Montag, 25. September 2017

[Hörbuch] Ready Player One


Bildquelle

von Ernest Cline
übersetzt durch Sarah und Hannes Riffel
gelesen von David Nathan

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.04.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 27.04.2017
  • Verlag : Argon Verlag
  • ISBN: B07166WK8T
  • Mp3-Download: 14h 49
  • Sprache: Deutsch


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Inhalt


Im Jahr 2044 ist die Welt ein hässlicher Ort: Die Erdölvorräte sind aufgebraucht, ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Einziger Lichtblick ist die OASIS, eine virtuelle Ersatzwelt, in der man leben, arbeiten, zur Schule gehen und spielen kann. Die OASIS ist ein ganzes Universum, es gibt Tausende von Welten, von denen jede ebenso einzigartig wie phantasievoll ist. Und sie hat ein Geheimnis.

Der exzentrische Schöpfer der OASIS hat tief im virtuellen Code einen Schatz vergraben, und wer ihn findet, wird seinen gesamten Besitz erben - zweihundertvierzig Milliarden Dollar. Eine Reihe von Rätseln weist den Weg, doch der Haken ist: Niemand weiß, wo die Fährte beginnt. Bis Wade Watts, ein ganz normaler Junge, der am Stadtrand von Oklahoma City in einem Trailer lebt, den ersten wirklich brauchbaren Hinweis findet. Die Jagd ist eröffnet...
(Quelle: Audible)


Meine Meinung


Das Leben in der Zukunft ist relativ trostlos. Die globale Energiekrise hat die meisten Menschen an der Grenze zur Armut zurückgelassen. Um dem grauen Alltag zu entfliehen, ziehen sich fast alle in die "Oasis" zurück, die virtuelle Realität, in der Geld eine eher untergeordnete Rolle spielt und man sich geben kann, wie man will. Als der Erschaffer der "Oasis" stirbt, hinterlässt er sein Vermögen demjenigen, der als erstes das in der virtuelle "Easter Egg" findet, wodurch bald der ganze Planet auf "Eierjagd" geht. Mittendrin befindet sich der Teenager Wade, der die "Oasis" vor den geldgierigen Konzernen schützen will…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Wade in der Vergangenheit erzählt. Wade ist der Klischee-Nerd, wie er im Buche steht: picklig, übergewichtig und schüchtern. Da er in der virtuellen Welt sein echtes Gesicht nicht zeigen muss, fühlt er sich dort natürlich deutlich wohler als in wahren Leben, wo er mit seiner Tante und ihrem Partner in einem Trailerpark lebt. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Wade vom Aussenseiter zum weltweiten Vorbild, womit er auch automatisch selbstsicherer wird und beginnt, in seine Fähigkeiten und seinen Wert als Mensch zu vertrauen. Allerdings wird Wade dadurch auch ziemlich unrealistisch, ein quasi unkaputtbarer, allwissender Kämpfer, dem keiner etwas anhaben kann. Das war mir teilweise dann doch etwas zu viel.

Die Handlung beginnt recht zäh. Der Autor Ernest Cline verbringt relativ viel Zeit damit, die Welt, in der seine Geschichte spielt, ausführlich zu erklären und wiederholt sich dabei oft. Immer wieder wird beispielsweise erwähnt, dass Halliday, der Erfinder der "Oasis", in den 1980ern ein Teenager war und sich darum für dieses Jahrzehnt, seine Musik, Filme, Fernsehserien und Computerspiele begeistert. Auch werden endlos Jahrzahlen heruntergerattert, bei jedem erwähnten Film oder Game wird erklärt, wann es von wem veröffentlicht wurde. Nachdem die Handlung aber in Schwung geraten ist, hat sie mich sehr mitgerissen, auch wenn das Tempo grösstenteils eher geruhsam geraten ist und die Handlung immer wieder durch ausschweifende Erklärungen unterbrochen wird. Wer sich allerdings nicht für Computerspiele und Virtual Reality begeistern kann, den wird "Ready Player One" wohl langweilen. Auch wer die 1980er nur vom Hörensagen kennt und sich ansonsten nicht für dieses Jahrzehnt interessiert, könnte seine Schwierigkeiten mit dem Buch haben, da die "80ies" doch eine grosse, wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Das Hörbuch wird von David Nathan gelesen, der gut zum Thema und zu Wade gepasst hat und als Synchronsprecher von Johnny Depp, Christian Bale oder Paul Walker bekannt ist. Im Bereich SciFi ist er kein Neuling, hat er doch bereits Nathan Fillion in "Firefly" synchronisiert. Ich habe David Nathan jedenfalls gerne zugehört.

