Mittwoch, 17. Februar 2016

Gedenke Mein


Bildquelle

von Inge Löhnig

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.01.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 15.01.2016
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag/ List
  • ISBN: 9783548612287
  • Flexibler Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der List Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …
(Quelle: List)


Meine Meinung


Gina Angelucci kümmert sich als Polizistin um sogenannte „Cold Cases“, Mord- oder Vermisstenfälle, die seit Jahren ungelöst geblieben sind. Als sich die Mutter eines vor zehn Jahren verschwundenen Kindes an sie wendet, nimmt sie den Fall widerstrebend an, denn sie glaubt anders als die Mutter nicht, dass das Mädchen noch leben könnte.

„Gedenke Mein“ ist der erste Krimi von Inge Löhnig mit Gina Angelucci in der Hauptrolle. Sie ist die Verlobte von Kommissar Tino Dühnfort, dem Protagonisten der bisherigen Buchreihe von Inge Löhnig. Ob die ursprüngliche Reihe abgeschlossen ist und nun nur die Gina-Bücher fortgesetzt werden, oder ob beide Reihen parallel weitergeführt werden, habe ich bisher nicht herausgefunden. Da „Gedenke Mein“ eng mit den bisherigen Inge-Löhnig-Krimis zusammenhängt, begegnet der Leser vielen altbekannten Figuren. Neueinsteiger werden vielleicht die Charaktere etwas flach finden, da ihnen die Hintergründe fehlen, aber der Krimihandlung kann auch ohne Vorwissen gefolgt werden.

Inge Löhnig verwendet auch hier ihr bereits aus den Tino-Dühnfort-Krimis bekannte Schema mit der wechselnder Perspektive, die Geschichte wird mal aus der Sicht des Ermittlers (hier natürlich nicht Tino sondern Gina), mal aus der Sicht weiterer Beteiligter erzählt. Subjektiv hatte ich den Eindruck, dass der Fokus mehr auf der Ermittlerin war, und die anderen weniger zur Sprache kommen als bei den Dühnfort-Krimis.

Da ich schon mehrere Krimis von Inge Löhnig gelesen habe, kam ich durch den flüssigen Schreibstil und die bekannten Figuren schnell in die Geschichte rein. Wie erwähnt könnten Neueinsteiger etwas Mühe haben, die Charaktere ins Herz zu schliessen, da diese nun über Jahre hinweg aufgebaut wurden und den einzelnen Bänden jeweils nur die nötigsten Hintergrundinformationen zu entnehmen sind, um langjährige Leser nicht zu vergraulen. Da ich Gina und Tina nun schon länger kenne, hat mir in dieser Hinsicht nichts gefehlt.

Die Handlung ist grundsätzlich spannend aufgebaut, mit einigen falschen Fährten. Gerade zu Beginn verläuft sie aber doch relativ zäh, bis die Geschehnisse dann ins Rollen geraten. Ich hatte den Täter zwar schon sehr früh in Verdacht, dies tat der Spannung aber trotzdem keinen Abbruch. Lediglich die Frage nach dem Motiv fand ich etwas gar kurz und oberflächlich abgehandelt.

Mein Fazit

Gewohnt spannender Krimi der routinierten Autorin. Der Beginn der neuen Reihe ist geglückt, auch wenn man als Leser nur wenige Änderungen zu den bekannten Bänden bemerkt.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 54, ein Buch mit mindestens 400 Seiten. Knapp erreicht, aber 400 sind 400 ;-)

Rezensionsexemplar


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