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Dienstag, 6. März 2018

Der Anfang


Bildquelle

von Eva Völler

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.06.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 23.06.2017
  • Verlag : Bastei Entertainment
  • ISBN: 9783732552511
  • E-Buch Text 84 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Der Anfang
Auf ewig dein
Auf ewig mein



Inhalt


Anna und Sebastiano sind zurück! Das Traumpaar der Zeitenzauber-Trilogie hat einen kühnen Plan: eine eigene Zeitreise-Akademie in Venedig, dem Ort, wo das Abenteuer ihrer Liebe begann.
    Doch das Rekrutieren neuer Schüler stellt sich als unerwartet gefährlich heraus. Ihr erster Novize heißt Ole und ist ein waschechter und ziemlich rücksichtsloser Wikinger, der völlig andere Pläne verfolgt als Anna und Sebastiano. Ehe die beiden sich versehen, stecken sie bis zum Hals in Schwierigkeiten und müssen nicht nur um Oles Leben kämpfen, sondern auch um ihr eigenes.


Meine Meinung


Anna und Sebastiano haben beschlossen, an einer Zeitreiseschule neue Beschützer auszubilden. Doch ihre neuen Schüler müssen sie erst rekrutieren, denn diese stammen aus der Vergangenheit…

"Der Anfang" bildet das Prequel zur zweiten Trilogie um die Zeitreisenden Anna und Sebastiano. Ich empfehle, zunächst die erste Trilogie, "Zeitenzauber" zu lesen, da sonst etwas gar viele Fragen offen blieben könnten.

Wer die Zeitreiseromane von Eva Völler bereits kennt, kennt natürlich auch die Ich-Erzählerin Anna. Mittlerweile wird sie wohl Anfang bis Mitte 20 sein, wirkt aber immer noch wie ein Teenager mit ihrer Naivität. Ich mag sie eigentlich, aber manchmal reagiert sie schon etwas gar doof…

Viel Handlung enthält das Buch nicht, aber bei weniger als 100 Seiten kann in dieser Hinsicht auch nicht erwartet werden. Er wird relativ kurz erzählt, wie Anna und Sebastiano den Wikinger Ole aus dem Norwegen des 10. Jahrhunderts als Zeitreiseschüler rekrutieren und ins Venedig unserer Zeit bringen. Zum Verständnis der nachfolgenden Bände ist der Inhalt dieses Bandes absolut unwichtig, aber ein nettes "Zückerchen" für die langjährigen Fans, dass der Verlag netterweise sogar kostenlos zur Verfügung stellt.

Mein Fazit

Kein Must Read, aber eine nette Ergänzung










Donnerstag, 25. Januar 2018

Woman in Cabin 10


Bildquelle

von Ruth Ware
übersetzt durch Stefanie Ochel

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.12.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.12.2017
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423261784
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs an der norwegischen Küste teil. Ein wahrgewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Geräusch aus der Nachbarkabine. Sie hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres, ungefähr von der Größe eines menschlichen Körpers. Und die Reling ist blutverschmiert. Lo alarmiert den Sicherheitsoffizier. Die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Keine Kleider, kein Blut, kein Eintrag ins Passagierregister. Die Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben ...
(Quelle: dtv)


Meine Meinung


Lo darf als Reisereporterin an der Jungfernfahrt eines neuen Luxuskreuzfahrtschiffes teilnehmen. Doch der Traum wird schnell zum Albtraum, als ihre Kabinennachbarin verschwindet und ihr niemand glauben will, dass sie überhaupt je an Bord war…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Lo erzählt. Lo macht in diesem Buch vieles durch, schon bevor die Story wirklich losgeht, wird in ihre Wohnung eingebrochen und Lo wird dabei verletzt. So ist sie bereits ziemlich paranoid, als sie das Schiff zum ersten Mal betritt, und das Verschwinden der jungen Frau aus der Kabine nebenan hilft da natürlich nicht weiter. Ich hatte allerdings meine liebe Mühe, mich mit Lo anzufreunden. Das erste, was man über sie erfährt ist, dass sie ein ziemliches Alkoholproblem hat. Die Nächte, in denen sie nicht stockbesoffen im Bett landet, lassen sich an einer Hand abzählen. Ihre Arbeit scheint sie auch nicht wirklich zu interessieren. Sie erhält eine grosse Chance, nutzt sie aber nicht im Geringsten. Sie bereitet sich weder auf die Kreuzfahrt vor, noch unternimmt sie an Bord etwas im weitesten Sinne "reisejournalistisches". Dafür ist sie gut im Jammern, richtig nervig.

