Samstag, 2. Juli 2016

Monats-Rückblick Juni & Fazit zur Challenge-Halbzeit






Bücher gelesen:           10 (davon 5 eBooks)
Hörbücher gehört:         4
Seiten gelesen: ca.   4050
Seiten pro Tag: ca.     135



Im Juni habe ich folgende Bücher gelesen:

"Fast perfekt ist gut genug" von Kristan Higgins
"Leuchtturmmord" von Katharina Peters 
"Milten und Percy 2 - Der Tod der Florian C. Booktian" von Florian C. Booktian
"Der Kruzifix-Killer" von Chris Carter
"1984" von George Orwell
"Glenraven" von Marion Zimmer Bradley
"Ghostsitter 2 - Vorsicht! Poltergeist!" von Tommy Krappweis
"Die Chroniken der Seelenwächter 14 - Engelsblut" von Nicole Böhm
"The House of Silk" von Anthony Horowitz
"Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler - Der goldene Machtkristall" von Bernd Perplies und Christian Humberg
"Tödlicher Mittsommer" von Viveca Sten



Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Heliosphere 2265, Folge 6: Die Bürde des Captains" von Andreas Suchanek
"A Breath of Snow and Ashes" von Diana Gabaldon
"Moorfeuer" von Nicole Neubauer
"Locked In" von Holly Seddon



Top des Monats

Diesen Monat habe ich zwei wirkich ganz tolle Bücher gelesen, beides Kinderbücher und beide von Autoren, die ich schon persönlich getroffen habe. Zum einen ist das der zweite Band der Ghostsitter-Reihe von Tommy Krappweis, "Vorsicht! Poltergeist!" und zum anderen der ersten Band der Lucius Adler Reihe "Der goldene Machtkristall" (Rezi folgt). Grosse Empfehlung für alle fantasybegeisterten Kinder und Erwachsenen!






Flop des Monats

Wirklich schlecht fand ich "Glenraven" von Marion Zimmer Bradley nicht, aber ich hätte von der Autorin mehr erwartet.



Neuzugänge

In Juni habe ich ausgiebieg eingekauft, einige Gutscheine eingelöst, ein Buch geschenkt erhalten, eines am offenen Bücherschrank eingetauscht und zwei Hörbücher als Rezi-Exemplare erhalten. Und Tschüss SuB-Abbau...


 


Challenges

Bei meinen Challenges bin ich sehr gut im Zeitplan. Bei allen habe ich schon mehr (zum Teil deutlich) als die Hälfte geschafft und bin daher zuversichtlich, alle Aufgaben erfüllen zu können. Bei der Verlags-Vielfalt-Challenge habe ich die Mindest-Vorgabe schon vor einiger Zeit erreicht, da ist die Skala natürlich nach oben offen. Bei der Task-Challenge, die noch bis Ende August läuft, habe ich im ersten Monat nur zwei von drei Aufgaben erfüllt, seither aber immer alle drei Monatsaufgaben. Rechts am Rand könnt ihr meinen Fortschritt beobachten, die Challenges sind jeweils auf die entsprechende Übersichtsseite verlinkt.

Daggis Buch-Challenge 40/60
Lovelybooks-Challenge 36/40
Goodreads-Challenge (Leseziel 2016) 90/150
2015 SuB-Abbau 39/65
Verlags-Vielfalt 64/35
Task-Challenge 29/36



Donnerstag, 30. Juni 2016

[Hörbuch] Locked In


Bildquelle

von Holly Seddon
übersetzt durch Astrid Finke
gelesen von Marie Bierstedt, Anna Carlsson, Simon Jäger

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.03.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 14.03.2016
  • Verlag : Random House Audio
  • ISBN: 9783837133462
  • MP3-CD: 9h10
  • Sprache: Deutsch 

Der Random House Audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Hörprobe
Kaufen?


Inhalt


Alex Dare ist Journalistin. Und Alkoholikerin. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Plötzlich wird Alex‘ journalistischer Spürsinn wieder wach. Denn sie kennt Amy. Und sie meint zu ahnen, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll ihr schon glauben? Es sei denn, Amy gibt ihr Geheimnis preis ...


