Donnerstag, 17. Dezember 2015

Weihnachten mit Agatha Christie


Bildquelle


von Agatha Christie
übersetzt durch Adi Oes, Edith Walter, Rolph Gail, Maria Berger
gelesen durch Oliver Kalkofe, Klaus Dittmann, Beate Himmelstoß und André Jung

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 08.10.2012
  • Aktuelle Ausgabe : 08.10.2012
  • Verlag : Der Hörverlag
  • ISBN: 9783867179034
  • Audio CD: 7 CDs
  • Sprache: Deutsch 

Der Hörverlag hat mir das Hörbuch kosenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!


Hörprobe
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Inhalt


Was ist das Schönste an Weihnachten? Kaltblütige Morde und raffinierte Verbrechen von Agatha Christie natürlich. Denn Miss Marple und Hercule Poirot erzählen vor wohligem Kaminfeuer ihre alten Fälle und Harley Quin scheut nicht Wind und Wetter, um einen fast verjährten Mord aufzuklären. Dass Weihnachten nicht beschaulich sein wird, sondern einen grausamen Mord beschert, kommt Hercule Poirot und seinen kleinen grauen Zellen gerade recht.

Lauschen Sie den Stimmen von Oliver Kalkofe, Klaus Dittmann, Beate Himmelstoß und André Jung, die die zeitlosen Krimis von Agatha Christie mit Witz, Charme und Spannung lesen.

Enthält:
Hercule Poirots Weihnachten, Hercule Poirot und der Plumpudding und Das Geheimnis des Plymouth-Express
Eine Weihnachtstragödie
Die Pralinenschachtel, Der Traum vom Glück und Die Ankunft des Mr. Quin
(Quelle: Der Hörverlag)


Meine Meinung


Insgesamt sieben (mehr oder weniger) Weihnachtsgeschichten sind in dieser Hörspielbox auf sieben CDs versammelt. Eine längere Geschichte um Hercule Poirot (in Buchform als Einzelband unter dem Titel „Hercule Poirots Weihnachten“ veröffentlicht, und auch als einzeln des Hörbuch erhältlich), und sechs eher bis sogar sehr kurze, teilweise mit Poirot, eine mit Miss Marple und einige ganz ohne bekannte Ermittler. Klaus Dittmann, Oliver Kalkofe, André Jung und Beate Himmelstoß agieren als Sprecher, wobei natürlich Beate Himmelstoß natürlich als einzige Frau auch die einzige Geschichte mit einer Frau, Miss Marple, in der Hauptrolle liest.

Die sieben Geschichten spielen sich alle an oder um Weihnachten ab, das Fest selbst spielt aber nur in wenigen von ihnen eine tragende Rolle. Die meisten davon hätten irgendwann im Laufe des Jahres spielen können, ohne dass es die Handlung auf irgendeine Weise verändert hätte. Da sich aber alle Geschichten im Winter abspielen, empfehle ich dennoch, die Box in dieser Jahreszeit zu hören. Weihnachtsstimmung wird im Hochsommer wohl nur schwerlich aufkommen…

Die sieben Kurzgeschichten sind in meinen Augen weniger für Einsteiger in die Welt von Agatha Christie gedacht sondern eher für Menschen wie mich, „altgediente“ Fans, die auch während der Festtage Zeit mit Poirot, Miss Marple und Co. verbringen möchten. Wer die Krimis von Agatha Christie kennt, weiss, dass ihre Bücher in einem recht gemütlichen Tempo geschrieben sind und heute doch ziemlich antiquiert wirken. Wer atemlose Spannung und moderne Ermittlungsmethoden sucht, ist bei Agatha Christie falsch und sollte sich anderweitig umsehen.

Wie bei Agatha Christie üblich sind die Geschichten im klassischen „Whodunit“-Stil aufgezogen und laden den Hörer zum Miträtseln ein. Wie so oft verfügt aber nur Poirot (oder wer auch sonst in der jeweiligen Geschichte ermittelt) über die entscheidende Information, sodass der Detektiv dem Hörer (und auch dem Verbrecher) immer ein kleines bisschen Voraus ist.