Mein Fazit

Nach einem zähen Start sehr mitreissend für Gamer der 80er. 








Samstag, 23. September 2017

Scythe - Die Hüter des Todes


Bildquelle

von Neal Shusterman
übersetzt durch Pauline Kurbasik und Kristian Lutze

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 21.09.2017
  • Verlag : FISCHER Sauerländer
  • ISBN: 9783737355063
  • Fester Einband 528 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Fischer Sauerländer Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …
(Quelle: Sauerländer)


Meine Meinung


In der Zukunft sind Krankheiten ausgerottet und wer einen Unfall erleidet, wird wiederbelebt. Schmerzen und Tod gehören der Vergangenheit an. Da die Unsterblichkeit schnell zu einer massiven Überbevölkerung führen würde, wurden die Scythe eingeführt. Sie haben das Recht und die Möglichkeit, Menschen endgültig sterben zu lassen. Die beiden Jugendlichen Citra und Rowan werden von Scythe Faraday aufgenommen, um diese ehrenvolle Aufgabe zu erlernen.

Die Geschichte wird kapitelweise abwechselnd aus der Sicht von Citra und Rowan in der dritten Person erzählt. Beide waren mir sympathisch, erschienen mir aber irgendwie etwas langweilig. Ausser dem Wunsch, trotz ihrer Aufgabe kein unnötiges Leid zu verursachen und damit ein guter Scythe zu werden, scheinen sie kein wirkliches Ziel im Leben zu haben. Hier hätte ich mir etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Am Ende jedes Kapitels wird ein Auszug aus dem Tagebuch eines berühmten Scythe zitiert. Bei diesen Ausschnitten habe ich schon bald angefangen, den richtigen Autor zu erraten zu versuchen, bevor dieser in der letzten Zeile genannt wird.

Die Handlung ist nicht besonders vielfältig. Im Grunde dreht sie sich "nur" um die Ausbildung der beiden Protagonisten zum Scythe, auch wenn während rund der Hälfte des Buches auch ein gewisser Krimisapekt hinzukommt, der aber weit vor Schluss aufgelöst wird. Interessanter wird es erst, als die beiden Protagonisten getrennt werden und zu unterschiedlichen Lehrmeistern geschickt werden. Entgegen meiner Erwartungen enthält das Buch auch keine wirkliche Liebesgeschichte, die beiden Protagonisten sagen sich zwar einmal, dass sie sich lieben, das lässt sich aber durch die Handlung nicht wirklich nachvollziehen und spielt eigentlich auch keine Rolle im Ablauf der Geschichte.

Obschon die genannten Kritikpunkte wohl einen anderen Eindruck erwecken können, hat mich das Buch gut unterhalten. Das Konzept der angestellten "Sensenmänner", die in einer Welt ohne Krankheit, Schmerzen oder Tod die Überbevölkerung bekämpfen müssen (und dabei nicht immer ehrbare Motive haben) fand ich frisch und unverbraucht, und die meisten Figuren waren mir sympathisch, wenn auch etwas langweilig. Insgesamt hat sich "Scythe – Die Hüter des Todes" für mich eher wie eine ausgedehnte Einführung in eine neue Buch-Welt angefühlt, die nun auf den Beginn der eigentlichen Handlung wartet. Auf diese bin ich jedenfalls sehr gespannt und freue mich schon auf den Folgeband (auf der englischsprachigen Wikipediaseite ist von der "Scythe-Series" die Rede, auch wenn darunter bisher nur dieses eine Buch gelistet ist. "Hüter des Todes" soll wohl der Auftakt zu einer Trilogie bilden).

Der Schreibstil des Autors Neal Shusterman lässt sich flüssig lesen, sodass ich zügig durch die Kapitel kam. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, bleibt aber offen genug für Nachfolgebände.

Mein Fazit

Frisches Konzept, die Handlung wäre allerdings noch ausbaufähig







Rezensionsexemplar


Donnerstag, 21. September 2017

Der Mann am Gartenzaun


Bildquelle

von Roger Graf

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2008
  • Aktuelle Ausgabe : 01.01.2010
  • Verlag : Pendragon
  • ISBN: 9783865321640
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Das Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.