Meine Meinung


Während der Recherche für einen Artikel begegnet die Journalistin Alex der gleichaltrigen Amy, die seit einem Angriff vor 15 Jahren im Wachkoma liegt. Kann Alex herausfinden, was damals passiert ist und den Schuldigen ausfindig machen?

Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen geschildert, die in der Hörbuchversion auch von drei verschiedenen Sprechern gelesen werden. Einerseits wird aus der Sicht der Journalistin Alex erzählt, die gegen ihre Alkoholsucht kämpft und sich mit Amy verbunden fühlt, da sie gleich alt sind und in der Nähe voneinander aufwuchsen. Der zweite Erzählstrang wird aus der Sicht von Jacob geschildert, bei dem erst im Laufe der Geschichte klar wird, was er mit der ganzen Sache zu tun hat. Und die dritte Perspektive wird aus der Sicht von Amy geschildert, wie sie alles erlebt hat, beginnend am Tag ihres Verschwindens.

Die Autorin Holly Seddon gibt sich Mühe, nicht zu viel zu verraten, während die Geschichte fortschreitet. Das hält zwar einerseits die Spannung hoch, erschwert aber andererseits das Miträtseln. Im Grunde war ich ab Buchmitte überzeugt, den Täter zu kennen, schlussendlich wurde er aber dann doch ziemlich „aus dem Hut gezaubert“, da er zuvor kaum erwähnt wurde. Die Stimmung riss mich sehr mit, sodass auch ich unbedingt wissen wollte, wer Amy misshandelt hatte. Einige unrealistische Details haben mich allerdings etwas gestört, wie beispielsweise der Londoner Polizist, der einfach so mal einen Fall aus Kent übernimmt, weil das Opfer kein Vertrauen zur dortigen Polizei hat. Schon mal etwas von Zuständigkeiten gehört? Da kann man nicht einfach so einen Fall aus einem anderen Distrikt übernehmen! Und wieso muss immer wieder betont werden, dass Amy nicht hirntot sei? Sie atmet selbstständig, da ist wohl klar, dass zumindest gewisse Hirnfunktionen noch vorhanden sind!

Den Figuren stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Protagonistin Alex ist mir zwar eigentlich sympathisch, allerdings ist sie eine Alkoholikerin mit den typischen Verhaltensweisen, was es schwierig macht, wie wirklich zu mögen. Jacob ist recht verlogen, und seine Frau Fiona eine hysterische, eifersüchtige Kuh (auch wenn sie nicht mit all ihren Vorwürfen unrecht hat). Nur Amy war mir durchgehend sympathisch. Auch wenn ich nicht alle ihre Handlungsweisen gutheissen konnte, so konnte ich sie doch in Anbetracht von Amys Alter nachvollziehen.

Die drei Sprecher der Hörbuchversion machten ihre Sache gut, jedoch hatte vor allem die „Alex-Sprecherin“ Anna Carlsson oft etwas Mühe mit den Dialogen. In vielen Fällen konnte man kaum unterscheiden, wer da nun welchen Satz sagte.

Mein Fazit

Berührende Stimmung für den spannenden Kriminalfall.





Rezensionsexemplar

 

Dienstag, 28. Juni 2016

Das Geheimnis des weissen Bandes


Bildquelle

von Anthony Horowitz
übersetzt durch Lutz-W. Wolff

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.12.2011
  • Aktuelle Ausgabe : 11.03.2013
  • Verlag : Insel Verlag
  • ISBN: 9783458359159
  • Flexibler Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe, sondern die englischsprachige eBookversion aus dem Orion Verlag gelesen.


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Das Geheimnis des Weissen Bandes 
Die drei Königinnen
Der Fall Moriarty
 


Inhalt


Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes‘ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen …
(Quelle: Insel Verlag)


Meine Meinung


Der neue Klient von Sherlock Holmes fühlt sich verfolgt. Als einer der Strassenjungen, den Holmes auf den Verfolger angesetzt hat, ermordet wird, hat Holmes einen weiteren Fall aufzuklären, der weitaus grössere Dimensionen annimmt, als erwartet.

