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Samstag, 9. Juli 2016

Tödlicher Mittsommer


Bildquelle

von Viveca Sten
übersetzt durch Dagmar Lendt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.05.2010
  • Aktuelle Ausgabe : 18.04.2011
  • Verlag : Kiepenheuer & Witsch
  • ISBN: 9783462043112
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Bücher der Reihe:
Tödlicher Mittsommer
Tod im Schärengarten
Die Toten von Sandhamn
Mörderische Schärennächte
Beim ersten Schärenlicht
Tod in stiller Nacht
Tödliche Nachbarschaft



Inhalt


Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Eine männliche Leiche liegt angespült am Weststrand der Insel.

Als eine gute Woche später nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden wird, muss sich Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka des Falls annehmen.

Anhaltspunkte gibt es kaum. Was verband die Toten mit Sandhamn? Welche Geheimnisse verbergen sich in dem kleinen Ort? Gequält vom Verlust seiner neugeborenen Tochter und von einer zerbrochenen Ehe stürzt Thomas sich in die Ermittlung. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie die Sommermonate auf der Insel verbringt.

Ein Mörder geht um in der Ferienidylle, und der Druck auf die Polizei wächst. Thomas Andreasson muss den Täter finden, bevor noch ein Mensch stirbt …



Meine Meinung


Auf Sandhamn wird die Leiche eines Ertrunkenen angespült. Die Polizei glaubt zunächst an einen Unfall, bis es noch weitere Tote gibt…

„Tödlicher Mittsommer“ ist der erste Krimi um den Polizisten Thomas Andreasson (ich will ihn immer Thomas Andersson nennen, wie „Neo“ im Film „Matrix“). Neben dem Kriminalfall spielt auch das Privatleben von Thomas und seiner besten Freundin Nora eine grosse Rolle, sodass die eigentlichen Ermittlungen beinahe in den Hintergrund treten. Die beiden Protagonisten Nora und Thomas sind mir beide sympathisch, daher kann ich mir gut vorstellen, auch noch weitere Bücher der Reihe zu lesen, auch wenn der Krimi-Aspekt für meinen Geschmack etwas gar wenig Platz bekommt. Die Insel Sandhamn (Sandö) spielt ebenfalls eine grosse Rolle, sodass „Tödlicher Mittsommer“ klassische Regionalkrimi-Züge aufweist. Leider sind die Figuren etwas gar Klischeehaft gezeichnet, so sind die Protagonisten alle gutaussehend und einigermassen wohlhabend und die Touristen alles laute, lärmige Störenfriede (obwohl: wer in Stockholm lebt und auf den Schären ein Ferienhäuschen hat, ist dort ja eigentlich auch Tourist, oder?)

Die Autorin Viveca Sten gibt dem Leser nur wenige Hinweise zum mitraten, die Lösung kommt schlussendlich überraschend, ohne dass man sie mit bisherigem Wissen hätte herleiten können (respektive: der entscheidende Hinweis kommt überraschend. Danach ist eigentliche Lösung sehr vorhersehbar). Der Schreibstil liest sich flüssig, sodass sich der Krimi gut nebenher lesen lässt, auch wenn die Sätze teilweise etwas gar einfach gehalten sind. Im Vergleich zu anderen skandinavischen Autoren schreibt Viveca Sten nicht übermässig düster, sodass auch Leser, die den skandinavischen Krimi eigentlich nicht so mögen, diesem Buch eine Chance geben können.

Wer ein atemberaubendes Tempo sucht oder sich beim Lesen ganz auf den Kriminalfall konzentrieren möchte, wird mit „Tödlicher Mittsommer“ nicht glücklich. Wer aber gerne in Gedanken den Sommerurlaub auf den Stockholmer Schären verbringen und sich ganz nebenbei noch mit ein paar Morden befassen möchte, sollte sich dieses Buch mal ansehen.

Mein Fazit

Unterhaltsamer, aber nicht aussergewöhnlicher Krimi mit ansprechender Kulisse und Schwerpunkt auf dem „Drumherum“.