Mein Fazit

Für Fans von Agatha Christie, die mit Poirot und Miss Marple die Festtage verbringen möchten.




Task-Challenge

Aufgabe 3, ein Buch, das Weihnachten thematisiert.




Rezensionsexemplar

Dienstag, 15. Dezember 2015

Veilchens Feuer


Bildquelle

von Joe Fischler

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.11.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 17.11.2015
  • Verlag : Haymon Verlag
  • ISBN: 9783709978320
  • Flexibler Einband 264 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Haymon Verlag und Vorablesen haben mir das Taschenbuch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Veilchens Winter
Veilchens Feuer


Inhalt


Heiße Tage für Valerie "Veilchen" MauserValerie Mauser ist keine gewöhnliche Kriminalbeamtin, sie fällt auf. Und das nicht nur wegen ihrer blonden Afrofrisur. Valerie hat Hirn, Herz und Humor, was auch dem Tiroler Landesvater nicht entgangen ist. Aber der kann ihr gestohlen bleiben! Viel wohler fühlt sie sich an der Seite ihres ehemaligen Ermittlerkollegen aus Wien - und Manfred Stolwerk ist immer zur Stelle, wenn "sein Veilchen" Unterstützung braucht. So auch, als Wolf Rock für sein allerletztes Konzert in seine Heimatstadt Innsbruck zurückkehrt.

Veilchen und der böse WolfWolf Rock, der streitbare Deutschrocker und berühmteste Tiroler Musikexport, beansprucht Polizeischutz, denn er wird bedroht: Jemand will ihn für eine Schandtat aus den Siebzigern büßen lassen. Doch was er damals verbrochen haben soll, weiß er nicht mehr. Drei Tage bleiben Valerie und ihrem Team, um Licht in die bewegte Vergangenheit des Stars zu bringen. Neider, frühere Weggefährten und Hardcore-Fans tauchen auf. Die Drohungen werden konkreter. Als sich dann die Pforten des Bergiselstadions zu Wolf Rocks großem Finale öffnen, überschlagen sich die Ereignisse: Die Alpenstadt wird zum Hexenkessel und der Rockstar zum Gejagten. Mittendrin Veilchen - da brennt nicht nur der Hut!
(Quelle: Haymon)


Meine Meinung


Der Tiroler Alt-Rocker Wolf Rock wird bedroht. Valerie „Veilchen“ Mauser leitet die polizeilichen Ermittlungen und soll den Musiker beschützen.

„Veilchens Feuer“ ist bereits der zweite Krimi um die Polizistin Valerie Mauser. Den ersten Band kenne ich nicht, aber ich konnte der Geschichte dennoch gut folgen. Vorkenntnisse sind daher nicht zwingend vorausgesetzt.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Valerie Mauser erzählt. Der Autor Joe Fischler verwendet zwar die Beobachterperspektive, meist fühlt es sich aber eher wie die Ich-Perspektive an. Neben dem tatsächlich Geschehenen werden Valeries Gedanken und Gefühle klar dargelegt, wobei „klar“ eigentlich das falsche Wort ist. Oft sind Valeries Gedanken sprunghaft und verwirrend. Dies macht die Sache zwar einerseits sehr realistisch, andererseits aber auch etwas zäh zu lesen.

Die eigentliche Handlung zieht sich recht zäh durch das Buch. Erst zum Schluss kommt Tempo auf, wobei der Fall mehr durch Zufall als durch ernsthafte Ermittlungstätigkeit gelöst wird. Dadurch fällt natürlich auch das Miträtseln durch den Leser flach, wo keine Hinweise sind, können keine Schlussfolgerungen gezogen werden. Spannung bringt aber die Hintergrundhandlung, die durch kurze Abschnitte aus der Sicht einer über lange Zeit hinweg unbekannten Person geschildert wird.

