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Samstag, 28. April 2018

Riskante Manöver


Bildquelle

von Birand Bingül

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 10.04.2018
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442716388
  • Flexibler Einband 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Der in Berlin lebende Mats Holm ist ein Genie der Krisen-PR. Gemeinsam mit seiner Partnerin Laura May boxt er Minister aus dem Kreuzfeuer der Medien, rettet Konzernen am Pranger den Aktienkurs oder bringt Promis im schwersten Shitstorm aus der Schusslinie. Für die perfekte PR braucht Holm nur eins: die Wahrheit. Doch die wollen die Auftraggeber nie verraten – und das aus gutem Grund.

Nun wird die Agentur von einem Giganten der Pharmaindustrie zu Hilfe gerufen. Mehrere Kinder sind nach Einnahme eines Medikaments des Unternehmens schwer erkrankt, ein Mädchen stirbt. Eine Pharmakritikerin wirft dem Konzern vor, unsaubere klinische Studien in Indien durchgeführt zu haben. Als ihr Informant tot aufgefunden wird und eine Mitarbeiterin des Konzerns spurlos verschwindet, spitzt sich die Situation zu. Holm gerät in ein Ränkespiel ungeahnten Ausmaßes.
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Mats Holm ist PR-Berater und soll den Ruf eines Pharma-Unternehmens schützen, dem vorgeworfen wird, eines seiner Medikamente entfalte tödliche Nebenwirkungen. Doch Mats interessiert sich nicht nur für seinen Auftrag, sondern auch für die Hintergründe…

Die Geschichte wird in der dritten Person mit wechselndem Fokus erzählt. Neben Mats werden auch viele andere begleitet, Opfer und Täter. Mats war mir durchaus sympathisch, aber immer war ich nicht seiner Meinung. Sein Verhalten regt allerdings dazu an, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie man in seiner Situation gehandelt hätte, was bei einem reinen "Unterhaltungsbuch" ja schon sehr viel ist.

Die Handlung enthält einige überraschende Wendungen, mehr als einmal wurde ich mit meinen Vermutungen in die Irre geführt. So bleibt die Spannung hoch und der Leser wird zum Miträtseln eingeladen. Kleinere Logiklöcher sind durchaus vorhanden, allerdings haben sie mich nicht weiter gestört und ich konnte darüber hinwegsehen. Das Thema Pharmakonzerne und vor allem tote Kinder ist natürlich etwas, das kaum jemanden kalt lässt. Leider versucht der Autor hier nicht, auch mal neue Wege zu gehen, sondern bleibt im altbekannten "Grosskonzerne und reiche Menschen sind per se böse"-Klischee.

Neben der Haupthandlung gibt es auch kurze Einblicke in Mats' Privatleben. Die bleiben aber so nichtssagend, dass man auch ohne Probleme darauf hätte verzichten können. Weder die Geschichte noch die Entwicklung der Figur werden dadurch weitergetrieben.

Der Schreibstil des Autors Birand Bingül liest sich flüssig und enthält die richtige Prise Humor. Ich habe den Krimi sehr gerne gelesen und freue mich schon auf weitere Bände der Reihe, die es bei genügend Erfolg hoffentlich geben wird. Der Krimi enthält einige recht brutale Szenen, weshalb ich ihn sensiblen Lesern nicht empfehlen möchte.

Mein Fazit

Überraschende Wendungen halten die Spannung hoch





ABC-Challenge der Protagonisten

Mats = M männlich



Rezensionsexemplar





Dienstag, 5. Dezember 2017

Der Fall Kallmann




Bildquelle


von Håkan Nesser

übersetzt durch Paul Berf

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 30.10.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 30.10.2017
  • Verlag : btb Verlag
  • ISBN: 9783641208172
  • E-Buch Text 576 Seiten
  • Sprache: Deutsch


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Inhalt


Wer war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? Wirklich nur ein Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Als sein Nachfolger im Schwedischunterricht, Leon Berger, nach der langen Sommerpause seinen Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe von Tagebüchern, die sich als eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit entpuppen und ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann unter anderem, er würde die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können, ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen – seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schließlich die ganze Kleinstadt erschüttert.
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Der Lehrer Leon Berger zieht nach dem Unfalltod seiner Frau und Tochter in die nordschwedische Stadt K., wo er die Stelle des vor kurzem tödlich verunglückten Kallmann übernimmt. Bald findet er Hinweise darauf, dass Kallmanns Tod kein Unfall war.  

