Dienstag, 8. August 2017

Das Schweigen von Brodersby


Bildquelle

von Stefanie Ross

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.07.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 17.07.2017
  • Verlag : GRAFIT
  • ISBN: 9783894254902
  • Flexibler Einband: 347 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Grafit Verlag und    haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Der ehemalige KSK-Soldat Jan Storm übernimmt auf der Suche nach einem Neuanfang die Landarztpraxis in Brodersby, einer idyllischen Gemeinde zwischen Schlei und Ostsee. Denn nach einem traumatischen Afghanistaneinsatz will er nur noch vergessen – und der kleine Ort scheint ihm meilenweit entfernt von Schusswunden, Explosionen und Toten.
Als er erfährt, dass sein kerngesunder Vorgänger unter mysteriösen Umständen verstarb, und weitere Dorfbewohner plötzlich zusammenbrechen, beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch damit bringt er nicht nur sich, sondern auch Arzthelferin Lena in tödliche Gefahr – denn seine Gegner haben ihn längst im Visier …
(Quelle: Grafit)


Meine Meinung


Jan Storm, ein ehemaliger Bundeswehr-Offizier der Spezialkräfte, lässt sich als Landarzt im Norden Deutschlands nieder, um seine Erlebnisse in Afghanistan zu vergessen, wo sein bester Freund ums Leben kam. Doch anstelle von geruhsamer Routinearbeit sieht er sich plötzlich von geheimnisvollen Hustenanfällen umringt, die schon mehr als nur einmal zum Tod geführt haben. Zusammen mit seinen neuen Nachbarn versucht Jan herauszufinden, was und vor allem wer die Todesfälle verursacht hat.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht des Protagonisten Jan erzählt, einige wenige Kapitel auch aus der Perspektive eines anderen Dorfbewohners. Diese Kapitel haben mir weniger gut gefallen, da sie schon sehr früh verraten, was und wer hinter der ganzen Sache steckt. Ich hätte mich da lieber selbst zur Lösung gerätselt, anstatt sie schon so früh auf die Nase gebunden zu bekommen. Während der Leser tiefe Einblicke in Jans Gedanken- und Gefühlswelt erhält, die aufgrund seiner Erfahrungen alles andere als heiter ist, bleiben die Absichten der anderen Figuren lange im Dunkeln. Sie sind allerdings individuell genug herausgearbeitet, sodass ich sie trotz ihrer recht hohen Anzahl gut unterscheiden konnte.

Der Krimi spielt in Brodersby, einem Dorf zwischen Schlei und Ostsee, das wirklich existiert, wie mit Google Maps verraten und die Autorin im Nachwort bestätigt hat. Die Umgebung spielt immer wieder eine Rolle, und auch Jans Privatleben kommt in der Geschichte nicht zu kurz. Vor allem die neuen Freundschaften, die Jan schliesst, und seine Patienten (manchmal trifft auch beides auf die gleiche Person zu) drängen den Kriminalfall stellenweise fast etwas an den Rand. Wie bereits erwähnt wird leider der "Bösewicht" viel zu früh verraten, was die Spannung doch schmerzlich dämpft, da nur noch zu klären bleibt, wie Jan die Verbrecher zur Strecke bringen wird.

Der Schreibstil der Autorin Stefanie Ross liess sich flüssig lesen, sodass ich trotz der dicht bedruckten Seiten schnell vorwärtskam und "Das Schweigen von Brodersby" in zwei Tagen ausgelesen hatte.

Untertitel und Seitenzahl haben mich hier ziemlich in die Irre geführt. "Ein Landarzt-Krimi" und der eher tiefe Umfang von rund 350 Seiten liessen mich einen gemütlichen Regio-Krimi erwarten, in dem der Protagonist in erster Linie mit der Dorfbevölkerung spricht und sich vielleicht mal auf einem Hundespaziergang umschaut. Bekommen habe ich allerdings ein actiongeladenes Abenteuer, das mit seinem militärisch ausgebildeten Protagonisten oft wie ein Thriller wirkt und mit einem etwas anderen Layout (die Seiten sind eng mit einer kleinen Schrift bedruckt) auch gut 450 bis 500 Seiten hätte füllen können. Mir hat das gut gefallen, wer aber auf der Suche nach einer locker-flockigen Urlaubsunterhaltung ist, könnte dadurch enttäuscht werden.