Während die Autorin Ruth Ware sehr geschickt eine unheimliche, klaustrophobische Stimmung aufbaut, hat die Handlung an sich doch recht wenig Substanz. Sehr viel passiert nicht, und der Hintergrund des Ganzen lässt sich schnell durchschauen. Die Geschichte lebt fast ausschliesslich von den Ängsten der Protagonistin, die anderen Figuren tragen nur wenig zur Handlung bei. Zudem läuft die Geschichte über lange Strecken hinweg sehr repetitiv ab. Jemand äussert eine Vermutung, wer die verschwundene Frau sein könnte, Lo sucht sie auf, sie ist es nicht. Sie äussert aber eine Vermutung, wer es stattdessen sein könnte, Lo sucht sie auf, und so weiter.

Zwischen den einzelnen längeren Handlungsabschnitten wird die Geschichte durch E-Mails und Zeitungsmeldungen unterbrochen, die meist nach dem jeweiligen Zeitpunkt der Haupthandlung spielen und mich daher zunächst etwas verwirrt hatten. So fragt beispielsweise Los Freund in ihrem Bekanntenkreis nach, ob jemand etwas von ihr gehört habe, da sie schon seit Tagen nicht auf seine Nachrichten reagiere, während Lo in der Haupthandlung erst vor wenigen Stunden zu Hause abgereist ist.

Mein Fazit

Schöne Stimmung, aber wenig Substanz








Cover Challenge

Aufgabe 23, ein Buch, auf dessen Cover Wasser zu sehen ist. 

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 30, ein Buch mit einem der vier Elemente im Titel oder auf dem Cover (Feuer, Wasser, Luft, Erde) 

ABC-Challenge der Protagonisten

Lo = L weiblich

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 10, ein Buch, das mit dem Meer zu tun hat (Handlung, Cover ...).



Samstag, 26. August 2017

Kein guter Ort


Bildquelle

von Bernhard Stäber

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 15.08.2017
  • Verlag : beTHRILLED by Bastei Entertainment
  • ISBN: 9783732542352
  • E-Buch Text 378 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Bastei Entertainement und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Vaters unbekanntes Land
Kalt wie Nordlicht
Kein guter Ort


Inhalt


Arne Eriksen ist nach seinem letzten Fall nach Südnorwegen gezogen und arbeitet dort als Psychiater an einer Klinik. Hier hört er auch von den mysteriösen Morden im Hotel Rabenschlucht. Damals hat ein Unbekannter ein junges Mädchen vor den Augen seiner Schwester umgebracht.  Doch nicht erst seit dieser Tat gilt die Rabenschlucht als ein Ort, an dem seit jeher schlimme Dinge geschehen. Der Ort und die Geschehnisse lassen den Psychologen nicht los und Arne stellt auf eigene Faust Nachforschungen zum tragischen Tod des jungen Mädchens an. Und muss feststellen, dass ihn sein Leben in Norwegen verändert hat: Er lässt sich immer mehr von seiner Intuition und den uralten Riten der Samen leiten – und kommt damit dem Täter so nah, dass er selbst in tödliche Gefahr gerät...


