Dienstag, 24. April 2018

Sylt oder Solo


Bildquelle

von Claudia Thesenfitz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 06.04.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 06.04.2018
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289588
  • Flexibler Einband 272 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Taschenbuch Verlag und Vorablesen habem mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Sylt oder Selters
Sylt oder Solo



Inhalt


Liebe, Geld und ein Leben auf Sylt – Nina hat alles, wovon sie früher nur träumen konnte: Sie lebt zusammen mit ihrem Traummann Jan auf Deutschlands schönster Insel. Die Tage in der Surfschule und dem kleinen Strandbistro sind märchenhaft. Doch wie hält man die Liebe fest? Geht das überhaupt? Als Jan urplötzlich eine Auszeit will, Ninas Ex auftaucht und das Leben noch einige andere Überraschungen für sie parat hält, begreift sie, dass nichts selbstverständlich ist. Und sie beginnt, um ihr Glück zu kämpfen.
(Quelle: Ullstein)


Meine Meinung


Nina hat allen Grund, glücklich zu sein. Durch eine Erbschaft ist sie zu viel Geld gekommen und konnte sich ihren Traum wahrmachen, auf Sylt zu ziehen, dort in einem Wohnwagen zu leben und mit ihrem Freund Jan eine Surfschule zu betreiben. Doch leider ist nicht alles so rosig, wie es zunächst scheint…

"Sylt oder Solo" ist der direkte Nachfolger zu "Sylt oder Selters". Die Autorin Claudia Thesenfitz hält im Vorwort fest, dass Vorkenntnisse zum Verständnis nicht nötig sind, was ich absolut bestätigen kann. Ich kenne den Vorgänger nicht, konnte der Handlung aber problemlos folgen.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Nina erzählt. Ich muss zugeben, dass ich die beiden Hauptfiguren Nina und Jan zunächst für deutlich jünger hielt, als sie es sein sollten. Nina ist 43 und Jan 35. Er verhält sich jedoch wie einer Anfang 20, der kaum den Teenagerflausen entwachsen ist, und Nina erschien mit in vielen Aspekten auch nicht wirklich erwachsen. So dachte ich öfters "dafür sollte sie doch nun wirklich zu erfahren sein", obschon ich selber eher in Jans als in ihrem Alter bin… So gerne ich die beiden mögen möchte, so waren sie mir doch meist zu unreif.

Die Handlung verläuft geradelinig und relativ vorhersehbar. Überraschungen gab es keine, ich hatte bei einem solchen Roman allerdings auch keine erwartet. "Sylt oder Solo" hat mich allerdings auch ohne Wirrungen und Wendungen für ein paar Stunden gut unterhalten. Wer ein Buch sucht, um gemütliche Lesestunden im Liegestuhl oder auf dem Balkon zu verbringen, kann hier getrost zugreifen.

Der Schreibstil der Autorin Claudia Thesenfitz lässt sich flüssig lesen, bringt viel Humor mit und liess gedanklich das Insel-Feeling in mir aufleben (auch wenn meine Insel-Erfahrungen generell ziemlich spärlich sind und ich Sylt nur vom Hörensagen kenne…).

Mein Fazit

Gemütliche Unterhaltung ohne Überraschungen







ABC-Challenge der Protagonisten

Nina = N weiblich

Cover Challenge

Aufgabe 45, ein Buch mit einem Cover, auf dem etwas zu sehen ist, was man am Strand finden kann. (Sand)


Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 50, ein Buch bei der der Protagonist sich auf einer Insel befindet 



Rezensionsexemplar


 


Montag, 23. April 2018

[Hörbuch] In eisige Höhen


Bildquelle

von Jon Krakauer
übersetzt durch Stephan Steeger
gelesen von Christian Brückner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2004
  • Aktuelle Ausgabe : 01.08.2004
  • Verlag : Steinbach sprechende Bücher
  • ISBN: 9783886987122
  • Audio CD: 10h 46
  • Sprache: Deutsch