„Veilchens Feuer“ deutet schon im Titel an, worum es im Buch hauptsächlich geht, nämlich um die Protagonistin selbst. Valeries Gefühle und Gedanken sowie ihr Privatleben nehmen einen grossen Teil des Buches ein. Bei einer Konzentration auf den Kriminalfall wäre wohl eine spannende Kurzgeschichte von vielleicht 80-100 Seiten herausgekommen, anstelle eines sehr gemütlichen Romans mit knapp 300 Seiten Umfang.

Nun liest sich das alles ziemlich negativ. Manch einer wird sich wohl fragen, wieso ich dem Buch trotzdem vier Sterne gegeben habe. Während der Lektüre war ich mir sicher, nicht mehr als drei vergeben zu wollen. Die letzten rund 50 Seiten haben mich dann aber mit „Veilchens Feuer“ versöhnt, da wurde es doch noch ziemlich spannend. Vor allem die letzte halbe Seite, ein Epilog, der in einem fiesen Cliffhanger endet, hat mich so richtig neugierig auf den nächsten Band gemacht.

Mein Fazit

Eher zäher Krimi mit viel Privatleben der Ermittlerin, aber auch einer richtig guten Auflösung.




Rezensionsexemplar

Samstag, 12. Dezember 2015

[Hörbuch] Tintenherz


Bildquelle

von Cornelia Funke
gelesen von Rainer Strecker

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.09.2003
  • Aktuelle Ausgabe : 13.09.2003
  • Verlag : Goya Libre
  • ISBN: 9783895929311
  • Audio CD: 17h59

Ich habe mir das Hörbuch über Audible gekauft

Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Tintenherz
Tintenblut
Tintentod


Inhalt


In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor, die eine wertvolle Bibliothek besitzt. Dort macht Meggie eine überraschende Entdeckung. Und schon bald begreift sie, dass ihr Vater in großer Gefahr schwebt ...
(Quelle: Goya Libre)


Meine Meinung


Meggies Vater Mo ist nicht nur ein „Bücherarzt“, sondern auch ein begnadeter Vorleser. Wenn er liest, werden die Geschichten lebendig – so lebendig, dass Figuren aus den Büchern in unserer Welt stranden. Capricorn, ein Bösewicht, den Mo vor Jahren aus dem Buch „Tintenherz“ herausgelesen hat, ist nun hinter ihm und Meggie her…

Die Geschichte wird von einem Erzähler geschildert, grösstenteils aus der Sicht von Meggie, teilweise aber auch aus anderer Perspektive. Die Protagonistin Meggie ist 12 Jahre alt und handelt und denkt oft noch ziemlich kindlich, sie erschien mir oft wie eher neun als 12. Eine pubertäre Meckerziege hätte die Geschichte verderben können, aber Meggie bringt kindliche Neugier und auch etwas Ängstlichkeit ins Spiel. Der Schreibstil der Autorin Cornelia Funke ist dabei eher einfach gehalten und richtet sich merklich an Kinder und Jugendliche. Aber wie man an meiner Bewertung sieht, können auch Erwachsene viel Gefallen an der Geschichte finden. Allzu jung sollten die Leser oder Zuhörer im übrigen auch nicht sein, da einige der Bösewichte doch recht gewalttätig sind, was jüngere Kinder zu sehr erschrecken oder verunsichern könnte.

„Tintenherz“ ist für ein Kinder- und Jugendbuch recht lang geraten, hie und da hatte ich das Gefühl, dass etwas Straffung der Geschichte nicht geschadet hätte, da sich einige Szenen ziemlich in die Länge zogen. Dennoch ist mir während der Lektüre nie langweilig geworden. Die Handlung ist interessant gestaltet und (zumindest zum Zeitpunkt der Ersterscheinung) neuartig. Die Charaktere sind grösstenteils nicht besonders nuanciert ausgearbeitet, sondern entweder klar lieb oder böse und ehrlich gesagt oft etwas fad. Wie so viele mag auch ich Staubfinger am liebsten, bei ihm spielte die Autorin am besten mit gut und böse, nett und gemein.

