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Freitag, 17. November 2017

Die Spur der Bücher


Bildquelle

von Kai Meyer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 24.08.2017
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841440051
  • Fester Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.
(Quelle: FJB)


Meine Meinung



London um die Jahrhundertwende. Das Waisenmädchen Mercy hat zwar bibliomantische Kräfte, nutzt sie aber nicht mehr, seitdem ein guter Freund von ihr zu Tode gekommen ist. Stattdessen spürt sie auf Auftrag seltene Bücher auf. Als ein Nachbar ihres Ziehvaters unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, muss sie sich mehr mit der Vergangenheit befassen, als ihr lieb ist…

"Die Spur der Bücher" bildet den Auftaktband zu einer Prequel-Reihe zu "Die Seiten der Welt". Vorkenntnisse der Hauptreihe sind sicher nützlich und bieten einen besseren Zugang zur Welt, in der die Geschichte spielt, zum Verständnis aber nicht zwingend notwendig.

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, grösstenteils aus der Sicht der Protagonistin Mercy. Sie ist zwar noch jung, erst gerade 19, aber durch den Tod ihres Freundes Grover, den sie mitansehen musste, sehr misstrauisch und in einem gewissen Masse auch menschenfeindlich geworden. Sie bleibt am liebsten alleine und gibt sich nur dann mit anderen Leuten ab, wenn es beruflich zwingend notwendig ist. Im Laufe der Geschichte wird sie zwar etwas zugänglicher, bis sie sich aber wirklich wieder anderen Menschen gegenüber öffnen kann, wird es wohl noch einige Bände dauern (soweit ich gesehen habe, ist auch "Die Spur der Bücher" wieder als Trilogie angelegt).

Während "Die Seiten der Welt" sehr fantasylastig ist, konzentriert sich "Die Spur der Bücher" mehr auf den Krimi-Aspekt. Natürlich spielt auch hier die Bibliomantik (und damit die Magie) eine grosse Rolle, doch in erster Linie geht es darum herauszufinden, wer hinter dem Tod des Buchhändlers Ptolemy steckt. Viel mehr als verschiedene Leute dazu befragen macht Mercy in diesem Band allerdings nicht, wer sich also raffinierte Ermittlungen erhofft, wird in dieser Hinsicht enttäuscht. Auch atemlose Spannung ist hier nicht zu erwarten, die Geschichte entwickelt sich eher langsam und gemütlich. Dennoch habe ich Mercy sehr gerne durch London begleitet und zusammen mit ihr versucht herauszufinden, wer hinter dem Mord an Ptolemy steckt und das die Groschenhefte "Penny Dreadfuls" damit zu tun haben. Dazu beigetragen hat sicher auch das viktorianische Setting, bei dem es Kai Meyer überzeugend gelungen ist, mir den Dreck und die Armut (und in Gegenzug dazu die Dekadenz der Oberklasse) vor Augen zu bringen.

Der Schreibstil des Autors Kai Meyer ist wie immer flüssig, bildhaft beschreibend und gut lesbar. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer von Mercy.

Mein Fazit

Sehr unterhaltsam, gerne mehr.









Donnerstag, 22. Dezember 2016

Der eiserne König


Bildquelle

von John Henry Eagle
übersetzt durch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.09.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 09.09.2011
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841421173
  • Fester Einband 656 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Inhalt


Dunkle Seelen regieren das Land Pinafor. Noch ruht der Eiserne König in seinem Grab. Wenn er aufersteht, droht der endgültige Untergang des Reiches. Doch es gibt Hoffnung: ein Mädchen mit grünen Augen, honigfarbenem Haar und Sommersprossen, auf ihren Rücken ist ein Labyrinth tätowiert, eine rätselhafte Karte. Dieses geheimnisvolle Mädchen zu finden, ist der Auftrag, der an Hans ergeht. Unter dem Schutz der dreizehn weisen Weiber zieht Hans mit Sneewitt und ihren Gefährten los. Aber der grausame Krieger Grimm und die sieben Raben sind ihnen voraus. Um seine Welt zu retten, dringt Hans immer tiefer ein in das unheimliche und verzauberte Land. Seine große Suche wird zu einem märchenhaften und phantastischen Romanabenteuer.
(Quelle: Fischer)


