Mittwoch, 2. Dezember 2015
Daggis Buch-Challenge 2016
Daggi organisiert auch für das nächste Jahr wieder eine Challenge, bei der ich gerne teilnehme. Meine Challenge-Seite findet ihr oben, wer sich auch gerne anmelden würde kann das direkt auf Daggis Blog tun. Die Aufgaben könnt ihr im verlinkten Blogpost oder auch auf meiner Challenge-Seite einsehen.
Dienstag, 1. Dezember 2015
Monats-Rückblick November
Statistik
Bücher gelesen: 11 (davon 4 eBooks)
Hörbücher gehört: 1
Seiten gelesen: ca. 4700
Seiten pro Tag: ca. 155
Top des Monats
Flop des Monats
Eher fad erschien mir "Der Wolkenpavillon" von Laura Joh Rowland. Vielleich fehlte mir hier einfach die Kenntnis der vorhergehenden Bände.Neuzugänge
Im November war ich brav, neben Rezi-Exemplaren (die beiden links, plus ein paar Rezi-eBooks) und zwei Hörbüchern von Audible habe ich mir nur ein Buch gekauft, das aber direkt vom Autor, mit Autogramm und Widmung.Montag, 30. November 2015
Schneewittchen muss sterben
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| Bildquelle |
von Nele Neuhaus
- Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.06.2010
- Aktuelle Ausgabe : 09.06.2010
- Verlag : List
- ISBN: 9783548609829
- Flexibler Einband 544 Seiten
- Sprache: Deutsch
Leseprobe
Kaufen?
Bücher der Reihe:
Eine unbeliebte Frau
Mordsfreunde
Tiefe Wunden
Schneewittchen muss sterben
Wer Wind sät
Böser Wolf
Die Lebenden und die Toten
Inhalt
Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau
von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia
Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen
Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein
Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist
er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst
wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…
(Quelle: List)
Meine Meinung
Vor zehn Jahren wurde Tobias wegen Mordes an
zwei Mädchen verurteilt. Kaum wird er entlassen und kehrt in sein
Heimatdorf zurück, verschwindet erneut ein Mädchen. Hat Tobias wieder
zugeschlagen, oder wurde er damals zu
Unrecht verurteilt?
„Schneewittchen muss sterben“ ist der vierte
Band der Krimi-Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Ich
habe zuvor bereits den dritten Band „Tiefe Wunden“ gelesen, konnte mich
aber ehrlich gesagt nicht mehr
gross daran erinnern. Das nur äusserst lückenhafte Vorwissen hat mich
aber nicht vor Verständnisprobleme gestellt, das Buch lässt sich daher
gut auch ohne Vorkenntnisse der Reihe lesen.
Die Geschichte wird aus wechselnder
Perspektive erzählt, nicht nur aus der Sicht der Polizei, sondern auch
aus der Sicht einzelner Beteiligter. Neben der Krimihandlung spielt auch
das Privatleben der Ermittler eine grosse
Rolle, sowohl Kirchhoff wie Bodenstein haben in diesem Krimi mit ihren
privaten Dramen zu kämpfen. Leider schaffte es die Autorin Nele Neuhaus
nicht, mir die beiden Akteure ans Herz wachsen zu lassen, so dass mir
ihre Probleme ziemlich egal blieben. Auch die
weiteren Figuren blieben im Laufe des Romans ziemlich blass und
klischeehaft überzeichnet.
Der Schreibstil der Autorin Nele Neuhaus ist
eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Handlung ist
sehr komplex gestrickt, sogar etwas zu komplex für meinen Geschmack. Zu
viele Personen, zu viele Schauplätze,
zu viele Nebenhandlungen. Schon nach kurzer Zeit hatte ich den
Überblick verloren. Jede neue Figur wird mit Vor- und Nachnamen erwähnt
und präzise beschrieben, selbst wenn sie ansonsten nur in einem Satz
erwähnt wird. Nebenhandlung reiht sich an Nebenhandlung,
besonders auf den letzten paar Seiten erschien der Autorin die
Auflösung wohl noch zu wenig komplex, sodass sie noch einen weiteren
Handlungsstrang hineinstrickte. Ein paar Wendungen weniger hätten es
auch getan, und die Geschichte wäre dabei etwas leichter
verständlich geblieben.