Die Geschichte ist tagebuchartig gestaltet und wird in wechselnder Ich-Perspektive erzählt. Dabei wird bei Kapitelbeginn der Name des jeweiligen Ich-Erzählers genannt, sodass man sie gut unterscheiden kann (auch wenn es bei mir eine Weile gedauert hat, bis ich sie unterscheiden konnte). Am Schreibstil unterscheiden sich die verschiedenen Figuren nämlich kaum, da klingt der bald 60jährige Lehrer gleich wie die 15jährige Schülerin. Hier hätte in meinen Augen mehr dringelegen, da hätte der Autor Håkan Nesser seine Figuren klarer unterscheidbar gestalten können. Zudem hat er für meinen Geschmack doch etwas zu viele Figuren ausgesucht, um sie erzählen zu lassen, so dass der häufige Perspektivenwechsel bald etwas unübersichtlich wurde.

Die Handlung zieht sich über lange Zeit hinweg dahin, ohne dass gross etwas passiert. Bereits zu Beginn wird der Tod des Lehrers Kallmann erwähnt, um den sich das Buch titelgemäss drehen sollte. Doch die Suche nach den Hitergründen verläuft sich im Sand, bis kurz vor Schluss die Auflösung kommt, nach dem Motto "ach übrigens, es war so und so, damals". Für meinen Geschmack hat da eindeutig die Spannung gefehlt. Anstelle des erwarteten Krimis habe ich eher eine Millieustudie über die nordschwedische Stadt K. bekommen, in der zwar einiges passiert, aber alles verschwiegen und nur eher zufällig aufgedeckt wird. Während der grösste Teil der Geschichte Mitte der 1990er spielt, gibt es einen kurzen Rückblick ins Jahr 1980, die letzten Kapitel spielen dann 2013.

Wer sich nun übrigens fragt, wieso die Stadt einfach nur K. heisst: keine Ahnung. Das habe ich mich auch das ganze Buch hinweg gefragt. Ansonsten haben alle Ortschaften (ausser der nächstgrösseren Stadt Ö.) ganze Namen, auch Strassennamen werden immer wieder genannt, nur die Stadt bleibt K.

Empfehlen kann ich das Buch Fans von düsteren Romanen mit geruhsamen Tempo und verschlungenen Verbindungen zwischen den Figuren. Wer wie ich einen spannenden Krimi erwartet, der ist hier fehl am Platz.

Mein Fazit

Millieustudie anstatt Krimi







Rezensionsexemplar


Donnerstag, 14. September 2017

Sog


Bildquelle

von Yrsa Sigurdardóttir
übersetzt durch Tina Flecken

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 18.09.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442756643
  • Fester Einband 500 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
DNA
Sog



Inhalt


Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In einer "Zeitkapsel", die eine Schulklasse vor zwölf Jahren vergraben hat, wird ein Aufsatz eines Schülers gefunden, der für das Jahr 2016 mehrere Morde ankündigt. Als dann Hinweise auftauchen, dass die angekündigten Morde tatsächlich ausgeübt wurden, macht sich Kommissar Huldar zusammen mit der Psychologin Freyja auf die Suche nach dem Autor des Aufsatzes. Der wird bald gefunden, doch ist er auch der Täter?

