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Dienstag, 7. Februar 2017

Blind Walk


Bildquelle

von Patricia Schröder

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 28.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 12.09.2016
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570403303
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


Als Lida sich zusammen mit ihrem Freund Jesper im Internet zu einem »Blind Walk« anmeldet, ahnt sie nicht, auf welch ein lebensgefährliches Abenteuer sie sich einlässt. An einem unbekannten Ort in der Wildnis ausgesetzt, macht plötzlich ein unsichtbarer Fremder Jagd auf die Gruppe und scheint es dabei vor allem auf Lida abgesehen zu haben. Trotz aller Vorsicht gerät sie eines Morgens in seine Fänge und muss zu ihrem Entsetzen erkennen, was für ein grausiger Plan hinter dem ganzen Event steckt.
(Quelle: cbj)


Meine Meinung


Die siebzehnjährige Lida überredet ihren Freund Jesper, sie auf den geplanten „Blind Walk“ mitzunehmen, bei dem eine Gruppe von Leuten irgendwo in der Wildnis ausgesetzt wird und innerhalb einer Woche in die Zivilisation zurückfinden soll. Schon bald erkennt Lida, dass die Gruppe nicht alleine in dem Wald ist…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, in erster Linie aus der Sicht der Protagonistin Lida. Daneben läuft aber noch ein zweiter Handlungsstrang, der aus der Sicht des Jugendlichen Sten erzählt wird, ebenfalls in der Ich-Perspektive. Sten liegt in Koma, und was er mit der ganzen Sache zu tun hat, wird erst im Verlauf des Buchs klar. Die beiden Handlungsstränge werden durch unterschiedliche Schriftarten voneinander unterschieden, sodass immer klar ist, wer gerade erzählt.

Von der recht übersichtlichen Anzahl Figuren ist mir leider niemand so wirklich ans Herz gewachsen. Lida erschien mir ziemlich zickig und pubertär, vor allem ihre Gefühle gegenüber ihrem Freund Jesper wechseln gefühlt alle fünf Minuten, was ich sehr anstrengend kann. Jesper selbst erschien mit als gefühlskalter Idiot. Daneben kommen noch die sexbesessene Tusse Natascha, die durchgeknallte Isabel, der offenbar mit Aggressionsproblemen kämpfende Birk und die beiden eigentlich nicht unsympathisch wirkenden, aber doch recht eigenschaftslosten Joy und Thore vor. Und Sten, der eigentlich nur ein laufender Selbstvorwurf ist. Wirklich tiefe, vielschichtige Charaktere kommen leider keine vor. Auch die Namen haben mich irgendwie etwas gestört. Das Buch spielt in Deutschland. Wieso haben dann alle entweder englische oder skandinavische Namen wie Birk oder Sten? Was ist aus dem Michael, dem Thomas oder der Sarah geworden, sind die nicht mehr cool genug?

Wer anhand des Klappentexts einen Jugendthriller erwartet, wird nur teilweise befriedigt. Spätestens ab Buchmitte nehmen starke übersinnliche Elemente überhand. Ich bin zwar eigentlich ein grosser Fantasy-Fan, hier hat es aber für mich nicht wirklich reingepasst. Mir wäre es lieber gewesen, das Buch hätte sich rein auf den „Survival“-Aspekt beschränkt, der im Klappentext angekündigt wurde. So fühlte es sich an wie zwei voneinander unabhängige Geschichten, die sich nicht wirklich verbinden lassen. Mit dem Wechsel ins Übersinnliche wird dann auch das Grundthema klar, das sich mehr oder weniger versteckt durch das Buch zieht, sodass kaum mehr Überraschendes auftaucht. Leider wird die Geschichte mit einigen Logiklöchern gespickt, die Fragen aufwerfen und den Lesespass etwas dämpfen. Schon der Aufbau wirft einige Fragen auf: gibt es in Deutschland wirklich Waldstücke, in denen man sich eine Woche lang vorwärts bewegen kann, ohne je auf einen anderen Menschen zu treffen? Irgendwie bezweifle ich das…

Mein Fazit

Fantasy unterdrückt den Survival-Part – die beiden Aspekte passen hier nicht sonderlich gut zusammen. 









Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 4, ein Buch mit einem überwiegend gelben oder orangen Cover


Lovelybooks-Themenchallenge

Aufgabe 7, ein Buch, das einer deiner Freunde bei LovelyBooks in seiner Bibliothek als bereits gelesen gelistet und auch zumindest mit Sternen bewertet hat. (Wenn du noch keine Freunde hast, findest du hier in der Challenge bestimmt ganz schnell welche :-))



ABC-Challenge der Protagonisten

Sten = S männlich


Mittwoch, 9. September 2015

Der unsterbliche Alechmyst (Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 1)



Bildquelle


von Michael Scott
übersetzt durch Ursula Höfker

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2007
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2010
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570400005
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Leseprobe


Bücher der Reihe:
Der unsterbliche Alchemyst
Der dunkle Magier
Die mächtige Zauberin
Der unheimliche Geisterrufer
Der schwarze Hexenmeister
Die silberne Magierin


Inhalt


San Francisco 2007. Am helllichten Tag wird in Nick Flemings Buchhandlung unter Einsatz von Magie ein altes Buch gestohlen. Die Zwillinge Sophie und Josh staunen nicht schlecht, als der Buchhändler sich als der berühmte Alchemyst Nicholas Flamel zu erkennen gibt, geboren vor über 670 Jahren! Er hat einst das Geheimnis ewigen Lebens entdeckt und nun sind die Mächte des Bösen hinter ihm her. Ein atemberaubendes Abenteuer beginnt …
(Quelle: cbj)


Meine Meinung


Durch den Angriff eines Magiers werden die Zwillinge Sophie und Josh aus ihrer beschaulichen Welt in eine solche voller Magie und zauberhafter Wesen geworfen, wo sie unerwartet um ihr Leben kämpfen müssen.

„Der unsterbliche Alchemyst“ ist der erste Band der Urban Fantasy Reihe um den jahrhundertealten Alchemysten Nicholas Flamel (das ist der mit dem Stein der Weisen, der auch schon im ersten Harry Potter Band erwähnt wurde). Die Geschichte wird dabei abwechslungsweise aus der Sicht der Zwillinge Sophie und Josh erzählt, Nicholas Flamel ist somit zwar der Namensgeber der Reihe, aber nicht der Protagonist. Die beiden Protagonisten sind erst 15, wirken aber über weite Strecken älter. Bevor ihr Alter zum ersten Mal erwähnt wurde, hätte ich sie als junge Erwachsene um die 20 eingeschätzt. Aufgefallen ist mir zu den Protagonisten, dass immer wieder erwähnt wurde, dass sie keine eineiigen Zwillinge sind. Natürlich nicht, sie haben ja ein unterschiedliches Geschlecht, das würde bei immer genetisch identischen eineiigen Zwillingen ja gar nicht gehen! Sophie war mir durch das Buch hinweg die sympathischere der beiden Protagonisten, ihr Bruder Josh benimmt sich immer wieder etwas gar dämlich, um ehrlich zu sein…

Das Erzähltempo ist sehr hoch, sodass viele Figuren, kaum wurden sie eingeführt, ihre Aufgabe in der Geschichte auch schon wieder erfüllt haben, noch bevor sich der Leser überhaupt klar werden kann, ob er sie mag oder nicht. Daher stört es auch nicht gross, dass über die meisten Figuren nur wenig bekannt wird (die länger in der Geschichte verweilenden Charaktere werden etwas ausführlicher beschrieben, ich hoffe aber auch darauf, in den späteren Bänden noch mehr über sie zu erfahren).

Der Schreibstil des Autors Michael Scott liest sich angenehm flüssig, ohne dabei allzu einfach oder gar langweilig zu werden. Der Autor bedient sich zur Ausarbeitung seiner Geschichte in erster Linie bei bekannten Legenden und Personen, die tatsächlich mal gelebt haben. Die „Eigenleistung“ von Michael Scott ist daher etwas kleiner als bei einem Autor, der seine eigene Fantasywelt geschaffen hat, aber auch diese munter zusammenkombinierte mythische Welt macht Spass.

