller: Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus 'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo' ging um die Welt. Generationen sind mit der Geschichte und dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter? 35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle – glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern – und der Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Geschichte, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Zumindest dem Namen nach wird wohl praktisch jeder das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ kennen. In „mein zweites Leben“ erzählt Christiane F. nun aus ihrem Leben nach dem Bahnhof Zoo. 

„Mein zweites Leben“ ist in Zusammenarbeit mit der Journalistin Sonja Vukovic entstanden und wird von Christiane in der Ich-Perspektive erzählt. Durch den gewählten, sehr umgangssprachlichen Schreibstil mit vielen Wiederholungen und die häufigen Themenwechsel entsteht der Eindruck, der Leser lasse sich direkt von Christiane alles erzählen. Die Gedankensprünge machen es allerdings teilweise schwer, der Erzählung zu folgen. Da nur bedingt chronologisch erzählt wird, wirkt alles etwas wirr. Stellenweise wird vorgegriffen auf Geschehnisse, die erst viel später passieren sollten, anderenorts wird wieder von Erlebnissen berichtet, die Jahre her sind und auch im Buch schon viele Seiten vorher abgehandelt wurden. Mal ist ihr Sohn 3, dann 9, dann noch gar nicht auf der Welt und dann schon fast erwachsen. Eine bessere chronologische Struktur hätte da weitergeholfen (oder wenigstens Jahrzahlen bei Kapitelbeginn).

Zwischen den Kapiteln mit Christianes Erzählungen werden Berichte über die (damalige oder heutige) Situation in neutralem Ton eingeschoben, beispielsweise über die offene Drogenszene in Zürich in den 80ern und 90ern oder über Drogenabhängigkeit im Alter. Durch viele Zahlen und Statistiken und den trockenen Schreibstil haben mich diese Einschübe teilweise ziemlich aus dem Lesefluss gerissen. Sie sollten wohl an „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnern, wo auch immer wieder Stellungnahmen anderer Beteiligter eingeschoben wurden, dort fand ich die Einschübe allerdings passender und informativer.

Da ich „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ mehrmals gelesen habe, hatte ich natürlich den Eindruck, Christiane F. bereits gut zu kennen. Und auch mit diesem Buch bestätigt sie leider die Vorstellung, die ich bereits vorher von ihr hatte. Auch als Erwachsene ist sie nicht von den Drogen losgekommen, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr der Lebensmittelpunkt zu sein scheinen. Aber auch heute hatte ich nicht den Eindruck, dass Christiane wirklich Verantwortung für ihr Leben und ihre Fehler übernimmt. Sie bemerkt immer wieder „da musste ich einfach…“, „da konnte ich nicht anders…“, „wer konnte so etwas schon erwarten…“, übernimmt die Verantwortung daher auch nicht selber, sondern schiebt sie „der Gesellschaft“ oder ihrer Mutter zu. Dass sie regelmässig den halben Tag verschläft erklärt sie mit „ich bin halt ein Nachtmensch“. So erstaunt es nicht, dass es ihr schwer bis unmöglich fällt, ein geregeltes Leben mit einer Arbeitsstelle zu führen (so wie ich es dem Buch entnehmen konnte, war das auch nie wirklich ihr Ziel). Auch scheint es ihr wichtig zu sein, jeden Promi-Namen aufzuzählen, mit dem sie einmal zu tun hatte (und das waren gemäss ihrer Aufzählung viele). Nun gut, da es sich hier nicht um eine erfundene literarische Figur, sondern um einen wirklichen Menschen handelt, liegt es ja nicht an mir, ihren Charakter zu beurteilen. Wer jedoch erwartet, mit diesem Buch von einer 180°-Wendung der Christiane F. zu erfahren oder zumindest eine nennenswerte Weiterentwicklung zu sehen, wird enttäuscht. Ein zweites, neues Leben? Nein, bei Christiane F. hat sich (ausser dem Kontostand) gar nichts geändert.

Mein Fazit

Interessante Einblicke in das Leben nach dem Bahnhof Zoo – ohne Überraschungen und durch viele Gedankensprünge etwas schwer zu lesen.









Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 15, ein Sachbuch oder eine Biografie


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 6, ein Buch über eine wahre Begebenheit


ABC-Challenge der Protagonisten

Christiane = C weiblich


Mittwoch, 23. September 2015

Helden und Götter



Bildquelle


von Ursel Scheffler und Betina Gotzen-Beek

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2015
  • Verlag : KeRLE
  • ISBN: 9783451713231
  • Fester Einband 160 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der KeRLE Verlag und Vorablesen haben mir das Hardcover kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
Kaufen?


Inhalt


An unserem Sternenhimmel wimmelt es nur so von griechischen Göttern und Sagenhelden wie Saturn, Hermes und Herakles. Doch nur wenige kennen heute noch die mitreißenden Geschichten, die hinter Sternbildern und Planeten, vielen unserer Redensarten oder auch Firmennamen stecken. Ursel Scheffler hat sich auf Spurensuche begeben und die schönsten Geschichten aus der »Ilias« und der »Odyssee« neu erzählt. Eine »Herkulesaufgabe«, in der sie den »roten Faden« nie verloren hat! 
(Quelle: KeRLE)


Meine Meinung


„Helden und Götter“ enthält einen breiten Überblick über die griechische Sagenwelt. In kurzen Abschnitten in einer einfach verständlichen, kindgerechten aber nicht langweiligen Sprache werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Die Schrift ist recht gross gehalten und die Kapitel sind liebevoll bunt illustriert, sodass auch ungeübte Leser zurecht kommen können. Durch die kurzen Kapitel verlieren auch langsamere Leser nicht so schnell die Lust, da sie nur lose zusammenhängen und eine Lektüre des gesamten Buches am Stück nicht nötig ist. Ebenso gut können jeweils nur einzelne Abschnitte gelesen werden.

Zu den einzelnen Legenden werden auch weitere Informationen geliefert, beispielsweise zu Planeten, Sternen und Sternbildern, die nach den im Kapitel erwähnten griechischen Sagengestalten benannt wurden. Auch die in die Alltagssprache übergegangenen Begriffe und Sprichwörter, wie „Binsenwahrheit“ oder „den roten Faden verlieren“ werden anhand der Sagen erklärt. Da die einzelnen Abschnitte wie erwähnt recht kurz sind (schliesslich haben auf den rund 150 Seiten keine ausführlichen Schilderungen Platz, wenn praktisch die gesamte griechische Sagenwelt erwähnt werden soll), empfiehlt es sich dennoch, Kinder bei der Lektüre zu unterstützen, indem beispielsweise gemeinsam bei Wikipedia nach weiteren Infos gesucht wird, falls das Kind mehr über gewisse Legenden, Sprichwörter oder Sternbilder wissen möchte. Durch die knappen Beschreibungen mit einer grossen Anzahl von Namen könnten sich Kinder sonst leicht überfordert fühlen. Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen, nur wenige ausgesuchte Legenden, dafür aber diese etwas ausführlicher geschildert. Gerade die Sternbilder, Asteroiden und Planeten hätten interessanter beschrieben werden können, hier werden nämlich in erster Linie Zahlen hingeworfen, mit denen ein Kind wohl nicht viel anfangen kann, in diesem und jenem Jahr entdeckt, so und so viele Kilometer Durchmesser, so und so viele Lichtjahre von der Erde entfernt etc. Bilder wären hier deutlich hilfreicher gewesen. Auch eine Landkarte des alten Griechenlands habe ich vermisst, ohne diese wird das geographische Einordnen der Sagen unmöglich, wenn man nicht ständig Wikipedia konsultieren will.

Mein Fazit

Interessanter, aber sehr knapp gehaltener Überblick über die griechische Sagenwelt. „Helden und Götter“ eignet sich als Einstieg, aber wegen der Knappheit nur bedingt als Nachschlagewerk. Die bunten Abbildungen dienen leider nur der Unterhaltung und weniger der Information. 





Rezensionsexemplar

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