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Montag, 17. Juni 2019

[Hörbuch] Rachgier


Bildquelle

von Val McDermid
übersetzt durch Doris Styron
gelesen von Wolfgang Berger


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 03.09.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 03.09.2018
  • ISBN: 9783869743400
  • Mp3-CD:16h 00
  • Sprache: Deutsch



Hörprobe
Kaufen?



Bücher der Reihe:
Lied der Sirenen
Schlussblende
Ein kalter Strom
Tödliche Worte
Schleichendes Gift
Vatermord
Vergeltung
Eiszeit
Schwarzes Netz
Rachgier




Inhalt


Detective Chief Inspector Carol Jordan und Profiler Tony Hill jagen den »Wedding Killer«. Eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Auto – das ist alles, was von der unauffäl- ligen Büroangestellten Kathryn McCormick übrig ist. Erst vor Kurzem hatte sie auf einer Hochzeit einen attraktiven Mann kennengelernt und auf neues Glück nach einer herben Enttäuschung gehofft. DCI Carol Jordan und Tony Hill versuchen den Mann ausfindig zu machen, müssen aber feststellen, dass keiner der anderen Hochzeitsgäste ihn kannte.


Meine Meinung



In einem ausgebrannten Auto wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Bald findet die Polizei heraus, dass das Opfer wenige Wochen vor seinem Tod Gast bei einer Hochzeit gewesen war und dort einen unbekannten Mann kennengelernt hatte. Als bald darauf eine weitere Tote gefunden wird, geraten die Ermittler unter Zugzwang. Können sie den Täter stoppen, bevor er ein weiteres Mal zuschlägt?

"Rachgier" ist bereits der zehnte Band der Reihe um Carol Jordan und Tony Hill. Ich kenne die Vorgänger nicht, konnte dem Hauptfall aber dennoch gut folgen. Allerdings fand ich die vielen Figuren sehr unübersichtlich, was vielleicht anders aussehen würde, wenn ich die Vorgänger gekannt hätte. Wirklich sympathisch fand ich allerdings auch niemanden. Vor allem die Ermittlungsleiterin, die gerne mal besoffen Auto fährt und das dann durch Kollegen vertuschen lässt (und sich dann als Opfer hinstellt) fand ich ziemlich abschreckend. Aber auch ihre Kollegen nutzen immer wieder Polizeimittel, um private Probleme zu lösen, was ich nicht gutheissen kann.

Der Haupthandlungsstrang ist durchaus spannend, auch wenn der Täter und das Motiv dem Leser schon sehr bald offenbart wird und ich die Auflösung komplett unglaubwürdig fand. Was mich allerdings gestört hat war der ständige Fokus auf diverse Nebenhandlungen. Was interessieren mich die privaten Probleme des Pflegesohns einer der Ermittlerinnen? Natürlich muss sich ein Krimi nicht nur um den aufzuklärenden Fall kümmern und darf auch mal das Privatleben der Beteiligten zeigen, aber wenn der Kriminalfall gefühlt zur Nebensache wird, langweile ich mich schnell. Ich kann allerdings nicht ausschliessen, dass mein Desinteresse zumindest teilweise an meinen mangelnden Vorkenntnissen lag. Vielleicht hätte ich all die Nebenhandlungen spannender gefunden, wenn ich die Figuren schon über mehrere Bände begleitet hätte.

Gar nicht überzeugen konnte mich der Sprecher Wolfgang Berger. Von falscher Betonung und Aussprache bis zu hörbar fehlender Motivation machte er so ziemlich alles falsch, was man beim Lesen eines Hörbuchs so falsch machen kann. So hat er mir den Hörspass, der schon aufgrund der Vorlage nicht allzu gross war, noch vollends verdorben.