Der Schreibstil des Autors Anthony Horowitz orientiert sich stark an den originalen Sherlock-Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle. Wer also die Originale mag, wird sich wohl auch mit diesem Buch sofort wohlfühlen. Wie auch die Geschichten von Doyle wird auch „Das Geheimnis des weissen Bandes“ aus der Ich-Perspektive von Dr. Watson erzählt, der mehrere Jahrzehnte später auf die damaligen Ereignisse zurückblickt. Dabei trifft der Autor die viktorianische Stimmung jedoch nur oberflächlich betrachtet. Viele der Ansichten von Holmes und Watson sind eindeutig zu modern und aus unserer Zeit übernommen, zudem sind die beiden etwas gar schockiert über gewisse Vorgänge in London, die zu dieser Zeit wohl vielleicht nicht jedem bekannt waren, aber einem Sherlock Holmes mit seinen Kontakten zur Unterwelt jedoch ganz sicher.

Wie bei einem klassischen Krimi üblich ist auch hier das Tempo eher geruhsam. Wer viel Action oder atemberaubende Spannung sucht, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich. Die Handlung ist interessant aufgebaut, wenn auch etwas überladen, da der Autor hier im Grunde zwei Geschichten in einem einzigen Buch verbindet. Während eine der beiden Teilhandlungen sehr gut zu Sherlock Holmes passt, konnte ich mich mit der zweiten nicht wirklich anfreunden. Eine grosse Verschwörung, bei der die halbe Stadt inklusive sehr hochrangiger Persönlichkeiten involviert ist – Sir Arthur Conan Doyle hätte eine solche Handlung wohl nicht verwendet.

Etwas gar auffällig sind die ständigen Anspielungen auf die ursprünglichen Geschichten. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit lässt Anthony Horowitz Watson eines der originalen Abenteuer Holmes‘ erwähnen, fast so, als ob der dem Leser beweisen möchte, wie gut er sich als Autor mit dem Werk Doyles auskennt. Auch das Aufzählen respektive in die Geschichte einbauen praktisch jeder bekannteren Figur aus den Originalwerken (Lestrade, Mrs. Hudson, Mycroft, Moriarty, die Baker Street Irregulars) passt nicht unbedingt in die Geschichte, sondern wirkt eher nach „guckt mal, was ich alles weiss“. Aber als grosser Holmes-Fan kann ich über diese Kleinigkeiten grösstenteils hinwegsehen und habe es genossen, wieder einmal in die viktorianische Welt Holmes‘ einzutauchen.

Mein Fazit

Klassischer Krimi, der sich stark an den Originalen von Sir Arthur Conan Doyle orientiert. Für Fans von Sherlock Holmes unbedingt zu empfehlen. 







Samstag, 25. Juni 2016

[Hörbuch] Moorfeuer


Bildquelle

von Nicole Neubauer
gelesen von Richard Barenberg
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.01.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 18.01.2016
  • Verlag : Random House Audio
  • ISBN: 9783837132892
  • MP3-CD: 9h02
  • Sprache: Deutsch 

 Der Random House Audio Verlag hat mir das Hörbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Kellerkind
Moorfeuer


Inhalt


In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?


Meine Meinung


In der Nähe von München wird auf einem Scheiterhaufen eine Frau lebendig verbrannt. Die Suche nach dem Täter führt den Hauptkommissaren Michael Waechter und sein Team Jahrzehnte in die Vergangenheit.

„Moorfeuer“ ist bereits der zweite Krimi um Hauptkommissar Waechte rund sein Team. Den ersten Band, „Kellerkind“, kenne ich nicht, ich konnte dem Hörbuch aber dennoch gut folgen. Mit Vorkenntnissen hätte ich mich jedoch vielleicht etwas besser mit den Figuren anfreunden können.

Die Handlung von „Moorfeuer“ ist komplex aufgebaut, mit vielen Nebenhandlungen, die teilweise nur ganz am Rand mit der Hauptgeschichte zu tun haben. Neben dem Kriminalfall nehmen auch das Privatleben von Hannes, Waechter und Maret, der Tochter des Opfers, einen grossen Raum ein, was die Geschichte doch etwas zäh wirken lässt, da es dadurch mit der Falllösung nur schleppend voran geht. Beim Fall selbst gibt es viele Hinweise auf übernatürliche Phänomene, bei denen nur langsam klar wird, ob tatschlich Geister umgehen oder alles eine einfache Erklärung hat. Wirkliche Indizien, denen die Polizisten folgen können, gibt es auch kaum, sodass die Ermittler die Falllösung zu einem grossen Teil erraten müssen.

