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Montag, 19. Juni 2017

[Hörbuch] Racheherbst


Bildquelle

von Andreas Gruber
gelesen von Achim Buch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2015
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: B014SWJ5MY
  • herunterladbare Audio-Datei
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Rachesommer
Racheherbst



Inhalt


Unter einer Leipziger Brücke wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau angespült. Walter Pulaski, zynischer Ermittler bei der Polizei, merkt schnell, dass der Mord an der Prostituierten Natalie bei seinen Kollegen nicht die höchste Priorität genießt. Er recherchiert auf eigene Faust – an seiner Seite Natalies Mutter Mikaela, die um jeden Preis den Tod ihrer Tochter rächen will. Gemeinsam stoßen sie auf die blutige Fährte eines Serienmörders, die sich über Prag und Passau bis nach Wien zieht. Dort hat die junge Anwältin Evelyn Meyers gerade ihren ersten eigenen Fall als Strafverteidigerin übernommen. Es geht um einen brutalen Frauenmord – und eine fatale Fehleinschätzung lässt Evelyn um ein Haar selbst zum nächsten Opfer werden ...
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Als in Leipzig eine ermordete Prostituierte gefunden wird, macht sich der Polizist Walter Pulaski zusammen mit der Mutter der Getöteten auf die Suche nach dem Täter. Gleichzeitig wird in Wien die junge Anwältin Evelyn Meyers beauftragt, einen Chirurgen bei einer Mordanklage zu vertreten.

"Racheherbst" ist der zweite Band der Thriller-Reihe um den Polizisten Pulaski. "Racheherbst" spielt zwar mehrfach auf die Ereignisse im Vorgänger "Rachesommer" an, ist inhaltlich aber komplett eigenständig. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht notwendig. Da die Figuren nicht besonders tiefgründig gezeichnet sind, ist es auch nicht notwendig, die beiden Protagonisten Walter Pulaski und Evelyn Meyers bereits zu kennen.

Über die Figuren gibt es wie erwähnt nicht viel zu sagen. Evelyn ist eine junge Anwältin, Pulaski ein abgehalfterter Polizist mit gesundheitlichen Problemen. Und ja, ich habe absichtlich bei Evelyn den Vornamen, bei Pulaski den Nachnamen verwendet. Der Autor Andreas Gruber macht das nämlich ziemlich konsequent. Frauen werden grundsätzlich mit Vor-, Männer mit Nachnamen erwähnt. Über die Gefühle und die Motivation der Figuren wird nicht viel bekannt.

Auch die Handlung ist nicht besonders tiefgründig gezeichnet. Während Evelyn in Wien den Spuren folgt, reist Pulaski mit seiner Begleitung Mikaela quer durch Europa, um den Täter aufzufinden. Aufgelöst wird der Fall schlussendlich mehr durch Zufall, das Motiv bleibt bis zum Schluss etwas schwammig und nicht ganz klar. Auch sonst ist die Handlung von unglaublichen Zufällen geprägt, wer Realismus sucht, sollte sich anderweitig umsehen. Voll auf die Kosten kommen hingegen Fans von Blut, Andreas Gruber geht mit seinen Figuren nicht gerade zimperlich zur Sache. Der Leser sollte daher keinen allzu empfindlichen Magen haben. Das Spannungslevel kann der Autor allerdings nicht durchgehen hochhalten, vor allem die langwierigen Ermittlungen in Mittelteil gestalten sich doch etwas zäh.

Wie auch der Vorgänger und die Snejider&Nemez-Reihe wird das Hörbuch von Achim Buch gesprochen. Er macht seine Sache gut, ich habe ihm gerne zugehört.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber stellenweise ziemlich unlogisch und nicht besonders überraschend. 






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 20, ein Buch rund um das Thema Herbst im Titel oder auf dem Cover

Freitag, 25. September 2015

[Kurzreview] Der Prager Golem


Bildquelle

von Harald Salfellner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : Nicht bekannt
  • Aktuelle Ausgabe : Nicht bekannt
  • Verlag : Vitalis
  • ISBN: 9783899190991
  • Flexibler Einband 64 Seiten

Leseprobe
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Inhalt


Seit vielen Jahrhunderten ist Prag eine der bedeutendsten Städte des europäischen Judentums. Neben den großen steinernen Denkwürdigkeiten (etwa die Altneusynagoge, die Pinchassynagoge, der alte jüdische Friedhof oder das Israelitische Rathaus) sind es insbesondere die Sagen und Legenden aus dem alten, geheimnisvollen Ghetto, die von dieser Kultur blieben. Die Geschichten um den weisen Rabbi Löw, den grobschlächtigen Golem oder den reichen Mordechai Maisel lassen die verklungene Welt des jüdischen Prags in unserer Vorstellung erneut aufleben.
(Quelle: Vitalis)


Meine Meinung


„Der Prager Golem“ ist eine Sammlung von Legenden über die Juden in der Stadt Prag. Die Geschichten sind sehr kurz, jeweils nur zwei bis fünf Seiten lang. Gerade bei für mich interessanteren Themen, wie dem titelgebenden Golem, hätte ich gerne etwas mehr erfahren als „Rabbi Löw und seine Helfer erschufen den Golem aus Lehm“… Welcher Teil dieser Sagen historisch gesichert ist, und was wohl nur auf Legenden basiert, lässt sich den einzelnen Erzählungen oftmals nicht entnehmen. Den Schreibstil empfand ich als etwas „biblisch“ auch wenn dieser Begriff für eine jüdische Sagensammlung natürlich überhaupt nicht passt, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, eine Kombination aus etwas schwülstigen Sätzen und knochentrockener Beschreibung. Dies ergibt den Eindruck, eher ein Sachbuch als wirkliche Erzählungen zu lesen. Ich habe mir das Buch in Prag zum Abschluss eines Besuchs im jüdischen Viertel Josefov (mit Besuch mehrerer nun als Museen genutzter Synagogen) gekauft, sodass der Inhalt mich an diese Städtereise erinnert. Wer keine Verbindung zur Prager Josefsstadt hat, wird es wohl nur bedingt interessant finden. 



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