Mein Fazit
(Sogar etwas zu) komplexer Kriminalroman mit klischeehaften Figuren. Durchaus unterhaltsam, aber kein Must-read.
Task-Challenge
Aufgabe 2: Lies ein Buch, dessen Titel oder Cover etwas mit Wetterphänomene zu tun hat (Schnee, Nebel, Regen, …). Auf dem Cover ist ein Wetterhahn abgebildet, als Symbol für Wind.Freitag, 27. November 2015
Deiner Seele Grab
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| Bildquelle |
von Inge Löhnig
- Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.03.2014
- Aktuelle Ausgabe : 10.03.2014
- Verlag : List
- ISBN: 9783548611242
- Flexibler Einband 496 Seiten
- Sprache: Deutsch
Leseprobe
Kaufen?
Bücher der Reihe:
Der Sünde Sold
In weisser Stille
So unselig schön
Schuld währt ewig
Verflucht seist du
Deiner Seele Grab
Nun ruhet sanft
Inhalt
»Der Dämon in dir wird siegen. Deine dunkle Seite. Das Böse. Das
Teuflische. Alle Demütigungen, Verletzungen, Ungerechtigkeiten, die du
erleiden musstest, formen dich. Zu dem, was du sein wirst. Sie machen
dich dazu.«
Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden
erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein
eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die
nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team?
Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort
schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät …
(Quelle: List)
Meine Meinung
In München werden Senioren ermordet. Was hat
es mit dem „Samariter“ auf sich, glaubt er wirklich, die alten Menschen
durch die Morde zu erlösen?
„Deiner Seele Grab“ ist der sechste Band der
Krimireihe um den Münchner Kommissar Tino Dühnfort. Ich habe nicht alle
vorhergehenden Bände gelesen (lediglich den ersten und den neusten Band,
der nach „Deiner Seele Grab“
spielt“) was aber für das Verständnis der Krimihandlung keine Rolle
spielte.
Wie für diese Buchreihe typisch, wird die
Handlung aus wechselnder Perspektive erzählt. Neben dem Protagonisten
Dühnfort wird auch die Sicht seiner Kollegin Kirsten und die von zwei
mit der Tat zusammenhängenden Frauen,
Anjela und Clara, verwendet. Ich mag diese wechselnden Perspektiven, da
ich so nicht nur den polizeilichen Blick, sondern auch gewisses
Insiderwissen erhalte. Neben dem Kriminalfall spielt auch das
Privatleben aller Beteiligten eine grosse Rolle, und hier
merkte ich, dass mir etwas Vorwissen fehlte. Dennoch konnte ich auch
den Nebenhandlungen gut folgen.
Der Schreibstil der Autorin Inge Löhnig liest
sich flüssig, sodass ich das Buch in wenigen Stunden verschlungen
hatte. Die Handlung ist in sich logisch, aber auch recht vorhersehbar,
ich wusste ungefähr in der Mitte des
Buches, wer der Täter und was sein Motiv war. Dies tat aber
überraschenderweise der Spannung keinen grossen Abbruch, ich habe auch
die zweite Buchhälfte mit viel Vergnügen gelesen, um herauszufinden, ob
ich mit meiner Einschätzung richtig lag. Wer Blut und
Gewalt sucht, wird mit dieser Buchreihe nicht glücklich, hier spielt
die psychologische und gesellschaftskritische Seite eine viel grössere
Rolle. Hierzu möchte ich anmerken, dass Inge Löhnig etwas gar viel in
ihr Buch hineinzupressen versuchte. Pflegenotstand,
Erbstreitigkeiten und sogar Menschenhandel sind nur einige der Themen,
die die Autorin hier anspricht. Weniger wäre wohl auch hier mehr
gewesen.
Mein Fazit
Eine klare Empfehlung für Fans von deutschen
Krimis ohne viel Blut. Ich werde die weiteren Bände der Reihe mit
Sicherheit auch noch lesen.
