Freitag, 16. März 2018

Tote lügen nicht


Bildquelle

von Kathy Reichs
übersetzt durch Thomas A. Merk

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1998
  • Aktuelle Ausgabe : 10.01.2011
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783453435599
  • Flexibler Einband 542 Seiten
  • Sprache: Deutsch



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Bücher der Reihe:
Tote lügen nicht
Knochenarbeit
Lasst Knochen sprechen
Durch Mark und Bein
Knochenlese
Mit Haut und Haar
Totenmontag
Totgeglaubte leben länger
Hals über Kopf
Knochen zu Asche
Kommt wie gerufen
Das Grab ist erst der Anfang
Blut vergisst nicht
Fahr zur Hölle
Knochenjagd
Totengeld
Knochen lügen nie
Die Sprache der Knochen



Inhalt


Tempe Brennan ist forensische Anthropologin in Montreal. Skelette und verweste Körperteile gehören zu ihrem Alltag. Als die 23-jährige Isabelle missbraucht, erdrosselt und zerstückelt in Müllsäcken aufgefunden wird, erinnert sich Tempe an einen Fall ein Jahr zuvor. Sie versucht, die beiden Verbrechen mit drei weiteren Leichen in Verbindung zu bringen. Doch Detective Luc Claudel nimmt sie nicht ernst. Sie recherchiert auf eigene Faust und lenkt so die Wut des Serienkillers zunächst auf ihre Freundin Gabby, dann auf ihre Tochter Katy und schließlich auf sich selbst.
(Quelle: Heyne)


Meine Meinung



Als in Montréal eine zerstückelte Frauenleiche aufgefunden wird, geht die forensische Anthropologin Tempe Brennan sofort von einem Serientäter aus. Hat sie recht, geht in der Stadt wirklich ein Serienkiller um?

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Tempe Brennan in der Vergangenheit erzählt. Man erfährt im Laufe der Geschichte einiges über die Lebensumstände von Tempe (forensische Anthropologin, geschieden, eine erwachsene Tochter, lebt mit ihrer Katze in einer Parterrewohnung mit Garten, Ex-Alkoholikerin), besonders tiefgründig ist sie allerdings nicht gezeichnet und alle Figuren wirken eher blass und konstruiert. Da ein Thriller für mich hauptsächlich durch die spannende Handlung bestehen muss und es mir ausreicht, wenn ich die Figuren nicht unsympathisch finde, haben mich die etwas zweidimensionalen Charaktere allerdings nicht gestört.

Die Autorin Kathy Reichs beginnt ihre Erzählung ohne grosse Einleitung. Obschon es sich bei "Tote lügen nicht" um den ersten Band ihrer Thriller-Reihe handelt, werden weder die Protagonistin noch ihr Umfeld gross eingeführt, der Leser steigt gleich mit dem Auffinden der ersten Leichen ein. Die Handlung ist aus zwei Strängen zusammengesetzt, einerseits eine Mordserie, bei der wie weiblichen Ofer zerstückelt werden, andererseits Tempes Sorge um ihre alte Studienfreundin Gabby, die während einer ihrer Millieustudien nicht mehr erreichbar ist. Die Handlung ist ziemlich linear aufgebaut und enthält keine grossen Wendungen, und leider lädt sie auch nicht zum Miträtseln ein, da es kaum Hinweise auf den Täter gibt und dieser schlussendlich mehr oder weniger aus dem Hut gezaubert wird. Beim einen oder anderen Logikloch musste ich ebenfalls ein Auge zudrücken. Dennoch hat mich das Buch durchaus gefesselt, was aber auch daran lag, dass ich keinen tiefgründigen Roman, sondern einen schlichten, unterhaltsamen "Popcorn-Thriller" ohne grosse Ansprüche erwartet habe, und genau das habe ich auch bekommen.

Der Schreibstil der Autorin Kathy Reichs zeichnet sich durch eine detaillierte, blumige Sprache aus, wobei die Details auch zu manchen Längen führen. Da sie auch bei Beschreibungen von Opfern, Autopsien und ähnlichem sehr ins Detail geht, sind ihre Bücher nichts für schwache Mägen. Da die Geschichte in Montréal spielt und die Figuren zu einem grossen Teil französisch sprechen, finden sich auch immer wieder Textstellen in dieser Sprache, die nur teilweise übersetzt werden. Da ich selber halbwegs passabel französisch spreche, hat mich das nicht gestört, das kann auch jemanden ohne Kenntnisse dieser Sprache allerdings anders wirken.

Mein Fazit

Unterhaltsamer "Popcorn-Thriller"







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 24, ein Buch mit einer Verneinung im Titel (nein, kein, nicht, nie, niemand, nirgendwo …)

ABC-Challenge der Protagonisten

Tempe = T weiblich






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