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Samstag, 5. Mai 2018

Sechseläuten


Bildquelle

von Michael Theurillat

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.04.2009
  • Aktuelle Ausgabe : 14.07.2010
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548609447
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Im Sommer sterben
Eistod
Sechseläuten
Rütlischwur
Wetterschmöcker



Inhalt


Mit dem Sechseläuten treibt man in Zürich den Winter aus. Bei diesem offiziellen Anlass wird eine Mitarbeiterin der FIFA niedergestochen - nur unweit von Kommissar Eschenbach. Neben der Leiche steht zitternd ein kleiner Junge. Hat er etwas gesehen? Was für Eschenbach als spontaner Einsatz beginnt, wird zu einer erschütternden Reise in die Vergangenheit.


Meine Meinung


Als am traditionellen Zürcher Sechseläuten eine Besucherin tot umkippt, glaubt die Polizei erst an einen natürlichen Todesfall. Nur Kommissar Eschenbach, der der Frau noch das Leben zu retten versuchte, denkt an einen Mord…

"Sechseläuten" ist bereits der dritte Krimi um den Zürcher Kommissar Eschenbach. Ich kenne die Vorgänger nicht, konnte der Geschichte aber problemlos folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht erforderlich.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Die Protagonisten sind dabei der Zürcher Kommissar Eschenbach (dessen Vorname erst ganz am Ende in einem Nebensatz bekanntgegeben wird) sowie die Schwester des Opfers. Wirklich anfreunden konnte ich mich mit Eschenbach allerdings nicht. Er war mir aber nicht so unsympathisch, dass er mich gestört hätte.

Die Handlung wirkt erst sehr verstrickt, erst mit der Zeit werden die Zusammenhänge klar. Der Krimi dreht sich dabei um ein düsteres Kapitel der jüngeren Schweizer Geschichte, die sogenannten "Kinder der Landstrasse", Kinder von Fahrenden, die ihren Familien weggenommen und fremdplatziert wurden. Wirklich packen konnte mich die Geschichte allerdings nicht, die Ermittlungen gingen zu zäh vonstatten, als dass grosse Spannung aufgekommen wäre. Auch die Vermischung mit der im Klappentext genannten FIFA war in meinen Augen etwas zu viel des Guten, weniger Themen wären hier mehr gewesen.

Der Schreibstil des Autors Michael Theurillat lässt sich, zumindest für Schweizer wie mich, flüssig lesen. Da er viele Helvetismen enthält (die in einem Glossar am Ende des Buches erklärt werden), könnte sich die Lektüre für Nicht-Schweizer allerdings etwas stockender gestalten. Dies gilt vor allem, als dass aufgrund mangelnder Beschreibungen kein wirklicher Lokalkolorit aufkommt. Abgesehen vom Handlungsbeginn beim Sechseleuten (das mit dem Rest der Geschichte keinen Zusammenhang hat), hätte die Geschichte auch in Bern, Lausanne oder sonstwo in der Schweiz stattfinden können.

Mein Fazit

Die grosse Spannung fehlt








Cover Challenge

Aufgabe 8, ein Buch mit mehr als zwei Personen auf dem Cover.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 45, ein Buch das in der Schweiz, Österreich oder Liechtenstein spielt 



Donnerstag, 26. April 2018

Entrissen


Bildquelle

von Tania Carver
übersetzt durch Sybille Uplegger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2010
  • Aktuelle Ausgabe : 11.03.2010
  • Verlag : List
  • ISBN: 9783548283258
  • Flexibler Einband 489 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Entrissen
Der Stalker
Stirb, mein Prinz
Jäger
Morgen früh, wenn du willst
Du sollst nicht leben



Inhalt


Der Serienkiller hat zum dritten Mal zugeschlagen. Die Wohnung ist in Blut getränkt, die Tote liegt gefesselt in ihrem Bett. Ihr Körper ist bizarr entstellt. Wieder ist das Opfer eine schwangere junge Frau. Von dem Kind fehlt jede Spur. Die Profilerin Marina übernimmt den Fall. Die Indizien deuten auf eine Täterin hin. Aber kann eine Frau so etwas tun? Plötzlich schlägt der Killer wieder zu. Für Marina beginnt ihr ganz persönlicher Alptraum.
(Quelle: List)


Meine Meinung


In einer englischen Stadt werden mehrere hochschwangere Frauen ermordet und ihr Baby aus dem Körper geschnitten. Der Polizist Phil Brennan und die Psychologin Marina Esposito versuchen den Täter zu schnappen, bevor er ein weiteres Mal zuschlägt…

Die Geschichte wird in der dritten Person in kapitelweise wechselnder Perspektive erzählt. So erhält der Leser Einblicke in die Gedankenwelt verschiedener Figuren, den Protagonisten Marina und Phil, der Opfer und des Täters.

Die Handlung enthält einige kleine Wendungen, jedoch keine wirklich sprachlos machenden Überraschungen, und bleibt im Grossen und Ganzen vorhersehbar. Das anfangs eher gemütliche Tempo zieht im Laufe der Geschichte an, sodass die Spannung steigt, auch wenn sie mir nie atemberaubend erschien. So ist "Entrissen" ein durchaus unterhaltsamer Thriller, aber nicht aussergewöhnlich. Bei mir laufen solche Bücher unter dem Titel "Popcorn-Thriller", in Anlehnung an den "Popcorn-Movie", der keine grossen Ansprüche an den Zuschauer stellt. Etwas enttäuscht hat mich auch die Tatsache, dass trotz der Psychologin als Ermittlerin keine Blicke in die Abgründe der menschlichen Seele geworfen werden. Was Marina über den Täter zu sagen weiss, hätte auch jeder einigermassen erfahrene Polizist zustande gebracht.