Mein Fazit

Viel Action anstelle von gemütlichen Regio-Ermittlungen







Rezensionsexemplar


Montag, 7. August 2017

[Hörbuch] Legend (Legend - Fallender Himmel)


Bildquelle

von Marie Lu
gelesen von Mariel Stern und Steven Kaplan

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.11.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 29.11.2011
  • Verlag : Listening Library
  • ASIN: B00NTPCAQ0
  • Audible Audio: 7h 48
  • Sprache: Englisch


Das Buch ist auf deutsch unter dem Titel "Legend - Fallender Himmel" beim Loewe Verlag erschienen. 



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Bücher der Reihe:
Legend
Prodigy
Champion



Inhalt


Eine Welt der Unterdrückung.
Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden.
Und eine grenzenlose Liebe, die dem Hass entgegentritt.
Dies ist die Geschichte von Day und June.
Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!
(Quelle: Loewe)


Meine Meinung


Amerika in einer nicht näher genannten Zukunft. Die USA sind in zwei Fraktionen zerfallen, die alten Kolonien an der Ostküste, und die Republik mit der Hauptstadt Denver. June und Day sind beide 15 und leben in Kalifornien, aber ansonsten haben sie kaum etwas gemeinsam. Während June aus reichem Haus stammt und sich an einer Eliteuni zur perfekten Soldatin ausbilden lässt, lebt Day im Untergrund, immer in Angst vor der grassierenden Seuche und den Soldaten der Republik. Dann bringt das Schicksal die beiden auf eine gemeinsame Mission…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, abwechslungsweise von den beiden Protagonisten June und Day. In der Hörbuchversion wird dies durch zwei verschiedene Sprecher verdeutlicht, zudem werden die Kapitel mit dem Namen des Erzählers gekennzeichnet. Über die weiteren Figuren erfährt der Leser/Hörer perspektivenbedingt nicht besonders viel, die beiden Protagonisten sind allerdings gut dargestellt, auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte. Vor allem June fand ich teilweise sehr widersprüchlich. So wurde sie schon von Kind auf zur Soldatin gedrillt, wundert sich aber, wenn andere Soldaten Befehle ihrer Vorgesetzen widerspruchslos befolgen. Ich selber war nie beim Bund, aber ist es nicht das, was Soldaten als erstes lernen? Auch ist sie bereit, ihre langjährigen Überzeugungen einfach so zur Seite zu legen, nur weil ein hübscher Junge ihr etwas anderes erzählt…

Die Handlung ist durchaus interessant, wer allerdings schon einige Dystopien gelesen hat, dem wird vieles bekannt vorkommen, was die Geschichte natürlich auch recht vorhersehbar macht. Das Kriegsszenario, die Aufstände gegen eine reiche Elite, die niedergeschlagen wurde, die Unterdrückung des grössten Teils der Bevölkerung, die Aussortierung nach Intelligenz oder Fähigkeiten, all das kannte ich schon aus Reihen wie "Hunger Games" oder "Divergent". Und auch hier stellen sich die altbekannten Fragen: wieso lässt die Bevölkerung das mit sich machen, wieso gibt es keine nennenswerten Aufstände, hinterfragt niemand die Elite? Zudem wird schon gegen Ende des Bandes sehr viel aufgedeckt, was in Anbetracht dessen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt und dementsprechend noch zwei Bände folgen, die Frage aufwirft, wie die Spannung über den Rest der Reihe gehalten werden soll. So ist (oder scheint zumindest) schon zum Ende von Band eins klar, was das Ziel der Elite ist und wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Dazu kommen viele unrealistischen Szene. Wie kommt beispielsweise Day dazu, der meistgesuchte Verbrecher der Republik zu sein, wenn er bisher doch nur kleinere Sachbeschädigungen und Diebstähle begangen hat; gibt es etwa in der Zukunft keine "richtigen" Verbrecher mehr? Und wenn June ja ach so intelligent sein soll, wieso hat sie ihr Leben lang immer alles geglaubt, was man ihr erzählt hat, ohne es zu hinterfragen? Auch dass zwei Teenager sowohl der böseste Verbrecher wie auch die beste Soldatin der Nation sein sollen, lässt doch ziemlich an der Qualität der Republik zweifeln… Die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden konnte mich ebenso wenig überzeugen, schliesslich dachte June ja über einen grossen Teil des Buches hinweg, dass Day ihren Bruder auf dem Gewissen hat, das kann man doch nicht einfach so ignorieren, würde ich meinen.