Der Sprecher Rainer Strecker hat eine angenehme Stimme, der ich gerne zuhörte. Er spielt nicht übermässig mit der Betonung, die meisten Charaktere klingen sehr ähnlich, aber durch den Schreibstil der Autorin wurde mir bei Dialogen trotzdem immer klar, wer gerade mit wem sprach. Zur Hörbuchversion muss ich trotzdem Kritik üben: Zwischen den Kapiteln wird Musik eingeblendet. Diese passt zwar eigentlich gut zur Geschichte, mich hat sie jeweils an Staubfinger erinnert, jedoch sind die Einspieler aus meiner Sicht etwas gar lang. Zudem wurden sie deutlich lauter aufgenommen als die Lesung. Beim Hören über Lautsprecher fällt das nicht so auf, aber beim Gebrauch von Kopfhörern ist es schmerzlich bemerkbar.

Mein Fazit

Auch nach mehrmaligem Lesen respektive Hören bezaubert mich die Geschichte immer wieder. Fantasy-Fans ab ca. 9 Jahren sollten sich „Tintenherz“ nicht entgehen lassen, ob als Buch oder Hörbuch. 




Task-Challenge

Aufgabe 1, ein Buch, in dessen Titel das Wort "Herz" vorkommt.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Mit Zorn sie zu strafen


Bildquelle

von Tony Pearsons
übersetzt durch Dietmar Schmidt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.12.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 10.12.2015
  • Verlag : Bastei Lübbe
  • ISBN: 9783404172825
  • Flexibler Einband 334 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Bastei Lübbe Verlag hat mir das heute erscheinende Buch im Rahmen einer Lesejury-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Nachtschwärmer
Dein finsteres Herz
Mit Zorn sie zu strafen


Inhalt


London an einem klirrend kalten Neujahrstag. Detective Max Wolfe ist entsetzt: In einer noblen Wohnanlage wurde die Familie Wood ermordet. Mit einer Waffe, die sonst nur bei der Schlachtung von Tieren zum Einsatz kommt: einem Bolzenschussgerät. Allein der jüngste Sohn scheint verschont worden zu sein, doch von ihm fehlt jede Spur. Hat der Killer ihn in seiner Gewalt? Max bleibt nicht viel Zeit. Seine Ermittlungen führen ihn weit in die Vergangenheit, zu einem Mann, der vor 30 Jahren eine Familie tötete, auf die gleiche brutale Art. Doch der ist mittlerweile alt und sterbenskrank. Trotzdem verbirgt er etwas, das spürt Max – eine Ahnung, die ihn ins Grab bringen wird, und zwar buchstäblich …
(Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung


Am Silvesterabend wird eine Familie brutal ermordet, das jüngste Kind verschwindet. Der Polizist Max Wolfe macht sich auf die Suche nach dem Täter – und dem entführten Kind.

„Mit Zorn sie zu strafen“ ist bereits der zweite Thriller um Max Wolfe. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber während der Lektüre nie das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlte. Das Buch lässt sich daher auch gut als Einzelband ohne Vorkenntnisse lesen. Der Schluss lässt einige Fragen über das Umfeld von Max Wolfe offen, sodass ich davon ausgehe, dass die Reihe fortgeführt werden wird.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Polizisten Max Wolfe erzählt. Wolfe erschien mir recht sympathisch, auch wenn er und seine Kollegen teilweise ziemlich unüberlegt agierten, so blieben mir seine Beweggründe doch meist verständlich. Neben dem Kriminalfall nimmt auch Wolfes Privatleben einen gewissen Raum im Thriller ein, ohne jedoch zu viel Platz zu beanspruchen. Der Protagonist Wolfe ist detailliert herausgearbeitet, wogegen viele der Nebenfiguren etwas blass blieben. Da der Thriller dank der Ich-Perspektive jedoch ohnehin immer Wolfe im Fokus hat, störte mich dies nicht besonders.

Der Schreibstil des Autors Tony Parsons lässt sich im Grunde flüssig lesen, ist aber, wie so viele britische Krimis und Thriller, gespickt mit allen möglichen Abkürzungen und Übernamen in Bezug auf die Polizeiarbeit. Mich hat dies nicht gestört, es kann aber den Lesefluss bremsen.