"Sog" ist nach "DNA" der zweite Band um den Polizisten Huldar und die Psychologin Freyja. Er enthält zwar einige Anspielungen auf Band 1, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer vorhat, beide Bände zu lesen, sollte dies allerdings in der Erscheinungsreihenfolge tun, da hier wohl doch zu viel über die Geschehnisse in Band 1 verraten werden.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der sich in jeder Szene auf eine bestimmte Figur konzentriert und den Leser nur an deren Gedanken teilhaben lässt. Durch die wechselnde Perspektive erhält man zwar Einblick in die verschiedenen Figuren, besonders interessant ist aber keine von ihnen. So denkt beispielsweise Huldar, der seinen Alkoholkonsum nicht im Griff hat und im Laufe der Geschichte mehr als nur ein alkoholbedingtes Blackout hat, in erster Linie an seine Frisur und an Frauen. Spannend. Freyja geht es vor allem darum, dass sie Huldar doof findet (der seinerseits total in Freyja verschossen ist). Die weiteren Figuren, die in den Fokus des Erzählers geraten, hauptsächlich (potentielle) Opfer, machen sich durch ihre Arroganz nicht gerade sympathisch.

Im Prolog begleitet der Leser die kleine Vaka, die nicht von der Schule abgeholt wurde und nun zu einer Klassenkameradin nach Hause geht. Diese Szene ist zwar wichtig für das Verständnis des ganzen Falles, verrät aber im Grunde zu viel, da ja klar ist, dass dieses Ereignis etwas mit dem zu klärenden Fall zu tun haben muss und somit das Motiv des Täters gleich zu Beginn verrät. So bleibt nur noch die Frage übrig, wer hinter dem Ganzen steckt. So hält sich die Spannung in Grenzen, da schon bald klar wird, dass es nur zwei mögliche Täter (respektive Tätergruppen) geben kann. Das Buch wird auf dem Cover als "Thriller" bezeichnet, ich betrachte es aber als Kriminalroman, die durchgehende Spannung, die einen Thriller auszeichnet, fehlt hier.

Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen. Anders als im letzten Buch, das ich von ihr gelesen habe ("Das letzte Ritual") wurde hier in der Übersetzung die skandinavische Eigenheit, alle Menschen, auch Fremde, zu duzen, nicht übernommen (obschon bei beiden Büchern die gleiche Übersetzerin tätig war). Schade, ich finde das immer sehr stimmungsvoll.

Mein Fazit

Der Prolog verrät bereits zu viel.






Rezensionsexemplar

 

Samstag, 9. September 2017

Das letzte Ritual


Bildquelle

von Yrsa Sigurdardóttir
übersetzt durch Tina Flecken

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.11.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 12.09.2016
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442714407
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Das letzte Ritual
Das gefrorene Licht
Das glühende Grab
Die eisblaue Skulptur
Feuernacht
Todesschiff



Inhalt


In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In einem Wandschrank der Uni von Reykjavík wird die verstümmelte Leiche eines deutschen Studenten gefunden. Schon kurz darauf verhaftet die Polizei einen Verdächtigen, doch die Familie des Toten glaubt nicht an dessen Schuld und beauftrag die Rechtsanwältin Dóra mit der Suche nach dem wahren Täter. Liegt das Motiv in der wissenschaftlichen Arbeit des Toten, der sich mit den Hexenprozessen des Mittelalters beschäftigt hat?

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei der Fokus in erster Linie auf der Protagonistin Dóra liegt, deren Gedanken und Gefühle dem Leser mitgeteilt werden. So konnte ich mich gut in sie hineinfühlen, auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war. Sie war mir jedenfalls recht sympathisch, auch wenn sie sich etwas zu stark auf ihre Wirkung auf andere konzentriert und manchmal etwas gar zickig erscheint.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und endet überraschend. Sie ist aus mehreren Handlungssträngen zusammengesetzt, bei denen ich nur ausnahmsweise selber auf die Auflösung kam. Wie bei skandinavischen Krimis üblich, ist die Grundstimmung auch hier sehr düster gehalten, wer auf der Suche nach einen "Feelgood-Krimi" ist, wird hier nicht fündig, was aber bereits am Cover ersichtlich sein sollte. A propos Cover: dort steht zwar gross "Thriller", in meinen Augen handelt es sich hier aber um einen Kriminalroman, keinen Thriller. Auch der Regio-Aspekt kam für meinen Geschmack etwas zu kurz, abgesehen von den für mich ungewohnten Namen und dem geschichtlichen Hintergrund hätte das Buch auch in den USA oder sonstwo spielen können.

Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen, allerdings ist mir aufgefallen, dass manche Namen in zwei Schreibweisen vorkommen, mit und ohne Akzent (z.B. Maria/María), und doch jeweils die gleiche Person gemeint ist. Ob da die Autorin unsorgfältig war oder die Übersetzerin, weiss ich nicht, tippe jedoch auf Letzteres. Sehr schön fand ich allerdings, dass die Übersetzung die Eigenheit der Skandinavier, auch Fremde zu duzen, beibehalten hat. Das fehlt mir oft bei skandinavischen Krimis und Thrillern.

Mein Fazit

Spannend und düster. 







ABC-Challenge der Protagonisten

Dóra = D weiblich


Rezensionsexemplar 

 

 

Dienstag, 5. September 2017

Die Gärten von Istanbul


Bildquelle

von Ahmet Ümit
übersetzt durch Sabine Adatepe

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442715138
  • Flexibler Einband 592 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkapı Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten – und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt ...
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In Istanbul werden mehrere Tote aufgefunden. Der Täter hinterlässt bei jedem der Opfer Hinweise auf historische Kaiser oder Regenten der Stadt. Wer steckt hinter den Taten, und was bezweckt er damit? Kommissar Nevzat ermittelt.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Kommissars Nevzat in der Vergangenheit erzählt. Beim Lesen musste ich mich zunächst daran gewöhnen, dass in der Türkei offenbar alle mit Vornamen anstelle des Familiennamens angesprochen werden. Da ich zudem nur wenig Erfahrung mit türkischen Namen habe, hatte ich öfters Schwierigkeiten, die Personen auseinanderzuhalten, sie mir zu merken und teilweise auch, Frauen von Männern zu unterscheiden.

Die Handlung dreht sich nur teilweise um die Kriminalfälle, das Privatleben Nevzats nimmt auch einen grossen Teil ein. So kann der Leser den Protagonisten näher kennenlernen, allerdings hatte ich nach der Lektüre nicht das Gefühl, Nevzat nun besonders gut zu kennen, auch wenn ich immer wusste, was genau in ihm vorging.

Die Erzählung ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei zwischen zwei Abschnitten immer ein historischer Einschub kommt, bei dem aus der Sicht einer historischen Person ein für die Stadt Istanbul wichtiges Ereignis geschildert wird. Die Kriminalfälle selber traten vor lauter Privatleben und Geschichtslektionen ziemlich in den Hintergrund, was das Buch für mich zu einem eher zähen Lesestoff werden liess.

Zum Miträtseln eignet sich der Krimi leider nicht. Vielleicht könnte jemand mit sehr guten Kenntnissen von Istanbuls Geschichte immerhin die nächsten Tatorte vorausberechnen, aber die Opfer werden grösstenteils mit ihrem Auffinden zum ersten Mal erwähnt, und der Täter ohne wirkliche vorherige Hinweise überraschend aus dem Hut gezaubert.

Da die Morde beinahe zur Nebensache wurden und ich nicht wirklich miträtseln konnte, konnte mich "Die Gärten von Istanbul" leider nicht begeistern. Ich fand die Informationen über die Stadt durchaus interessant, aber es fehlte mir an Spannung. Hier hätte ich mir von dem Buch mehr erhofft.

