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Mittwoch, 29. April 2020

Kryonium


Bildquelle

von Matthias A.K. Zimmermann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.10.2019   
  • Aktuelle Ausgabe : 01.10.2019
  • ISBN: 9783865994448
  • E-Buch Text: 324 Seiten
  • Sprache: Deutsch  

Literaturtest hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!






Inhalt


Gefangen an einem unbekannten Ort, schmiedet der Erzähler heimlich Fluchtpläne. Die Tatsache, ohne Erinnerungen zu sein, erschwert das Vorhaben. Doch der Drang, endlich auszubrechen aus diesem furchteinflößenden, schneeverwobenen Schloss, lässt ihn jedes Risiko eingehen. Und so gerät der Erzähler immer tiefer hinein in einen wirren Strudel aus rätselhaften Begegnungen und magischer Paranoia, die er spielerisch zu entschlüsseln hofft, was ihn letztlich zum Ursprung seiner Erinnerungen führt.


Meine Meinung


"Kryonium" besteht aus drei Teilen. Der erste spielt in einer Winter-Märchenwelt, der zweite in einer unheimlichen psychiatrischen Klinik und der dritte… lasst euch überraschen. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive des Protagonisten, über den der Leser erst im dritten Teil etwas mehr erfährt. In den ersten beiden Abschnitten ist der Leser diesbezüglich komplett auf seine eigene Vorstellung angewiesen (ich habe mir schon mal jemand komplett anderes vorgestellt, als schlussendlich korrekt gewesen wäre). Die drei Teile haben jeweils eine sehr unterschiedliche Stimmung, die sie beim Lesen rüberbringen, sodass es mir fast erschien, als würde ich drei komplett unterschiedliche Bücher lesen.

Wirklich begeistern konnte mich leider keiner der drei Teile. Beim ersten Abschnitt wartete ich vergeblich auf den im Klappentext angekündigten Aspekt des Computerspiels, der Abschnitt in der Psychiatrie erschien mir vor allem unglaubwürdig und mit dem dritten Abschnitt wusste ich gar nicht mehr, wo ich stehe. Der einzige für mich fassbare rote Faden der Handlung war der ständige Gedanke an Flucht. Auch der Protagonist blieb für mich ein Wesen ohne Eigenschaften, wohl weil erst gegen Schluss etwas über ihn erzählt wird.

Ich möchte hier darauf hinweisen, dass ich mit meiner Meinung anscheinend ziemlich alleine dastehe. So wie ich gesehen habe, sind die meisten Leser dieses Buchs absolut begeistert. Daher gehe ich davon aus, dass meine nicht-so-Begeisterung an mir liegt, und nicht an "Kryonium". Es ist wohl ein Buch, auf das man sich mehr einlassen muss, als ich es konnte. Wer sich durch den Klappentext angesprochen fühlt und auf der Suche nach einem Buch ist, dass er nicht nur so locker durchliest, sondern sich tiefer damit beschäftigen will, sollte sich also besser nicht durch meine Rezension abschrecken lassen, sondern dem Buch eine Chance geben.

 Mein Fazit

Ich konnte mich zuwenig auf das Buch einlassen






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 48, ein Buch eines Autors, von dem Du noch kein Buch gelesen hast.

ABC-Challenge

K


Rezensionsexemplar




Mittwoch, 1. April 2020

Transfusion - Sie wollen dich nur heilen


Bildquelle


von Jens Lubbadeh

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.11.2019   
  • Aktuelle Ausgabe : 11.11.2019
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783641240141
  • E-Buch Text: 384  Seiten
  • Sprache: Deutsch  