Mein Fazit

Spannender und unterhaltsamer Einstieg in die Urban Fantasy Reihe. „Der unsterbliche Alchemyst“ hat mich auf jeden Fall neugierig auf die Nachfolgebände gemacht und ich empfehle das Buch gerne an jugendliche und erwachsene Fans von Urban Fantasy weiter. 








Mittwoch, 12. August 2015

[Hörbuch] Lockwood & Co. 2 - Der wispernde Schädel


Bildquelle

von Jonathan Stroud
gelesen von Anna Thalbach
übersetzt durch Katharina Orgaß, Gerald Jung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 27.10.2014
  • Verlag : cbj audio
  • ISBN: 9783837126464
  • Audio CD: 2 CDs, Laufzeit 12h31
  • Sprache: Deutsch 

Der cbj audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Achtung: dies ist eine MP3-CD und kann von älteren CD-Playern vielleicht nicht gelesen werden.

Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Die seufzende Wendeltreppe
Der wispernde Schädel
Die raunende Maske


Inhalt


Dank des spektakulären Erfolgs im Fall der seufzenden Wendeltreppe ist Lockwood & Co. nun eine der angesagtesten Geisteragenturen Londons. Doch inzwischen wird die Metropole bereits von einer Reihe neuer grausiger Ereignisse erschüttert: In einer beispiellosen Diebstahlserie werden mächtige magische Artefakte entwendet und deren Hüter grausam ermordet. Als dann auch noch auf einem Friedhof ein schauerlich eiserner Sarg geborgen wird, dessen Inhalt unter mysteriösen Umständen verschwindet, steht fest: Ein klarer Fall für Lockwood & Co.! Nur wenn das Team um Anthony Lockwood, Lucy und George ihre ganze Genialität im Umgang mit übernatürlichen Ereignissen in die Wagschale wirft, kann es ihnen gelingen, die Verschwörung, die hinter all dem steckt, aufzudecken.
(Quelle: cbj audio)


Meine Meinung


Nachdem Lockwood, Lucy und George vor einigen Monaten durch die Lösung eines komplizierten Falles einen gewissen Prominenten-Status erhalten haben, werden sie zusammen mit ihrer grossen Konkurrenz, der Agentur Fittes, mit einer neuen Geisterjagd beauftragt.

„Der wispernde Schädel“ ist der zweite Band der Jugend-Geisterjäger-Reihe „Lockwood & Co.“. Das Buch (oder in meinem Fall das Hörbuch) baut in einem gewissen Mass auf dem Vorgänger auf, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wie der Vorgänger wird auch dieser Band aus der Ich-Perspektive der Geisterjägerin Lucy erzählt.

Die Handlung selbst ist spannend geschrieben und spinnt die zum Schluss des ersten Bandes angesprochene Geschichte weiter. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten und richtet sich merklich an ein eher junges Publikum. Was mir schon im ersten Band aufgefallen ist und sich nun auch im Nachfolger wiederholt ist, dass alle paar Seiten jemand „mit den Achseln zuckt“. Abgesehen davon, dass man doch nicht den Schultern, und nicht mit den Achseln zuckt, ist mir diese ewige Zuckerei mit der Zeit etwas auf die Nerven gegangen. Zudem hat mir in „Der wispernde Schädel“ eine charakterliche Weiterentwicklung der Figuren gefehlt. Der Autor Jonathan Stroud erzählt dem Leser nur wenig Neues über die drei Geisterjäger. Das ist leider in Jugendbuchreihen nicht allzu selten, und hier ist es mir besonders störend aufgefallen. Nachdem die Figuren schon im ersten Band nicht übermässig deutlich gezeichnet waren, erschienen sie mir hier nun noch blasser. Vor allem Lockwood, der Anführer der Truppe, scheint kaum Eigenschaften zu besitzen.