Das Hörbuch ist vergriffen und nur gebraucht erhältlich (oder über Spotify, wo ich es gehört habe und Audible)



Hörprobe



Inhalt


Von der amerikanischen Zeitschrift "Outside" beantragt, nahm Jon Krakauer an einer Mount Everest Expedition teil, um über die Auswüchse des kommerziellen Bergsteigens zu berichten. Auf dieser Expedition im Frühjahr 1996 ereignete sich die schlimmste Katastrophe, die je auf dem "Dach der Welt" geschah: 12 Menschen aus einer Gruppe von 33, zum Teil "Grenzgänger" auf der Suche nach dem ultimativen Abenteuer und dem absoluten Kick, fanden dabei ihren Tod. 
(Quelle: Sprechende Bücher)


Meine Meinung


Am 10. Mai 1996 wollen mehr als 30 Menschen den Mount Everst besteigen – acht davon kehren nie zurück. Der Journalist Jon Krakauer war einer der wenigen, die an diesem Tag den Gipfel erreicht haben und auch noch davon erzählen können.

Jon Krakauer lässt seine Leser nie vergessen, dass er hier aus eigener Erfahrung berichtet. In Ich-Perspektive erzählend geht es ihm in erster Linie darum darzulegen, wie er die Tragödie empfunden hat.

Jon Krakauers Erzählstil ist nichts für Unaufmerksame. Immer wieder schweift er ab, bei fast jeder Erwähnung einer Person wird erst mal deren ganzes bisheriges Leben geschildert, bevor es mit den Ereignissen weitergeht. Auch einige Zeitsprünge helfen zusätzlich mit, den Leser zu verwirren. Da er zudem immer wieder aus anderen Berichten wortwörtlich zitiert, behält nur der sehr aufmerksame Leser (oder in meinem Fall Zuhörer) den Überblick, wann Krakauer von sich selbst erzählt und wann es um jemand anderen geht (ich habe dies oft erst am Schluss der jeweiligen Passage gemerkt).

Inhaltlich konnte das Buch für mich wenig Neues bieten. Ich bin vor einiger Zeit durch den Film "Everest" auf das Thema gestossen und habe mich dann durch alle möglichen Wikipedia-Artikel gelesen, bevor ich zu diesem Hörbuch gegriffen habe. Doch auch wenn mir die Ereignisse vom 10. Mai 1996 dadurch bis in die Details bekannt waren, wurde Jon Krakauers Erzählung trotzdem nicht langweilig. Natürlich kennt er nicht "die Wahrheit" (auch wenn er gerne so tut), sondern kann nur seine Wahrnehmung und Interpretation der Geschehnisse abliefern. Diese lassen den Leser aber absolut mitfiebern, auch wenn ich mich das ganze Hörbuch hindurch fragte, wie man sich so eine Tortur freiwillig antun kann… Man kann nun darüber diskutieren, ob es wirklich nötig gewesen wäre, so detailliert über die (nach Krakauers Ansicht) "Verfehlungen" anderer Teilnehmer der Exkursion herzuziehen (ob diese nun etwas mit den Geschehnissen zu tun hatten, wie Bukrejews Verzicht auf Flaschensauerstoff, oder nicht, wie Hillman Pitts Zeitschriftenkonsum). Ich hätte es als Beteiligter sicher nicht lustig gefunden, mein Leben so in der Öffentlichkeit ausgebreitet zu sehen. Allerdings versuchte Krakauer wohl mit diesem Buch, das er nur wenige Monate nach den Geschehnissen veröffentlicht hat, sein Trauma und seine eigenen Schuldgefühle zu verarbeiten, was die Schuldzuweisungen zwar nicht rechtfertigt, aber etwas erklären kann (wobei ich als Nicht-Bergsteigerin mir kaum vorstellen kann, wie man nach der Besteigung des Everest-Gipfels als Amateur ohne Höhenerfahrung noch in der Lage sein sollte, andere zu retten…).