Der Heyne Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Ein Menschheitstraum ist wahr geworden. Mithilfe des Wundermittels Bimini, entwickelt vom Hamburger Pharmakonzern Astrada, kann Alzheimer nun endgültig geheilt werden. Iliana Kornblum, Wissenschaftlerin bei Astrada, hat das Medikament mitentwickelt, und ihr Vater gehörte zu den ersten Geheilten. Deshalb ist sie alarmiert, als sie bei ihrem Chef auf geheime Versuchsdaten stößt. Daten, die nur einen Schluss zulassen: Für Heilung und ein längeres Leben nimmt Astrada auch Tote in Kauf. Welche grausame Wahrheit verbirgt sich hinter dem Heilmittel?
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung


Iliana Kornblum arbeitet beim Pharmakonzern Astrada. Ihr Ziel: Menschen ein längeres Leben ohne einschränkende Krankheiten zu ermöglichen. Doch als sie entdeckt, dass ihr Arbeitgeber dafür auch unlautere Mittel anwendet, beginnt sie, an ihrer Aufgabe zu zweifeln.

Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Iliana in der Vergangenheitsform erzählt. Iliana konnte ich nur schwer fassen. In manchen Momenten war sie mir sehr sympathisch und ich konnte mich absolut mit ihr identifizieren, in anderen fand ich ihr Verhalten einfach nur unverständlich.

Inhaltlich bietet "Transfusion" genau das, was ich von einem Wissenschaftsthriller erwartet hatte. Grosse Überraschungen blieben leider aus, es gab viele "hab ich mir's doch gedacht"-Momente, aber die Handlung blieb trotzdem durchgehend spannend. Für mich als Laien (zwar mit wohl überdurchschnittlichen medizinischen Kennntissen, aber dennoch ein Laie) erschien mir der wissenschaftliche Aspekt dieses Thrillers allerdings ziemlich hanebüchern, aus Spoilergründen will ich da nicht näher darauf eingehen. Wer darüber aber hinwegsehen kann, wird mit diesem Buch einige Stunden lang sehr spannend und temporeich unterhalten.

Nicht überzeugen konnte mich allerdings der Schluss. Mehr oder weniger mitten in der Handlung ist einfach Schluss, dann kommen einige Seiten, die rund 10 Jahre später spielen und rückblickend mit wenigen Worten alles aufzulösen versuchen. Ich hatte fast den Eindruck, dem Autoren Jens Lubbadeh seien die Seiten ausgegangen, um seine Geschichte ordentlich zu Ende zu bringen.

Mein Fazit

Durchaus spannend, wenn man über die Unlogik hinwegsehen kann.







Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 25, Kontinente: Lies ein Buch, das auf mehreren Kontinenten spielt! Iliana lebt in Deutschland, unternimmt aber auf der Suche nach der Wahrheit eine kurze Reise nach Indien.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 32, in dem Gesundheit, Krankheit oder Tod eine Rolle spielen. Ein Heilmittel für Alzheimer (und dessen Weiterentwicklung) spielen in diesem Buch die Hauptrolle.

ABC-Challenge

T



Rezensionsexemplar


Montag, 30. März 2020

[Hörbuch] Der Fall Collini


Bildquelle

von Ferdinand von Schirach
gelesen von Burghart Klaussner


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 02.09.2011 
  • Aktuelle Ausgabe : 11.03.2019
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN:  9783844535723
  • Audible-Download: 3h 44
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
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Inhalt


Was treibt einen Menschen, der sich ein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zu einem Mord?
Vierunddreißig Jahre hat Collini als unbescholtener Werkzeugmacher bei Mercedes gearbeitet. Und dann tötet er anscheinend grundlos einen alten Mann. Ein Albtraum für Anwalt Caspar Leinen, der die Pflichtverteidigung übernimmt: Das Opfer, ein hoch angesehener Mann, ist der Großvater seines besten Freundes. Schlimmer noch, Collini schweigt beharrlich zu seinem Motiv. Leinen beginnt zu recherchieren und stößt auf eine Spur, die ihn mitten hineinführt in ein erschreckendes Kapitel deutscher Justizgeschichte...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Ein alter Mann bringt einen anderen um. Was hat Fabrizio Collini dazu gebracht, den Industriellen Hans Meyer zu töten?