Mein Fazit

Es fehlt an Spannung








Rezensionsexemplar


Mittwoch, 15. März 2017

Schlaflied


Bildquelle

von Cilla & Rolf Börjlind
übersetzt durch Christel Hildebrandt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 20.02.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 20.02.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442757169
  • Flexibler Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Die Springflut
Die dritte Stimme
Die Strömung
Schlaflied



Inhalt


Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms – bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt. Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smalands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm? Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkommissar – und frühere Obdachlose – Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde. Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt. Haben die Fälle etwa miteinander zu tun? Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur ...
(Quelle: btb)


Meine Meinung


„Schlaflied“ ist der vierte Krimi der Reihe. Zum Verständnis des Falls sind keine Vorkenntnisse nötig, zur besseren Unterscheidung der Figuren wäre es aber wohl sinnvoll, wenn man sie schon kennen würde.

Die Geschichte wird aus der Beobachterperspektive mit ständig wechselndem Fokus erzählt. Ständig wird zwischen verschiedenen Figuren und mehreren Handlungssträngen hin und her gesprungen, sodass ich bei Szenenwechseln oft Mühe hatte, mich wieder in die Situation hineinzufinden. Dass ich mit dem Einstieg in die Handlung ziemlich Mühe hatte liegt wohl auch daran, dass ich die vorhergehenden Bände der Reihe nicht kenne und somit auch mit den Figuren nicht vertraut war. Die werden von den Autoren nämlich ohne grosse Einführung direkt in die Geschichte geworfen, sodass ein neueinsteigender Leser zunächst mit einer Fülle an blossen Namen zurechtkommen muss.

Die Handlung erschien mit etwas zu weit verzettelt. Viele Nebenhandlungen werden angerissen, dann aber doch nicht weiter ausgeführt. Diese hätte man gleich weglassen und die Geschichte damit etwas straffen können. Der Fall selbst ist sehr politisch gehalten – etwas zu politisch für meinen Geschmack. Ich habe in meinen Krimis lieber Einzeltäter als grosse Verschwörungen. Vor allem hätte ich es bevorzugt, wenn sich die Autoren für einen Schwerpunkt entschieden hätten, anstatt gleich mehrere schwer verdauliche, von Flüchtlingskrise bis Pädophilie, ins Spiel zu bringen. Das Privatleben der Ermittler kommt zwar immer wieder mal zur Sprache, nimmt aber keine übermässig grosse Rolle ein.

Den Schreibstil der beiden Autoren fand ich recht gewöhnungsbedürftig. Stellenweise waren die Sätze sehr kurz, regelrecht abgehackt und bestanden teilweise nur aus zwei, drei Worten. Dann war die Sprache wieder ausschweifend, fast poetisch. Ob die Zusammenarbeit zweier Autoren zu diesen Unterschieden geführt hat? Jedenfalls haben mich diese markanten Stilunterschiede öfters ins „stolpern“ gebracht.

Mein Fazit

Zu verzettelt um mich wirklich zu überzeugen.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 34, ein Buch das 2017 erschienen ist


ABC-Challenge der Protagonisten

Olivia = O weiblich




Donnerstag, 20. Oktober 2016

DNA



Bildquelle

von Yrsa Sigurdardóttir


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 26.09.2016
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442756568
  • Fester Einband 480 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Eine junge Mutter wird brutal ermordet. Die Polizei sucht fieberhaft nach den Mörder, der bereits eine weitere Tat angekündigt hat.

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, die des Polizisten Huldar, der Psychologin Freyja und des Studenten Karl. Während mir Karl nicht sonderlich sympathisch war (die Figur ist auch nicht darauf ausgelegt), mochte ich Freyja und Huldar, auch wenn ich ihre Gedankengänge nicht immer nachvollziehen konnte.

Mit einem Prolog, der  zunächst nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben scheint, wird ein mögliches Motiv bereits gleich zu Beginn angedeutet. Die Auflösung hat mich dennoch überrascht, da der wichtigste Hinweis erst ganz zum Schluss gegeben wird (und von den Ermittlern auch gleich richtig interpretiert wird), sodass ein Miträtseln und der Polizei zuvorkommen erschwert bis unmöglich gemacht wird. Die Handlung enthält wenig überflüssige Längen und teilt sich gut zwischen dem Kriminalfall und dem Privatleben der Protagonisten auf, sodass man die drei gut kennenlernt, ohne von ihrem Alltag zu sehr gelangweilt zu werden. Ganz ohne zähe Stellen kommt aber auch „DNA“ vor allem im mittleren Teil nicht aus, es lohnt sich allerdings, da durchzuhalten.