Meine Meinung


Der eiserne König soll auferweckt werden und die Herrschaft über Pinafor übernehmen, nachdem er vor Jahrhunderten wegen seiner Grausamkeit gebannt wurde. Der ehemalige Räuber Hans und seine Freunde machen sich auf den Weg, den dunklen Herrscher zu stoppen.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, in jedem Kapitel wird die Sicht einer anderen Person geschildert. Dennoch bleiben die Figuren eher blass und auf wenige Eigenschaften reduziert, und man erfährt kaum etwas über sie. So fiel es mir schwer, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Die Figuren selbst sind alles Märchenfiguren, die den meisten bereits bekannt sein dürften, auch wenn sie der Autor noch leicht verändert hat. So ist beispielsweise Sneewitt (die offensichtlich auf Schneewittchen anspielt) eine rothaarige Kampfamazone mit einem Hass auf Männer, insbesondere Prinzen, und panischer Angst vor (vergifteten) Äpfeln.

Die Handlung besteht im Grunde aus vielen einzelnen, einfach aneinandergehängten Geschichten, die ebenfalls an Märchen angelehnt sind. Ein lockerer Handlungsbogen verbindet die einzelnen Geschichten. Mit rund 650 Seiten ist das Buch für diesen Erzählstil aber viel zu lang geraten, sodass ich mich nach einem Drittel nur noch durchkämpfte und auf ein baldiges Ende hoffte. Die Hauptstory hätte man besser mit deutlich weniger Nebengeschichten (und weniger Wiederholungen, wieso braucht es alle 20 Seiten wieder eine neue Schlacht) auf 250-300 Seiten erzählt, da wäre wohl ein spannendes Buch daraus entstanden. So wie das Buch nun steht ist es schlicht überladen mit zu vielen Nebenhandlungen und zu vielen Figuren, die aufgrund ihrer Farblosigkeit zu einem unüberschaubaren Einheitsbrei verschmelzen.

Der Schreibstil des Autors John Henry Eagle ist ziemlich einfach gehalten, wirkt stellenweise etwas abgehackt und insgesamt recht unausgewogen. Die im märchenhaften Stil gehaltenen Beschreibungen werden immer wieder durch sehr umgangssprachliche Dialoge unterbrochen, die einfach nicht hineinpassen wollen. Worte wie Kotzbrocken, Pillepalle oder Selbstverfreilich haben mich immer wieder aus der Märchenwelt hinausgerissen. Zudem strotzt das Buch vor sinnloser Grausamkeit (ok, das tun Grimms Märchen zugegebenermassen auch), die für mich ebenso wenig in die Geschichte hineingepasst hat.

Mein Fazit

Schöne Grundidee, durch endlose Nebengeschichten und den gewöhnungsbedürftigen Schreibstil aber viel zu lang und zäh geraten. 







Samstag, 17. Dezember 2016

Sturz in die Zeit


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von Julie Cross
übersetzt durch Birgit Schmitz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.08.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 24.11.2016
  • Verlag : FISCHER Taschenbuch
  • ISBN: 9783596192700
  • Flexibler Einband 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Sturz in die Zeit
Feinde der Zeit
Sturm der Zeit



Inhalt


Jackson Meyer, Student in New York, hält sich für einen ganz normalen Neunzehnjährigen, bis er zufällig feststellt: Er kann für ein paar Stunden in der Zeit zurückreisen. Alles ist nur ein harmloser Spaß, bis eines Tages die Katastrophe passiert: Zwei Fremde überfallen ihn und seine Freundin Holly im Studentenwohnheim – und erschießen Holly. In seiner Panik stürzt Jackson in die Vergangenheit und landet plötzlich zwei Jahre vor dem Ereignis. Von da an hat er nur eines im Sinn: zurückzukommen und Holly zu retten. Er wird ALLES dafür tun. ALLES - für seine große Liebe.
(Quelle: Fischer)