Der Schreibstil der Autorin Marie Lu ist flüssig und eher einfach gehalten. Das Hörbuch wird in der englischen, ungekürzten Fassung von Mariel Stern und Steven Kaplan gelesen. Den männlichen Sprecher fand ich gut, allerdings hat die weibliche Sprecherin eine in meinen Ohren sehr grelle Stimme, was das Zuhören in Junes Passagen etwas unangenehm gemacht hat.

Für Dystopie-Neulinge wird die Geschichte sicher sehr unterhaltsam und wohl auch überraschend sein. Wer wie ich schon einiges aus diesen Genre gelesen hat, wird "Legend" wohl recht vorhersehbar finden. Der Unterhaltungsfaktor war für mich dennoch vorhanden, sodass ich auch die beiden Folgebände hören werde.

Mein Fazit

Für Dystopie-Fans zu vorhersehbar.








Samstag, 5. August 2017

Broken Dolls


Bildquelle

von James Carol
übersetzt durch Wolfram Ströle

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.10.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 01.11.2014
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423215503
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Broken Dolls
Watch Me
Prey


Inhalt


Er ist kein gewöhnlicher Ermittler. Jefferson Winter ist Profiler. Und der Sohn eines berüchtigten amerikanischen Serienmörders. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, grausame Täter wie seinen Vater zur Strecke zu bringen. Doch manchmal fragt er sich, ob er etwas von dessen dunkler Seite geerbt hat. Und ob das der Grund dafür ist, dass er sich so gut in sadistische Mörder hineinversetzen kann …
Für einen besonders verstörenden Fall wird er nach England gerufen: Bereits vier junge Frauen sind einem perfiden Täter in die Hände gefallen, der seine Opfer nicht tötet, sondern ihnen einen Teil des Gehirns entfernt – womit er ihr Leben faktisch vernichtet. Jetzt ist eine fünfte Frau verschwunden. Jefferson muss und wird alles daransetzen, den Täter zu finden, bevor auch ihre Seele zerstört wird.
 (Quelle: dtv)


Meine Meinung


Der Profiler Jefferson Winter arbeitet seit seinem Ausstieg beim FBI als freier Berater für die Polizei. Als in London ein Serientäter umgeht, der seinen Opfern eine Lobotomie verpasst, wird er von Scotland Yard engagiert. Die Zeit drängt, der Täter hat schon das nächste Opfer in seiner Gewalt…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Jefferson Winter erzählt, einzelne Kapitel allerdings auch in der dritten Person aus der Sicht des aktuellen Opfers Rachel. Über Winter wird nicht allzu viel bekannt, sein Vater war ein Serienmörder und er selbst macht sich bis heute Vorwürfe, dass er dies nicht erkannt hat und befürchtet, irgendwann in seines Vaters Fussstapfen zu treten. Ansonsten bleibt Winter, genau wie die anderen Figuren, eher blass, was mich aber nicht gross gestört hat. Bei Thrillern möchte ich in erster Linie in der Handlung versinken, da brauche ich keine bis in die Tiefe ausgefeilten Figuren. Er hätte allerdings etwas weniger auf seinen Fähigkeiten herumreiten können, was ihn doch recht arrogant erscheinen lässt.

Die Handlung ist durchaus spannend aufgebaut, für meinen Geschmack allerdings etwas zu geradelinig. Jede Vermutung Winters ist richtig, jede Spur führt in die richtige Richtung, nie geraten die Ermittler an ihre Grenzen. Ich hätte es spannender gefunden, wenn der Autor auch einige Wendungen eingebaut, die Ermittler (und damit auch den Leser) mal in eine falsche Richtung geleitet hätte. Besonders der Protagonist Jefferson Winter wirkt durch diese Fehlerlosigkeit ziemlich unglaubwürdig. Dies vor allem, da er praktisch alle seine Schlussfolgerungen aus reinem Bauchgefühl zu treffen scheint, ohne nachvollziehbare Abwägungen (und dabei natürlich immer richtig liegt). So wählt er beispielsweise aus zwei potentiellen Opfern, die beide alle gefragten Merkmale erfüllen, ohne zu zögern die richtige aus, mit der Begründung "die ist es", oder löst einen Fall ganz nebenbei nur durch die gründliche Lektüre der Anfrage-E-Mail (und weiss sogar, wo die Tatwaffe liegt)...

Wer gerne miträtselt, wird bei "Broken Dolls" nicht auf seine Kosten kommen. Der Täter wird hier, wie leider oft bei Thrillern, aus dem Hut gezaubert und von den Ermittlern präsentiert, ohne davor auch nur einmal in den Fokus der Ermittler geraten zu sein. Auch das Motiv wirkt ziemlich an den Haaren herbeigezogen.