Bei "Entrissen" handelt es sich um den ersten Band der Reihe. Trotzdem werden immer wieder Anspielungen auf frühere Geschehnisse gemacht, die in mir den Eindruck weckten, ich hätte eine relevante Vorgeschichte verpasst. Dieses Vorgehen hat mir nicht wirklich gut gefallen, wenn ich den ersten Band einer Reihe lese, will ich alles "von Anfang an" mitbekommen.

Der Schreibstil der Autorin Tania Carver (respektive der Autoren Martyn und Linda Waites, Tania Carver ist das Pseudonym des Ehepaars) liest sich flüssig und ist eher einfach gehalten.

Wie bei Serienmörder-Thrillern nicht selten, gibt es auch hier einige unappetitliche und blutige Szenen. Sensible Leser sollten sich vielleicht besser anderweitig nach Unterhaltung umschauen.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber nicht atemberaubend





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 37, ein Buch das von einem Autoren-Duo geschrieben wurd. Hinter dem Pseudonym Tania Carver verbirgt sich das Ehepaar Martyn und Linda Waites


Donnerstag, 4. Januar 2018

Eishexe


Bildquelle

von Camilla Läckberg
übersetzt durch Katrin Frey

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.01.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 02.01.2018
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351079
  • Fester Einband 752 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der List Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Eisprinzessin schläft
Der Prediger von Fjällbacka
Die Töchter der Kälte
Die Totgesagten
Engel aus Eis
Meerjungfrau
Der Leuchtturmwärter
Die Engelmacherin
Die Schneelöwin

Inhalt


Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.

(Quelle: List)


Meine Meinung


Als in Fjällbacka ein kleines Mädchen verschwindet, werden sofort alte Erinnerungen wach. Bereits vor 30 Jahren verschwand ein kleines Mädchen. War es beide Male der gleiche Täter?

"Die Eishexe" ist bereits der zehnte Kriminalroman im den schwedischen Ort Fjällbacka. Ich kenne die Vorgänger nicht, Vorkenntnisse sind meines Erachtens aber auch nicht nötig. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und ich konnte ihr ohne Schwierigkeiten folgen.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der dem Leser Einblick in die Köpfe vieler verschiedener Personen gewährt. Zu vielen Personen, für meinen Geschmack. Ich hatte über lange Zeit hinweg Schwierigkeiten, die vielen Namen auseinanderhalten zu können, erst nach etwa der Hälfte konnte ich die Figuren wirklich unterscheiden.

Die Handlung ist in viele verschiedene Stränge aufgeteilt, die zu drei unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden. Der älteste Strang spielt im 17. Jahrhundert. Dieser ist der einzige, auf den der Buchtitel wirklich passt, denn es geht um Hexenverfolgung, was aber erst spät explizit gesagt wird (auch wenn mir aufgrund des Titels von Beginn weg klar war, worum es in diesem Strang gehen muss). Der zweite Strang spielt vor ungefähr 30 Jahren, als zum ersten Mal ein kleines Kind verschwand und die beiden Jugendlichen Marie und Helen der Tat verdächtigt wurden. Der Rest der Stränge spielt heute, wobei sich die Handlung auf das erneute Verschwinden eines Kleinkindes, einer bösen Mobbingsituation unter Jugendlichen sowie tödlichen Rassismus gegen Flüchtlinge aufteilt.

Für meinen Geschmack hat die Autorin Camilla Läckberg hier zu viel in ein einziges Buch hineingequetscht. Die insgesamt sechs Handlungsstränge mit teilweise unterschiedlichen Figuren machten das Buch sehr unübersichtlich. Dies insbesondere, da die viele Kapitel mit einer Szene aus der Vergangenheit anfingen, dann aber ohne Kapitelwechsel oder sonstige Markierung plötzlich wieder in die Gegenwart wechselten. Auch der Spannung haben die vielen Handlungsstränge in meinen Augen geschadet, da ich mich nie richtig auf die Geschichte einlassen konnte, sondern immer wieder durch einen Szenenwechsel rausgerissen wurde. Weniger Handlungsstränge, die dafür aber mit mehr Inhalt, hätten mir besser gefallen.

Durch die vielen Szenenwechsel, die den verschiedenen Handlungssträngen geschuldet sind, las sich "Eishexe" eher zäh, da ich immer wieder kurz innehalten musste um mir klar zu machen, wo in der Geschichte ich mich nun befand. Dass in den einzelnen Strängen nicht sonderlich viel geschieht, zog die Lektüre noch zusätzlich in die Länge. A propos "Eishexe": entgegen dem Klappentext hat in der Gegenwart nie jemand diesen Begriff in den Mund genommen. Der Zusammenhang zwischen dem Handlungsstrang aus dem 17. Jahrhundert und dem Rest des Buches wird erst im Epilog, quasi in einem Nebensatz erklärt.

Mein Fazit

Weniger wäre mehr gewesen.








Cover-Challenge

Aufgabe 9, ein Buch mit einem Tier auf dem Cover. 

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 10, ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover

ABC-Challenge der Protagonisten

Patrik = P männlich

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 26, ein Buch, auf dem ein Baum abgebildet ist.

Lovelybooks Literarische Weltreise

Skandinavien, Grönland, Arktis




Rezensionsexemplar




Donnerstag, 31. August 2017

Du sollst nicht leben


Bildquelle

von Tania Carver
übersetzt durch Sybille Uplegger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.07.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 14.07.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548613512
  • Flexibler Einband 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Entrissen
Der Stalker
Stirb, mein Prinz
Jäger
Morgen früh, wenn du willst
Du sollst nicht leben



Inhalt


Detective Phil Brennan wird zu einem grausigen Tatort gerufen. Eine Mutter und ihr Baby wurden vor den Augen des Kindsvaters mit einer Armbrust erschossen. Dieser hatte die Wahl: entweder mit seinem eigenen Leben oder dem seiner Familie den Unfalltod zweier Menschen zu büßen. Er wählte seine Familie. Ausgerechnet diesmal ist Phil Brennan auf sich allein gestellt. Denn seine Ehefrau, Polizeiprofilerin Marina Esposito, muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


"Du sollst für deine Taten büssen"… Als ein unbekannter, selbsternannter Rächer sich einen zuvor nie wirklich bestraften Bösewicht nach dem anderen vornimmt, könnte sich DI Phil Brennan eigentlich gemütlich zurücklehnen, schliesslich haben sie es ja nicht anders verdient. Aber in einem Rechtsstaat gehören Strafen natürlich in die Hand des Staats, weshalb auch Selbstjustiz geahndet werden muss. So macht sich DI Brennan auf die Jagd nach dem Rechtsprecher, wie er sich selber nennt.