Meine Meinung


Der 19-jährige Jackson hat vor einigen Monaten entdeckt, dass er einige Stunden in die Vergangenheit reisen kann. Diese Fähigkeit bringt ihn und seine Freunde überraschend in grosse Gefahr.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Jackson erzählt und beginnt mit einer unterhaltsamen und eher gemütlichen Einführung in die Situation: Der Student Jackson kann durch die Zeit reisen und führt zusammen mit seinem Freund Adam regelmässig Experimente durch, um mehr über seine Fähigkeit zu erfahren. Durch einen überraschenden Angriff stellt er fest, dass diese offenbar deutlich grösser sind, als er selbst wusste. Zusammen mit Jackson erfährt der Leser immer mehr über die Zeitreisefähigkeit, vieles bleibt aber noch im Dunkeln.

Die Handlung ist zunächst ziemlich geradelinig und gut verständlich aufgebaut, verzettelt sich aber im Laufe des Buches immer mehr. Regelmässig tauchen neue Figuren auf, von denen weder Jackson noch der Leser wissen, wer sie eigentlich sind und was sie wollen. Gibt es hier zwei Seiten in einem Konflikt, oder sind es noch mehr? Wer steht auf welcher Seite, wem kann Jackson vertrauen und von wem sollte er sich fernhalten? Im Verlaufe der Zeit wird alles immer unübersichtlicher und am Schluss hatte ich kaum mehr einen Überblick wer jetzt mit wem, wo und was zusammenspannte. Das Ende ist offen gestaltet und praktisch alle Fragen bleiben offen, sodass sich „Sturz in die Zeit“ nicht als Einzelband eignet sondern die Reihe als Ganzes gelesen werden sollte.

Der Schreibstil der Autorin Julie Cross ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen, sodass ich mit den rund 500 Seiten schnell durch war. Allerdings hat sich die Autorin (vielleicht etwas zu) stark auf die Handlung konzentriert, sodass die Figuren und die Umgebung ziemlich blass blieben. Zudem wird das Buch im Verlauf ziemlich repetitiv. Angriff, Rettung durch Zeitsprung, einige neue Infos, Angriff, Rettung, Infos…

Mein Fazit

Die Handlung wird immer verwirrender und das Ende löst gar nichts auf – die Lektüre der Nachfolgebände ist daher zum Verständnis wohl zwingend. 










Samstag, 9. April 2016

Die Seiten der Welt - Blutbuch


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von Kai Meyer

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2016
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841402264
  • Fester Einband 528 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe:
Die Seiten der Welt
Die Seiten der Welt - Nachtland
Die Seiten der Welt - Blutbuch


Inhalt


„Schreibe etwas in den Büchern der Schöpfung um, und du veränderst die Vergangenheit. Und mit ihr die Gegenwart und Zukunft. Furia, du hast die Macht, diese Welt zu einer besseren zu machen. Wer schlägt so eine Chance aus?“
„Ich“, sagte sie.

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?
(Quelle: Fischer FJB)


Meine Meinung


Furia ist im Nachtrefugium gestrandet, der Widerstand kämpft ohne sie weiter gegen die Akademie. Können sie die Vernichtung der Welt noch rechtzeitig stoppen?

