Dienstag, 12. September 2017

Kanderschlucht


Bildquelle

von Peter Beutler

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2015
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954511365
  • Buch 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Inhalt


Anfang der 1950er Jahre werden im Berner Oberland vier getötete Prostituierte aufgefunden. Wachtmeister Michael Bärtschi von der Kantonspolizei Bern ermittelt gemeinsam mit Hauptmann Max Schmocker von der Militärjustiz. Lange bleiben die Motive für die Morde im Dunkeln, bis die Spur zu einem Forschungsbunker führt, in dem zu militärischen Zwecken Drogenexperimente an «Freiwilligen» durchgeführt werden. Was anfänglich aussieht wie eine Mordserie im Rotlicht-Milieu, wird zu einem hochbrisanten Fall mit staatserschütternden Folgen . . .
(Quelle: Emons)


Meine Meinung


Ab 1950 werden im beschaulichen Berner Oberland mehrere Prostituierte ermordet. Da bei den Tatorten jeweils ein Militärfahrzeug beobachtet wurde, schliesst sich Michael Bärtschi von der Kantonspolizei mit dem Militärpolizisten Max Schmocker zusammen, um den Hintergründen auf die Spur zu gehen.

Die Geschichte wird in der dritten Person von einem allwissenden Beobachter erzählt, der die meiste Zeit auf Michael "Miggu" Bärtschi fokussiert, aber auch Max Schmocker und weitere Beteiligte begleitet. Sehr viel erfährt man über die Figuren allerdings nicht, der Schwerpunkt liegt klar auf dem Kriminalfall, das Privatleben und die inneren Vorgänge der Figuren spielen kaum eine Rolle. Während die Anzahl der Charaktere zu Beginn noch einigermassen übersichtlich ist, kommen im Laufe der Geschichte immer mehr Figuren dazu, sodass es schwer wird, den Überblick zu behalten. Für Nicht-Schweizer werden die vielen klassisch Schweizerischen und daher ungewohnten Namen ihr übriges tun, um den Leser zu verwirren. Mich als Schweizerin hat das natürlich nicht gestört, in Gegenteil, ich habe mich darüber amüsiert, meinen eigenen Nachnamen im Buch zu lesen ;-)

Während die beiden Krimis, die ich bisher von Peter Beutler gelesen habe ("Kristallhöhle" und "Kehrsatz") auf wahren Straftaten basierten, handelt es sich bei "Kanderschlucht" um eine fiktive Geschichte, die jedoch an tatsächliche Begebenheiten angelehnt wird. Leider verraten hier die Widmung des Autors sowie der Klappentext etwas zu viel, da schon vor der Lektüre klar wird, was die Hintergründe der Tat sein müssen. Das hätte sich der Autor wohl besser für das Nachwort aufgespart, da es mir doch einiges von der Spannung genommen hat. So ging es nur noch darum herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt, und da ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte, war mir das mehr oder weniger egal.

Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren, einer Zeit, in der meine Eltern bereits lebten. Und doch fand ich es erschreckend, wie altertümlich es damals zu und her ging. Wer als unverheiratete Person Geschlechtsverkehr hatte, konnte verhaftet werden, mit einem Offizier per Du zu sein war eine grosse Ehre und wenn man Hilfe eines Polizisten benötigte, so musste man besonders freundlich und unterwürfig sein, da der Beamte ansonsten vielleicht keine Lust verspürte, seine Arbeit zu tun, ohne dass man etwas dagegen tun konnte. Wie froh bin ich, dass ich heute lebe und nicht vor 65 Jahren!

Auch in "Kanderschlucht" ist der Schreibstil des Autors Peter Beutler nüchtern, geradezu protokollartig gehalten. Peter Beutler verwendet viele Schweizer Ausdrücke und Ortsbezeichnungen, die am Ende des Buches in einem Glossar übersetzt werden.