"Du sollst nicht leben" ist bereits der sechste Band um den Polizisten Phil Brennan und seine Frau, die Profilerin Marina Esposito. Ich kenne die Vorgänger (noch) nicht, konnte der Handlung aber dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht nötig.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt und hat je nach Szene eine Figur im Fokus, meist sind dies Marina oder Phil, teilweise aber auch der Täter oder seine Opfer. Ich gehe davon aus, dass die beiden in früheren Fällen jeweils gemeinsam ermittelt haben, hier sind sie jedoch getrennt unterwegs und haben lediglich telefonischen Kontakt. Neben den beiden Fällen, die die Protagonisten zu lösen haben, hat nur wenig anderes Platz, sodass ich sie nicht vertieft kennenlernen konnte, was mich allerdings nicht gross gestört hat. Bei Krimis und Thrillern bevorzuge ich es, wenn die Figuren eher im Hintergrund stehen und dem Fall nicht "die Show stehlen".

Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt, wobei ich den Handlungsstrang um Marina und eine ihrer früheren Gegnerinnen (so habe ich es jedenfalls verstanden) nicht besonders spannend und eher überflüssig empfand. Er erschien mir mehr als Einleitung für einen späteren Band. Der Strang um Phil und den "Rechtsprecher" fand ich ganz interessant, er hat mich aber auch nicht vor Spannung aus den Socken gehauen. Beide Protagonisten hätten aber in meinen Augen etwas aktiver sein dürfen, sie liessen zu viel einfach geschehen und schauten zu, vor allem Marina. Gegen Ende der Handlung wurden etwas gar viele Figuren eingeführt, die mich etwas den Überblick verlieren liessen.

Der Schreibstil der Autorin Tania Carver (respektive der beiden Autoren, es handelt sich hier um ein Ehepaar, das unter dem Pseudonym gemeinsam schreibt) lässt sich flüssig lesen und ist eher einfach gehalten, wie das bei vielen Thrillern so üblich ist.

Mein Fazit

Die grosse Spannung habe ich vermisst. Ich werde aber noch herausfinden, ob das bei den Vorgängern besser war.






ABC-Challlenge der Protagonisten

Phil = P männlich




Donnerstag, 30. März 2017

Das Brombeerzimmer


Bildquelle

von Anne Töpfer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548613178
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen haben mit das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Nora liebt das Zubereiten von Marmelade – am liebsten für ihren Ehemann Julian. Die beiden sind frisch verheiratet und noch so verliebt wie am ersten Tag. Doch dann erleidet Julian einen Herzinfarkt und stirbt. Noras Welt zerbricht. Eines Tages findet sie einen Brief: Er ist von Julians Großtante Klara. Kurz vor seinem Tod hatte Julian Kontakt zu ihr aufgenommen, um sie nach einem alten Familienrezept für Brombeerkonfitüre zu fragen. Er wollte seine Frau damit überraschen. Nora macht sich auf die Suche nach der Dame, die zurückgezogen in der Vorpommerschen Boddenlandschaft lebt. Sie findet einen verborgenen Marmeladenkeller voller Geheimnisse aus der Kriegszeit, und sie erfährt, wer Klara wirklich ist …
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Nach dem Tod ihres Ehemannes versinkt die junge Nora fast in ihrer Trauer. Nur das Marmeladekochen kann sie ablenken. Dieses Hobby verbindet sie mit Klara, der Grosstante ihres Mannes. Daher reist Nora an die Ostsee zu Klara und findet langsam den Weg wieder zurück ins Leben…

Die Geschichte wird von der Protagonistin Nora in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt. Nora ist eine junge Frau Ende zwanzig, die sich noch nicht mit dem Gedanken abfinden konnte, Witwe zu sein und Angst davor hat, in ihrem Leben Veränderungen zuzulassen. Mit Hilfe von drei anderen Frauen (Männer spielen in diesem Buch nur eine Nebenrolle) versucht sie herauszufinden, wer sie eigentlich ist und wie sie ihre Zukunft gestalten will. Daher sind Trauerbewältigung und Frauenfreundschaft die wichtigsten Themen des Romans. Das Ende des Buchs ist sehr offen gestaltet, was mich etwas unbefriedigt zurückgelassen hat, da ich gerne erfahren hätte, in welche Richtung sich Nora in der Zukunft ziehen lässt und auch, was mit ihren Freundinnen passiert. Auch der Klappentext ist recht täuschend, da die Familiengeheimnisse zwar mehrfach angedeutet werden, schlussendlich dann aber am Ende des Buches auf wenigen Seiten auf die Schnelle aufgeklärt werden. Die grosse Spannung darf bei diesem Buch also nicht erwartet werden.

Neben der Geschichte von Nora enthält das Buch auch noch allerlei Rezepte, von Marmeladen über Liköre bis zu Gebäck. In „Das Brombeerzimmer“ wird häufig gekocht und gebacken, und (fast) jedes im Roman erwähnte Rezept wird zusätzlich abgebildet, sodass die Leserinnen bei Interesse alles nachkochen können.

Der Schreibstil der Autorin Anne Töpfer lässt sich flüssig lesen. „Das Brombeerzimmer“ ist ein richtiges Feelgood-Buch (auch wenn ich zu Beginn, als Noras verstorbener Ehemann Julian noch sehr präsent war, doch das eine oder andere Tränchen verdrücken musste), das ich allerdings nur Frauen weiterempfehlen möchte.