„Blutbuch“ ist der dritte und damit letzte Band der „Die Seiten der Welt“-Trilogie. Die Handlung der Bücher baut aufeinander auf, daher eignen sie sich (ausser vielleicht dem ersten Band) nicht zur Einzellektüre, sondern sollten zusammen gelesen werden. Ohne Vorkenntnisse stolpert der Leser über die vielen unbekannten Personen, die nicht näher beschrieben werden, sowie über die Welt, die sich von der unsrigen doch durch einige relevante Punkte unterscheidet.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive erzählt, dabei steht in jedem Kapitel eine andere Person im Fokus. Die meisten Charaktere sind dem Leser bereits aus den vorhergehenden Bänden bekannt, neue Figuren gibt es dieses Mal nur wenige. Bei den bekannten Charakteren musste ich leider auch in diesem Band feststellen, dass sie sich nicht weiterentwickelt haben. Sie bleiben eher blass und oberflächlich.

Der Schreibstil des Autors Kai Meyer liest sich wie gewohnt angenehm flüssig. Ruhigere Kapitel wechseln sich mit actionreichen ab, sodass der Leser zwischendurch immer wieder zum Durchatmen kommt. Einerseits ist das durchaus positiv, da man sich so auch mit der Geschichte befasst und nicht nur durch die Seiten hetzt, andererseits hat es mich teilweise dann doch etwas gestört, dass in den spannenden Momenten ein Unterbruch und Szenenwechsel kam, und ich teilweise erst 50 oder mehr Seiten später wieder zu den Geschehnissen zurückgeführt wurde.

Die Handlung unterteilt sich in mehrere Stränge, die gegen Schluss des Buches zum grossen Finale zusammengeführt werden. Dabei erschienen mir nicht alle Erlebnisse gleich spannend, einige wurden gar nicht erzählt (z.B. taucht Patience plötzlich ohne Erklärung wieder im Faerfax-Haus auf, nachdem er von Cat und Finnian getrennt worden war; was er erlebt hat, wird nie zum Thema) und einige sehr interessante Ideen wurden leider nicht weitergeführt, z.B. Rachelles Begegnung mit Kai Meyer. Dieser hat es in meinen Augen auch im dritten und letzten Band nicht geschafft, an den überzeugenden Reihenauftakt heranzureichen. Die Figuren blieben zu blass, die Handlung zu zerstückelt und zu viele spannende Ideen nicht aufgegriffen. Schade.

Mein Fazit

Unterhaltsam, aber auch der dritte Band der Reihe hat das Potential nicht ausgenutzt.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 59, ein Buch, das Du vorbestellt hast. Ich habe das Buch am 2. März bei Amazon vorbestellt.

Montag, 26. Oktober 2015

Silber - Das dritte Buch der Träume



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von Kerstin Gier

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.10.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 05.10.2015
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841421685
  • Fester Einband 464 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Silber - Das erste Buch der Träume
Silber - Das zweite Buch der Träume
Silber - Das dritte Buch der Träume


Inhalt


Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …
(Quelle: Fischer FJB)


Meine Meinung


Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei „Silber – Das dritte Buch der Träume“ um den dritten Band der Reihe. Die Lektüre ist nur als „Gesamtpaket“ der Reihe nach empfehlenswert.

Wie in den Vorgängerbänden wird die Geschichte auch hier wieder aus der Ich-Perspektive von Liv Silber erzählt. Wie schon in den Vorgängern bemängelt, bleiben die Figuren auch im dritten Band eher blass, eine Weiterentwicklung ist nicht feststellbar. Zu den meisten Charakteren könnte ich zwar ein, zwei Wesenszüge nennen, aber bei niemandem wurde mir wirklich klar, wieso derjenige so dachte oder handelte, wie er es tat. Die Protagonistin Liv war in erster Linie passiv und wenn sie mal handelte, dann waren ihre Aktionen so konfus, dass ich sie nicht nachvollziehen konnte, weder logisch noch emotional.