Meine Meinung


In einem einsamen Hotel in der norwegischen Provinz Telemark wurden vor 15 Jahren der Hotelbesitzer und seine Tochter ermordet, während die zweite Tochter überlebt hat. Da es dort seither spuken soll, interessiert sich die drogenabhängige Janne sehr für das nun verlassene Hotel und stösst dort auf neue Spuren, die sie zusammen mit ihrem Therapeuten Arne verfolgt…

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt, wobei der Erzähler je nach Szene seinen Fokus auf eine andere Figur legt, in erster Linie die Polizeikommissarin Kari, Janne, die Tochter von Karis Chef und Arne, Jannes Therapeut. Ich hatte den Eindruck, nicht besonders viel über die Figuren zu erfahren, was aber vielleicht auch daran liegt, dass es sich bereits um den dritten Band der Reihe handelt und ich die Vorgänger nicht kenne. Ich konnte der Handlung zwar problemlos folgen, aber vielleicht wären mir die Figuren etwas näher gewesen, wenn ich sie bereits vorher gekannt hätte.

Während die Handlung in der Stadt Bergen rund um die Polizistin Kari beginnt, wechselt sie bald auf's Land in die Provinz Telemark zum Psychiater Arne. Das "Spukhotel" ist natürlich eine ideale Kulisse für eine gespenstische Stimmung, auch wenn nur kurze Teile der Geschichte effektiv dort stattfinden. Während die Handlung einigermassen linear aufgebaut ist und nicht mit Hinweisen geizt, damit auch der Leser miträtseln kann, ist sie doch etwas sehr mit Zufällen gespickt, die die Geschichte etwas unglaubwürdig erscheinen lassen.

Die Stimmung ist sehr düster und unheimlich gehalten, und auch wenn die Auflösung nicht allzu überraschend war, so erschien mir die Geschichte doch stets mitreissend und nie langweilig. Allerdings ist der Thriller in eher geruhsamem Tempo gehalten, sodass hier keine atemlose Spannung, sondern eher ein durchgehendes, unterschwelliges Kribbeln zu erwarten ist.

Der Schreibstil des Autors Bernhard Stäber liess sich flüssig lesen, sodass ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen hatte.

Mein Fazit

Schön unheimlich und nie langweilig.







Rezensionsexemplar


Dienstag, 8. November 2016

Drachenreiter - Die Feder eines Greifs


Bildquelle

von Cornelia Funke

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 26.09.2016
  • Verlag : Dressler
  • ISBN: 9783791500119
  • Fester Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Dressler Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Drachenreiter
Die Feder eines Greifs


Inhalt


Zwei Jahre nach ihrem Sieg über Nesselbrand erwartet Ben, Barnabas und Fliegenbein ein neues Abenteuer: Der Nachwuchs des letzten Pegasus ist bedroht! Nur die Sonnenfeder eines Greifs kann ihre Art noch retten. Gemeinsam mit einer fliegenden Ratte, einem Fjordtroll und einer nervösen Papageiin reisen die Gefährten nach Indonesien. Auf der Suche nach dem gefährlichsten aller Fabelwesen merken sie schnell: sie brauchen die Hilfe eines Drachens und seines Kobolds.
(Quelle: Dressler)


Meine Meinung


Nachdem die wahrscheinlich letzte Pegasus-Stute gestorben ist, schweben ihre sich noch in den Eiern befindende Fohlen in Lebensgefahr. Nur die Feder eines Greifen kann sie retten. Der Drachenreiter Ben und seine Freunde machen sich auf die Suche nach dem seltenen Fabelwesen.

„Die Feder eines Greifs“ ist der zweite Band um den Drachenreiter Ben. Die Handlung der beiden Bände ist in sich abgeschlossen, sodass Vorkenntnisse nicht zwingend notwendig sind. Ich empfehle dennoch zunächst die Lektüre des ersten Bandes, um die Figuren besser kennenzulernen. Ich selber habe den ersten Band nach mehreren Jahren wieder einmal zur Vorbereitung auf dieses Buch gelesen.