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, mal begleitet der Leser die Polizisten Brandl, Waechter oder Schuster, oder erhält Einblick in die Gedankenwelt der Tochter des Opfers. Die Autorin Nicole Neubauer verwendet eine eingängige, bildhafte Sprache, die dem Leser hilft, sich die Vorgänge vorzustellen.

Leider schafft es Nicole Neubauer nicht, mir auch nur eine der proträtierten Figuren sympathisch erscheinen zu lassen. Hannes ist ein kiffender und saufender Egoist, dem die Bedürfnisse der Leute um ihn herum egal zu sein scheinen, ausserdem hat er seine Aggressionen nicht im Griff und lässt sie teilweise physisch an anderen aus. Elli hasst Hunde und möchte jeden am liebsten treten (für mich als Tier- und vor allem Hundefreundin ein absolutes No-Go), Waechter ist ein Messie und lügt und manipuliert alle um ihn herum nach seinem Gutdünken, und was dieser sogenannte „Hüter des Schweigens“ (einen richtigen Namen scheint diese Figur nicht zu haben) im Team überhaupt zu suchen hat und was seien Aufgabe ist, wurde mir nicht klar (vielleicht liegt das an meinen fehlenden Vorkenntnissen und/oder an der Kürzung des Buches für die Hörbuchversion).

Der Sprecher Richard Barenberg versucht, jeder Figur eine andere Stimme und Betonung zu geben, wodurch sich die einzelnen Charaktere beim Zuhören gut unterscheiden lassen. Manchen verpasst er einen bayrischen Dialekt, jedoch nicht allen (obschon eigentlich alles Bayern sind). Ob dieser Dialekt zu überzeugen vermag, können wohl nur Bayern wirklich beurteilen, für mich als Schweizerin klang es echt genug.

Wer einen eher geruhsamen Krimi sucht und nicht unbedingt liebenswerte Figuren braucht, ist mit „Moorfeuer“ durchaus gut bedient. Wer aber etwas Tempo in seinen Krimis mag, sucht wohl besser anderweitig.

Mein Fazit

Interessanter Fall, der aber etwas zäh fortschreitet. Die Figuren waren mir leider alle unsympathisch.






Rezensionsexemplar

Donnerstag, 23. Juni 2016

Ghostsitter 2 - Vorsicht! Poltergeist!


Bildquelle

von Tommy Krappweis

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.05.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 04.05.2016
  • Verlag : Egmont Schneiderbuch
  • ISBN: 9783505138515
  • Fester Einband
  • Sprache: Deutsch 


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Geister geerbt
Vorsicht! Poltergeist!
Hilfe, Zombie-Party! (erscheint im Oktober 2016)


Inhalt


Tom hat von seinem Onkel nicht nur eine saucoole Geisterbahn geerbt, sondern mit ihr zusammen auch einen Haufen waschechter Geister. Vampir Vlarad, Werwolf Welf, Zombie Wombie, Mumie Hop-Tep und Geistermädchen Mimi halten den Vierzehnjährigen ganz schön auf Trab. Wenn in einer Vollmondnacht Welf unbedingt meint, ausbüxen zu müssen, und Vlarad sich ausgerechnet ein superfieses Stinktier für seine Blutdosis aussucht, zu dem er mutiert, und die ganze Geisterbahn vollmieft, ist Tom schon mal der Verzweiflung nah. Als es dann neuerdings nachts ständig rumpelt, rasselt und seufzt und ein mysteriöser Schatten mehrmals hintereinander gesichtet wird, ist das Chaos komplett. Anscheinend können auch Geister Angst vor Geistern haben! Und eine abgefahrene Geisterjagd der anderen Art nimmt seinen Lauf …
(Quelle: Schneiderbuch)


Meine Meinung


Ein neues Rätsel beschäftigt die Bewohner der „Schreckensfahrt“: wieso spukt es auf dem Jahrmarkt und was kann dagegen unternommen werden?

Die Geschichte beginnt mittendrin, ohne Einleitung oder Vorstellung der Figuren. Es empfiehlt sich daher, zunächst den ersten Band der Reihe, „Geister geerbt“, zu lesen, da sonst wichtige Informationen fehlen und die Geschichte wohl sehr verwirrend erscheint.