Nachdem mich die Sprecherin des ersten Bandes nicht überzeugen konnte, bin ich natürlich nicht unglücklich, dass für Band 2 eine andere ausgewählt wurde. Anna Thalbach macht ihre Sache gut, je nach Szene variiert sie im Tempo und der Tonlage, und sie versucht jeder Figur eine eigene Stimme zu geben. Ich fand sie als Sprecherin zwar nicht absolut perfekt, aber doch sehr angenehm. Ich habe ihr deutlich lieber zugehört als ihrer „Vorgängerin“ Judith Hoersch. Der Verlag scheint auch meiner Ansicht zu sein, der dritte Band, der im Oktober erscheinen wird, wird ebenfalls mit Anna Thalbach vertont.

Mein Fazit

Durch die neue Sprecherin gefällt mir dieser Band doch merklich besser als der Vorgänger. Wie beim Vorgänger möchte ich auch hier eine Empfehlung für Leser ab 10 Jahren aussprechen, das Buch ist doch merklich an junges Publikum gerichtet. „Der wispernde Schädel“ kann stellenweise recht gruselig wirken, ängstliche Kinder sollten es vielleicht nicht oder nur zusammen mit den Eltern lesen oder hören. 





Rezensionsexemplar



Mittwoch, 27. Mai 2015

[Hörbuch] Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe



Bildquelle


von Jonathan Stroud   
gelesen von Judith Hoersch   
übersetzt durch Katharina Orgass, Gerald Jung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2013
  • Verlag : cbj audio
  • ISBN: 9783837122343
  • Audio CD: 2 CDs, 10h 33 Laufzeit
  • Sprache: Deutsch

Der cbj audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!

Achtung: das Hörbuch wird auf MP3-CDs verkauft, ältere Player können dieses Format unter Umständen nicht lesen! Es ist direkt beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich.


Inhalt


Geister, Ghoule, Grabgeflüster: Die Agenten von LOCKWOOD & CO. sind allem gewachsen
LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht …
(Quelle: cbj audio)


Mein Fazit


Eine Agentur von jugendlichen Geisterjägern klärt in London die Verbrechen auf, die zum Tod der nun herumspukenden Geister geführt haben.

Ohne grosse Einführung beginnt die Erzählung gleich mittendrin. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lucy, einer der Agentinnen von Lockwood & Co. erzählt, und erst durch ihre Schilderungen wird allmählich klar, um was es in „Die seufzende Wendeltreppe“ überhaupt geht. Erst nach dem ersten Abenteuer von Lucy wird durch einen Zeitsprung zurück die Welt, in der die Geschichte spielt, erklärt und ausgeführt, wie Lucy zu ihrer Anstellung bei Lockwood & Co. kam. Sobald dies geklärt ist, springt die Handlung wieder zurück zum Zeitpunkt der zu Beginn der Erzählung stattgefundenen Geisterjagd (klingt verwirrend und unnötig kompliziert? Ist es auch). Die drei Hauptfiguren sind mir grundsätzlich sympathisch (auch George, auf seine komische Art), wenngleich sie auch ein wenig blass bleiben. So erfährt man weder etwas über den Hintergrund von Lockwood oder George, noch wie alt die drei eigentlich sind, und auch ihre Motivation wird nicht wirklich nachvollziehbar.

Der Autor Jonathan Stroud nutzt eine eher einfache Sprache, die sich wohl flüssig lesen lässt, aber etwas gar viele Wiederholungen beinhaltet, wo ein Synonym eleganter gewesen wäre. Besonders gruselig wirkt sein Schreibstil, ausser in einigen kurzen Szenen, nicht auf mich, aber er legte wohl auch mehr Wert auf die humoristische Seite seiner Erzählung. Ich hatte zum ersten Mal seit langem das Gefühl, vielleicht doch schon etwas alt für ein Buch zu sein, Jonathan Stroud scheint hier eher Kinder als Jugendliche oder Erwachsene ansprechen zu wollen.

Die Sprecherin Judith Hoersch hat mich nicht übermässig begeistert, sie wirkte auf mich eher emotionsarm, und auch die Betonung stimmte nicht immer, da sie oft an den falschen Stellen im Satz Luft holte. Wirkliche Gruselatmosphäre kam durch ihre Lesung nicht auf. Ich konnte mich aber mir ihr abfinden, den Hörspass verdorben hat sie mir nicht (aber halt auch nicht vergrössert).