Das Hörbuch wird von Christian Brückner gelesen, der den Inhalt gut rübergebracht und auch stimmlich zum Thema gepasst hat. Mir hat es gut gefallen, dem Leser oder Hörer sollte allerdings bewusst sein, dass er hier einen klar subjektiv erzählten Erlebnisbericht erhält und nicht eine neutrale Tatsachenschilderung.

Mein Fazit

Auch wenn man die Geschichte kennt mitreissend





Cover Challenge

Aufgabe 7, ein Buch mit zwei Personen auf dem Cover.

Lovelybooks Literarische Weltreise

Ostasien ohne China


Samstag, 21. April 2018

Venezianische Intrigen


Bildquelle

von Daniela Gesing

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.05.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 11.05.2018
  • Verlag : Midnight
  • ISBN: 9783958199408
  • Flexibler Einband 232 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Midnight Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Venezianische Verwicklungen
Venezianische Delikatessen
Venezianische Schatten
Venezianisches Verhängnis
Venezianische Intrigen



Inhalt


Commissario Luca Brassoni ist gerade Vater geworden und am liebsten würde er mehr Zeit mit seinem kleinen Sohn verbringen. Doch eine junge Frau erstickt auf qualvolle Weise mitten in den Gassen Venedigs. War es eine tödliche allergische Reaktion, wie alle vermuten? Brassoni glaubt nicht daran und beginnt zu ermitteln. Schnell gerät der übergriffige Exfreund ins Visier Fahnder. Aber als eine weitere Leiche auftaucht und ein kleiner Junge entführt wird, ist klar, dass Brassoni und sein Team es nicht mit einer simplen Eifersuchtstat zu tun haben. Wie dunkel die Motive des Täters tatsächlich sind, bemerken sie fast zu spät.
(Quelle: Midnight)


Meine Meinung


Eine junge Sozialarbeiterin stirbt an ihrer Erdnussallergie. Schon bald wird klar, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Commissario Luca Brassoni verfolgt verschiedene Spuren: war es der eifersüchtige Ex-Freund, oder hat es etwas mit der Arbeit des Opfers zu tun?

"Venezianische Intrigen" ist bereits der fünfte Band der Krimi-Reihe. Ich kenne nicht alle Vorgänger, das Buch ist aber auch ganz ohne Vorkenntnisse gut verständlich.

Die Geschichte wird in der dritten Person, hauptsächlich aus der Sicht des Protagonisten Luca Brassoni erzählt. Luca verfügt über keine wirklich herausstechenden Eigenschaften und ist daher ziemlich unauffällig, war mir aber durchaus sympathisch. Daneben nehmen auch Lucas Ehefrau sowie ein guter Freund eine grössere Rolle ein, die beide als Rechtsmedizinerin respektive Reporter bei der Aufklärung des Mordfalles mithelfen. Aber auch aus der Sicht des Täters und der Opfer wird erzählt, sodass der Leser meist über mehr Wissen verfügt als der Ermittler.

Die Handlung ist nicht übermässig verzwickt, die Autorin Daniela Gesing hat aber doch die eine oder andere Wendung eingebaut, die mich überrascht haben. So wurde der Regio-Krimi nie langweilig und blieb trotz des eher gemütlichen Tempos spannend, wenn auch nicht atemberaubend. Die Auflösung habe ich allerdings schon einige Zeit vorher erraten, besonders überraschend war sie nicht. Neben der Krimihandlung wird auch immer wieder einen Blick auf das Privatleben der Figuren geworfen, so dass diese lebendig erscheinen, ohne dass der Krimi zu sehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Der Schreibstil der Autorin Daniela Gesing lässt sich flüssig lesen und die Beschreibungen der Umgebung lassen eine schöne Venedig-Stimmung entstehen. Der Krimi hat mich gut unterhalten und ich werde sicher noch den einen oder anderen Band der Reihe lesen. Wer einen klassischen Regio-Krimi mit italienischem Flair sucht, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen.