Der Schreibstil des Autors James Carol lässt sich flüssig lesen und ist eher einfach gehalten, ohne dabei langweilig zu wirken. Das Thriller enthält einige recht blutige und brutale Szenen, sodass ich sensiblen Lesern von der Lektüre abraten möchte.

Mein Fazit

Mehr Wendungen hätten die Spannung noch erhöht.








Donnerstag, 3. August 2017

Mord im Cottage


Bildquelle

von Anna Bednorz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 07.08.2017
  • Verlag : Midnight
  • ISBN: 9783958191198
  • E-Buch Text 334 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Midnight Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Eigentlich ist Aoife eine typische Großstadtfrau und kann mit dem Landleben wenig anfangen. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund hat die erfolgreiche Schriftstellerin eine Schreibblockade. Auf Anraten ihres Verlegers zieht sie sich mit ihrem Kater Dr. Jingles in ein Cottage in das kleine irische Dorf Ard Carraig zurück. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus, denn schon am nächsten Tag findet Aoife ein zerstörtes Exemplar eines ihrer Romane im Garten. Als weitere Bücher folgen, ist klar, dass jemand die Schriftstellerin bedroht. Doch wer könnte das sein? Zum Glück findet die Autorin bei den Dorfbewohnern unerwartete Unterstützung. Gemeinsam mit dem örtlichen Pubbesitzer Tom versucht sie, dem Täter auf die Spur zu kommen. 
(Quelle: Midnight)


Meine Meinung


Die Schriftstellerin Aoife zieht sich für eine Weile aus der Grossstadt Dublin in ein kleines Nest an der irischen Küste zurück, um neue Inspiration zu finden. Obschon sie unter einem Pseudonym schreibt und daher eigentlich niemand wissen kann, wer sie wirklich ist, tauchen bald Hinweise auf, dass sich ein Stalker auf ihre Fersen geheftet hat und ihre Bücher zerstört…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Aoife erzählt. Zu Beginn ist nur wenig über sie bekannt, sodass ich lange am Rätseln war, was ihr in Dublin passiert war, bis dann im Laufe der Geschichte die Auflösung kam (die weit weniger spektakulär ist, als ich erwartet hatte). Aoife war mir sympathisch, blieb aber wie auch die anderen Figuren eher blass.

Während der Klappentext einen astreinen Regiokrimi erwarten lässt, dreht sich die Handlung mehr um Aoifes neues Leben auf dem Land und vor allem ihr Liebesleben. Der Stalker, respektive dessen Spuren, tauchen zwar immer wieder auf, nehmen aber nicht die Hauptrolle der Geschichte ein. So bleibt die Spannung leider grösstenteils auf der Strecke und beschränkt sich auf die Frage, wer denn nun der Drahtzieher hinter den "Büchermorden" ist. Auch die Katze, die im Untertitel so prominent erwähnt wird, spielt nur eine kleine Nebenrolle. Der Krimi-Teil enthält weder Gewalt noch Blut, sodass das Buch auch für sensible Leser und/oder Kinder geeignet ist. Aufgrund des starken Fokus' auf die Liebesgeschichte würde ich das Buch allerdings eher Frauen empfehlen, die auch ein Herz für Liebesgeschichten haben.

Der Schreibstil der Autorin Anna Bednorz lässt sich flüssig lesen, allerdings enthält das Buch einige Schreibfehler. Auch inhaltlich sind einzelne Widersprüche zu finden. Da hätte das Lektorat sorgfältiger arbeiten müssen. Die Beschreibung des Dorfes und dessen Bewohner vermögen zu überzeugen und auch an Humor hat die Autorin nicht gespart.

Mein Fazit

Schöne Liebesgeschichte mit wenig Krimi.