Wirklich aus den Socken gehauen hat mich „Die seufzende Wendeltreppe“ nicht, da hat mich die Bartimäus-Reihe des Autors mehr begeistert. Aber die Geschichte hat mir doch gut genug gefallen, um wissen zu wollen, wie es weitergeht. Daher werde ich mir wohl auch den Nachfolger besorgen. Ich hatte beim Hören den Eindruck, dass sich diese Reihe wohl eher an etwas jüngeres Publikum richtet, so ab 10 Jahren. Wichtig ist aber, dass der Leser/Hörer nicht an Monster unter dem Bett oder ähnliches glaubt, sonst könnte „Lockwood & Co.“ dann doch zu Alpträumen führen. 






Rezensionsexemplar


Montag, 9. Februar 2015

Die Chroniken vom Anbeginn - Onyx



Bildquelle


von John Stephens

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 24.11.2014
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570153949
  • Fester Einband: 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


Kate, Michael und Emma haben es geschafft, zwei der drei Bücher vom Anbeginn zu retten: Kate gehört das Buch Emerald, Michael ist der Wächter des Buches Rubyn. Kein noch so atemberaubendes Abenteuer und nicht die hinterlistigsten Gegner haben die drei gescheut, um dem finsteren Magier Magnus die Bücher zu entreißen – und ihre Eltern endlich zu befreien. Doch der Preis dafür ist hoch: Denn Magnus ist es gelungen, die kleine Emma zu entführen. Werden Kate und Michael ihre Schwester finden? Werden sie das Buch Onyx in ihren Besitz bringen? Und werden sie endlich ihre Eltern wiedersehen, die sie so lange vermisst haben? Nur eines ist sicher: Es wird ein Kampf auf Leben und Tod.
 (Quelle: cbj)
 

Mein Fazit



Nachdem die Geschwister Kate, Michael und Emma in den beiden ersten Bänden der Trilogie „Die Chroniken vom Anbeginn“ die Bücher Emerald und Rubyn (Buch der Zeit und Buch des Lebens) an sich gebracht haben, geht es im dritten Band um Emmas Suche nach dem (namensgebenden) Buch Onyx, dem Buch des Todes.

„Das Buch Onyx“ ist der Abschluss einer Trilogie, den man nur lesen sollte, wenn man bereits die beiden anderen Bände kennt. Auch wenn die Bücher im Grunde in sich abgeschlossen sind, bilden sie doch eine einzige grosse Geschichte, die in drei Teile unterteilt wurde. Nachdem im ersten Band der Schwerpunkt auf der ältesten der drei Geschwister, Kate, und mit Mittelteil auf Michael lag, ist im Abschlussband die jüngste der drei, Emma an der Reihe. Wie auch im vorhergehenden Band werden die Geschwister getrennt, sodass das Buch aus mehreren Handlungssträngen besteht, die sich erst im Laufe der Geschichte zusammenfügen. Unnötiges „Füllmaterial“ gibt es hier keines, jeder Handlungsstrang trägt seinen Teil zum Finale bei. Die Handlung bleibt spannend, auch wenn ich mir den Schluss anhand der Umstände bereits einige Zeit zuvor ausmalen konnte.

Während ich Emma in den ersten beiden Bänden eher unsympathisch bis hin zu ziemlich unausstehlich fand, macht sie hier eine deutliche Entwicklung durch, an deren Ende sie mir nun doch ans Herz gewachsen ist. Sie verliert ihre egozentrische Art und hört auf, jede Anweisung aus Prinzip zu missachten. So konnte ich zum Schluss der Trilogie nun doch auch noch meinen Frieden mit der jüngsten der drei Wibberly-Kinder schliessen.