Bücher der Reihe:
Die Frau am Fenster
Der Mann am Gartenzaun
Die rechte Hand


Inhalt


Auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik in Zürich wird ein Skelett entdeckt. Wer war der junge, groß gewachsene Mann und weshalb musste er sterben? Damian Stauffer und sein Team von der Kripo Zürich versuchen dem Toten ein Gesicht und einen Namen zu geben. Doch je mehr sie in Erfahrung bringen, umso rätselhafter erscheint der Fall. Jene, die den Toten gekannt haben, scheinen alle einem anderen Menschen begegnet zu sein ... Und ein kranker Mann wittert seine letzte große Chance.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Auf einem verlassenen Fabrikgelände wird eine Leiche gefunden, die dort schon seit Jahren lag. Um den Mord aufzuklären müssen Damian Stauffer und sein Team erst mal herausfinden, wer der Tote überhaupt war.

Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, wobei der Erzähler in jeder Szene auf eine andere Figur fokussiert und den Leser an deren Gedanken teilhaben lässt. Dieser Erzählstil führt dazu, dass niemand so wirklich die Hauptrolle des Buches zu übernehmen vermag, da die Wechsel schnell kommen und man so trotz den teilweise tiefen Einblicken kaum etwas über die Figuren erfährt. Die meisten bleiben blosse Namen, die ich oft verwechselt habe (wer ist nun Teil des Ermittlerteams und wer Privatperson, wer ist Mann, wer Frau). Teilweise wird dem Leser auch gar nicht verraten, wer nun die Person ist, die gerade in Fokus steht, da nur er/sie erwähnt wird, ohne einen Namen zu nennen.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, der Suche nach dem Mörder der aufgefundenen Leiche sowie die Suche nach einem vor vielen Jahren verschwundenen Mädchen. Wie die beiden Stränge zusammenhängen wird erst spät klar. Leider ziehen sich beide Stränge ziemlich in die Länge, worunter die Spannung leidet. Hier hätten wohl eine Straffung und das Weglassen vieler falscher Spuren nicht geschadet.

Der Autor Roger Graf ist in der Schweiz vor allem als Autor und Erschaffer der Hörspielreihe "Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney" bekannt. Obschon ich diese Reihe liebe, konnte mich "Der Mann am Gartenzaun" nicht packen. Da fehlen einfach die prägnanten Figuren und der trockene Humor, die "Maloney" so anziehend machen. Wirklich schlecht fand ich das Buch allerdings nicht, ich konnte es gut lesen, ohne mich darüber zu ärgern, nur hätte ich mir mehr Spannung erhofft.

Mein Fazit

Fehlende Spannung mit blassen Figuren







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 46, ein Buch aus einem Indie-Verlag (am 18. März 2017 ist IndieBookDay)

Dienstag, 19. September 2017

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel


Bildquelle

von Rick Riordan
übersetzt durch Gabriele Haefs

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 31.08.2017
  • Verlag : Carlsen
  • ISBN: 9783551556882
  • Fester Einband 400 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Carlsen Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …
(Quelle: Carlsen)


Meine Meinung


Der griechische Gott Apollo wacht in einer New Yorker Seitengasse auf und entdeckt zu seinem Entsetzen, dass er in einen Menschen verwandelt wurde. Da ihm dies nicht zum ersten Mal passiert ist, weiss er genau, was er nun zu tun hat: wenn er nur ein paar Jahre beweist, dass er ein anständiger Kerl ist, darf er wieder in den Olymp. Und wo wäre ein griechischer Gott wohl besser aufgehoben als im Camp Half Blood bei seinen Kindern? Doch Apollo stehen gefährliche Abenteuer bevor, als mehrere Orakel verschwinden…