Mein Fazit

Der Klappentext verrät zu viel und dämpft die Spannung stark







ABC-Challenge der Protagonisten

Max = X männlich


Montag, 11. September 2017

[Hörbuch] Todesreigen


Bildquelle

von Andreas Gruber
gelesen von Achim Buch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.08.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 18.08.2017
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783844527735
  • Mp3-Download: 15h 04
  • Sprache: Deutsch


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Bücher der Reihe:
Todesfrist
Todesurteil
Todesmärchen
Todesreigen 



Inhalt


Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen hat, wird Sabine Nemez – Kommissarin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen.
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Zwei ehemalige BKA Beamte bringen sich um, nachdem ein Familienmitglied gestorben ist. Sabine Nemez macht sich auf die Suche nach den Hintergründen, während Maarten S. Sneijder nach den Ereignissen von "Todesmärchen" nicht mehr für das BKA arbeitet…

"Todesreigen" ist bereits der vierte Band um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Zum Verständnis sind Vorkenntnisse nicht nötig, allerdings enthält der Band sehr viele Anspielungen auf Band 3. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte also zumindest "Todesmärchen" zuvor gelesen haben.

Wie bei der Reihe üblich wird die Geschichte aus wechselnder Perspektive erzählt, hauptsächlich aus der Sicht von Sabine Nemez und dem vor kurzem aus der Haft entlassenen Hardy. Sneijder bleibt über lange Zeit hinweg eine Randfigur und greift erst im letzten Drittel so richtig in die Handlung ein. Während Hardys Gedankenwelt nachvollziehbar dargelegt wird, bleiben die anderen Figuren, auch die eigentlichen Protagonisten Nemez und Sneijder, eher blass. Das war allerdings auch in den früheren Bänden so und stört mich nicht sonderlich. Hardy hingegen hat sich im Laufe der Geschichte für mich zum heimlichen Helden entwickelt.

Die Geschichte ist aus zwei Handlungssträngen aufgebaut. Da ist einerseits Sabine Nemez, die diverse Selbstmorde aufklären soll, andererseits Hardy, der nach seiner Entlassung aus dem Knast seine alten Kumpels auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau und Töchter abklappert. Dass die beiden Stränge irgendwie zusammenhängen müssen, ist von Anfang an klar, wie sie dies tun, wird erst später verständlich. Bei Szenenwechseln war ich teilweise recht verwirrt, bis ich verstanden habe, dass die beiden Stränge zeitlich nicht parallel ablaufen. Sobald ich das mal geschnallt hatte, wurde die Geschichte plötzlich viel verständlicher. Wie bei den Vorgängern darf aber nicht zu viel Wert auf Realismus gelegt werden. Was die Protagonisten hier aushalten können erinnert zwar an einen beliebigen Actionfilm, nicht aber an das wahre Leben…

Ich habe alle bisherigen Sneijder&Nemez-Fälle als Hörbuch gehört, und ich muss leider sagen, dass dieser hier für mich der schlechteste war. Mir hat etwas die Spannung und vor allem die grossen Überraschungen gefehlt. Die Suche nach dem Täter hat mich nicht besonders mitgerissen und atemberaubende Szenen gab es für mich kaum. So konnte mich "Todesreigen" nicht so begeistern wie seine Vorgänger.

Der Schreibstil des Autors Andreas Gruber ist wie gewohnt flüssig, aber eher einfach gehalten. Wie schon bei den Vorgängern sind mir vor allem die vielen Wiederholungen aufgefallen. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft die Begriffe "Designeranzug" oder "Leichenhallenlächeln" fielen, aber wenn mir jemand erzählt, es sei ein Dutzend Mal gewesen, glaube ich das sofort.

Auch "Todesreigen" wird in der Hörbuchversion von Achim Buch gelesen. Ich war mit seiner Lesung grundsätzlich zufrieden, nur die taube Nora hat er für meinen Geschmack zu extrem betont, insbesondere, da der Text erwähnt, man höre ihr ihre Behinderung "leicht" an.

Mein Fazit

Konnte mich nicht mehr so mitreissen wie die Vorgänger. 







Samstag, 9. September 2017

Das letzte Ritual


Bildquelle

von Yrsa Sigurdardóttir
übersetzt durch Tina Flecken

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.11.2006
  • Aktuelle Ausgabe : 12.09.2016
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442714407
  • Flexibler Einband 384 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der btb Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Bücher der Reihe:
Das letzte Ritual
Das gefrorene Licht
Das glühende Grab
Die eisblaue Skulptur
Feuernacht
Todesschiff



Inhalt


In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In einem Wandschrank der Uni von Reykjavík wird die verstümmelte Leiche eines deutschen Studenten gefunden. Schon kurz darauf verhaftet die Polizei einen Verdächtigen, doch die Familie des Toten glaubt nicht an dessen Schuld und beauftrag die Rechtsanwältin Dóra mit der Suche nach dem wahren Täter. Liegt das Motiv in der wissenschaftlichen Arbeit des Toten, der sich mit den Hexenprozessen des Mittelalters beschäftigt hat?