Wie auch im ersten Band erzählt der Autor Tommy Krappweis die Geschichte aus der Sicht des Teenagers Tom, der im Vorgänger die Geisterbahn „Schreckensfahrt“ geerbt hat und nun mit ihr über die Jahrmärkte zieht. Während sich der erste Band der Reihe noch stark um die Einführung der Figuren und der Rahmenhandlung kümmern musste und die eigentliche Handlung daher gegen das Ende verschoben hatte, beginnt die Haupthandlung des zweiten Bandes „Vorsicht! Poltergeist!“ sehr schnell, da das ganze Drum und Dran nun ja bekannt ist. Die Geschichte ist wie ein Kriminalfall aufgebaut, bei dem das Team der „Schreckensfahrt“ nicht nur die Hintergründe aufdecken, sondern auch eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung finden muss.

Wie ich es von Tommy Krappweis erwartet hatte, strotzt auch dieses Buch wieder vor Humor. Selbst in der aufregensten Actionszene, dem grössten Gruselmoment schafft er es, einen kleinen oder grösseren Lacher einzubauen. Insbesondere seine Metaphern sind köstlich und schaffen es, dem Leser die Situation bildlich vor Augen zu bringen. Auch die Figuren sind wieder sehr detailliert und unterhaltsam herausgearbeitet, vom Geistermädchen Mimi (da scheint sich eine Romanze zwischen ihr und Tom anzubahnen) über die ägyptische Mumie Hop-Tep (der in diesem Band dank einer telepathischen Verbindung zu Tom sogar Text erhält) bis zum Zombie Wombie mit seinem Plüschhasen Odor, der im Vergleich zum ersten Band der Reihe hier etwas in den Hintergrund tritt.

Die „Ghostsitter“-Reihe richtet sich an Kinder (obschon auch Erwachsene grossen Spass an den Büchern haben können, wie meine Rezension zeigt). Kleine oder eher sensible Kinder sollten das Buch am Besten in Begleitung der Eltern oder einer sonstigen Vertrauensperson lesen, da es einige Szenen enthält, die unter Umständen etwas gar gruselig wirken könnten. Wer etwas grösser und/oder mutiger ist, kann das Buch aber auch gut alleine lesen. Die Schrift ist relativ gross gestaltet und die Kapitel nicht allzu lang, sodass das Buch auch für Gelegenheitsleser geeignet ist. Für ganz ungeübte Anfänger ist es aber eher nicht geeignet, jedenfalls nicht zum Selberlesen, da es mit rund 250 Seiten doch recht dick ist für ein Kinderbuch und viel Text enthält.

Mein Fazit

Herzliches Lachen und wohliges Gruseln – Tommy Krappweis hat mal wieder einen Volltreffer gelandet.





Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 5, ein Buch, das Dich zum Schmunzeln, Grinsen, Lachen gebracht hat.

Dienstag, 21. Juni 2016

Glenraven


Bildquelle

von Marion Zimmer Bradley und Holly Lisle
übersetzt durch Rainer Schuhmacher

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1998
  • Aktuelle Ausgabe : 01.03.1999
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404505036
  • Fester Einband 476 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.


Leseprobe


Bücher der Reihe:
Glenraven
Im Schatten der Burg

Inhalt


Es gibt Täler in den Alpen, in denen man besser keinen Urlaub machen sollte! Jayjay Bennington und Sophie Cortiss sind Freundinnen von Kindesbeinen an. In jedem Jahr unternehmen sie eine gemeinsame Reise. Beim Stöbern in einer Buchhandlung fällt Jayjay ein seltsames Buch in die Hände, von dem sie sich magisch angezogen fühlt: ein Reiseführer über Glenraven, ein kleines, verträumtes Land "irgendwo in den Alpen", ein Ort, wo angeblich die "Zeit stehengeblieben ist". Jayjay ist begeistert, Sophie skeptisch, ist Glenraven doch in keinem Atlas verzeichnet. Und das ist kein Wunder, denn Glenraven ist tatsächlich ein verwunschenes Tal, das nur alle 400 Jahre auftaucht und sehnlich auf den Erlöser wartet, der es von einem unheiligen, düsteren Fluch befreit ...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Die beiden Freundinnen Jayjay und Sophie machen zusammen Urlaub. Aber nicht irgendwo am Strand, sondern in Glenraven, einen geheimnisvollen Land, von dem sie zuvor noch nie gehört hatten...