Anhand des Klappentextes habe ich hier eigentlich einen Krimi erwartet. Wem es genauso ging, der sei hier gewarnt: es handelt sich hier um ein (Familien-)Drama, die Straftat an sich spielt kaum eine Rolle. Die passiert gleich in den ersten paar Sätzen und zumindest über die äusseren Geschehnisse gibt es keinerlei Zweifel.

Die Handlung dreht sich in erster Linie um die Vergangenheit. Nicht nur um die des Mörders (?) Fabrizio Collinis, sondern auch die seines Anwalts Caspar Leinen. Während ich durchaus wissen wollte, das hinter der Tat steckt, so kam für mich doch keine Spannung auf. Betont wird dies auch durch den Schreibstil des Autors Ferdinand von Schirach, den ich als tempoarm, kühl und vor allem detailverliebt wahrnahm. In der Obduktionsszene wird das Gewicht jedes einzelnen Organs aufs Gramm genau erwähnt und auch andere Szenen bestehen zu einem grossen Teil aus Beschreibungen und Aufzählungen. Selbst als endlich das Motiv zur Sprache kommt, besteht es aus einer reine Aufzählung von Fakten. Ein tieferer Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren bleibt dem Leser verwehrt.

Auch der Sprecher Burghard Klaussner bringt nicht mehr Energie in die Geschichte. Im Gegenteil liest er sehr langsam und macht er immer wieder so lange Pausen, dass ich trotz des eigentlich ohnehin sehr kurzen Hörbuchs zum ersten Mal die Geschwindigkeit meiner Audible-App erhöht habe.

Insgesamt ist "Der Fall Collini" für mich eine durchaus interessante Charakterstudie, Spannung wollte allerdings keine aufkommen.

Mein Fazit

Tempo- und gefühlsarm




 


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 8, Hobby/Beruf: Lies ein Buch, in dem eine Figur das selbe Hobby oder den selben Beruf hat, wie du selbst! Ich arbeite zwar beim Gericht, bin aber ausgebildete Rechtsanwältin und habe während dem Studium und den obligatorischen Praktika den Schwerpunkt auf Strafrecht gesetzt.

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 5, ein Buch mit einem Cover in schwarz oder weiß



Mittwoch, 26. Februar 2020

Berg der Macht


Bildquelle

von Robert Corvus

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.02.2019
  • Aktuelle Ausgabe : 01.02.2019
  • Verlag : Piper
  • ISBN: 9783492281720
  • Flexibler Einband: 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Leseprobe
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Inhalt


Der Granit des Bergs Ianapat verleiht dem Adel ewiges Leben. Der Preis dafür: die Trennung der Seele vom Körper, denn unsterblich sind nur Geister. Die Adelshäuser sind dem Willen jener Geister unterworfen. Nach den Launen der Unsterblichen fechten sie ihre Fehden aus – und besiegeln Bündnisse mit Heiraten. Doch die Grafentochter Semire von Schneegrund will beweisen, dass mehr an ihr von Nutzen ist als nur die Hand, die sie einem Baron reichen kann. Währenddessen tritt der Maler Quilûn in den Dienst des Tiefen Hauses Schneegrund. Unversehens wird er zu einer Figur im Machtkampf der Herrschenden. Seine Stellung könnte das Tor zur Gerechtigkeit und Freiheit für alle sein ...
(Quelle: Piper)


Meine Meinung


"Der Berg der Macht" ist der erste Band einer Reihe, dem man dies leider nur zu gut anmerkt. Den grössten Teil der rund 450 Seiten verbringt der Roman damit, die Figuren und ihre Welt vorzustellen. Eine wirkliche Handlung findet daher leider kaum mehr Platz. Gegen Ende des Buchs wird es zwar langsam spannend, aber nach wenigen Seiten ist die Geschichte dann auch zu Ende.