"Das verborgene Orakel" ist der erste Band der "Abenteuer des Apollo"-Reihe. Theoretisch könnte man ihn also auch ohne Vorkenntnisse lesen. Dennoch empfehle ich, zuvor alle Bände der "Percy Jackson" und "Helden des Olymp"-Reihen zu lesen, da "Abenteuer des Apollo" darauf aufbaut und viele Anspielungen auf frühere Ereignisse enthält. Ich habe die letzten beiden Bände der "Helden des Olymp"-Reihe zuvor noch nicht gelesen und wurde ärgerlicherweise über die Geschehnisse darin gespoilert…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Apollo in der Vergangenheit erzählt. Apollo war mir dabei z Beginn nur bedingt sympathisch. Er erschien mir arrogant und überheblich. Kein Wunder, da es sich beim Protagonisten doch um einen Gott handelt, der im menschlichen Körper auf die Erde verbannt wurde. Was mich aber dann doch dazu brachte, Apollo zu mögen, ist sein Humor. Apollo ist einfach witzig, ob gewollt oder nicht. Es bleibt ihm ja schliesslich auch nicht viel Anderes übrig, gefangen im Körper eines pickligen, übergewichtigen Teenagers ohne irgendwelche nennenswerten Fähigkeiten. Die meisten der anderen Figuren sind dem Leser bereits aus den Reihen "Percy Jackson" und "Helden des Olymp" bekannt (wenn man die Reihen bereits gelesen hat, was ich wie gesagt wärmstens empfehle).

Wer Rick Riordan mag, den wird die Handlung nicht überraschen. Ein paar Halbgötter, hier zusammen mit einem "menschlichen Gott" bekommen die Aufgabe, etwas oder jemanden zu suchen. Anders als bei den bisherigen Büchern aus der griechisch-römischen Mythologie schickt der Autor seine Helden hier aber nicht auf eine Reise, sondern lässt das ganze Abenteuer in New York stattfinden. Im Osten (der USA) nichts Neues, bin ich daher versucht zu sagen, aber das altbekannte Schema vermag auch in diesem nunmehr 11. Band um Percy Jackson (der hier allerdings nur eine kleine Nebenrolle spielt) und Co. wieder gut zu unterhalten.

Der Schreibstil von Rick Riordan lässt sich wie gewohnt flüssig lesen, auch wenn das verwendete Vokabular nicht gerade vielseitig ist. Am Ende des Buchs findet sich ein Glossar, in dem der Leser die Namen der verschiedenen erwähnten Götter und Monster nachschlagen kann. Da mich die bisherigen Reihen von Rick Riordan gut unterhalten haben und auch dieses Buch keine Ausnahme ist, werde ich den "Abenteuern des Apollo" sicher weiter folgen.

Mein Fazit

Das altbekannte Schema unterhält auch im 11. Anlauf








Rezensionsexemplar


Montag, 18. September 2017

[Hörbuch] Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten


Bildquelle

von Robert C. Marley
übersetzt durch ?
gelesen von Hans Jürgen Stockerl

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.01.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 05.01.2017
  • Verlag : Audible GmbH
  • ISBN: B01MU5CD5P
  • Mp3-Download: 8h 49
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten
Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper
Inspector Swanson und der Magische Zirkel



Inhalt


London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle? Die Karten werden neu gemischt als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte "Blaue Hope-Diamant" eine Imitation ist. 
(Quelle: Audible)


Meine Meinung


London, 1893. In einem Juweliergeschäft wird dessen Besitzer ermordet aufgefunden. Bald darauf wird auch ein zweiter Juwelier ermordet. Inspector Swanson vom Scotland Yard sucht den Zusammenhang, um das Motiv und damit den Mörder zu finden.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters in der dritten Person erzählt. Eine wirkliche Hauptperson gibt es hier nicht, auch wenn Inspector Swanson im Titel genannt wird, gibt es auch andere Figuren, die ebenso viel Raum einnehmen. Leider wuchs mir keine davon so richtig ans Herz, sie blieben alle ziemlich blass und mir daher egal.

Was die Handlung anbelangt, verrät der Titel des Buchs leider bereits viel zu viel. Während die Polizei noch rumrätselt, ob die Morde etwas mit privaten Verfehlungen der Opfer zu tun haben könnten, weiss der Leser schon vor Beginn der Lektüre, dass der geheimnisvolle Hope-Diamant hinter allem stecken muss. Die Handlung selbst erschien mit viel zu vollgestopft. Von Schmuckdiebstählen, Pornografie über Berühmtheiten wie Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle (damals noch ohne Sir) und Agatha Christie (als Kind) hat der Autor Robert C. Marley offenbar alles hineingeworfen, was ihm gerade in den Sinn gekommen ist. Leider wird die Handlung so furchtbar unübersichtlich und durch die vielen Figuren und Nebenstränge einfach nur verwirrend. Vor allem die Prominenten werden schlussendlich verschwendet, da sie nichts zur Handlung beitragen, sondern deren Part auch von irgendeinen John Smith hätte übernommen werden können (oder in Agatha Christies Fall ohne Verlust ganz weggelassen).