Mein Fazit

Feelgood-Buch für Frauen






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 11, ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 27, ein Buch, bei dem ein Wort (Gegenstand) aus dem Buchtitel auch auf dem Cover abgebildet ist


ABC-Challenge der Protagonisten

Nora = N weiblich


Rezensionsexemplar




Donnerstag, 26. Januar 2017

Minus 18°



Bildquelle

von Stefan Ahnhem
übersetzt durch Katrin Frey
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.01.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 02.01.2017
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351246
  • Flexibler Einband 550 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Und morgen du
Herzsammler
Minus 18°



Inhalt


In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu - es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes ...
(Quelle: List)


Meine Meinung


Als in Helsingborg eine Leiche aus einem in den Hafen gestürzten Auto geborgen wird, denken zunächst alle an einen Unfall. Doch bald stellt sich heraus, dass der Tote schon seit längerem nicht mehr gelebt hat…

„Minus 18°“ ist bereits der dritte Krimi um den schwedischen Polizisten Fabian Risk. Ich kenne die beiden vorhergehenden Bände nicht, und hatte bei der Lektüre stellenweise kleinere Schwierigkeiten (mehr dazu später). Vorkenntnisse sind daher nicht zwingend nötig, aber durchaus zu empfehlen.

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Perspektive erzählt. Fabian Risk erscheint auf den ersten Blick als Hauptperson, aber auch Astrid Tuvesson und Dunja Hougaard nehmen viel Platz ein. Das Buch enthält sehr viele Nebenfiguren, bei denen ich oft Mühe hatte zu behalten, wer wer ist. Dies vor allem, da viele davon kaum Eigenschaften aufweisen, sondern blosse Namen bleiben. Etwas seltsame Namen teilweise, Spitznamen, die an IKEA-Möbel erinnern (so ist Klippan nicht nur ein Sofa, sondern offenbar auch ein Kollege von Risk).

Die Geschichte wird auf zwei Handlungsstränge aufgeteilt, einerseits die Todesfälle in Helsingborg, die Risk untersuchen soll, andererseits aber auch Gewalttaten gegen Obdachlose, die von Dunja untersucht werden. Durch die zwei Handlungsstränge, die im Grunde nichts miteinander zu tun hatten, wirkte das Buch etwas überladen. Ich habe nichts dagegen, wenn sich eine Geschichte auf mehrere Handlungsstränge aufteilt, aber dann erwarte ich auch, dass die Stränge irgendwann miteinander verbunden werden. Ansonsten hätte man die Erzählungen ja auch auf zwei Bücher aufteilen können. Hier treffen sie jedoch nur ganz am Rande aufeinander, die einzige Verbindung ist eine familiäre, die mir aber zu konstruiert war. Zur Handlung selbst kann ich nur sagen, dass der Klappentext hier in meinen Augen schon zu viel verrät. Das erste Viertel des Buches wird dadurch mehr oder weniger abgedeckt und die Spannung leidet darunter. Schade! Gegen Schluss wird die Handlung dann ziemlich überzogen und wirkt recht konstruiert und unglaubwürdig.

Etwas gestört haben mich die häufigen Anspielungen auf Geschehnisse früherer Bände, die dann aber nur zur erwähnt, jedoch nicht weiter ausgeführt werden. Was soll ich als Neueinsteiger mit den Begriffen „Stockholm 2009“ oder „die Geschehnisse von 2010“ anfangen, ohne weitere Infos dazu zu bekommen? Hier hätte ich mir gewünscht, dass auf diese Anspielungen entweder ganz verzichtet würde, oder dass wenigstens in ein, zwei Sätzen eine Erklärung dazu geliefert wurde, so nach dem Motto „Stockholm 2009, als dies und das passierte“. Und das immer wieder erwähnte Problem zwischen Dunja und Kim Sleizner hätte ich auch gerne etwas erklärt erhalten, da ich den Streit überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Wer ist dieser Sleizner überhaupt?

Der Schreibstil des Autors Stefan Ahnhem lässt sich flüssig lesen, ins Stocken gebracht haben mich nur die vielen Figuren, bei denen ich wie erwähnt öfters Mühe hatte, sie auseinanderzuhalten. Stellenweise wird das Buch ziemlich brutal, wer einen schwachen Magen hat, sollte sich vorsehen.

Mein Fazit

Durchaus spannend, aber nicht bahnbrechend. Vorkenntnisse sind empfehlenswert.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 42, ein Buch mit einer Zahl im Titel


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 20, ein Buch, dessen Titel eine Zahl (ausgeschrieben oder in Ziffernform) enthält



ABC-Challenge der Protagonisten

Fabian = F männlich


Rezensionsexemplar



Dienstag, 9. August 2016

Pearl Nolan und der tote Fischer


Bildquelle

von Julie Wassmer
übersetzt durch Sepp Leeb
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.07.2016
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351383
  • Flexibler Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Pearl Nolan betreibt ein kleines Fischlokal im malerischen Küstenort Whitstable. Niemand kann kochen wie sie, und niemand kann besser Geheimnisse lüften. Erst kürzlich hat Pearl sich einen Lebenstraum erfüllt und ein Detektivbüro als zweites Standbein eröffnet. Doch da wird ein Austernfischer tot aufgefunden, der Tote ist ausgerechnet ihr Lieferant. Der zurückhaltende, aber überaus attraktive Kommissar McGuire spricht von einem Unfall, aber Pearl weiß, dass das nicht stimmen kann. Pearl wird fortan mit ihm gemeinsam ermitteln – ob McGuire nun will oder nicht.
(Quelle: List)


Meine Meinung


Pearl Nolan besitzt nicht nur ein kleines Restaurant, das sich auf Austern spezialisiert hat, sondern auch ein Detektivbüro. Nachdem kurz nacheinander nicht nur der Mann, den sie beschatten soll, sondern auch der Auftraggeber stirbt, kann sie nicht an einen Zufall glauben.