Die Welt, in der das Buch spielt, ist durchaus interessant und für mich auch neu. Aber ohne grosse Handlung konnte mich die Geschichte nicht ausreichend packen und mich zum Weiterlesen animieren. Auch die Fülle an Figuren war mir zu verwirrend und ich konnte mich in niemanden wirklich hineinfühlen. Schade, denn das Potential wäre durchaus da gewesen.

Mein Fazit

Mehr Einführung als wirkliche Geschichte.







ABC-Challenge

B

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 40, ein Buch, das nicht in Europa oder den USA spielt


Freitag, 7. Februar 2020

Die Gaben des Todes


Bildquelle

von Martin Krüger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.07.2017  
  • Aktuelle Ausgabe : 18.07.2017
  • Verlag : Edition M
  • ISBN: B071XY47LZ
  • E-Buch Text: 460 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Gaben des Todes
Der Engel des Bösen
Das Ritual der Toten



Inhalt


Ein grausamer Killer hält die Frankfurter Polizei in Atem. Die kunstvoll inszenierte Leiche einer jungen Frau wird in einer Schaufensterauslage gefunden. Neben ihr hat der Mörder drei mit Blut geschriebene Worte hinterlassen: »Holt Daniel Parkov«.
Obwohl der »Dezembermann«, wie sich der Täter selbst nennt, Oberkommissarin Marie Winter und dem milliardenschweren, exzentrischen BKA-Hauptkommissar Daniel Parkov mysteriöse Nachrichten zukommen lässt, tappen die Ermittler im Dunkeln. Erst nach und nach erkennen sie, dass sie es mit einem psychopathischen Killer zu tun haben, der einen perfiden Plan verfolgt: das Ende des freien Willens.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Eine der Protagonistinnen ist Marie Winter, über die man nicht viel mehr erfährt als dass sie vor Jahren ihren Verlobten in Notwehr töten musste und Mutter einer kleinen Tochter ist. Dass diese schwerkrank ist, fand ich nur unnötig dramatisierend (auch wenn es zur Auflösung des Falles durchaus Sinn ergibt).

Die andere der beiden Hauptfiguren ist Daniel Parkov, Hauptkommissar beim BKA. Erst hielt ich Parkov für eine Mischung aus Bruce Wayne und Tony Stark. Steinreich, mit Butler und KI-Gehilfen und vielen lustigen technischen Gadgets. Später erkannte ich in ihm dann auch Züge von Maarten S. Sneijder, auch Parkov trägt teure Anzüge und trinkt speziellen Tee, auch wenn sein bevorzugter Jasmintee und nicht Vanilletee ist). Insgesamt erschien er mir nur erzwungen originell, und dabei doch nur kopiert.

Auch die Handlung enthielt einige mir bekannte Elemente. So hat mich das Prinzip vom Mörder und seinem Schüler an die TV-Serie "Bones" erinnert. Über weite Strecken hinweg fand ich die Handlung trotzdem sehr spannend und ich habe versucht, den Täter zu erraten. Dieser wurde jedoch aus dem Nichts heraus enthüllt, zuvor war er höchstens in ein, zwei Nebensätzen erwähnt worden. Auch das Motiv, das er nannte, konnte mich überhaupt nicht überzeugen, weshalb die Auflösung meinen eigentlich nicht schlechten Eindruck des Buches ziemlich nach unten zog.

Als weiteren Kritikpunkt möchte ich hier noch die überwältigende Anzahl von Figuren und Dienststellen erwähnen. BKA, LKA, Mordkommission, schon bald wusste ich nicht mehr, welchen der vielen Namen ich wohin versorgen musste.

Mein Fazit

Eigentlich spannend, Schluss überzeugt jedoch nicht











ABC Challenge

G

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 28, ein Buch, dessen Ende dir nicht gefallen hat 



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