Der zweite „Drachenreiter“-Band wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Je nach Szene kommt ein anderer Erzähler zum Zug, wodurch der Leser alle Figuren etwa gleich gut kennenlernt. Vertiefte Charakterstudien sind hier allerdings keine zu finden. Die Figuren wiesen alle nur wenige Charakterzüge auf, die zudem recht klischeehaft wirken. So sind sie entweder böse und nicht besonders schlau, oder nett, klug und umweltbewusst. Zudem erschien mir das Buch etwas gar überladen mit verschiedenen Fabelwesen, wie teilweise nur in wenigen Sätzen auftauchten und mir Schwierigkeiten machten, sie zu merken.

Während im ersten Band die Handlung noch ziemlich geradelinig verlief, werden hier mehrere Handlungsstränge zusammengefügt, die zunächst parallel laufen und erst zum Schluss zusammenfinden. So wird das Spannungslevel durch regelmässige Szenenwechsel hochgehalten. Der Aufbau ist jedoch dem ersten Band sehr ähnlich, sodass „Die Feder eines Greifs“ nur wenig Neues bieten kann.

Cornelia Funke nutzt auch hier wieder ihren eher einfach gehaltenen und flüssig lesbaren Schreibstil, den sie mit selbst gezeichneten Illustrationen aufpeppt. Die Kapitel beginnt sie mit Zitaten aus anderen Büchern, wie sie es schon in der „Tintenherz“-Reihe getan hat. Das Buch eignet sich für Kinder und Erwachsene, wobei jüngere und sensible Kinder bei der Lektüre begleitet werden sollten, einige Szenen könnten sonst zu unheimlich wirken.

Mein Fazit

Bas Buch bringt nur wenig neues, aber die Drachenreiter-Stimmung ist wieder da und fasziniert jung und alt. 






Rezensionsexemplar


Montag, 5. September 2016

[Hörbuch] Der Schwarm


Bildquelle

von Frank Schätzing
gelesen von Stefan Kaminski

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.08.2004
  • Aktuelle Ausgabe : 10.03.2014
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844511116
  • herunterladbare Audio-Datei
  • Sprache: Deutsch 

Hörprobe
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Inhalt


Ein Fischer verschwindet vor der Küste Peru spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
(Quelle: Hörverlag)


Meine Meinung


Wale greifen Menschen an und methanfressende Würmer verursachen Tsunamis. Das Meer scheint sich gegen die Menschheit zu wenden. Eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern und Soldaten versucht, das Überleben der Menschheit zu sichern.

Die Handlung wird von einem auktorialen Erzähler aus wechselnder Perspektive erzählt. Die Geschichte besteht aus verschiedenen Handlungssträngen, die zwar alle zusammenhängen, aber zu einem grossen Teil nebeneinander erzählt werden, ohne wirklich miteinander verflochten zu werden. Dies führt zu einer grossen Anzahl Protagonisten – zu vielen für meinen Geschmack. Ich hatte teilweise Mühe, all die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten und mir zu merken, wer wie in der ganzen Geschichte drinsteckt. Ich empfehle zudem allen Lesern oder Hörern, ihr Herz nicht zu stark an einen der Protagonisten zu hängen – wie bei „Game of Thrones“ schützt auch hier eine Hauptrolle nicht vor dem plötzlichen und überraschenden Tod. Die Anzahl der im Epilog noch lebenden Charaktere ist klein… Dass mein sein Herz an einen der im Buch vorkommenden Amerikaner hängt ist ohnehin unwahrscheinlich, alle amerikanischen Figuren sind so übertrieben klischeehaft unsympathisch dargestellt, dass es einfach nur lächerlich wirkt.

Der Schreibstil von Frank Schätzing lässt sich flüssig lesen (oder in meinem Fall vorlesen lassen), bleibt aber eher trocken. Gespickt mit wissenschaftlichen Begriffen und Erklärungen ist der Roman sehr informativ und lehrreich, aber alles andere als „leichte Lektüre“. Der Begriff „Wissenschaft“ wird bei diesem Wissenschaftsthriller wirklich ernst genommen. Kombiniert mit der Dicke des Buches empfehle ich, genügend Zeit zur Lektüre einzuplanen.