Die Geschichte wird in erster Linie in der dritten Person aus der Sicht von Pearl Nolan erzählt, die dem Buch auch den Titel gibt. Pearl konnte mich nicht absolut begeistern, ich mochte sie aber genug, um sie als Protagonistin wertschätzen zu können, auch wenn ich sie in gewissen Situationen eher nervig fand. Der Schreibstil der Autorin Julie Wassmer lässt sich flüssig lesen, sodass sich das Buch auch gut als Balkonlektüre für den Sommer eignet.

Neben dem Kriminalfall nimmt Pearls Privatleben einen grossen Platz ein, eigentliche Ermittlungshandlungen, die man verfolgen könnte gibt es zudem kaum. Wer auf der Suche nach einem Krimi ist, bei dem sich alles um den Fall und die Ermittlungen dreht, wird mit diesem Buch nicht glücklich. „Pearl Nolan und der tote Fischer“ ist ein klassischer Regiokrimi, bei dem auch die Umgebung eine grosse Rolle spielt. Die Handlung ist schön in die englische Küstenregion eingebettet, teilweise bildete ich mit ein, Salz und Seetang zu riechen während der Lektüre… Auch das Kochen und Essen spielt eine grosse Rolle, so erfährt der Leser das eine oder andere über englische oder italienische Fischgerichte.

Das Tempo ist ziemlich gemütlich, grosse Action gibt es hier nicht. Die Auflösung ist einerseits zwar recht vorhersehbar, enthält dann aber doch einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Dies vor allem, da der Fall nicht durch Ermittlungen, sondern mehr durch Zufall gelöst wird und der Leser ohne „Lösungsweg“ und ohne vorherige Hinweise plötzlich vor dem Resultat steht. Der Schwerpunkt bei diesem Buch liegt eindeutig nicht auf den Kriminalfall, sondern auf der Umgebung und auf dem Privatleben der Figuren.

Mein Fazit

Gemütlicher Krimi mit viel Küstenstimmung und Schwerpunkt auf dem „Drumherum“




Rezensionsexemplar


Samstag, 30. April 2016

Mörderische Wahrheiten


Bildquelle

von Theresa Prammer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.04.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.04.2016
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351376
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe:
Wiener Totenlieder
Mörderische Wahrheiten


Inhalt


Ein Serienmörder geht um in Wien. Mehrere Teenager werden tot aufgefunden, alle gekleidet in gelbe T-Shirts, die Fingernägel rosa lackiert. Das Tatmuster erinnert an eine alte Mordserie zwanzig Jahre zuvor. Doch der verurteilte Mörder ist gerade im Gefängnis gestorben. War er unschuldig? Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ermittelt. Sie kennt die Familie des Mörders, der drei Kinder hat. Eine Art Hassliebe verbindet die Geschwister. Carlotta wünscht sich, ihr alter Partner Konrad Fürst könnte ihr helfen, Licht ins Dunkel des verstrickten Familiengeflechts zu bringen. Er hat damals die Ermittlungen geleitet. Doch Konrad ist gerade erst aus dem Koma erwacht und erinnert sich an nichts. Nicht mal an sie. Dann gerät Carlotta ins Visier des Mörders. Werden Konrads Erinnerungen zurückkehren, bevor es zu spät ist?
(Quelle: List)


Meine Meinung


Eine Schülerin wird ermordet aufgefunden, eine weitere vermisst. Die Umstände, unter denen das Opfer gefunden wurde, deuten auf den verurteilten Kindermörder Riedl hin – doch dieser ist vor wenigen Tagen gestorben. Hatte man damals den falschen verhaftet, oder ist hier ein Trittbrettfahrer am Werk?

„Mörderische Wahrheiten“ ist bereits der zweite Krimi um die ehemalige Opernsängerin und heutige Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore, und das merkt man als Leser auch. Immer wieder gibt es Anspielungen auf die Geschehnisse im ersten Band, bereits aus dem Vorgänger bekannte Figuren werden nicht mehr wirklich vorgestellt. So konnte ich als Neueinsteigerin in die Reihe zwar dem Kriminalfall folgen, hatte aber ständig das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen. Interessierten empfehle ich daher, zunächst den ersten Band der Reihe, „Wiener Totenlieder“, zu lesen.

„Mörderische Wahrheiten“ wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Carlotta Fiore erzählt, unterbrochen von kurzen Abschnitten aus der Sicht der entführten Jugendlichen. Obschon Carlotta klar die „Heldin“ der Geschichte ist, hatte ich Mühe, mich mit ihr anzufreunden. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, sondern schien mir in erster Linie auf sich selbst bezogen. Eine Alkoholikerin, die es nur bedingt schafft, trocken zu bleiben, die lügt und Dinge verschweigt, wie es ihr in den Kram passt und trotz ihrer Beziehung zu Hannes mit anderen Männern rummacht, wenn es ihr hilft, ihre Ziele zu erreichen. Einfach nicht mein Fall… (ich habe in einer Rezension gelesen, dass es zum Verständnis von Carlottas Handlungen Kenntnisse des Vorgängers benötigt. Vielleicht ist das mein Problem…)

Die Handlung selbst ist im Grunde spannend aufgebaut, lädt aber nicht zum Miträtseln ein. Über lange Zeit ist unklar, wer und was genau hinter den Taten steckt, Hinweise werden keine gestreut. Die Auflösung ist zwar in sich logisch und stimmig, kommt aber aus dem Nichts. Die Aufklärungsarbeit der Polizei (und auch von Carlotta) ist quasi inexistent, die Taten der Ermittlerin und der Polizei tragen nichts zur Auflösung bei. Bis zur Enttarnung gibt es keinerlei Hinweise auf den Täter.

