Montag, 8. Juli 2019

[Hörbuch] Ein Sommer in Sommerby


Bildquelle

von Kirsten Boie
gelesen von Julia Nachtmann


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 09.03.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 09.03.2018
  • Verlag : Jumbo
  • ISBN: 9783833738401
  • Audio-CD: 5h 48
  • Sprache: Deutsch





Hörprobe
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Inhalt


Marthas Mama hatte einen Unfall, deswegen fliegt Papa zu ihr nach New York. Martha und ihre Brüder Mikkel und Mats können nicht alleine bleiben und müssen zur Oma nach Sommerby, auch wenn sie die Oma überhaupt nicht kennen. Dort gibt es weder Telefon, WLAN noch einen Fernseher. Dafür Hühner, das Meer und viel Natur. Eines Nachts bricht jemand in Omas Schuppen ein. Kein Wunder, dass die Kinder zuerst nach Hause wollen. Doch dann ist die fremde Oma vielleicht doch gar nicht so doof und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer wirklich nachts um das Haus schleicht.

Ferien voller Abenteuer, die zeigen, was im Leben wirklich wichtig ist.
(Quelle: Jumbo)


Meine Meinung


Sommerferien sind doch was Tolles! Aber wenn die Mama in New York im Krankenhaus liegt, Papa deswegen zu ihr fliegt und die Kinder zur Oma müssen, die sie gar nicht kennen, braucht es doch einige Zeit, bis man die Ferien geniessen kann.

Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Kindern erzählt, wobei die älteste, Martha (12), die Hauptrolle übernimmt. Zusammen mit ihren beiden kleinen Brüdern, Mikkel (7) und Mats (4), verbringt sie den Sommer am Meer, in Sommerby, bei ihrer Grossmutter. Während Kinder sich wohl sehr schnell in die drei Protagonisten hineinfühlen können, dauerte es bei mir eine ziemliche Weile. Zu Beginn erschienen mir alle drei ziemlich unausstehlich. Martha musste wohl zu Hause noch nie irgendwie mithelfen und empfindet es als Frechheit und sogar Sklavenarbeit, wenn sie kleiner Aufgaben wie Abwaschen oder Kartoffelschälen übernehmen soll. Mats hingegen ist ein typischer Vierjähriger in der Trotzphase, der sofort losbrüllt, wenn etwas nicht nach seinem Kopf läuft und immer alle anderen in der Schuld sieht. Der Mittlere, Mikkel, ist eigentlich ganz in Ordnung, aber auch er scheint ziemlich verwöhnt zu sein und sich oft für etwas Besseres zu halten. Je länger die Geschichte fortschreitet, desto mehr passen sich die Kinder allerdings der Oma, die ich recht gut mochte, an, und ich konnte auch meinen Frieden mit ihnen schliessen.

Die drei Kinder leben natürlich in Sommerby nicht nur so in den Tag hinein, sondern erleben auch viele Abenteuer, von Unwettern auf dem Boot bis hin zu Begegnungen mit richtigen Ganoven. Dabei handelt es sich nicht um einzelne Anekdoten, sondern um eine zusammenhängende Geschichte. Wirklich beängstigend wird diese Geschichte allerdings nie, sodass ausser den Allerkleinsten und Allerängstlichsten die meisten Kinder auch ohne erwachsene Begleitung gut mit dem (Hör-)Buch zurechtkommen sollten. Empfohlen wird das Buch vom Verlag ab 10 Jahren, aber ich denke, dass auch schon Achtjährige Spass daran haben werden.

Der Schreibstil  von Kristen Boie ist ziemlich einfach gehalten (für mich als Erwachsene oft zu einfach) und richtet sich klar an Kinder. Das merkt man auch inhaltlich. Während einem Stadtkind ein Haus, das kein WLAN hat, kaum vorstellbar erscheint, mag es einem Erwachsenen zwar ungelegen kommen (vielleicht aber auch ganz im Gegenteil), jedoch nicht unbekannt, weil für ihn Schulferien ohne Internet der Normalfall waren. Sehr bedenklich finde ich allerdings, dass Marthas Mutter ihrer Tochter schon eingeimpft hat, dass Kohlenhydrate des Teufels seien und man nie früh genug auf seine Figur achten könne. Solche Botschaften haben in meinen Augen keinen Platz in einem Kinderbuch, auch wenn Martha sich nicht an die Vorgaben ihrer (abwesenden) Mutter hält.

Gelesen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, an deren Lesung ich nichts auszusetzen habe.

Mein Fazit

Spannend, aber nie unheimlich. Vom Schreibstil her allerdings für Erwachsene oft etwas zu flach. 






Daggis Buchchallenge

Aufgabe 7, ein Buch mit einer Pflanze auf dem Cover. Das Cover zeigt gleich mehrere Bäume, Gras, Schilf etc.

Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 5, ein Buch, dessen Hauptfigur zwischen 10-12 Jahren alt ist.