Wie auch in den vorhergehenden Bänden verwendet der Autor John Stephens eine eher einfache, kindgerechte Sprache, dennoch würde ich dieses Buch nicht kleinen Kindern vorlesen. Die Bücher sind relativ düster, es wird viel gekämpft und auch getötet, einzelne Stellen können für jüngere Leser doch erschreckend wirken. Je nach Sensibilität des Kindes kann jedes Alter zwischen acht und zwölf Jahren das richtige sein, um in die Reihe einzusteigen (die Protagonisten sind zwischen 12 und 15 Jahren alt). Aber auch Erwachsene können „Die Chroniken vom Anbeginn“ geniessen, wie ich mit meiner Wertung belege.





Daggis Buch-Challenge

Mit diesem Buch erfülle ich die Aufgabe Nr. 12, ein Kinder- oder Jugendbuch.



Montag, 19. Januar 2015

Die Chroniken vom Anbeginn - Rubyn



Bildquelle


von John Stephens

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.11.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 08.09.2014
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570402054
  • Gebunden: 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 



Inhalt


 Nachdem es den drei Geschwistern Kate, Michael und Emma erfolgreich gelungen ist, das erste der »Bücher vom Anbeginn« aus den Händen des finsteren Magnus zu retten, sind sie nun bereit für den zweiten Teil ihres Abenteuers. Dieses wird sie an der Seite ihres großväterlichen Freundes Dr. Pym erneut vor gewaltige Herausforderungen stellen, in ferne Welten und Zeiten führen und sie zwingen zu entscheiden, was ihnen wirklich wichtig ist im Leben. Und so kommen die tapfere Kate, der kluge Michael und die unerschrockene kleine Emma dem Geheimnis ihrer Familie und dem mächtigen »Buch Rubyn« langsam immer näher.
(Quelle: cbj)


Mein Fazit



Nachdem die Geschwister Kate, Michael und Emma im ersten Band das Buch Emerald sichern konnten, dreht sich der Mittelteil der Trilogie „Die Chroniken vom Anbeginn“ um das Buch Rubyn.

Bei „Rubyn“ handelt es sich um den zweiten Band einer dreiteiligen Reihe. Obschon jeder Band in sich abgeschlossen ist, sind alle drei Bände zusammen als Gesamtgeschichte zu verstehen, die Lektüre von „Rubyn“ empfiehlt sich daher nur für Leser, die bereits den Vorgänger „Emerald“ kennen.

Im ersten Band der Reihe war die älteste der drei Geschwister, Kate, die Hauptperson. „Rubyn“ konzentriert sich auf Michael, den Mittleren der drei. Gleich zu Beginn werden die Geschwister getrennt, und rund um Kate baut sich ein zweiter Handlungsstrang auf, der für die Gesamtgeschichte nicht weniger wichtig ist und auch vom Umfang her nur knapp hinter dem Hauptstrang steht.

Vor allem im mittleren Bereich des Buchs wirkt die Handlung stellenweise etwas zu gestreckt, der Spannungsbogen flacht zwischendurch recht ab, um dann gegen Schluss aber wieder kräftig anzuziehen. Insgesamt hätte die Handlung von „Rubyn“ aber auch ohne Probleme auf etwas weniger Seiten verteilt werden können, um das Erzähltempo beizubehalten.

Wie auch im ersten Band liest sich der Schreibstil gewohnt flüssig. Bei den „Chroniken vom Anbeginn“ handelt es sich um eine Jugendbuchreihe, was dem Satzbau auch anzumerken ist. Jedoch sind die Bücher auch für Erwachsene durchaus unterhaltsam und nicht zu anspruchslos.

Eine Empfehlung erübrigt sich hier weitestgehend. Wer den ersten Band der Reihe, „Emerald“ kennt und mag, wird sicher auch „Rubyn“ lesen wollen, wer ihn nicht mag wird wohl auch kein Interesse am Fortgang der Geschichte haben. Wer „Emerald“ noch nicht kennt, sich aber für die Geschichte interessiert sollte, wie erwähnt, nicht mit dem zweiten, sondern mit dem ersten Band beginnen.




Daggis Buch-Challenge

Mit "Rubyn" habe ich meine erste Aufgabe von Daggis Buch-Challenge erfüllt, und zwar Punkt 3: ein Buch mit einem überwiegend roten Cover.