„Mörderische Wahrheiten“ spielt ausschliesslich in Wien, das „Regionalkrimi-Feeling“ kommt aber erst im Laufe der Geschichte auf, wenn die Umgebung wichtiger wird. Die ersten rund zwei Drittel des Buches hätten ohne grössere Anpassungen auch sonstwo spielen können.

Mein Fazit

Durchaus unterhaltsam, aber die Auflösung kommt mir zu sehr aus dem Nichts.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 37, ein Buch das im deutschsprachigen Ausland spielt.

Rezensionsexemplar

Freitag, 25. März 2016

Der letzte Pilger


Bildquelle

von Gard Sveen
übersetzt durch Günther Frauenlob

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 26.02.2016
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351161
  • Flexibler Einband 544 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Er war eine Institution in Norwegen und stand während des Krieges immer auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann ist scharfsinnig, klug und eingefleischter Selbsthasser voller innerer Abgründe. Er sieht einen Zusammenhang: Alle Toten haben eine Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des norwegischen Widerstandes gegen die deutsche Besatzung. Schon bald begreift Bergmann, wie nah Liebe und Hass beieinander liegen.
(Quelle: List)


Meine Meinung


In der Nordmarka bei Oslo werden 2003 mehrere Skelette gefunden, die schon rund 60 Jahre dort gelegen haben. Kurz darauf wird ein Mann getötet, der im 2. Weltkrieg gegen die Nazi-Besatzung gekämpft hat. Was hat der Ermordete mit den Skeletten zu tun?

Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen geschildert, einerseits während oder kurz nach dem zweiten Weltkrieg, andererseits 2003. Der neuere Strang wird dabei aus der Sicht des Polizisten Tommy Bergmann geschildert, der sehr schnell entdeckt, dass zwischen dem aktuellen Mord und den während dem 2. Weltkrieg Verstorbenen ein Zusammenhang bestehen muss. Wie dieser aussieht, wird jedoch erst im Laufe des Buches klar

Der Schreibstil des Autors Gard Sveen lässt sich an sich flüssig lesen, durch die ständigen Zeitsprünge gerät der Lesefluss jedoch oft etwas ins Stocken. Durch die zwei Zeitschienen verdoppeln sich zudem die Figuren, was es mir teilweise etwas schwierig gemacht hat, mir zu merken, wer nun wer ist und was er mit der Geschichte zu tun hat.

Durch einige Eigenschaften, die dem Leser schon früh unter die Nase gerieben werden, fiel es mir recht schwer, den Protagonisten Tommy sympathisch zu finden, auch wenn mich seine Hartnäckigkeit, das Verbrechen von 1942 aufzuklären, beeindruckt hat. Auch mit der Protagonistin aus dem vergangenen Zeitstrang hatte ich meine Mühe. Ich konnte zwar ihre Beweggründe grösstenteils nachvollziehen, gutheissen konnte ich ihre Handlungen aber trotzdem nicht immer.

Die Handlung ist durchaus spannend, jedoch vor allem zu Beginn, wenn dem Leser noch viele wichtige Informationen fehlen, recht verworren. Der Krimi schreitet eher gemütlich voran, da die Hälfte der Handlung bereits 60 Jahre davor abgeschlossen war und der neuere Handlungsstrang in erster Linie aus Befragungen und damit Dialogen besteht. Die Auflösung kommt nicht überraschend, da sich der Leser mit all den gelieferten Puzzleteilen die Lösung während der Lektüre selbst zusammenreimen kann.

Wie ich herausgefunden habe, bildet „Der letzte Pilger“ den ersten Band einer Reihe. Die nachfolgenden Bände sind aber noch nicht (oder zumindest noch nicht auf Deutsch) erschienen.

Mein Fazit

Interessante Handlung in gemütlichem Tempo, aber die Charaktere haben mich nicht mitgerissen.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 27, ein Buch von einem Autor (männlich oder weiblich), der nicht aus Deutschland, Großbritannien oder den USA stammt. Gard Sveen stammt aus Norwegen.


Rezensionsexemplar

 

Samstag, 12. März 2016

The other Girl


Bildquelle

von Maggie Mitchell
übersetzt durch Sybille Uplegger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 26.02.2016
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351123
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Lois und Carly May sind zwölf, als sie entführt und in einer abgelegenen Jagdhütte für zwei Monate eingesperrt werden. In diesem Sommer, unter dem wachsamen Blick des Entführers, gehen sie eine innige Freundschaft ein, die sie für immer verbinden wird. Aber nach ihrer Befreiung dürfen sie sich nicht mehr sehen und verlieren den Kontakt. Zwanzig Jahre später. Lois ist Professorin für Literatur und hat unter Pseudonym einen Roman über ihre Entführung geschrieben. Carly May kämpft in L. A. um Filmrollen und gegen den Alkohol. Bis sie ein Drehbuch in die Hände bekommt, das genau ihre Geschichte erzählt. Ihr wird die Rolle der Ermittlerin angeboten. Zufall? Es gibt nur eine Person, mit der sie jetzt sprechen will: Lois. Doch die ist nicht so leicht aufzuspüren. Nur eins ist deutlich: Die Vergangenheit ist nicht vorbei.
(Quelle: List)


Meine Meinung


Carly May und Lois werden als Zwölfjährige entführt und sechs Wochen gefangen gehalten. Mit 30 treffen sie das erste Mal nach Jahren wieder aufeinander.

Erzählt wird die Geschichte in der heutigen Zeit aus der Ich-Perspektive, abwechselnd von Lois und Carly May, die sich heute Chloe nennt. Dabei nimmt die heutige Zeit den Hauptteil ein, die Entführung wird nur in kurzen Rückblenden geschildert. Die Haupthandlung dreht sich um das Alltagsleben der Mädchen, insbesondere von Chloe (über Lois gibt es wohl nicht so viel zu erzählen). Was während der sechs Wochen, in denen die Mädchen gefangen waren, genau passiert ist, erfährt der Leser lediglich als Ausschnitt aus dem Buch, das Lois später über ihre Erlebnisse geschrieben hat. Da dieses Buch als Roman verfasst wurde, erfährt man jedoch nie, ob die Schilderung tatsächlich „wahrheitsgetreu“ war. Was den Mädchen also wirklich passiert ist, bleibt ihr Geheimnis.