Mein Fazit

Gemütlich, aber nie langweilig








Lovelybooks Literarische Weltreise

Italien, Spanien, Portugal, Griechenland

Rezensionsexemplar




Donnerstag, 19. April 2018

Der Lavendel-Coup


Bildquelle

von Carine Bernard

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.08.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 03.12.2015
  • Verlag : Knaur Taschenbuch
  • ISBN: 9783426215302
  • Flexibler Einband 222 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Buch hat eine komplette Überarbeitung und einen Titelwechsel hinter sich und heisst neu Lavendel-Tod. Ich habe das eBook allerdings in der alten Version unter dem Titel Der Lavendel-Coup gekauft.



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Lavendel-Tod
Das Schaf-Komplott
Die Schnitzel-Jagd
Der Drachen-Klau



Inhalt


Ein Fall von Wirtschaftskriminalität führt EU-Ermittlerin Molly Preston nach Südfrankreich, in ein beschauliches Dorf zwischen alten Olivenbäumen und den ewig singenden Zikaden. Bei ihren Ermittlungen stößt sie auf geheimnisvolle Zeichen an der Wand einer kleinen Kapelle. Mit der Unterstützung ihres Freundes Charles – seines Zeichens erfolgreicher Krimi-Autor – entschlüsselt sie die Botschaft und erfährt von einem nie geklärten Bankraub. Doch dann gibt es einen Toten, und auf einmal entwickelt sich die Jagd nach dem verschollenen Goldschatz zum Schlüssel für die Lösung ihres aktuellen Falls …
(Quelle: Knaur)


Meine Meinung



Die EU-Ermittlerin Molly Preston hilft in der Provence bei der Restauration einer alten Kirche. Eigentlich hat sie schon einen Auftrag, doch als sie auf alte, verborgene Schriftzeichen und durch diese auf die Spur eines nie gelösten Raubfalls stösst, kann sie der Verlockung des Rätsels nicht widerstehen.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht der Protagonistin Molly erzählt. Leider erschien mir diese wie eine klassische Mary Sue, eine idealisierte und überperfekte Kunstfigur: sie ist natürlich wunderschön und dank asiatischem Einschlag auch etwas exotisch, dazu ist sie superintelligent, sportlich, einfach perfekt. Dass sie neben all ihrer Perfektion keinerlei persönliche Eigenschaften aufzuweisen scheint, macht sie in meinen Augen einfach nur langweilig.

Die Handlung warf mich direkt in die Geschichte, ich hätte mir zunächst noch eine Einleitung gewünscht. Da ich den Klappentext nach dem Kauf des eBooks vor vielen Monaten nicht mehr gelesen habe, war ich zu Beginn etwas überfordert: wer ist Molly, was will sie, und warum ermittelt sie verdeckt? Ich dachte zunächst, dass ich einen Vorgängerband verpasst hätte, aber nein, dieser hier ist der erste der Reihe. Auch die Rätsel, die Molly zu lösen hat, werden mir zu einfach aufgeklärt – nämlich durch ihren Freund im Off, der ihr einfach die Lösungen mitteilt…

Beim Schreibstil der Autorin Carine Bernard ist mit vor allem aufgefallen, dass sie manche Dinge, wie Kleidung, Frisuren oder Mahlzeiten enorm detailliert beschreibt, die Umgebung allerdings nur in groben Zügen umreisst. Da ich beim Lesen von Regiokrimis gerne in Gedanken an die Schauplätze reise, konnte mich diese Aufteilung nicht wirklich überzeugen, ich hätte mehr Umgebung und weniger Frisuren bevorzugt (vor allem da es ja für die Geschichte wirklich nicht relevant ist, ob Molly ihre Haare offen, im Flechtzopf oder im Pferdeschwanz trägt…).

Mittlerweile sind vier Bände um die EU-Ermittlerin Molly erschienen. Da mich die Protagonistin gelangweilt und auch die Handlung nicht vom Hocker gerissen hat, werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.

Mein Fazit

Langweilige, überperfekte Protagonistin








Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 35 (zusammen mit 34), zwei Bücher mit offensichtlich ähnlichem Titel, Thema oder Cover.




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