„DNA“ ist nicht der erste in Island spielende Krimi, den ich gelesen habe, aber viele waren es bisher nicht. So hatte ich etwas Mühe mit den ungewohnten Namen und musste sie oft mehrmals lesen, um sie mir einprägen zu können. Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir liest sich hingegen sehr eingängig, sodass ich flüssig vorwärts kam. Wie bei skandinavischen Krimis üblich, ist auch dieser von der Stimmung her düster gehalten. Wer ein Buch mit locker-heiterer Grundstimmung sucht, sollte anderweitig weitersuchen. Auch wer einen Thriller mit viel Action erwartet, wird hier nicht glücklich, das Erzähltempo von „DNA“ ist eher geruhsam gehalten.

Da mir „DNA“ gut gefallen hat, werde ich mir sicher auch die angekündigten Nachfolgebände mit Freyja und Huldar näher anschauen.

Mein Fazit

Spannender Krimi mit überraschender Auflösung.






Rezensionsexemplar


Dienstag, 20. September 2016

Die Wahrheit



Bildquelle

von Melanie Raabe

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.08.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 29.08.2016
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442754922
  • Flexibler Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Vor sieben Jahren ist der reiche und zurückgezogen lebende Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah (37) den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle, nach all der Zeit verständlich. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Ihr Ehemann taucht, wenn man so will, zur Unzeit auf. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Nach sieben Jahren Abwesenheit kehrt Sarahs angeblich entführter Mann Philipp zurück. Doch Sarah ist sich sicher, diesen Mann noch nie vorher gesehen zu haben. Wer ist der Mann, der sich als Philipp ausgibt, und was will er von Sarah?

Die Geschichte wird von Sarah in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, später dann auch unter der Überschrift „Der Fremde“ vom angeblichen Philipp. Durch die Perspektive erhält der Leser einen genauen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten, dabei bleiben jedoch die anderen Figuren ziemlich blass. Trotz der genauen Einblicke erschien mir das Verhalten der beiden Protagonisten über weite Strecken hinweg nicht wirklich nachvollziehbar, sodass ich Mühe hatte, mich in sie hineinzufühlen. So wird Sarah durchgehend als starke, selbstbewusste Frau beschrieben, ich konnte sie als Leserin jedoch nur als hysterisches Nervenbündel kennenlernen, während ich über den zweiten Protagonisten trotz Ich-Perspektive kaum etwas erfuhr, respektive sich vieles im Laufe des Buches als Irrtum oder gar Lüge entpuppte.

Die Handlung ist nicht besonders umfangreich, sodass auch nicht wirklich viel Spannung aufkommt. Was aber vollkommen überzeugt ist die beklemmende Stimmung, die bei „Philipps“ Ankunft am Flughafen beginnt und immer weiter aufgebaut wird. Wie Sarah weiss auch der Leser nie, was ihn in den nächsten Minuten erwartet. Dieser Aspekt hat meine Wertung deutlich nach oben gezogen.

Der Schreibstil der Autorin Melanie Raabe lässt sich flüssig lesen, jedoch haben mich die vielen Anspielungen, die erst viel später aufgeklärt werden, teilweise dann doch genervt. Zudem werden manche Passagen so oft wiederholt, ohne aufzuklären, worum es dabei eigentlich geht, dass sie mich nur noch gelangweilt haben. Der Anfang des Buches bis zu dem Moment, in dem „Philipp“ zurückkehrt, erschien mir recht zäh, sodass ich mich regelrecht durchkämpfen musste. Auch die Auflösung konnte mich nicht überzeugen, sondern liess mich recht unbefriedigt zurück. Die Bezeichnung „Thriller“ ist in meinen Augen nicht wirklich zutreffend, ich würde „Die Wahrheit“ eher als „Psychodrama“ bezeichnen.