Die Figuren erschienen mir durchgehend blass und emotionslos. Was sie antreibt, blieb mir unklar. Die grossen Fragen, die sich im Buch zu der Entführung stellen (und die sich auch der Leser stellt), was war das Motiv des Täters, wieso haben die Mädchen nie versucht, zu fliehen, wieso sind sie überhaupt zu ihm ins Auto gestiegen, bleiben bis zum Ende unbeantwortet. So liess mich „The other Girl“ nach der Lektüre mit einem sehr unbefriedigten Gefühl zurück. Auch die eigentliche Handlung des Buches blieb schlussendlich schwammig und konturlos. Spannung kam nie auf, da unklar blieb, worum sich die Handlung überhaupt drehte. Die treibende Frage nach dem „warum“, die mich weiterlesen liess, bliebt offen.

Wer (wie ich) anhand des Klappentextes einen Psychothriller erwartet, wird gnadenlos enttäuscht. Das Buch bleibt ein schwammiges Nichts. Als Drama möchte ich es nicht bezeichnen, da kaum Gefühle hervorgerufen werden. Charakterstudie trifft es auch nicht, da die Charaktere keine wirklichen Eigenschaften und Gefühle haben. Mehr als „Roman“ fällt mir da zur Bezeichnung nicht ein.

Mein Fazit

Fehlende Spannung, blasse Figuren, unklar gebliebene Hintergründe – nichts für mich. 





Rezensionsexemplar

Mittwoch, 17. Februar 2016

Gedenke Mein


Bildquelle

von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.01.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.01.2016
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag/ List
  • ISBN: 9783548612287
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …
(Quelle: List)


Meine Meinung


Gina Angelucci kümmert sich als Polizistin um sogenannte „Cold Cases“, Mord- oder Vermisstenfälle, die seit Jahren ungelöst geblieben sind. Als sich die Mutter eines vor zehn Jahren verschwundenen Kindes an sie wendet, nimmt sie den Fall widerstrebend an, denn sie glaubt anders als die Mutter nicht, dass das Mädchen noch leben könnte.

„Gedenke Mein“ ist der erste Krimi von Inge Löhnig mit Gina Angelucci in der Hauptrolle. Sie ist die Verlobte von Kommissar Tino Dühnfort, dem Protagonisten der bisherigen Buchreihe von Inge Löhnig. Ob die ursprüngliche Reihe abgeschlossen ist und nun nur die Gina-Bücher fortgesetzt werden, oder ob beide Reihen parallel weitergeführt werden, habe ich bisher nicht herausgefunden. Da „Gedenke Mein“ eng mit den bisherigen Inge-Löhnig-Krimis zusammenhängt, begegnet der Leser vielen altbekannten Figuren. Neueinsteiger werden vielleicht die Charaktere etwas flach finden, da ihnen die Hintergründe fehlen, aber der Krimihandlung kann auch ohne Vorwissen gefolgt werden.

Inge Löhnig verwendet auch hier ihr bereits aus den Tino-Dühnfort-Krimis bekannte Schema mit der wechselnder Perspektive, die Geschichte wird mal aus der Sicht des Ermittlers (hier natürlich nicht Tino sondern Gina), mal aus der Sicht weiterer Beteiligter erzählt. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass der Fokus mehr auf der Ermittlerin war, und die anderen weniger zur Sprache kommen als bei den Dühnfort-Krimis.

Da ich schon mehrere Krimis von Inge Löhnig gelesen habe, kam ich durch den flüssigen Schreibstil und die bekannten Figuren schnell in die Geschichte rein. Wie erwähnt könnten Neueinsteiger etwas Mühe haben, die Charaktere ins Herz zu schliessen, da diese nun über Jahre hinweg aufgebaut wurden und den einzelnen Bänden jeweils nur die nötigsten Hintergrundinformationen zu entnehmen sind, um langjährige Leser nicht zu vergraulen. Da ich Gina und Tina nun schon länger kenne, hat mir in dieser Hinsicht nichts gefehlt.

Die Handlung ist grundsätzlich spannend aufgebaut, mit einigen falschen Fährten. Gerade zu Beginn verläuft sie aber doch relativ zäh, bis die Geschehnisse dann ins Rollen geraten. Ich hatte den Täter zwar schon sehr früh in Verdacht, dies tat der Spannung aber trotzdem keinen Abbruch. Lediglich die Frage nach dem Motiv fand ich etwas gar kurz und oberflächlich abgehandelt.

Mein Fazit

Gewohnt spannender Krimi der routinierten Autorin. Der Beginn der neuen Reihe ist geglückt, auch wenn man als Leser nur wenige Änderungen zu den bekannten Bänden bemerkt.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 54, ein Buch mit mindestens 400 Seiten. Knapp erreicht, aber 400 sind 400 ;-)

Rezensionsexemplar


Montag, 30. November 2015

Schneewittchen muss sterben


Bildquelle


von Nele Neuhaus

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.06.2010
  • Aktuelle Ausgabe : 09.06.2010
  • Verlag : List
  • ISBN: 9783548609829
  • Flexibler Einband 544 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Eine unbeliebte Frau
Mordsfreunde
Tiefe Wunden
Schneewittchen muss sterben
Wer Wind sät
Böser Wolf
Die Lebenden und die Toten


Inhalt


Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd… 
(Quelle: List)


Meine Meinung


Vor zehn Jahren wurde Tobias wegen Mordes an zwei Mädchen verurteilt. Kaum wird er entlassen und kehrt in sein Heimatdorf zurück, verschwindet erneut ein Mädchen. Hat Tobias wieder zugeschlagen, oder wurde er damals zu Unrecht verurteilt?