Die Stimmung des Thrillers ist recht düster und brutal gehalten. Wer erwartet, durch die Lektüre des Buches aufgemuntert zu werden, sollte sich anderweitig umsehen. Ebenso empfehle ich sensiblen Lesern, einen Bogen um diesen Thriller zu machen, es geht oft sehr gewalttätig zu und her. Der Aufbau des Buches lädt zum Miträtseln ein, rückblickend werden dann aber doch etwas zu wenige Hinweise gestreut, sodass der Leser wohl nur schwer vor der Auflösung den Täter enttarnt. Die Auflösung ist aber dennoch in sich logisch, und die wenigen offen bleibenden Fragen konnte ich verschmerzen.

Mein Fazit

Düsterer Thriller, der mit Gewalt glänzt und zum Miträtseln einlädt.






Rezensionsexemplar

Montag, 7. Dezember 2015

Pretty Girls


Bildquelle

von Karin Slaughter
übersetzt durch Fred Kinzel

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.12.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 07.12.2015
  • Verlag : HarperCollins
  • ISBN: 9783959670074
  • Fester Einband 409 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der HarperCollins Verlag hat mir den heute erscheinenden Thriller als eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Kaufen?


Inhalt


März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund...
(Quelle: HarperCollins)


Meine Meinung



Claire entdeckt nach dem Tod ihres Mannes erschreckende Unterlagen. Zusammen mit ihrer Schwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, macht sie sich auf die Suche nach dem wahren „Ich“ ihres Mannes.

Ich habe schon einige Bücher der bekannten Thriller-Autorin Karin Slaughter gelesen, bisher aber nur Teile ihrer Reihen. Bei „Pretty Girls“ handelt es sich um einen alleinstehenden Band, der nicht Teil einer Reihe ist und darum auch keine Vorkenntnisse verlangt.

Die Geschichte wird abwechslungsweise aus der Sicht von Lydia und Claire erzählt, zwei Schwestern, deren andere Schwester vor über 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Unterbrochen wird die Erzählung immer wieder durch Tagebucheinträge des Vaters der drei Schwestern, in denen er sich an die Verschwundene richtet und von der Suche nach ihr berichtet. Für mich ungewohnt bei einem Karin Slaughter Buch ist die Erzählperspektive der Privatpersonen, mit der Polizei als eigentliche Gegenspieler. Die bisherigen Bücher, die ich von Karin Slaughter gelesen habe, waren alle aus der Sicht der Untersuchungsbeamten erzählt.

Der Schreibstil der Autorin Karin Slaughter lässt sich gewohnt flüssig lesen. Die beiden Protagonistinnen Lydia und Claire sind sehr nuanciert gestaltet, haben Ecken und Kanten. Beide waren mir nicht restlos sympathisch, ich konnte mich aber gut in sie hineinfühlen und ihre Handlungen grösstenteils nachvollziehen. Der „Bösewicht“ (ich will zu ihm nicht zu viel sagen, um niemanden zu spoilern) erscheint deutlich eindimensionaler, seine Motive konnte ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Erklärung „er war halt ein Psychopath“, die in sehr vielen Thrillern geliefert wird, finde ich etwas unbefriedigend…

„Pretty Girls“ ist ein ziemlich brutales Buch mit blutigen und auch erschreckenden Szenen. Während der Anfang der Geschichte noch durch Spannung und „wer, wie, was, warum“ gezeichnet ist, enthält die zweite Buchhälfte mehr Brutalität als Spannung. Überraschungen gibt es keine mehr, die Enthüllungen wurden durch die Protagonistinnen schon lange vorausgeahnt, und dadurch waren sie auch dem Leser bekannt. Sensible Gemüter und Kinder sollten sich aufgrund der Brutalität von diesem Buch fernhalten.

Bei der Bewertung habe ich lange gezögert. „Pretty Girls“ hat mich durchaus gut unterhalten. Dennoch finde ich eine „mittelmässige“ Bewertung angebrachter, da in meinen Augen zu viel Wert auf Brutalität auf Kosten der Spannung gelegt wurde.