Dienstag, 16. Dezember 2014

Die Choniken vom Anbeginn - Emerald



Bildquelle


von John Stephens

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.03.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 09.09.2013
  • Verlag : cbj
  • ISBN: 9783570402047
  • Flexibler Einband: 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Meine beste Freundin hat mir die gebundene Version ausgeliehen, vielen Dank Jessie!



Inhalt


Als die drei Geschwister Kate, Michael, und Emma, die als Kleinkinder von ihren Eltern getrennt wurden, auf dem Weg in ein neues Waisenhaus in dem abgelegenen Herrenhaus des geheimnisvollen Dr. Pym landen, ahnen sie nicht im Geringsten, wohin sie diese Reise führen wird. Denn bevor sie sich versehen, sind die besonnene Kate, der kluge Michael und die tollkühne kleine Emma in den Kampf um drei magische Bücher voll unermesslicher Macht verstrickt. Sie müssen erfahren, dass es ihre Aufgabe ist, diese zu finden, wollen sie je ihre Eltern wiedersehen. Auf dem Weg dorthin treten sie gegen finstere Gegner an, finden unerwartete, liebenswerte Verbündete, meistern ihre magischen Talente, entdecken unvorstellbare Wesen und beginnen das Geheimnis ihrer Familie zu lüften.
(Quelle: cbj Verlag)


Mein Fazit


Die drei Geschwister Kate, Michael und Emma wachsen in verschiedenen Waisenhäusern auf. Im letzten treffen sie auf eine Welt voller Zauberer und magischer Bücher. 

„Das Buch Emerald“ bildet den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie für Kinder und Jugendliche. Die Sprache ist eher einfach gehalten, ohne dabei aber langweilig zu werden. Der cbj Verlag gibt als Einstiegsalter 12 Jahre an, was ich für eine realistische Einschätzung halte, da es doch einige gruslige Szenen enthält, die für jüngere Kinder zu erschreckend wirken könnten. Doch wie an meiner Bewertung ersichtlich ist, kann dieses Buch durchaus auch erwachsene Leser faszinieren.

Die drei Protagonisten Kate, Michael und Emma sind 14, 12 und 11 Jahre alt und somit im idealen Identifikationsalter für die jungen Leser. Während Kate auf mich oft sehr erwachsen wirkte (was aber wohl auch so geplant war, schliesslich musste sie seit 10 Jahren alleine auf ihre jüngeren Geschwister achten), erschien mir Michael zwar oft altklug, aber doch irgendwie altersgerecht. Nur mit Emma hatte ich meine grosse Mühe: sie ist arrogant, frech und tut immer das Gegenteil von dem, was man ihr sagt, und dies aus Prinzip sogar dann wenn sie merkt, dass es falsch ist. Während die jüngste der drei Geschwister bei anderen Lesern wohl sehr beliebt ist, konnte ich sie ehrlich gesagt nicht ausstehen und hoffte das ganze Buch hindurch, dass ihr mal jemand eine Lektion erteilen würde…

Die Handlung von „Das Buch Emerald“ ist etwas vollgestopft, ständig passiert irgendetwas, eine neue Gefahr droht etc. Die Geschichte hätte sich mit einigen Kürzungen problemlos auch auf hundert Seiten weniger erzählen lassen. Da es sich hier aber erst um den Einsteigsband einer Trilogie handelt, kann ich natürlich noch nicht beurteilen, ob einige von mir als unwichtig qualifizierte Handlungsteile nicht später doch noch ihre Relevanz zeigen. Die Handlung selbst ist nicht übermässig innovativ, alle Teilelemente sind bereits aus anderen Reihen bekannt. Der Autor John Stephens schafft es aber, alle diese Elemente auf eine sehr anziehende und spannende Art zusammenzuwürfeln, sodass ich gar nicht anders konnte, als das Buch regelrecht zu verschlingen. 

Wenn ich „Das Buch Emerald“ mit anderen Fantasy-Reihen vergleichen müsste, würde ich wohl als erstes die „Chroniken von Narnia“ nennen. Meine Empfehlung geht daher an alle Fantasy-Fans, die diese Reihe mögen (und Zwerge gegenüber Elben bevorzugen).





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