Task-Challenge
Aufgabe 3: Lies ein Buch, das in einer deutschen Großstadt spielt (ab 500.000 Einwohner, laut Wikipedia). Gemäss Wikipedia hat München, wo dieser Krimi spielt, 1.429.584 Einwohner.Mittwoch, 25. November 2015
Katz und Mord
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| Bildquelle |
- Erscheinungsdatum Erstausgabe : 06.11.2015
- Aktuelle Ausgabe : 06.11.2015
- Verlag : Midnight
- ISBN: 9783958190528
- E-Buch Text 284 Seiten
Das eBook wurde mir vom Midnight Verlag und Vorablesen kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!
Leseprobe
Kaufen?
Inhalt
Von ihrem Freund für eine Jüngere verlassen, kommt Hauptkommissarin Anne
Kirsch ein Mordfall gut gelegen: In Bontkirchen im Sauerland wird Jürgen
Gruber erschossen aufgefunden. Bereits wenige Wochen zuvor war im
selben Dorf die Rentnerin Luise Steinmetz an einer
Knollenblätterpilzvergiftung gestorben. Gibt es eine Verbindung zwischen
den Mordfällen? Und wo ist Luises Katze? Anne beginnt auf eigene Faust
zu ermitteln und begibt sich dabei unwissentlich in Lebensgefahr…
(Quelle: Midnight)
Meine Meinung
Im Sauerland wird ein Mann erschossen. Schon
wenige Wochen zuvor kam es in dem kleinen Dorf zu einem Todesfall.
Besteht da ein Zusammenhang? Da ihre Vorgesetzten diesen nicht erkennen
wollen, ermittelt die Polizistin
Anne im Alleingang.
„Katz und Mord“ ist der erste Krimi der
Autorin Mareike Albracht. Als Protagonistin hat sie sich dabei die
Polizistin Anne Kirsch ausgesucht, die Handlung wird abwechslungsweise
aus Annes Sicht und aus Sicht ihres Kollegen
Thorsten Seidel erzählt. Leider war mir Anne nur bedingt sympathisch.
Sie erschien mir weinerlich und wehleidig, an allem sind immer nur die
anderen Schuld, sie selbst trug für gar nichts Verantwortung, was ihr
geschah. Zudem handelte sie oft unüberlegt und
brachte so sich und andere in Gefahr. Thorsten blieb hingegen blass,
ausser dass er Schalke-Fan ist (ausgerechnet in Dortmund), lässt sich
kaum etwas über ihn erfahren.
Der Schreibstil der Autorin Mareike Albracht
lässt sich flüssig lesen, mir sind aber viele Wiederholungen
aufgefallen, sei es bei der Erwähnung von einzelnen Details oder gar
halben oder ganzen Sätzen. So geriet die Lektüre
doch stellenweise etwas zäh. Ein kleines Detail ist mit zudem
aufgefallen: mehrmals wird der Mittwoch, 30. August erwähnt. Da dies
mein Geburtstag ist, weiss ich zufälligerweise, dass der 30.8. seit 2006
nicht mehr auf einen Mittwoch gefallen ist, und das
Buch spielt eindeutig danach, auch wenn kein präzises Datum genannt
wird.
Die Handlung schlägt ein eher gemächliches
Tempo ein, passend zu dem Szenario auf dem Land. Die Auflösung
überraschte mich, rückblickend ist sie aber logisch und nachvollziehbar.
Besonders regional geprägt erschien mir
der Krimi nicht, abgesehen von der Erwähnung einiger Ortsnamen hätte
das Buch irgendwo auf der Welt spielen können. Wer temporeiche,
bluttreifende Action sucht, ist mit diesem Krimi falsch bedient, das
sollte aber auch schon am Cover des Buches ersichtlich
werden.
Mein Fazit
Anders als der Untertitel ankündigt, kein
wirklicher Regiokrimi. Das Krimi-Debut unterhält trotzdem, lässt aber
Potential nach oben offen.