Mein Fazit

Zu viel Drumherum und übler Sprecher












Montag, 23. April 2018

[Hörbuch] In eisige Höhen


Bildquelle

von Jon Krakauer
übersetzt durch Stephan Steeger
gelesen von Christian Brückner

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.08.2004
  • Aktuelle Ausgabe : 01.08.2004
  • Verlag : Steinbach sprechende Bücher
  • ISBN: 9783886987122
  • Audio CD: 10h 46
  • Sprache: Deutsch


Das Hörbuch ist vergriffen und nur gebraucht erhältlich (oder über Spotify, wo ich es gehört habe und Audible)



Hörprobe



Inhalt


Von der amerikanischen Zeitschrift "Outside" beantragt, nahm Jon Krakauer an einer Mount Everest Expedition teil, um über die Auswüchse des kommerziellen Bergsteigens zu berichten. Auf dieser Expedition im Frühjahr 1996 ereignete sich die schlimmste Katastrophe, die je auf dem "Dach der Welt" geschah: 12 Menschen aus einer Gruppe von 33, zum Teil "Grenzgänger" auf der Suche nach dem ultimativen Abenteuer und dem absoluten Kick, fanden dabei ihren Tod. 
(Quelle: Sprechende Bücher)


Meine Meinung


Am 10. Mai 1996 wollen mehr als 30 Menschen den Mount Everst besteigen – acht davon kehren nie zurück. Der Journalist Jon Krakauer war einer der wenigen, die an diesem Tag den Gipfel erreicht haben und auch noch davon erzählen können.

Jon Krakauer lässt seine Leser nie vergessen, dass er hier aus eigener Erfahrung berichtet. In Ich-Perspektive erzählend geht es ihm in erster Linie darum darzulegen, wie er die Tragödie empfunden hat.

Jon Krakauers Erzählstil ist nichts für Unaufmerksame. Immer wieder schweift er ab, bei fast jeder Erwähnung einer Person wird erst mal deren ganzes bisheriges Leben geschildert, bevor es mit den Ereignissen weitergeht. Auch einige Zeitsprünge helfen zusätzlich mit, den Leser zu verwirren. Da er zudem immer wieder aus anderen Berichten wortwörtlich zitiert, behält nur der sehr aufmerksame Leser (oder in meinem Fall Zuhörer) den Überblick, wann Krakauer von sich selbst erzählt und wann es um jemand anderen geht (ich habe dies oft erst am Schluss der jeweiligen Passage gemerkt).

Inhaltlich konnte das Buch für mich wenig Neues bieten. Ich bin vor einiger Zeit durch den Film "Everest" auf das Thema gestossen und habe mich dann durch alle möglichen Wikipedia-Artikel gelesen, bevor ich zu diesem Hörbuch gegriffen habe. Doch auch wenn mir die Ereignisse vom 10. Mai 1996 dadurch bis in die Details bekannt waren, wurde Jon Krakauers Erzählung trotzdem nicht langweilig. Natürlich kennt er nicht "die Wahrheit" (auch wenn er gerne so tut), sondern kann nur seine Wahrnehmung und Interpretation der Geschehnisse abliefern. Diese lassen den Leser aber absolut mitfiebern, auch wenn ich mich das ganze Hörbuch hindurch fragte, wie man sich so eine Tortur freiwillig antun kann… Man kann nun darüber diskutieren, ob es wirklich nötig gewesen wäre, so detailliert über die (nach Krakauers Ansicht) "Verfehlungen" anderer Teilnehmer der Exkursion herzuziehen (ob diese nun etwas mit den Geschehnissen zu tun hatten, wie Bukrejews Verzicht auf Flaschensauerstoff, oder nicht, wie Hillman Pitts Zeitschriftenkonsum). Ich hätte es als Beteiligter sicher nicht lustig gefunden, mein Leben so in der Öffentlichkeit ausgebreitet zu sehen. Allerdings versuchte Krakauer wohl mit diesem Buch, das er nur wenige Monate nach den Geschehnissen veröffentlicht hat, sein Trauma und seine eigenen Schuldgefühle zu verarbeiten, was die Schuldzuweisungen zwar nicht rechtfertigt, aber etwas erklären kann (wobei ich als Nicht-Bergsteigerin mir kaum vorstellen kann, wie man nach der Besteigung des Everest-Gipfels als Amateur ohne Höhenerfahrung noch in der Lage sein sollte, andere zu retten…).

Das Hörbuch wird von Christian Brückner gelesen, der den Inhalt gut rübergebracht und auch stimmlich zum Thema gepasst hat. Mir hat es gut gefallen, dem Leser oder Hörer sollte allerdings bewusst sein, dass er hier einen klar subjektiv erzählten Erlebnisbericht erhält und nicht eine neutrale Tatsachenschilderung.

Mein Fazit

Auch wenn man die Geschichte kennt mitreissend






Lovelybooks Literarische Weltreise

Ostasien ohne China


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