Rezensionsexemplar



Dienstag, 1. August 2017

Monatsrückblick Juli







Bücher gelesen:            11 (davon 4 eBooks)
Hörbücher gehört:        6
Seiten gelesen: ca.    3600
Seiten pro Tag: ca.     115



Im Juli habe ich folgende Bücher gelesen:

"Verletzung" von Manuela Obermeier
"Was verborgen bleiben sollte" von Alexander Hartung
"Sieh nichts Böses" von Inge Löhnig
"Ein MORDs-Team 17: Spiel mit dem Feuer" von Andreas Suchanek
"Spock und ich - Mein Freund Leonard Nimoy" von William Shatner
"Wenn gestern unser morgen wäre" von Kristina Moninger
"18 - Zahlen des Todes" von Mia Winter
"Tod einer Hofdame" von Isabella Benz
"Das Geheimnis des Kartenmachers" von Rainer M. Schröder
"Die Lieferantin" von Zoë Beck
"Mord im Cottage" von Anne Bednorz (Rezi folgt)



Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Eragon 4: Das Erbe der Macht" von Christopher Paolini
"The Heroes of Olympus 2: The Son of Neptune" von Rick Riordan
"Helix - Sie werden uns ersetzen" von Marc Elsberg
"Zero - Sie wissen, was du tust" von Marc Elsberg
"Legend" von Marie Lu (Rezi folgt)
"The Heroes of Olympus 3: The Mark of Athena" von Rick Riordan (Rezi folgt)



Top des Monats

Als langjähriger Star Trek Fan hat mich natürlich William Shatners Biografie von Leonard Nimoy alias Mr. Spock besonders berührt.






Flop des Monats

Leider recht gelangweilt hat mich im Juli "Tod einer Hofdame" von Isabella Benz


Neuzugänge

Gleich sechs Reziexemplare und auch einige Käufe. Wieder nichts mit SuB-Abbau...





Montag, 31. Juli 2017

[Hörbuch] Zero - Sie wissen, was du tust


Bildquelle

von Marc Elsberg
gelesen von Steffen Groth

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.05.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 26.05.2014
  • Verlag : Random House Audio
  • ISBN: 9783837124972 
  • Mp3-Download: 13h 21
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen …


Meine Meinung

 
Die Journalistin Cyn wird in das Online-Ressort ihrer Zeitung versetzt, doch von dem Thema hat sie eigentlich gar keine Ahnung. Als ihre Tochter ihre für Recherchezwecke erhaltene Cyberbrille ausleiht und deren Freund mit der Brille auf der Nase während der Verfolgung eines Verbrechers erschossen wird, beginnt Cyn die Suche nach den Ursachen und stolpert bald über ein beängstigendes Online-Experiment, mit dem die User einer Datensammelplattform beeinflusst werden. Dazu beschäftigt sie auch der Online-Aktivist "Zero": auf wessen Seite steht er?

Die Geschichte wird im Präsens aus wechselnder Perspektive erzählt. Die Hauptrolle spielt dabei die rund 40jährige Cyn, die sich als absoluter Technikbanause Hals über Kopf in ihr unbekannten Gefilden bewegen muss. Cyn war mir schon bald sehr sympathisch. Zu Beginn scheint sie zwar etwas in ihren Ansichten festgefahren zu sein, bald zeigt sie sich aber offen und neugierig auf die Möglichkeiten des Cyberspace. Als zwei Freunde ihrer Tochter sterben und auch sie selbst in Gefahr gerät, ist es ihr nicht nur wichtig, sich und ihre Liebsten zu beschützen, sondern auch die Übeltäter blosszustellen und die Welt vor den bestehenden Gefahren zu warnen. Neben Cyn gibt es noch viele andere, zum grössten Teil männliche Nebenfiguren, die aber leider ziemlich blass blieben und bei denen ich darum auch grosse Mühe hatte, sie zu unterscheiden. Es fiel mir insbesondere schwer mir zu merken, welcher Name zu welcher Gruppierung gehört, da in diesem Thriller mehrere Fraktionen gegeneinander arbeiten.

Die Handlung bringt Cyn von London über Wien nach New York, immer auf der Suche nach Zero und auf der Flucht vor ihren Gegnern, wobei Cyn nie so ganz sicher sein kann, wer die nun eigentlich sind. Das Tempo ist nach einer gewissen Einleitung ziemlich rasant, Blut fliesst hier allerdings kaum. So können sich auch Spannungsfans mit empfindlichem Magen mit auf die Jagd nach Zero machen. Ob die Geschichte in unserer Gegenwart oder in einer nahen Zukunft spielt, wird nicht klar gesagt, ich tippe allerdings auf Letzteres, da einmal erwähnt wird, dass 10 % der Bevölkerung Manhattans mit einer Datenbrille rumlaufe, was ich zur heutigen Zeit nicht für realistisch halte. Obschon die Handlung rein fiktiv ist, lassen sich jedoch erschreckende Parallelen zur heutigen Gesellschaft erkennen, womit "Zero – Sie wissen, was du tust" durchaus zum Nachdenken anregt.