Donnerstag, 4. Juli 2019

Der Fluch des Hauses Foskett


Bildquelle

von M. R. C. Kasasian
übersetzt durch Alexander Weber



  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.02.2019   
  • Aktuelle Ausgabe : 05.02.2019
  • Verlag : Atlantik Verlag
  • ISBN: 9783455000665
  • E-Buch Text: 496 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Der Atlantik Verlag und Netgalley haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Mord in der Mangle Street
Der Fluch des Hauses Foskett




Inhalt


Sidney Grice ist zurück, und seine Laune ist nicht besser geworden. Die Stimmung in der Gower Street 125 ist mies. Seit Sidney Grice durch seine Ermittlungen einen unschuldigen Mann an den Galgen gebracht hat, laufen die Geschäfte schlecht. Der scharfsinnigste Detektiv des viktorianischen England liegt stundenlang apathisch in der Badewanne. Selbst zum Einsetzen seines Glasauges fehlt ihm die Kraft. March Middleton, Sidneys Patentochter, langweilt sich zu Tode … Bis zu dem Tag, an dem ein Mitglied des bizarren Clubs »Finaler Sterbefallverein« sein Leben aushaucht – mitten in Sidneys Wohnzimmer. Immerhin haben Sidney und March endlich wieder etwas zu tun. Und das nicht zu knapp, denn es bleibt nicht bei dieser einen Leiche. Die Ermittlungen führen das ungleiche Paar von London bis nach Kew in ein unheimliches Herrenhaus, dessen Eigentümerin, die enigmatische Baroness Foskett, eine alte Bekannte Sidneys ist.
(Quelle: Atlantik)


Meine Meinung


"Der Fluch des Hauses Foskett" ist der zweite Band um den Privatdetektiven – Entschuldigung, persönlichen Detektiven meine ich natürlich (auf dieser Bezeichnung besteht er, auch wenn sie auf Deutsch nicht viel Sinn ergibt) – Sidney Grice. Ich kenne den ersten Band nicht, zum Verständnis sind Vorkenntnisse allerdings auch nicht nötig.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von March Middleton erzählt, einer jungen Frau, die hier sozusagen als Dr. Watson fungiert. Sie wohnt nämlich nicht nur mit Sidney Grice zusammen, sondern assistiert ihm auch bei seinen Ermittlungen und hält diese schriftlich fest, genau wie Watson es für Sherlock Holmes tut. Und für genau diesen Sherlock Holmes scheint sich Sidney Grice zu halten. Der ist genauso von sich überzeugt wie Holmes, hält ebenso jeden anderen für deutlich dümmer als sich selbst und hält ungefragt Vorträge über die kleinsten Details. Nur dass mir das Ganze bei Holmes noch irgendwie charmant erschien, bei Grice aber nur überheblich und arrogant. Seine überhebliche Art soll wohl witzig wirken, auf mich wirkte sie allerdings nur unausstehlich.

Der Autor M. R. C. Kasasian gibt sich alle Mühe, die Geschichte im viktorianischen Zeitalter anzusiedeln und vergisst nie, alle paar Seiten wieder ein Beispiel zu bringen, wie sexistisch, rassistisch, brutal und ungebildet die Leute damals waren. Und wie progressiv March (was ist das überhaupt für ein Name? Müsste sie sich nicht eher Marge schreiben?) dagegen ist, mit ihrer Einstellung, dass auch Tiere Gefühle haben und Frauen durchaus auch intelligent sein können. Daran merkt man gut, dass das Buch modern ist und künstlich in die Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gesetzt wurde. Wäre das Buch tatsächlich dann geschrieben worden, hätte der Autor den Dreck und die Gewalt nicht so stark hervorheben müssen.

Die Kriminalgeschichte selbst ist recht verworren und tritt vor diesen Punkten ziemlich in den Hintergrund, sodass ich sie zwar nicht langweilig fand, sie mich aber nicht wirklich mitreissen konnte. Grice und das ganze Umfeld haben mich aber eher abgestossen als fasziniert, sodass ich wenig Lust verspüre, auch noch den ersten Band der Reihe zu lesen.

Mein Fazit

Zu viel Sexismus, Brutalität und Arroganz








Cover Challenge

Aufgabe 43, ein Buch mit einem Cover, auf dem etwas zu sehen ist, was man am Himmel finden kann. Das Cover zeigt den Mond.

ABC-Challenge der Protagonisten

March = M weiblich



Rezensionsexemplar


 


Dienstag, 2. Juli 2019

Monats-Rückblick Juni




Bücher gelesen:             4  (davon 4 eBooks)
Hörbücher gehört:        4
Seiten gelesen: ca.    1400
Seiten pro Tag: ca.       45




Im Juni habe ich folgende Bücher gelesen:

"Unbarmherzig" von Inge Löhnig
"Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah
"Das Erbe der Macht 18: Blutnacht" von Andreas Suchanek
"Der Fluch des Hauses Foskett" von M. R. C. Kasasian (Rezi folgt)



Dazu habe ich folgende Hörbücher/Hörspiele gehört:

"Scharnow" von Bela B. Felsenheimer
"Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tocher kann sonst nicht schlafen" von Lena Greiner
"Ein Sommer in Sommerby" von Kirsten Boie (Refi folgt)
"Blutwette"von Andreas Franz (Rezi folgt)




Top/Flop des Monats

Ich habe schon lange nicht mehr so wenig gelesen wie im Juni, ich komme einfach nicht aus der Flaute raus. Dabei haben mir "Unbarmherzig" von Inge Löhnig und der neuste "Das Erbe der Macht"-Band wirklich gut gefallen...