Trotz den eher trockenen, wissenschaftlichen und manchmal etwas war langen Beschreibungen liest sich „Der Schwarm“ nach einer Weile wirklich spannend. Der Anfang ist jedoch eher zäh gestaltet, die Einleitung, die erklärt, wie sich sie Situation entwickelt hat, dauert sehr lange. Wer durchhält, wird aber mit einem sehr spannenden, wenn auch ausser in einzelnen Szenen eher geruhsam erzählten Thriller belohnt. Lediglich der Schluss ist in meinen Augen zu philosophisch geraten.

Der Vorlesestil des Sprechers Stefan Kaminski passt sehr gut zum Schreibstil Frank Schätzings, auch der Vortrag ist sehr nüchtern, fast nachrichtensprecherartig gehalten. Manchmal hätte ich mit etwas mehr Emotionen gewünscht, die hätten allerdings nur bedingt zum Schreibstil gepasst.

Mein Fazit

Sehr wissenschaftlich mit verwirrend vielen Personen. Das „Durchkämpfen“ durch den zähen Anfang wird mit einem spannenden Wissenschaftsthriller belohnt. 







Freitag, 25. März 2016

Der letzte Pilger


Bildquelle

von Gard Sveen
übersetzt durch Günther Frauenlob

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 26.02.2016
  • Verlag : List Verlag
  • ISBN: 9783471351161
  • Flexibler Einband 544 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Er war eine Institution in Norwegen und stand während des Krieges immer auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann ist scharfsinnig, klug und eingefleischter Selbsthasser voller innerer Abgründe. Er sieht einen Zusammenhang: Alle Toten haben eine Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des norwegischen Widerstandes gegen die deutsche Besatzung. Schon bald begreift Bergmann, wie nah Liebe und Hass beieinander liegen.
(Quelle: List)


Meine Meinung


In der Nordmarka bei Oslo werden 2003 mehrere Skelette gefunden, die schon rund 60 Jahre dort gelegen haben. Kurz darauf wird ein Mann getötet, der im 2. Weltkrieg gegen die Nazi-Besatzung gekämpft hat. Was hat der Ermordete mit den Skeletten zu tun?

Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen geschildert, einerseits während oder kurz nach dem zweiten Weltkrieg, andererseits 2003. Der neuere Strang wird dabei aus der Sicht des Polizisten Tommy Bergmann geschildert, der sehr schnell entdeckt, dass zwischen dem aktuellen Mord und den während dem 2. Weltkrieg Verstorbenen ein Zusammenhang bestehen muss. Wie dieser aussieht, wird jedoch erst im Laufe des Buches klar

Der Schreibstil des Autors Gard Sveen lässt sich an sich flüssig lesen, durch die ständigen Zeitsprünge gerät der Lesefluss jedoch oft etwas ins Stocken. Durch die zwei Zeitschienen verdoppeln sich zudem die Figuren, was es mir teilweise etwas schwierig gemacht hat, mir zu merken, wer nun wer ist und was er mit der Geschichte zu tun hat.

Durch einige Eigenschaften, die dem Leser schon früh unter die Nase gerieben werden, fiel es mir recht schwer, den Protagonisten Tommy sympathisch zu finden, auch wenn mich seine Hartnäckigkeit, das Verbrechen von 1942 aufzuklären, beeindruckt hat. Auch mit der Protagonistin aus dem vergangenen Zeitstrang hatte ich meine Mühe. Ich konnte zwar ihre Beweggründe grösstenteils nachvollziehen, gutheissen konnte ich ihre Handlungen aber trotzdem nicht immer.

Die Handlung ist durchaus spannend, jedoch vor allem zu Beginn, wenn dem Leser noch viele wichtige Informationen fehlen, recht verworren. Der Krimi schreitet eher gemütlich voran, da die Hälfte der Handlung bereits 60 Jahre davor abgeschlossen war und der neuere Handlungsstrang in erster Linie aus Befragungen und damit Dialogen besteht. Die Auflösung kommt nicht überraschend, da sich der Leser mit all den gelieferten Puzzleteilen die Lösung während der Lektüre selbst zusammenreimen kann.