Nachdem mir der zweite Band der Reihe sehr gut (und deutlich besser als der erste) gefallen hat, hat sich meine Begeisterung mit Band 3 wieder etwas gelegt. Der Einstieg erschien mit etwas gar zäh, es dauert ewig, bis die Haupthandlung ins Laufen kommt, und auch in Band 3 tritt diese im Vergleich zu Liv’s Alltagsleben eher in den Hintergrund. Viele Ereignisse aus den ersten beiden Bänden werden wiederholt, obschon ja eigentlich davon ausgegangen werden kann, dass die Leser die beiden Vorgänger kennen. Das Tempo ist recht ruhig gehalten, grosse Spannung kam bei mir kaum auf, die Handlung plätscherte meist nur gemütlich vor sich hin.

Mein Fazit

Leider wieder etwas schwächer als der zweite Band. Die gesamte Reihe fand ich ganz unterhaltsam für Fantasyfans, aber kein „must read“.



Mittwoch, 21. Oktober 2015

Silber - Das zweite Buch der Träume



Bildquelle

von Kerstin Gier

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 23.06.2014
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841421678
  • Fester Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Silber - Das erste Buch der Träume
Silber - Das zweite Buch der Träume
Silber - Das dritte Buch der Träume

Inhalt


Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?

Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …
(Quelle: Fischer FJB)

Meine Meinung


"Silber - Das zweite Buch der Träume" spielt einige Wochen nach Band 1 der Reihe. Theoretisch könnte das Buch wohl auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da die wichtigsten Punkte, die im Vorgänger passiert sind, durch Fussnoten erklärt werden, dennoch erachte ich es als sinnvoll, zunächst den ersten Band zu lesen.

Nachdem ich von Band 1 doch einigermassen enttäuscht war, hat sich meine Meinung zur Reihe in Band 2 positiv verändert. Viele der Punkte, die mich im ersten Band gestört haben, hat die Autorin Kerstin Gier in zweiten Band nun besser gemacht. Da die Personen und die Welt, in der die Geschichte spielt, nun bekannt sind, konnte die Handlung nun ohne grosse Einleitung gleich beginnen. Auch die Figuren erschienen mir nun besser herausgearbeitet als zuvor, ich konnte mit zu den einzelnen Charakteren nun mehr vorstellen als heelenlose blonde Barbie- oder Kenpuppen. Auch die Handlung wirkt hier ausgereifter und spielt zu einem grossen Teil in der Traumwelt, die im erste Band der Reihe eingeführt wurde.

Ganz alle Schwachstellen konnte Kerstin Gier aber auch hier nicht ausmerzen. Liv hat immer noch ihre nervigen Seiten, so versinkt sie in Band 2 über weite Teile in Selbstmitleid, nachdem so einiges in ihrem Leben schief gelaufen ist. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es sich bei der Protagonistin um ein Mädel mitten in der Pubertät handelt, das gerade zum ersten Mal verliebt ist. In diesem Alter und in dieser Situation handeln wohl alle ziemlich irrational und selbstzentriert...

Obschon Kerstin Gier im Anhang die Regeln der Traumwelt erklärt, schweigt sie sich über das "Warum" immer noch aus. Woher kommt diese Traumwelt, wer hat sie erschaffen, und wieso können nur einzelne Personen in andere Träume gehen? Mich stört es aber nicht, dass dies offen gelassen wird. In "Harry Potter" wird ja schliesslich auch nicht erklärt, wieso es Zauberer und Hexen gibt, und wieso die meisten Menschen keine solchen sind. Ich kann es daher als Fakt in der "Silber"-Welt akzeptieren, dass diese Traumwelt existiert und nur wenige darüber Bescheid wissen. Wahrscheinlic würde diese Welt sogar von ihrem Zauber verlieren, wenn Kerstin Gier zu viel erklären würde.

Mein Fazit

Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Band. Nun kann ich die Begeisterung für die Reihe nachvollziehen.