Am Sprecher des Hörbuchs, Hans Jürgen Stockerl, habe ich nichts auszusetzen, er machte seine Sache gut.

Mein Fazit

Zu vollgestopft, um wirklich spannend zu sein. 









Samstag, 16. September 2017

Ghostsitter 3: Hilfe, Zombie-Party!


Bildquelle

von Tommy Krappweis

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.11.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 03.11.2016
  • Verlag : Egmont Schneiderbuch
  • ISBN: 9783505139031
  • Fester Einband 256 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Geister geerbt
Vorsicht! Poltergeist!
Hilfe, Zombie-Party! 
Schreck im Spiegelkabinett
Tanz der Untoten (erscheint im April 2018)



Inhalt


Glückwunsch!

Als hätte Tom nicht schon genug Stress am Hals mit einer Geisterbahn voll quicklebendiger Geister, steht nun auch noch Zombie Wombies Geburtstag vor der Tür. Vielmehr sein Getodstag, und der muss um jeden Preis mit einem besonderen Ritual gefeiert werden, sonst verliert Wombie sein untotes Leben und kann nie wieder erweckt werden. Tom ist bis über beide Ohren überfordert. Ausgerechnet jetzt mutiert nämlich Vlarad versehentlich durch übermäßigen Blutkonsum zu seinem Spenderwesen: einem Hamster.

Dabei ist der Vampir der Einzige, der das Ritual kennt und weiß, was zu tun ist …
(Quelle: Schneiderbuch)


Meine Meinung


Hilfe! Tom muss unbedingt ein Ritual für den Zombie Wombie durchführen, da dieser sonst seine Untotheit verliert und definitiv stirbt. Doch für das Ritual müssen erst mehrere magische Gegenstände beschafft werden, was alles andere als einfach ist. Doch zum Glück muss Tom sich nicht alleine darum kümmern, Vampir, Werwolf, Geist, Zombie und Mumie helfen ihm dabei.

"Hilfe! Zombie-Party!" ist der dritte Band der "Ghostsitter"-Reihe. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, ich empfehle aber, zumindest Band 1, "Geister geerbt" als erstes zu lesen, da dort die Figuren eingeführt und vieles erklärt wird.

Wie bei den anderen Bänden wird auch dieser in der 3. Person aus der Sicht des Protagonisten Tom erzählt. Tom ist ein eigentlich ganz normaler, aufgeweckter Teenager, der sich in erster Linie für Computerspiele und Mädchen interessiert. Seine Aufgabe als Leiter einer Geisterbahn, die mit echten Monstern bestückt ist, braucht viel Zeit, weshalb er nicht allzu oft dazu kommt, seinen Interessen nachzugehen. Die weiteren Figuren, Vlarad der Vampir, Wombie der Zombie, Mimi das Geistermädchen, Welf der Werwolf und Hop-Tep die Mumie sind alle sehr sympathisch und werden wohl auch den meisten Kindern keine Angst einflössen.

Die Handlung ist ähnlich aufgebaut wie bei den Vorgängern. Auch hier erhält Tom eine Aufgabe, die er unter Zeitdruck und mit der Hilfe seiner übernatürlichen Freunde erfüllen muss. Dieses Mal geht es um ein Todestagsritual für Wombie. Durch den Zeitdruck wird ein gewisses Mass an Spannung aufgebaut, obschon zumindest für Erwachsene ja wohl von Anfang an klar ist, dass die Besatzung der Geisterfahrt die Aufgabe rechtzeitig erfüllen wird. Im Vordergrund steht aber auch hier der Humor, mit dem der Autor Tommy Krappweis wie immer um sich wirft. Kaum ein Satz, der mich nicht zum schmunzeln oder sogar laut loslachen gebracht hat. Das Buch strotz vor Anspielungen, Witzen und manchmal auch platten Kalauern, sodass wohl nur sehr humorlose Mitmenschen beim Lesen keine Miene verziehen.