Wie ich herausgefunden habe, bildet „Der letzte Pilger“ den ersten Band einer Reihe. Die nachfolgenden Bände sind aber noch nicht (oder zumindest noch nicht auf Deutsch) erschienen.

Mein Fazit

Interessante Handlung in gemütlichem Tempo, aber die Charaktere haben mich nicht mitgerissen.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 27, ein Buch von einem Autor (männlich oder weiblich), der nicht aus Deutschland, Großbritannien oder den USA stammt. Gard Sveen stammt aus Norwegen.


Rezensionsexemplar

 

Samstag, 30. Januar 2016

Knochen




von Eystein Hanssen
übersetzt durch Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.02.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 13.02.2015
  • Verlag : Rütten & Loening Berlin
  • ISBN: 9783352006807
  • Fester Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe:
Totenmaler
Knochen
Blutgeld


Inhalt


Ein Tunnel. Ein Geheimnis. Ein Abgrund.

Elli Sunee Rathke, Trägerin des schwarzen Gürtels und Norwegens neue Ermittlerin

Eine skelettierte kopflose Leiche in der Größe eines Kindes wird in einem unterirdischen Tunnel gefunden. Elli Rathke, Trägerin des schwarzen Gürtels und Außenseiterin bei der Polizei Oslo, steht vor einem Rätsel. Wer sollte hier ein Kind getötet haben und warum? Die ersten Analysen deuten tatsächlich auf ein totes Kind hin – und auf die Knochen eines Affen.


Meine Meinung


In einem alten Tunnel unter Oslo wird ein Skelett gefunden. Bald wird klar, dass die Überreste grösstenteils nicht von einem Menschen stammen.

„Knochen“ ist bereits der zweite Krimi um die halb thailändische, halb norwegische Polizistin Elli Sunee Rathke. Als ich mir das Buch gekauft habe, dachte ich, dies sei der erste Band, den Irrtum habe ich erst bei der Lektüre entdeckt. Ich konnte der Handlung dennoch gut folgen, lediglich vereinzelte Hinweise auf frühere Geschehnisse lassen erkennen, dass es sich hier nicht um den ersten Band der Reihe handelt. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht nötig.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, einerseits aus der Sicht der Ermittlerin Elli, andererseits aus der Sicht verschiedener an den Geschehnissen beteiligter Frauen. Neben der Krimihandlung spielt auch das Privatleben der Polizistin eine nicht unerhebliche Rolle, sodass ich mich auch ohne Vorkenntnisse gleich mit der Hauptprotagonistin anfreunden und mit ihr mitfiebern konnte. Die Krimihandlung steht aber klar im Vordergrund und wird vom Privatleben nicht überschattet. Viel, vielleicht sogar zu viel Raum nimmt der Alltag der beiden anderen Protagonistinnen ein. Da die Erzählung aus ihrer Sicht zunächst überhaupt nichts mit der Krimihandlung zu tun haben scheint, fiel es mir zu Beginn etwas schwer, mich auf das Buch einzulassen, da ich immer wieder aus den Geschehnissen herausgerissen wurde.

Während der Krimi mit mehreren Handlungssträngen startet, verweben diese sich im Laufe der Geschichte zu einem Ganzen. Mir waren die verschiedenen Handlungsstränge schlussendlich dann doch zuviel. Tote geschützte Tiere, illegale Adoptionen, unterdrückte Au-Pairs, es erschien mit, als ob sich der Autor Eystein Hanssen nicht hätte entscheiden können, was das Thema seines Buches sein sollte, und schlussendlich alles, was ihm spannend erschien, hineingekippt hätte. Weniger wäre in meinen Augen mehr gewesen.