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei der Fokus in erster Linie auf der Protagonistin Dóra liegt, deren Gedanken und Gefühle dem Leser mitgeteilt werden. So konnte ich mich gut in sie hineinfühlen, auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war. Sie war mir jedenfalls recht sympathisch, auch wenn sie sich etwas zu stark auf ihre Wirkung auf andere konzentriert und manchmal etwas gar zickig erscheint.

Die Handlung ist spannend aufgebaut und endet überraschend. Sie ist aus mehreren Handlungssträngen zusammengesetzt, bei denen ich nur ausnahmsweise selber auf die Auflösung kam. Wie bei skandinavischen Krimis üblich, ist die Grundstimmung auch hier sehr düster gehalten, wer auf der Suche nach einen "Feelgood-Krimi" ist, wird hier nicht fündig, was aber bereits am Cover ersichtlich sein sollte. A propos Cover: dort steht zwar gross "Thriller", in meinen Augen handelt es sich hier aber um einen Kriminalroman, keinen Thriller. Auch der Regio-Aspekt kam für meinen Geschmack etwas zu kurz, abgesehen von den für mich ungewohnten Namen und dem geschichtlichen Hintergrund hätte das Buch auch in den USA oder sonstwo spielen können.

Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen, allerdings ist mir aufgefallen, dass manche Namen in zwei Schreibweisen vorkommen, mit und ohne Akzent (z.B. Maria/María), und doch jeweils die gleiche Person gemeint ist. Ob da die Autorin unsorgfältig war oder die Übersetzerin, weiss ich nicht, tippe jedoch auf Letzteres. Sehr schön fand ich allerdings, dass die Übersetzung die Eigenheit der Skandinavier, auch Fremde zu duzen, beibehalten hat. Das fehlt mir oft bei skandinavischen Krimis und Thrillern.

Mein Fazit

Spannend und düster. 







ABC-Challenge der Protagonisten

Dóra = D weiblich


Rezensionsexemplar 

 

 

Donnerstag, 7. September 2017

Breathe - Gefangen unter Glas


Bildquelle

von Sarah Crossan
übersetzt durch Birgit Niehaus

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.02.2013
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.2013
  • Verlag : dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 9783423760690
  • Fester Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Breathe - Gefangen unter Glas
Breathe - Flucht nach Sequoia


Inhalt


Eine Welt ohne Sauerstoff. Alles scheint tot. Unter einer Glaskuppel gibt es nur wenige Überlebende:
Alina, hat sich schon vor Langem den Rebellen angeschlossen, die gegen die Allmacht von ›Breathe‹ kämpfen, und wurde nie gefasst. Bis jetzt ...
Quinn, will als Sohn eines ranghohen ›Breathe‹-Direktors eigentlich nur einen harmlosen Ausflug ins Ödland machen. Bis er dort auf Alina trifft.
Bea, Tochter eines Bürgers zweiter Klasse, wollte den Trip raus aus der Kuppel nutzen, um Quinn endlich für sich zu gewinnen. Doch dann taucht Alina auf ...
Die Begegnung mit Alina verändert für Bea und Quinn alles. Unversehens werden sie zu Gejagten ...
(Quelle: dtv)


Meine Meinung


Eine nicht näher genannte Zukunft. Sauerstoff ist ein knappes und teures Luxusgut geworden, weshalb sich nur reiche Menschen Aktivitäten wie Sport ausüben oder schon nur jemanden Küssen leisten können, die mehr Sauerstoff verbrauchen. Die Menschheit lebt unter Kuppeln und jeder weiss, dass das Leben ausserhalb dieser Kuppeln ohne Sauerstofftanks nicht möglich ist. Aber stimmt das wirklich? Gibt es keine Menschen ausserhalb der streng kontrollierten Kuppeln?