Nachdem ich von der Autorin bisher nur ihre Avalon-Reihe gelesen habe, hat mich dieses Buch vom Setting her recht überrascht. Während das Land Glenraven, in dem der grösste Teil der Geschichte spielt, deutlich mittelalterliche Züge zeigt, kommen die beiden Protagonistinnen aus unserer heutigen Welt. So vermischt die Autorin High und Urban Fantasy. Leider konnte mich die Geschichte nur bedingt überzeugen. Vor allem mit den Progagonistinnen Jayjay und Sophie hatte ich meine Mühe. Während die beiden Mitte Dreissig sind und bereits persönliche Katastrophen erlebt haben (Tod eines Kindes, häusliche Gewalt) kamen sie mir von ihrer Denkweise und ihrem Verhalten her eher vor wie Teenager. Besonders verwundert hat mich, dass die beiden zunächst ewig nicht merken, was vorgeht, und als sie es dann begriffen haben, das kaum erwähnt wird. Da hätte ich mehr Fragen und Zweifel erwartet, und das schon ziemlich früh. Über ihre Vergangenheit und ihr Leben "zu Hause" wird nur in Nebensätzen eingegangen, sodass der Leser kaum eine Möglichkeit hat, die beiden wirklich kennenzulernen. Über die weiteren Figuren erfährt man kaum mehr als die Namen.

Die Handlung ist für ein Buch mit gegen 500 Seiten eher mager und wäre in wenigen Sätzen komplett durcherzählt (was ich hier natürlich nicht mache, ich will ja niemanden spoilern). Die Idee ist durchaus interressant, wenn auch nicht besonders innovativ, da hätte viel mehr dringelegen, als die Autorin draus gemacht hat. Über das geheimnisvolle Land Glenraven und seine Bewohner wird kaum etwas erzählt. So bliebt das Buch leider ziemlich flach. Der Schreibstil von Marion Zimmer Bradley liest sich aber angenehm, sodass ich das Buch recht schnell durch hatte.

Mein Fazit

Die Idee finde ich toll, leider ist die Handlung ziemlich mager und die Figuren nicht überzeugend. 






Samstag, 18. Juni 2016

[Hörbuch] A Breath of Snow and Ashes / Ein Hauch von Schnee und Asche


Bildquelle

von Diana Gabaldon
übersetzt durch
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.09.2005
  • Aktuelle Ausgabe : 10.04.2007
  • Verlag : Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783442367313
  • Flexibler Einband 1.301 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe gelesen, sondern die englischsprachige Hörbuchversion aus dem Recorded Books Verlag über Audible gehört, gelesen von Davina Porter. 


Leseprobe 
Hörprobe englisches Hörbuch
Kaufen?


Bücher der Reihe:
Feuer und Stein
Die geliehene Zeit
Ferne Ufer
Der Ruf der Trommel
Das flammende Kreuz
Ein Hauch von Schnee und Asche
Echo der Hoffnung
Ein Schatten von Verrat und Liebe 



Inhalt


Man schreibt das Jahr 1772, und die Vorzeichen der Rebellion häufen sich. In Boston wird der Tee knapp, und im dünn besiedelten North Carolina gehen abgelegene Blockhäuser in Flammen auf. Doch nur Jamie Fraser weiß die Signale zu deuten – dank der Frau an seiner Seite: Claire Randall, einer Zeitreisenden aus dem 20. Jahrhundert. In der Kolonie gärt es, und Gouverneur Josiah Martin bittet Jamie, das Hinterland für König und Vaterland zu einen. Doch es sind nur noch drei Jahre, bis der Krieg losbricht, an dessen Ende die Unabhängigkeit stehen wird – und sich die Königstreuen entweder unter der Erde oder im Exil befinden. Schon einmal musste Jamie in seiner geliebten schottischen Heimat bitter dafür bezahlen, dass er auf der Verliererseite eines Konfliktes stand – nun droht sich in der Neuen Welt für ihn die Geschichte zu wiederholen. Über all dem jedoch hängt die ganz persönliche Drohung eines winzigen Zeitungsausschnitts aus dem Jahr 1776, der von der Zerstörung des Hauses auf Fraser’s Ridge berichtet – und vom Feuertod eines gewissen James Fraser und seiner gesamten Familie. Jamie hofft, dass sich seine Frau ausnahmsweise mit ihrer Vorhersage irrt und ihre Liebe kein sinnloses Opfer der Flammen wird…
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