Task-Challenge

Aufgabe 3, lies ein Sommerbuch (entweder spielt es im Sommer oder hat 'Sommer' im Titel)

Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 19, ein Buch rund um das Thema Sommer oder Urlaub im Titel oder auf dem Cover 

 

Montag, 15. Februar 2016

Die Tote am Lago Maggiore


Bildquelle

von Bruno Varese

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.02.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 18.02.2016
  • Verlag : Kiepenheuer & Witsch
  • ISBN: 9783462048193
  • Flexibler Einband: 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlor zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Am italienischen Ufer des Lago Maggiore, wo die Frühlingssonne das klare Wasser wärmt, versucht Matteo Basso vergeblich, seinen ersten Fisch zu fangen. Der ehemalige Mailänder Polizeipsychologe hat seinen Job an den Nagel gehängt und ist zurückgekehrt nach Cannobio, um die Macelleria seiner verstorbenen Eltern zu übernehmen. Am Wochenende soll das große Oldtimer-Rennen stattfinden und Gisella ihm bei den Salsiccia-Kreationen helfen, die ihm leider noch regelmäßig misslingen. Doch dann wird Gisellas Leiche am Ufer des Sees gefunden. Man vermutet, sie sei ertrunken. Matteo glaubt nicht an einen Unfall, denn Gisella war eine exzellente Schwimmerin. Er ermittelt auf eigene Faust. Warum wollte sie ihn in der Nacht zuvor so dringend sprechen? Und was hatte sie mit Maldini, dem windigen Gran Signore aus Stresa, zu tun? Als es beim Autorennen zu einem mysteriösen Unglück kommt und Matteo selbst in Gefahr gerät, ahnt auch Kommissarin Zanetti, dass sie es mit einem verzwickten Fall zu tun haben. Die aufreibenden Ermittlungen führen die beiden bis ins luxuriöse Mailand und tief in die Geschichte der Region. 


Meine Meinung


Die Tanzlehrerin Gisella ertrinkt während einer stürmischen Nacht im Lago Maggiore. Matteo Basso, ein Freund der Toten, will im Gegensatz zur Polizei nicht an einen Unfall glauben.

Die Geschichte wird aus der Sicht des ehemaligen Polizeipsychologen und heutigen Metzgers Matteo Basso erzählt. Obschon er mir nicht unsympathisch war, konnte ich mich nur bedingt in ihn hineinversetzen und seine Vorgehensweise oft nicht nachvollziehen. Was mir in Bezug auf den Protagonisten besonders gefehlt hat, sind seine Hintergründe. Es wird lediglich klar, dass er seine Arbeit als Polizeipsychologe aufgegeben hat, jedoch nicht, wieso das geschah, und wieso er von Mailand wieder in sein Heimatdort Cannobio gezogen ist, wo er sich nur bedingt wohlzufühlen scheint. Hier hätte ich gerne mehr erfahren, das hätte Matteo für mich wohl auch etwas lebendiger gestaltet.

Das Erzähltempo von „Die Tote am Lago Maggiore“ ist sehr geruhsam bis sogar langatmig. Action sollte hier nicht erwartet werden. Der Protagonist Matteo folgt Schritt für Schritt seinem Instinkt, denn Spuren gibt es keine. So fällt für den Leser auch das Miträtseln flach, keinerlei Hinweise werden gestreut, die man verbinden könnte. Auch das Spannungslevel ist eher tief gehalten. In den wenigen Szenen, in denen es doch spannend wird, beispielsweise wenn mitten in Mailand geschossen wird, wird die Situation nur kurz angerissen und in wenigen Sätzen abgehandelt. Über weite Teile des Krimis bleibt unklar, worum es überhaupt geht, und ob wirklich eine Straftat vorliegt. Aufgedeckt wird der Fall schlussendlich eher durch Zufall. Auf wenigen Zeilen wird geschildert, was eigentlich genau warum passiert ist, ohne dass Matteo eine nennenswerte Eigenleistung zur Lösung beitrug.

Der Schreibstil des Autors Bruno Varese lässt sich flüssig lesen und vermittelt ein angenehmes Bild der geschilderten Region. Das italienische Essen spielt im Buch eine grosse Rolle und versetzt den Leser leicht in Urlaubsstimmung.

Mein Fazit

Sehr geruhsamer Regionalkrimi, dem es an Spannung mangelt.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 32, den Debütroman eines Autoren / einer Autorin


Rezensionsexemplar

 

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