Die Geschichte wird von drei Personen in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, Alina, Bea und Quinn. Die drei sind etwa gleich alt, um die 16, stammen aber aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten. Bea und Quinn sind seit langem befreundet, Alina stösst erst bei Beginn der eigentlichen Handlung dazu. Bea war mir gleich von Beginn weg sympathisch, sie erschien mir ehrlich, bescheiden und um das Wohlergehen ihres Umfelds besorgt. Auf Dauer wirkt das allerdings etwas langweilig, da ihr Ecken und Kanten fehlen. Quinn stammt zwar aus der reichen Oberschicht, ist aber auch auf dem Boden geblieben. Bei ihm brauchte ich einige Kapitel, bis ich mich mit ihm angefreundet hatte, weil er zu Beginn doch noch nicht wusste, wie eingeschränkt das Leben der ärmeren Bevölkerung ist. Auch später zeigt er sich öfters etwas begriffsstutzig. Alina blieb mir bis zum Schluss etwas unfassbar, ich konnte sie nicht so richtig einschätzen. Die Nebenfiguren blieben recht eindimensional und konnten mich nicht so recht überzeugen, wie beispielsweise der ständig besoffene Präsident oder die Rebellenführerin, die ihre "Untertanen" mit hysterischer Gewalt "regiert".

Die Handlung ist für Dystopie-Fans nicht besonders überraschend, auch hier hat die Elite einen Weg gefunden, den grössten Teil der Bevölkerung zu unterdrücken, bis diese zu rebellieren beginnt. So weit, so altbekannt. Auch das Liebes-Dreieck darf hier nicht fehlen, auch wenn es im Unterschied zu vielen anderen Reihen hier der Junge ist, der zwischen zwei Mädchen steht. Hingegen fand ich die Idee mit dem knappen Sauerstoff und den Kuppeln, unter denen die Menschen leben müssen recht originell. Unterhaltsam ist das Buch alleweil, und wer noch keine (oder nur wenige) Dystopien gelesen hat, wird sicher auch das eine oder andere Mal überrascht werden.

Der Schreibstil der Autorin Sarah Crossan lässt sich flüssig lesen, allerdings hätte ich bei gleich drei ungefähr gleichwertigen Protagonisten eine Erzählung in der dritten Person passender gefunden als die Ich-Perspektive. Das Buch endet offen und bereitet so den Weg für den Nachfolgeband "Der Weg nach Sequoia".

Mein Fazit

Dystopie nach altbekanntem Schema, die gut unterhält. 









Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 15, ein Buch, dessen Autor im selben Jahr geboren ist wie du. Sarah Crossan ist wie ich 1981 geboren.

ABC-Challenge der Protagonisten

Quinn = Q männlich



Dienstag, 5. September 2017

Die Gärten von Istanbul


Bildquelle

von Ahmet Ümit
übersetzt durch Sabine Adatepe

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 11.09.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 11.09.2017
  • Verlag : btb
  • ISBN: 9783442715138
  • Flexibler Einband 592 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der btb Verlag hat mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Istanbul, die unbezähmbare Stadt zwischen zwei Kontinenten. Ein magischer Ort, wo Geschichte geschrieben wurde und sich noch heute unzählige Geschichten ineinander verweben. Kaum einer kennt ihn so gut wie Nevzat, Oberinspektor des Morddezernats. Und kaum einer leidet an ihm wie er, dessen Frau und Tochter dort Opfer eines Verbrechens wurden. Und doch wird er hinzugezogen, als an der Atatürk-Statue eine Leiche gefunden wird. Das Opfer, Professor für Kunstgeschichte, war anerkannt in Istanbuls intellektuellen Kreisen. Ebenso wie seine Exfrau Leyla, Museumsdirektorin im legendären Topkapı Palast. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden. Wieder an einem von Istanbuls Wahrzeichen. Und die Serie reißt nicht ab. Sieben Leichen an sieben historischen Stätten – und nur ein einziger Faden scheint die Fälle miteinander zu verbinden: die jahrtausendealte Geschichte einer der geheimnisvollsten und faszinierendsten Städte der Welt ...
(Quelle: btb)


Meine Meinung


In Istanbul werden mehrere Tote aufgefunden. Der Täter hinterlässt bei jedem der Opfer Hinweise auf historische Kaiser oder Regenten der Stadt. Wer steckt hinter den Taten, und was bezweckt er damit? Kommissar Nevzat ermittelt.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Kommissars Nevzat in der Vergangenheit erzählt. Beim Lesen musste ich mich zunächst daran gewöhnen, dass in der Türkei offenbar alle mit Vornamen anstelle des Familiennamens angesprochen werden. Da ich zudem nur wenig Erfahrung mit türkischen Namen habe, hatte ich öfters Schwierigkeiten, die Personen auseinanderzuhalten, sie mir zu merken und teilweise auch, Frauen von Männern zu unterscheiden.