In Sachen Altersempfehlung mache ich es mir einfach: ich denke, das Buch ist für alle Alterskategorien ausser wohl für die Allerkleinsten) geeignet, solange der Leser (oder Vorgelesen-Bekommer) genug Humor hat. Nur bei sehr ängstlichen Kindern sollten die Eltern bedenken, dass hier Geister, Werwölfe und Zombies vorkommen, auch wenn sie alle sehr nett sind. Aber ich denke, dass hier nicht nur Kinder und "mittelalte" Erwachsene wie ich ihren Spass haben, sondern dass man das Buch auch als ganze Familie, vom (Schul-)Kind bis zur Uroma, geniessen kann. Wenn Kinder das Buch selber lesen möchten ist es allerdings besser, wenn sie schon ziemlich gut lesen können, da Tommy Krappweis auch viele erfundene Wörter mit einbaut (wer Bernd das Brot kennt, weiss, was ich meine), sodass es für Leseanfänger frustrierend sein könnte, wenn sie ein Wort nicht entziffern können, weil sie bisher gar keine Möglichkeit hatten, es zu kennen.

Mein Fazit

Köstlich amüsant






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 30, ein Buch, mit dessen Autor Du in Kontakt stehst (pers. getroffen, Betaleser, per Facebookprofil o.ä.). Ich durfte Tommy Krappweis schon mehrmals persönlich an der RingCon treffen.

Donnerstag, 14. September 2017

Sog


Bildquelle

von Yrsa Sigurdardóttir
übersetzt durch Tina Flecken

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 18.09.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442756643
  • Fester Einband 500 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der btb Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
DNA
Sog



Inhalt


Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In einer "Zeitkapsel", die eine Schulklasse vor zwölf Jahren vergraben hat, wird ein Aufsatz eines Schülers gefunden, der für das Jahr 2016 mehrere Morde ankündigt. Als dann Hinweise auftauchen, dass die angekündigten Morde tatsächlich ausgeübt wurden, macht sich Kommissar Huldar zusammen mit der Psychologin Freyja auf die Suche nach dem Autor des Aufsatzes. Der wird bald gefunden, doch ist er auch der Täter?

"Sog" ist nach "DNA" der zweite Band um den Polizisten Huldar und die Psychologin Freyja. Er enthält zwar einige Anspielungen auf Band 1, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer vorhat, beide Bände zu lesen, sollte dies allerdings in der Erscheinungsreihenfolge tun, da hier wohl doch zu viel über die Geschehnisse in Band 1 verraten werden.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der sich in jeder Szene auf eine bestimmte Figur konzentriert und den Leser nur an deren Gedanken teilhaben lässt. Durch die wechselnde Perspektive erhält man zwar Einblick in die verschiedenen Figuren, besonders interessant ist aber keine von ihnen. So denkt beispielsweise Huldar, der seinen Alkoholkonsum nicht im Griff hat und im Laufe der Geschichte mehr als nur ein alkoholbedingtes Blackout hat, in erster Linie an seine Frisur und an Frauen. Spannend. Freyja geht es vor allem darum, dass sie Huldar doof findet (der seinerseits total in Freyja verschossen ist). Die weiteren Figuren, die in den Fokus des Erzählers geraten, hauptsächlich (potentielle) Opfer, machen sich durch ihre Arroganz nicht gerade sympathisch.

Im Prolog begleitet der Leser die kleine Vaka, die nicht von der Schule abgeholt wurde und nun zu einer Klassenkameradin nach Hause geht. Diese Szene ist zwar wichtig für das Verständnis des ganzen Falles, verrät aber im Grunde zu viel, da ja klar ist, dass dieses Ereignis etwas mit dem zu klärenden Fall zu tun haben muss und somit das Motiv des Täters gleich zu Beginn verrät. So bleibt nur noch die Frage übrig, wer hinter dem Ganzen steckt. So hält sich die Spannung in Grenzen, da schon bald klar wird, dass es nur zwei mögliche Täter (respektive Tätergruppen) geben kann. Das Buch wird auf dem Cover als "Thriller" bezeichnet, ich betrachte es aber als Kriminalroman, die durchgehende Spannung, die einen Thriller auszeichnet, fehlt hier.

Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen. Anders als im letzten Buch, das ich von ihr gelesen habe ("Das letzte Ritual") wurde hier in der Übersetzung die skandinavische Eigenheit, alle Menschen, auch Fremde, zu duzen, nicht übernommen (obschon bei beiden Büchern die gleiche Übersetzerin tätig war). Schade, ich finde das immer sehr stimmungsvoll.

Mein Fazit

Der Prolog verrät bereits zu viel.






Rezensionsexemplar

 

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