„Schneewittchen muss sterben“ ist der vierte Band der Krimi-Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Ich habe zuvor bereits den dritten Band „Tiefe Wunden“ gelesen, konnte mich aber ehrlich gesagt nicht mehr gross daran erinnern. Das nur äusserst lückenhafte Vorwissen hat mich aber nicht vor Verständnisprobleme gestellt, das Buch lässt sich daher gut auch ohne Vorkenntnisse der Reihe lesen.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, nicht nur aus der Sicht der Polizei, sondern auch aus der Sicht einzelner Beteiligter. Neben der Krimihandlung spielt auch das Privatleben der Ermittler eine grosse Rolle, sowohl Kirchhoff wie Bodenstein haben in diesem Krimi mit ihren privaten Dramen zu kämpfen. Leider schaffte es die Autorin Nele Neuhaus nicht, mir die beiden Akteure ans Herz wachsen zu lassen, so dass mir ihre Probleme ziemlich egal blieben. Auch die weiteren Figuren blieben im Laufe des Romans ziemlich blass und klischeehaft überzeichnet.

Der Schreibstil der Autorin Nele Neuhaus ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Handlung ist sehr komplex gestrickt, sogar etwas zu komplex für meinen Geschmack. Zu viele Personen, zu viele Schauplätze, zu viele Nebenhandlungen. Schon nach kurzer Zeit hatte ich den Überblick verloren. Jede neue Figur wird mit Vor- und Nachnamen erwähnt und präzise beschrieben, selbst wenn sie ansonsten nur in einem Satz erwähnt wird. Nebenhandlung reiht sich an Nebenhandlung, besonders auf den letzten paar Seiten erschien der Autorin die Auflösung wohl noch zu wenig komplex, sodass sie noch einen weiteren Handlungsstrang hineinstrickte. Ein paar Wendungen weniger hätten es auch getan, und die Geschichte wäre dabei etwas leichter verständlich geblieben.

Mein Fazit

(Sogar etwas zu) komplexer Kriminalroman mit klischeehaften Figuren. Durchaus unterhaltsam, aber kein Must-read.






Task-Challenge

Aufgabe 2: Lies ein Buch, dessen Titel oder Cover etwas mit Wetterphänomene zu tun hat (Schnee, Nebel, Regen, …). Auf dem Cover ist ein Wetterhahn abgebildet, als Symbol für Wind.
 

Freitag, 27. November 2015

Deiner Seele Grab


Bildquelle

von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2014
  • Verlag : List
  • ISBN: 9783548611242
  • Flexibler Einband 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
Kaufen?


Bücher der Reihe:
Der Sünde Sold
In weisser Stille
So unselig schön
Schuld währt ewig
Verflucht seist du
Deiner Seele Grab
Nun ruhet sanft


Inhalt


»Der Dämon in dir wird siegen. Deine dunkle Seite. Das Böse. Das Teuflische. Alle Demütigungen, Verletzungen, Ungerechtigkeiten, die du erleiden musstest, formen dich. Zu dem, was du sein wirst. Sie machen dich dazu.« Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät …
(Quelle: List)


Meine Meinung


In München werden Senioren ermordet. Was hat es mit dem „Samariter“ auf sich, glaubt er wirklich, die alten Menschen durch die Morde zu erlösen?

„Deiner Seele Grab“ ist der sechste Band der Krimireihe um den Münchner Kommissar Tino Dühnfort. Ich habe nicht alle vorhergehenden Bände gelesen (lediglich den ersten und den neusten Band, der nach „Deiner Seele Grab“ spielt“) was aber für das Verständnis der Krimihandlung keine Rolle spielte.

Wie für diese Buchreihe typisch, wird die Handlung aus wechselnder Perspektive erzählt. Neben dem Protagonisten Dühnfort wird auch die Sicht seiner Kollegin Kirsten und die von zwei mit der Tat zusammenhängenden Frauen, Anjela und Clara, verwendet. Ich mag diese wechselnden Perspektiven, da ich so nicht nur den polizeilichen Blick, sondern auch gewisses Insiderwissen erhalte. Neben dem Kriminalfall spielt auch das Privatleben aller Beteiligten eine grosse Rolle, und hier merkte ich, dass mir etwas Vorwissen fehlte. Dennoch konnte ich auch den Nebenhandlungen gut folgen.

Der Schreibstil der Autorin Inge Löhnig liest sich flüssig, sodass ich das Buch in wenigen Stunden verschlungen hatte. Die Handlung ist in sich logisch, aber auch recht vorhersehbar, ich wusste ungefähr in der Mitte des Buches, wer der Täter und was sein Motiv war. Dies tat aber überraschenderweise der Spannung keinen grossen Abbruch, ich habe auch die zweite Buchhälfte mit viel Vergnügen gelesen, um herauszufinden, ob ich mit meiner Einschätzung richtig lag. Wer Blut und Gewalt sucht, wird mit dieser Buchreihe nicht glücklich, hier spielt die psychologische und gesellschaftskritische Seite eine viel grössere Rolle. Hierzu möchte ich anmerken, dass Inge Löhnig etwas gar viel in ihr Buch hineinzupressen versuchte. Pflegenotstand, Erbstreitigkeiten und sogar Menschenhandel sind nur einige der Themen, die die Autorin hier anspricht. Weniger wäre wohl auch hier mehr gewesen.

Mein Fazit

Eine klare Empfehlung für Fans von deutschen Krimis ohne viel Blut. Ich werde die weiteren Bände der Reihe mit Sicherheit auch noch lesen.




Task-Challenge

Aufgabe 3: Lies ein Buch, das in einer deutschen Großstadt spielt (ab 500.000 Einwohner, laut Wikipedia). Gemäss Wikipedia hat München, wo dieser Krimi spielt, 1.429.584 Einwohner.

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