Die Handlung dreht sich nur teilweise um die Kriminalfälle, das Privatleben Nevzats nimmt auch einen grossen Teil ein. So kann der Leser den Protagonisten näher kennenlernen, allerdings hatte ich nach der Lektüre nicht das Gefühl, Nevzat nun besonders gut zu kennen, auch wenn ich immer wusste, was genau in ihm vorging.

Die Erzählung ist in mehrere Teile aufgeteilt, wobei zwischen zwei Abschnitten immer ein historischer Einschub kommt, bei dem aus der Sicht einer historischen Person ein für die Stadt Istanbul wichtiges Ereignis geschildert wird. Die Kriminalfälle selber traten vor lauter Privatleben und Geschichtslektionen ziemlich in den Hintergrund, was das Buch für mich zu einem eher zähen Lesestoff werden liess.

Zum Miträtseln eignet sich der Krimi leider nicht. Vielleicht könnte jemand mit sehr guten Kenntnissen von Istanbuls Geschichte immerhin die nächsten Tatorte vorausberechnen, aber die Opfer werden grösstenteils mit ihrem Auffinden zum ersten Mal erwähnt, und der Täter ohne wirkliche vorherige Hinweise überraschend aus dem Hut gezaubert.

Da die Morde beinahe zur Nebensache wurden und ich nicht wirklich miträtseln konnte, konnte mich "Die Gärten von Istanbul" leider nicht begeistern. Ich fand die Informationen über die Stadt durchaus interessant, aber es fehlte mir an Spannung. Hier hätte ich mir von dem Buch mehr erhofft.

Mein Fazit

Es fehlt an Spannung








Rezensionsexemplar


Montag, 4. September 2017

[Hörbuch] Das Dorf der Lügen


Bildquelle

von Barbara Wendelken
gelesen von Jürgen Holdorf

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 26.01.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 26.01.2017
  • Verlag : Audible GmbH
  • ISBN: B01N5OT4T9
  • Mp3-Download: 13h 33
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
Das Dorf der Lügen
Die stille Braut
Ihr einziges Kind



Inhalt


Ein Alptraum für Polizeikommissarin Viktoria Engel: Sie erschießt im Dienst einen Unschuldigen, den 16-jährigen Rouven Kramer. In ihrer Not inszeniert sie die Tat, als hätte sie aus Notwehr gehandelt, doch die Dorfbewohner hegen Zweifel. Als kurze Zeit später eine weitere Leiche auftaucht, bizarr inszeniert wie Rouvens Tod, bricht eine Welle von Misstrauen über das Dorf herein, bis sich niemand mehr vor dem anderen sicher fühlt... 
(Quelle: Audible)


Meine Meinung


Bei einem Routineeinsatz erschiesst die junge Polizistin Viktoria Engel im ostfriesischen Dorf Martinsfehn den Jugendlichen Rouven Kramer. In Notwehr, wie sie aussagt, und auch die Spuren zu belegen scheinen. Doch irgendjemand scheint nicht an die offizielle Version zu glauben und Rouven rächen zu wollen…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit geschildert, wobei der Erzähler Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren hat. Durch die ständig wechselnde Perspektive konnte ich praktisch alle Dorfbewohner näher kennenlernen (die offenbar alle unglaublich gutaussehend sind, Martinsfehn muss ein Dorf der Supermodels sein, abgesehen davon aber kaum nennenswerte Eigenschaften vorweisen), sympathisch wurde mir dabei aber niemand wirklich. Vor allem gegen die männlichen Bewohner entwickelte ich im Laufe der Geschichte eine richtige Abneigung. Allen voran Renke, der Polizeileiter von Martinsfehn, der mir arrogant und überheblich erschien und der die Ermittlungen blockierte, ebenso wie der (verheiratete) Polizist Oliver Dellbrink, der beim Tod von Rouven dabei war und seine Geliebte Viktoria unter allen Umständen decken will (nein, das ist kein Spoiler, so fängt die Geschichte an).