„A Breath of Snow and Ashes“ ist der sechste Band der Buchreihe um die Engländerin Claire und ihren Ehemann, den Highlander Jamie. Da die Bücher nicht wirklich in sich abgeschlossen sind sondern im Grunde eine einzige, immer fortlaufende Geschichte erzählen, empfehle ich bei Interesse mit dem ersten Band „Feuer und Stein“ zu beginnen, da die Lektüre sonst mangels Vorwissen wohl nicht viel Sinn ergibt.

Während zu Beginn der Reihe die Geschichte nahezu ausschliesslich aus der Ich-Perspektive von Claire erzählt wurde und nur Sequenzen, bei denen Claire nicht dabei war, aus anderer Sicht geschildert wurden, wird mittlerweile die Perspektive gleichmässig auf Claire, Jamie, Brianna und Roger aufgeteilt, unabhängig davon, ob Claire in der jeweiligen Szene dabei ist. Dabei verwendet die Autorin Diana Gabaldon immer noch die Ich-Perspektive bei Claire und die dritte Person bei allen anderen. Wie bei den Vorgängern umfasst auch „A Breath of Snow and Ashes“ nicht eine zusammenhängende Handlung, sondern beschreibt in kleinen, nicht zusammenhängenden Anekdoten das Leben der Familien Fraser und McKenzie auf Fraser’s Ridge. Zwischen den einzelnen "Geschichten" besteht oft kein fliessender Übergang, plötzlich ist eine Erzählung zu Ende und die nächste beginnt, teilweise ohne dass der Leser erfährt, wie das vorherige Erlebnis wirklich ausgegangen ist. Wie bei der Reihe üblich wird Claire’s Alltag immer wieder durch medizinische Behandlungen geprägt, dazu kommen noch die gewohnten Liebesszenen, die aber hier doch deutlich in den Hintergrund rücken. Der sechste Band der Reihe ist merklich durch den drohenden Krieg geprägt, Gewalt und Angst sind mittlerweile einiges präsenter als die Liebe. Auch die Thematik der Zeitreisen nimmt hier wieder mehr Platz ein als in anderen Bänden und bereitet den Weg für die Nachfolgebände.

Im Grunde kann ich auch auch zu „A Breath of Snow and Ashes“ nicht viel anderes erzählen, als mir schon zu den Vorgängern aufgefallen ist. Auch hier erscheint mir der Umfang des Buches deutlich zu lang. Da keine zusammenhängende Geschichte erzählt wird, sondern die Handlung aus einzelnen Anekdoten besteht, wäre es kein Problem gewesen, die wieder weit über tausend Seiten lange Geschichte auf mehrere Bände aufzuteilen. Das würde dem Leser zwischendurch eine (zumindest mir) willkommene Verschnaufpause bieten, zudem wirken die übermässig dicken Bände vor allem auf Wenig-Leser wohl ziemlich abschreckend. Ich habe grundsätzlich nichts gegen dicke Bücher, aber so dick müssen sie ohne Not ja wirklich nicht sein… Auch bei diesem Band habe ich der Lesung von Davina Porter sehr gerne zugehört, auch wenn sie in meinen Augen (oder besser: Ohren) das Singen lieber lassen sollte, das ist wirklich nicht ihre Stärke.

„A Breath of Snow and Ashes“ bietet etwas mehr Action als die vorhergehenden Bände, womit für mich auch die Spannung wieder angestiegen ist. Für Fans von Claire und Jamie ist der Band ohnehin ein „Muss“, und wer die beiden nicht mag, wird kaum so lange durchgehalten haben. Eine explizite Empfehlung wird so wohl überflüssig.

Mein Fazit

Mehr Action als in den Vorgängern, und daher in meinen Augen auch wieder mehr Spannung. 






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