Mein Fazit

Schön beklemmend, aber die Spannung fehlt.






Rezensionsexemplar


Montag, 6. Juli 2015

Mann ohne Herz


Bildquelle


von Camilla Grebe und Åsa Träff
übersetzt durch Gabriele Haefs

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.06.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 15.06.2015
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442749133
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

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Inhalt


Sommer in Stockholm. Die Nächte hell, die Temperaturen ungewöhnlich hoch. Für Siri Bergman ist es der erste Tag in ihrem neuen Job. Nachdem ihre Praxis schließen musste, arbeitet die Psychotherapeutin nun bei der Polizei - als Profilerin soll sie psychologische Täterprofile erstellen. Gleich ihr erster Fall ist von großer Brisanz: Ein Mörder hat es auf attraktive, gut situierte Männer abgesehen - homosexuelle Männer. Er tötet sie und schneidet ihnen das Herz heraus. Ist der Mörder ein verrückter Schwulenhasser? Oder deutet die Grausamkeit der Tat auf einen ganz anderen Zusammenhang hin?
(Quelle: btb)


Meine Meinung


Die Psychotherapeutin Siri Bergmann steigt neu bei der Täterprofilgruppe der Stockholmer Polizei ein. Bereits ihr erster Fall wirft viele Fragen auf. Fiel der homosexuelle Getötete einem Hassverbrechen zum Opfer?

Bei „Mann ohne Herz“ handelt es sich um den vierten Teil der Buchreihe um die Psychotherapeutin Siri Bergmann, und um meine erste Begegnung mit der Protagonistin. Vorkenntnisse sind zum Verständnis nicht nötig, was der Leser über das Privatleben der Beteiligten wissen muss, wird ihm auch hier mitgeteilt. Da die Protagonistin selbst durch den Einstieg bei der Polizei einen neuen Abschnitt in ihrem Leben beginnt, eignet sich der Band wohl gut zum Einstieg (ich hatte jedenfalls nicht das Gefühl, einen unpassenden Zeitpunkt gewählt zu haben). Die Kriminalfälle selbst sind in solchen Reihen typischerweise ohnehin in sich abgeschlossen, so auch hier.

Die Geschichte wird etwa zur Hälfte aus der Sicht der Protagonistin Siri erzählt, dabei verwenden die Autorinnen die Ich-Perspektive in der Gegenwart. Die andere Hälfte besteht aus Schilderungen aus der Sicht der Opfer (oder deren Angehörigen) und aus Rückblicken aus der Sicht des jungen Mannes Jens (in der Vergangenheitsform), die leider einen wichtigen Aspekt des Buches bereits vorwegnehmen. Der Schreibstil der beiden Autorinnen lässt sich flüssig lesen, ist aber eher geruhsam.

„Mann ohne Herz“ ist zwar oberflächlich betrachtet ein Krimi, im Grunde bildet der Kriminalfall aber nur einen losen Rahmen, um die Leben verschiedener Personen zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht natürlich, wie könnte es anders sein, das Leben der Protagonistin Siri Bergmann. Ihre Gedanken, die der Leser dank der Ich-Perspektive direkt mitbekommt, drehen sich öfter um ihren Lebenspartner oder ihre (ehemalige) beste Freundin, als um ihre Arbeit. Auch die Erlebnisse von Jens (der sich selbst „das traurige Herz“ nennt) nehmen viel Platz ein. Wer sich in Krimis gerne mit den Leben der Ermittler und anderer Beteiligter beschäftigt, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer sich, wie ich, eigentlich lieber auf den Kriminalfall und seine Auflösung konzentrieren würde, dem wird „Mann ohne Herz“ wohl zu viel „Drumherum“ bieten.

Mein Fazit

Alltagsstudie mit einem Klecks Krimi. Wer so etwas sucht, dem kann ich „Mann ohne Herz“ gerne weiterempfehlen. Wer einen spannenden, schweisstreibenden Krimi sucht, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich. 





Rezensionsexemplar


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