Die Handlung beginnt ungewohnterweise mit der detaillierten Beschreibung eines Verbrechens mitsamt Täter und Vertuschung. Viktoria erschiesst aus Versehen Rouven und will die Tat als Notwehr darstellen, was sie allerdings nicht war (sie wird im Übrigen bis zum Schluss durch die Polizei nie wirklich aufgeklärt). Die nächsten paar Stunden im Hörbuch drehen sich nur um diese Tat, bei der es für den Hörer/Leser keinerlei Unklarheiten und somit nichts aufzuklären gibt. Erst nach geraumer Zeit kommt etwas Spannung auf, als einer der an Rouvens Tod Beteiligten nach dem anderen selber Straftaten zum Opfer fallen. Wer hinter dem Ganzen steckt lässt sich allerdings leicht nach dem Ausschlussprinzip feststellen. Man überlege sich, wer von den Taten profitieren könnte, zähle alle Opfer weg und schon hat man den Täter. So konnte mich der Krimi auch im späteren Verlauf nicht wirklich in seinen Bann ziehen.

"Das Dorf der Lügen" bildet den Auftakt einer ganzen Reihe von Ostfriesland-Krimis. Da ich weder die Figuren mochte noch die Handlung sonderlich spannend fand, werde ich sie allerdings nicht weiterverfolgen.

Am Sprecher Jürgen Holdorf hatte ich nichts auszusetzen, er machte seine Sache gut. Allerdings waren Szenen- bzw. Perspektivenwechsel in der Hörbuchversion schwer zu erkennen, da der Sprecher gleich ohne Pause weitererzählte.

Mein Fazit

Nicht sonderlich spannende Handlung mit unsympathischen Figuren









Samstag, 2. September 2017

Monats-Rückblick August







Bücher gelesen:           14 (davon 4 eBooks)
Hörbücher gehört:        4
Seiten gelesen: ca.    5300
Seiten pro Tag: ca.     170



Im August habe ich folgende Bücher gelesen:

"Broken Dolls" von James Carol
"Das Schweigen von Brodersby" von Stefanie Ross
"Spectrum" von Ethan Cross
"Magisterium 2: Der kupferne Handschuh" von Holly Black und Cassandra Clare
"Im Angesicht der Wahrheit" von Silke Ziegler
"Ilias - Der trojanische Krieg" von den Gebrüder Stephanides
"Schuld und Menschlichkeit" von Constantin Himmelried
"Tiefe Schuld" von Manuela Obermeier
"Don't you cry" von Mary Kubica
"Kein guter Ort" von Bernhard Stäber
"Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" von Aditi Khorana
"Behemoth 2333, Band 1: Das Jupiter Ereignis" von Joshua Tree
"Du sollst nicht leben" von Tania Carver
"Die Gärten von Istanbul" von Ahmet Ümit (Rezi folgt)



Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"A Dance with Dragons" von George R.R. Martin
"Kindertotenlied" von Bernard Minier
"Das Dorf der Lügen" von Barbara Wendelken (Rezi folgt)
"Todesreigen" von Andreas Gruber (Rezi folgt)



Top des Monats

Einen wirklichen Überflieger gab es diesen Monat nicht, aber sehr gut gefallen haben mir "Kein guter Ort" von Bernhard Stäber und "Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" von Aditi Khorana.





Flop des Monats

Leider gar nicht überzeugen konnte mich "Don't you cry" von Mary Kubica. Die Protagonistin fand ich unausstehlich, und Spannung kommt erst in den letzten 50 Seiten auf. Auch das Hörbuch "Das Dorf der Lügen" von Barbara Wendelken hat mich aus den selben Gründen enttäuscht.


Neuzugänge

Und schon wieder viel zu viele Bücher gekauft und als Rezi-Exemplare erhalten. Und als ich mir endlich vorgenommen habe, für den Rest des Monats keine mehr zu holen, drückt mir die Mutter meiner besten Freundin drei Thriller in die Hand. Da habe ich mir erneut gesagt, dass jetzt wirklich Schluss ist für diesen Monat - bis ich auf dem Nachhauseweg ein paar Häuser vor meiner Wohnung ein Stapel Bücher mit dem Schild "Gratis - zum Mitnehmen" gesehen habe (nein, ich habe nicht gleich alle mitgenommen, "nur" zwei)... Fazit: der SuB wächst und wächst, anstatt zu schrumpfen, wie geplant.







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