Rezensionsexemplar
Montag, 23. November 2015
Der Rithmatist
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| Bildquelle |
von Brandon Sanderson
übersetzt durch Jürgen Langowski
- Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.07.2015
- Aktuelle Ausgabe : 13.07.2015
- Verlag : Heyne Fliegt
- ISBN: 9783453269866
- Fester Einband 448 Seiten
- Sprache: Deutsch
Der Heyne Fliegt Verlag hat mir das Hardcover kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!
Leseprobe
Kaufen?
Inhalt
Wie wird man Magier, wenn man nicht zaubern kann? Mit diesem Problem
kämpft Joel tagtäglich, denn nichts wünscht er sich sehnlicher, als ein
Rithmatist, ein berühmter Kreidemagier, zu werden. Doch so sehr er sich
auch bemüht, seine Kreidefiguren bleiben leblos – bis zu dem Tag, an dem
plötzlich das Schicksal aller Rithmatisten auf Joels Schultern ruht.
Einem Tag, an dem eine lange verborgene Gabe in ihm erwacht …
(Quelle: Heyne Fliegt)
Meine Meinung
Der 16jährige Joel wäre gerne ein Rithmatist,
der seinen Kreidezeichnungen Leben einhauchen kann. Doch er muss bald
merken, dass das Leben als Rithmatist gefährlich sein kann…
Der Autor Brandon Sanderson scheint im
Fantasy-Genre sehr bekannt zu sein, doch ich muss zugeben, dass „Der
Rithmatist“ mein erstes Buch des Autors ist. Da hier eine neue Reihe
begonnen wird, hat dies mein Verständnis
aber natürlich überhaupt nicht beeinflusst.
Die Geschichte wird aus der Sicht der
16jährigen Schülers Joel geschildert und in der dritten Person erzählt.
Joel war mir ein bisschen zu sehr auf sich selbst bezogen, um ihn
wirklich ins Herz zu schliessen, aber bei
einem Teenager ist das ja ziemlich normal. Am sympathischsten war mir
der Nebencharakter Professor Fitch, der mir wie ein netter, etwas
zerstreuter Onkel erschien.
Brandon Sanderson hat mit „Der Rithmatist“
eine Welt erschaffen, die der unseren nicht unähnlich, und doch recht
anders ist. Nordamerika besteht aus lauter kleinen Inseln und Europa
wurde vor längerer Zeit von einer Invasionsmacht
(asiatisch? Arabisch?) eingenommen. Die Geschichte spielt zu Beginn des
19. Jahrhunderts, doch ob dies auch unserer Zeitrechnung entspricht,
bleibt unklar. Da sich die Handlung aber ohnehin in einer Fantasywelt
abspielt, ist das ja auch eigentlich egal. Durch
die zeitliche Platzierung erschien mir das Buch leicht
Steampunk-angehaucht. Wie es zur Entstehung der Rithmatisten und der
„lebendigen“ Kreidezeichnungen kam, wird nicht erklärt. Vielleicht
spielt dies in einem späteren Band der Reihe noch eine Rolle, aber
selbst wenn nicht, nehme ich das dem Autor nicht übel. Wenn ich Fantasy
lese, bin ich bereit, eine uns fremde Welt mit unerklärlichen
Phänomenen zu akzeptieren.
Die Handlung selbst erschien mir zumindest
gegen Schluss sehr spannend, wenn auch vor allem zu Beginn etwas zu sehr
in die Länge gezogen. Durch die vielen (notwendigen) Erklärungen über
die Welt, in der das Buch spielt,
wurde oft Tempo aus der Geschichte genommen, sodass sich die Lektüre
stellenweise trotz flüssigem Schreibstil etwas zäh gestaltete. Ich gehe
aber davon aus, dass sich dies im nächsten Band der Reihe legen wird, da
die Eckpunkte dann schon festgelegt sind.
Die Auflösung fand ich recht überraschend, der Schluss ist bewusst
offen gestaltet, um den Übergang zum nächsten Band zu markieren.
Um dem Leser ein besseres Bild der Rithmatik
zu geben, ist das Buch mit Zeichnungen gefüllt, vor jedem Kapitelanfang
werden zudem rithmatische Grundlagen, insbesondere Schutzkreise,
abgebildet und erklärt.