Samstag, 17. Oktober 2015

Silber - Das erste Buch der Träume



Bildquelle


von Kerstin Gier

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.03.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 18.06.2013
  • Verlag : FISCHER FJB
  • ISBN: 9783841421050
  • Fester Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Silber - Das erste Buch der Träume
Silber - Das zweite Buch der Träume
Silber - Das dritte Buch der Träume


Inhalt


Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen …
(Quelle: Fischer)


Meine Meinung


Jeder hat wohl schon im Traum mit Freunden gesprochen. Aber nach Livs Träumen kann nicht nur sie sich daran erinnern, sondern auch ihre Gesprächspartner…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Liv erzählt. Diese Sichtweise führt, wie so oft, dazu, dass die Gedanken und Gefühlswelt der Protagonistin viel Raum einnehmen, die anderen Charaktere aber ziemlich blass bleiben, da Liv (und damit auch der Leser) natürlich nicht in die Köpfe der Anderen hineinschauen kann. Besonders Livs Mitschüler bleiben blass. Diese werden in zwei Kategorien eingeteilt, die Gutaussehenden, und die Hässlichen (von denen man sich besser fernhält). Paradebeispiel ist hier Sam, der ausser einem pickligen Gesicht keine Eigenschaften zu haben scheint. Auch die Gutaussehenden, allen voran die Truppe um Livs „Love Interest“ Henry, haben kaum über ihr Aussehen hinausgehende Eigenschaften. Über Arthur weiss man kaum mehr, als dass er toll aussieht, und Jasper ist ein Womanizer. Mehr erfährt man nicht über die Jungs. Noch weniger weiss man höchstens über Secrecy, die anonyme Bloggerin (hier wurde Die Autorin wohl von „Gossip Girl“ inspiriert), die mir aber nicht humorvoll und sarkastisch, sondern lediglich gemein vorkam.

Die Protagonistin Liv war mir durchaus sympathisch, aber ihre ständigen Vorurteile haben mich doch gestört. Sie fällt ihre Urteile über andere Personen bereits bei der ersten Begegnung (teilweise sogar schon vom Hörensagen) und kommt dann nur sehr schwer (wenn überhaupt) wieder davon ab. Die (für Jugendbücher mit einem weiblichen Zielpublikum ja fast schon obligate) Liebesgeschichte fand ich zwar einerseits sehr berührend (um nicht zu sagen „niedlich“), andererseits hatte ich aber Mühe, die Gefühle der beiden nachzuvollziehen. Was finden die beiden an ihrem Partner eigentlich so toll, abgesehen vom Aussehen? Das hat die Autorin Kerstin Gier in meinen Augen nicht wirklich dargelegt.

Der Schreibstil von Kerstin Gier lässt sich auch im ersten Band der „Silber“-Reihe sehr flüssig lesen und ich kam gut in die Geschichte hinein. Inhaltlich gestaltete sich aber der Anfang etwas zäh, es dauert lange, bis die Handlung in Schwung kommt. Auch fand ich die Handlung noch etwas mager, viel Zeit wurde mit dem Alltagsleben von Liv und ihrer Familie verbracht, sodass die eigentliche Handlung auf wenigen Seiten abgehandelt wurde. Hier hoffe ich schwer auf die Nachfolgebände. Da das Setting ja nun im ersten Band etabliert wurde, bleibt in den beiden Nachfolgern ja hoffentlich etwas mehr Platz für die eigentliche Handlung.

Optisch ist das Buch sehr ansprechend gestaltet, obschon ich hier anmerken möchte, dass durch die Wahl eines dicken, hochwertigen Papiers, grosszügiger Schriftgrösse und breitem Rand ein umfangreicherer Inhalt vorgetäuscht wird, als tatsächlich vorhanden ist.

Mein Fazit

Leider konnte „Silber – Das erste Buch der Träume“ meine Erwartungen nicht erfüllen. Die Figuren blieben grösstenteils blass und die Handlung war eher mager. Trotzdem bin ich gespannt auf die Nachfolger und hoffe, dass die Autorin Kerstin Gier das Potenzial dort besser ausgenützt hat. 








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