Der Schreibstil ist, wie von Marc Elsberg gewohnt, eher einfach gehalten. Die vielen Handlungsstränge respektive Perspektiven werden wild abgewechselt, was die Übersicht ziemlich schwierig machte, da der Perspektivenwechsel für mich teilweise erst nach geraumer Zeit erkennbar wurde.

Die Hörbuchversion wird von Steffen Groth gelesen, der mir als Sprecher gut gefallen hat. Es ist zwar etwas ungewohnt, ein Hörbuch mit einer weiblichen Hauptrolle von einem Mann lesen zu lassen, aber der Sprecher passt sich den verschiedenen Figuren gut an, sodass man sie am Tonfall gut unterscheiden konnte.

Mein Fazit

Rasanter Thriller ohne viel Blut, der zum Nachdenken anregt.








Samstag, 29. Juli 2017

Die Lieferantin


Bildquelle

von Zoë Beck

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.07.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 10.07.2017
  • Verlag : Suhrkamp
  • ISBN: 9783518467756
  • Flexibler Einband 324 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Suhrkamp Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestelle, vielen Dank dafür!



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Inhalt


London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert.
Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.
(Quelle: Suhrkamp)


Meine Meinung



Die "Lieferantin" beliefert London mit Drogen. Niemand weiss, dass die junge Ellie hinter diese Pseudomym steckt, die den Drogenhandel nicht aus finanziellen, sondern aus politischen Gründen betreibt. Im Post-Brexit England macht sie sich grosse Feinde, denn Drogenkonsum soll noch schärfer verfolgt werden als früher, während ihre Arbeit vor allem den anderen Drogenhändlern ein Dorn im Auge ist.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt, dabei werden mehrere Handlungsstränge verknüpft. Die Handlung begleitet Mo, die ihre innere Leere mit Heroin zu überdecken versucht, auf ihren Begegnungen mit wachsendem Rassismus, Leigh, der für das Verschwinden eines Gangsters verantwortlich ist, Ellie, die den Drogensüchtigen wenigstens sauberen Stoff liefern will und Declan, der als Sprössling einer Drogenhändlerfamilie seinen Vater beeindrucken will, indem er gegen die "Lieferantin" vorgeht. Da die einzelnen Szenen aus Sicht des jeweiligen Protagonisten geschildert werden, erhält der Leser einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten, sodass ich mich gut in sie hineinfühlen, wenn auch nicht immer ihr Vorgehen nachvollziehen konnte. So wirklich ans Herz gewachsen ist mit allerdings niemand, da alle Figuren mindestens eine Eigenschaft aufwiesen, die ich absolut inakzeptabel fand.

Die Geschichte selbst spielt in einer nahen Zukunft, in der der Brexit vieles am Leben auf der britischen Insel geändert hat. So hat sich der Rassismus stark ausgedehnt und dunkelhäutige Bürger müssen jederzeit damit rechnen, auf dem Arbeitsweg verprügelt zu werden. Drogen werden von der Politik als Ursache allen Übels angesehen und es wird geplant, Drogenabhängige von allen Leistungen des Gesundheitssystems auszuschliessen und wenn möglich hart zu bestrafen (das von der Autorin dafür geschaffene Wort "Druxit" wird leider erst spät erklärt, sodass ich lange nicht verstand, was damit gemeint ist). Und offenbar hat sich Schottland von England abgespalten, jedenfalls muss nun bei der Einreise aus England der Pass vorgezeigt und eine Sicherheitskontrolle passiert werden.

Während sich die Handlung oberflächlich in erster Linie um Drogenhandel zu drehen scheint, ist jedoch eine politische Dystopie in meinen Augen der wahre Handlungsträger. Was passiert, wenn Rechtsextremen freie Hand gelassen wird; wie passt sich das Leben der Bürger den politischen Gegebenheiten dann an? So interessant diese Fragestellung auch ist, leider hat das für mich nicht viel mit einem Thriller zu tun. So wartete ich bei der Lektüre ungeduldig, dass nun endlich der "Thrill" beginnen würde, und die "Lieferantin" Ellie sich auf die Flucht vor ihren Gegnern befindet, wie im Klappentext angekündigt. Doch dieser Aspekt spielt nur eine Nebenrolle, überdeckt vom "was wäre, wenn".

Der Schreibstil der Autorin Zoë Beck lässt sich flüssig lesen und ist gut verständlich, ohne zu einfach oder langweilig zu sein.

Mein Fazit

Interessantes dystopisches Politdrama, aber kein Thriller.







Rezensionsexemplar



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