Mein Fazit
Spannender Auftakt in eine interessante neue
Fantasywelt. Ich freue mich auf den nächsten Band und empfehle das Buch
gerne weiter.
Rezensionsexemplar
Freitag, 20. November 2015
Zu richten die Lebenden
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| Bildquelle |
übersetzt durch Katrin Hahn
- Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.10.2015
- Aktuelle Ausgabe : 09.10.2015
- Verlag : Books2read / HarperCollins
- ISBN: 9783959670050
- Flexibler Einband
- Sprache: Deutsch
Der HarperCollins Verlag und Blogg dein Buch haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!
Leseprobe
Kaufen?
Bücher der Reihe:
Spiel mit dem Tod
Zu richten die Lebenden
Inhalt
An einem einzigen Tag verliert die Künstlerin Mira Gallier alles:
Hurrikan Katrina entreißt ihr den Mann, und ihre gläsernen Kunstwerke
werden in tausend Scherben zerschlagen. Kaum hat sie sich davon erholt,
da öffnen sich die Tore zu Miras persönlicher Hölle erneut: Ein Priester
wird ermordet, die Kirchenfenster aus ihrer Werkstatt sind mit düsteren
Worten beschmiert: "Er wird kommen, zu richten die Lebenden und die
Toten." Es ist der Auftakt zu einer blutigen Mordserie in New Orleans,
bei der die Spuren in Miras Richtung weisen. So eindeutig, dass der
ermittelnde Detective Spencer Malone sie für die Täterin hält?
(Quelle: HarperCollins)
Meine Meinung
In New Orleans werden mehrere Menschen
ermordet. Alle Opfer scheinen etwas mit der Künstlerin und Restauratorin
Mira zu tun zu haben. Hat der Täter es auf sie abgesehen, oder steckt
gar Mira selbst hinter dem Morden?
Spencer Malone ermittelt.
Wie ich nach der Lektüre herausgefunden habe,
hat die Autorin Erica Spindler schon mehrere Thriller über den
Polizisten (respektive das Polizisten-Brüderpaar) Malone geschrieben (leider konnte ich nirgends eine Auflistung finden).
Ich kenne die anderen Bücher nicht, hatte
aber nicht das Gefühl, das mir zum Verständnis Vorwissen fehlte. Was
über die Vergangenheit der Figuren zum Verständnis wichtig ist, hat die
Autorin in „Zu richten die Lebenden“ kurz dargelegt.
Die Geschichte wird in der
Beobachterperspektive grösstenteils aus der Sicht der Künstlerin Mira
geschildert, teilweise auch aus Sicht des Polizisten Spencer Malone.
Einige kurze Einschübe werden aus der Sicht des Täters
beschrieben, ohne dabei die Auflösung vorneweg zu nehmen. Die
Protagonistin Mira war mir während der Lektüre nicht unsympathisch, ich
konnte aber ihre Gefühle, insbesondere in Hinblick auf ihre Arbeit und
ihren verstorbenen Ehemann, nur teilweise nachvollziehen.
Neben der Kriminalgeschichte nehmen Miras Privatleben sowie das
Verhältnis von Malone zu seiner neuen Partnerin einen grossen Teil des
Buches ein. Ebenfalls allgegenwärtig sind die Nachwirkungen des
verheerenden Hurricanes „Kathrina“, unter denen New Orleans
bis heute zu leiden hat.
Der Schreibstil der Autorin Erica Spindler
lässt sich flüssig lesen und ist gut verständlich. Der Thriller ist
klassisch aufgebaut, er beginnt mit dem ersten Mord und endet mit einem
kurzen Nachspiel nach dem grossen
Showdown, in dem die Protagonistin mit dem Täter konfrontiert wird. Die
Auflösung ist logisch nachvollziehbar, die Autorin hat es aber auch
geschickt geschafft, mich bis beinahe zum Schluss über den Täter im
Dunkeln zu lassen. Ich konnte den Täter zwar schon
vor der Auflösung im Buch herausfinden, aber erst wenige Seiten zuvor.
Mein Fazit
Spannender Thriller mit Südstaaten-Flair. Gerne empfehle ich dieses Buch an Thrillerfans weiter.
Rezensionsexemplar
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