Mein Fazit

Durchaus spannender Krimi mit überladener Handlung. Weniger wäre hier mehr gewesen.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 40, ein Buch mit einem Schauplatz, den Du schon besucht hast. Das Buch spielt in Oslo, wo ich im Sommer 2013 eine Woche Urlaub verbacht habe.

Mittwoch, 16. September 2015

Höllenfrost


Bildquelle


von Tanja Noy

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 10.06.2015
  • Verlag : MIRA Taschenbuch
  • ISBN: 9783956491870
  • Flexibler Einband
  • Sprache: Deutsch 

Der MIRA Taschenbuch Verlag hat mir das Taschenbuch kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Teufelsmord
Todesruhe
Höllenfrost


Inhalt


Zander, Julia Wagners ehemaliger Partner aus ihrer Zeit bei der Mordkommission in Mainz, untersucht in der Rheinstadt eine Serie von grausigen Verbrechen gegen junge Frauen und trifft auf ein düsteres Geflecht aus Mord und Menschenhandel. Zur gleichen Zeit versteckt sich Julia nach einer atemlosen Flucht in einer eingeschneiten Berghütte im Schwarzwald - doch auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. In ihrem Kopf tauchen immer wieder Bilder auf, die sie noch nicht vollständig einordnen kann, aber eines wird ihr immer klarer: Ihr gesamtes Leben beruht auf einer Lüge. Sie entschließt sich, auf die Jagd nach Antworten zu gehen. Durch Julias neue Erkenntnisse und Zanders Ermittlung aufgescheucht, entschließt sich deren übermächtiger Gegner nun, zum Gegenschlag auszuholen …
(Quelle: MIRA Taschenbuch)


Meine Meinung


„Höllenfrost“ ist der dritte Band der (geplant) fünfteiligen Reihe um Julia Wagner. Ich dachte erst, es handle sich um eine Trilogie und damit der letzte Band, doch auch dieser endet in einem Cliffhanger, und die vielen Fragen, die sich im Laufe der Reihe gestellt haben, sind noch lange nicht geklärt. Die beiden Vorgängerbände habe ich mit grossem Interesse gelesen, was auch gut ist: „Höllenfrost“ baut direkt auf den Vorgängern auf, ohne Vorkenntnisse wird es wohl schwierig, die Handlung zu verstehen und sich in die Protagonisten hineinfühlen zu können.

Wie von den Vorgängern gewohnt, spielt auch „Höllenfrost“ mit wechselnden Perspektiven. Hier werden verschiedene Handlungsstränge parallel erzählt, die zwar im Grunde schon von Beginn weg zusammenhängen, jedoch an unterschiedlichen geographischen Orten (einer davon auch in der Vergangenheit) spielen und daher getrennt erzählt werden müssen. Neben bereits aus den Vorgängern bekannten Personen wie Julia, Eva, Susanne und Zander tauchen viele weitere Charaktere auf, die nur kurz erscheinen oder die vier Protagonisten über längere Zeit begleiten.

„Höllenfrost“ markiert die Mitte der fünfbändigen Reihe. Und wie es so oft der Fall ist, passiert in diesem Mittelteil nicht viel. Ein grosser Teil der Geschichte basiert auf Rückblenden, sei es durch Julias Erinnerungen an ihre Kindheit oder durch den Blick auf einen Mordfall, den Julia und Zander 2008 bearbeitet hatten. Über weite Strecken hinweg plätschert die Handlung vor sich hin, wie bei einem Maler, der sich dem Hintergrund und der Landschaft widmet, bevor er wieder zum eigentlichen Motiv kommt.Dafür gibt es viele neue Infos, die für den Verlaug der gesamten Geschichte sehr wichtig sind, auch wenn die Handlung hier etwas mager bleibt.

Mein Fazit

Eher ruhiger Mittelteil der fünfbändigen Reihe. Die Handlung wird nur wenig weitergetrieben, dafür werden die Hintergründe stärker beleuchtet. „Höllenfrost“ sollte nicht als Einzelband, sondern nur als Teil der Reihe gelesen werden.




Rezensionsexemplar



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