Schon nach kurzem Hören  habe ich "Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat" von Uwe Kling abgebrochen. Ich kam mit dem Stil einfach nicht zurecht. "Blabla" sagte X. "Blabla" sagte Y. "Blabla" sagte Z. Klick klick. Nee, nichts für mich. Darum gibt's zu diesem Hörbuch auch keine Rezi.

Neuzugänge 

An Pfingsten war ich an der FedCon und habe mir zwei Bücher gekauft, gleich beim Autor und natürlich mit Widmung ;-) "Die Zwerge" habe ich aus einem offenen Bücherschrank mitgenommen, als ich ein paar Bücher dagelassen habe.





Montag, 1. Juli 2019

[Hörbuch] Ich muss mit auf Klassenfahrt - Meine Tochter kann sonst nicht schlafen


Bildquelle

von Lena Greiner und Carola Padtberg
gelesen von Jochen Bendel


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.09.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 07.09.2018
  • Verlag : Audio Media
  • ISBN: 9783963980404
  • Audio-CD: 4h 18
  • Sprache: Deutsch


Hörprobe
Kaufen?



Inhalt


Sie blockieren die Notaufnahme im Krankenhaus mit Lappalien, diktieren der Schulmensa den Speiseplan oder fordern vorgewärmte Klobrillen für ihre süßen Schätzchen in der Kita: Helikopter-Eltern gehen ihrer Umwelt gehörig auf die Nerven. Hören Sie neue skurrile Anekdoten von Eltern und Hebammen, Erziehern und Lehrern, Ärzten, Trainern und Frisören. Außerdem: Der Helikopter-Wahnsinn in elterlichen WhatsApp-Gruppen.
(Quelle: Audio Media)


Meine Meinung



"Ich muss mit auf Klassenfahrt – meine Tochter kann sonst nicht schlafen". Ein sperriger Titel für ein sperriges Hörbuch. Denn hier handelt es sich nicht um eine fortlaufende Geschichte, sondern um eine Sammlung von Anekdoten. Zwei, drei Sätze, in Ausnahmefällen auch mal zehn, dann kommt schon die nächste. Was sich ideal anbietet, um vor dem Zubettgehen oder auf dem Klo noch ein paar wenige Minuten zu lesen, taugt als Hörbuch nicht wirklich, da man so ja doch mal eine halbe oder gar ganze Stunde am Stück zuhört, aber wegen des abgehackten Stils nie wirklich in den Lese- (respektive Hör-)fluss kommt.

Wie es bei einem Buch über Helikoptereltern zu erwarten ist, ist der kurze Band gefüllt mit Momenten, bei denen man sich einfach nur an den Kopf greifen will, wenn beispielsweise in Schulen den Eltern den Zutritt zu den Klassenzimmern verboten werden muss, weil sich sonst manche monatelang mit in den Unterricht setzen. Andererseits steckt in meinen Augen nicht in jeder der Anekdoten auch wirklich ein Helikopter drin. Wenn sich z.B. gleich zu Beginn eine Hebamme darüber lustig macht, dass sich ältere werdende Mütter, die vielleicht sogar medizinische Hilfe benötigt haben um überhaupt schwanger zu werden, grosse Sorgen um ihr ungeborenes Kind machen, finde ich das überhaupt nicht lustig, sondern ziemlich fies. Für diese Frauen ist es vielleicht die einzige Chance, jemals ein Kind zu bekommen! Da ist es in meinen Augen ganz klar, dass die Angst vor einer Fehlgeburt grösser ist als beispielsweise bei einer 24jährigen, die die Schwangerschaft vielleicht nicht mal geplant hat. Ebenfalls nur zu verständlich sind für mich Eltern, die ihr Möglichstes geben, ihr Baby, das die mit stundenlangen Bemühungen endlich zum Einschlafen gebracht haben, nicht wieder durch Lärm wecken wollen, sondern sich halt möglichst leise durch die Wohnung bewegen.

Insgesamt hat "Ich muss mit auf Klassenfahrt" einen etwas durchzogenen Eindruck bei mir hinterlassen. Manche der Anekdoten sind wirklich lustig, aber andere fand ich nur zu verständlich. Das Hörbuchformat fand ich wie erwähnt nicht ideal, zudem hätte zu diesem Buch, bei dem zu einem grossen Teil von Müttern erzählt wird, eine weibliche Sprecherin wohl passender gefunden.










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