Mein Fazit

Mehr Brutalität als Spannung, aber dennoch unterhaltsam. Nur für abgebrühte Thriller-Leser zu empfehlen.


 

Task Challenge

Aufgabe 2, Lies ein Buch, auf dessen Cover zwei Menschen des gleichen Geschlechts abgebildet sind. Wenn ich das Cover richtig interpretiere, sind hier (neben dem Gesicht des Täters) die Silhouetten der beiden Protagonistinnen zu sehen, und damit zwei Frauen.


Rezensionsexemplar

 

 

Samstag, 5. Dezember 2015

Stadt der glühenden Augen


Bildquelle

von Isobelle Carmody
übersetzt durch Alexandra Ernst

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : ?
  • Aktuelle Ausgabe :01.01.2003 
  • Verlag : Ravensburger Buchverlag
  • ISBN: 9783473352333
  • Fester Einband 333 Seiten 

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich


Inhalt


Nat und seine Mutter ziehen in eine Kleinstadt. Bei seiner Ankunft bemerkt Nat, dass etwas in der Stadt nicht stimmt. Er behält Recht - und erlebt ein schauriges Abenteuer. 
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Der Teenager Nathanial ist es gewohnt, mit seiner Mutter dauernd umzuziehen. Doch an seinem neuen Wohnort Chesthunt scheint nicht alles mit rechten Dingen zu und her zu gehen…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Nathanial erzählt. Obschon die Ich-Perspektive den Protagonisten eigentlich dem Leser näher bringen soll, so fiel es mir doch schwer, mich in Nathanial hinein zu fühlen. Er erschien mir blass und unwirklich, ebenso die anderen Figuren. Die unheimliche Stimmung, die die Autorin Isobelle Carmody aufbaut, kam aber dennoch gut rüber.

Die Handlung erschien mir recht flach, aber auch verwirrend. Obschon auf den rund 340 Seiten nur wenig passiert, und lange Zeit unklar bleibt, worum es sich hier überhaupt handelt, hatte ich schon bald den Überblick verloren. Auch die Figuren konnte ich nur schlecht unterscheiden, was wohl unter anderem daran lag, dass ich sie blass und eigenschaftslos fand.

Mein Fazit

Bis auf die überzeugende unheimliche Stimmung nicht wirklich mitreissend. 






Donnerstag, 3. Dezember 2015

[Hörbuch] Drums of Autumn / Der Ruf der Trommel


Bildquelle

von Diana Gabaldon
übersetzt durch Barbara Schnell


Leseprobe
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Ich habe nicht die abgebildete Ausgabe gelesen, sondern das englischsprachige Hörbuch gehört (über Audible)

Bücher der Reihe:

Feuer und Stein
Die geliehene Zeit
Ferne Ufer
Der Ruf der Trommel
Das flammende Kreuz
Ein Hauch von Schnee und Asche
Echo der Hoffnung
Ein Schatten von Verrat und Liebe


Inhalt


Eigentlich hat Claire als Ärztin in Boston alles erreicht, was die moderne Zeit ihr bieten kann. Und doch führt die Liebe zu Jamie, dem rebellischen schottischen Clanführer, sie erneut zurück in das 18. Jahrhundert. Unruhige Zeiten hatten Jamie aus seiner Heimat vertrieben. In den Häfen Europas beginnt nun für Claire eine abenteuerliche Suche nach dem Geliebten, die sie schließlich zu ihm und auf ihren eigenen Kontinent zurückführen wird, mitten hinein in die rauhe Welt der ersten Siedler. In den unberührten Bergen von North Carolina ertrotzen sich Claire und Jamie schließlich ein neues Leben fernab der Zivilisation. Doch der Atem der Vergangenheit reicht weit. Denn auch ihre gemeinsame Tochter Brianna ist dem Ruf der Trommel gefolgt...
(Quelle: Blanvalet) 


Meine Meinung


„Der Ruf der Trommel“ (Originaltitel „Drums of Autumn“) ist der vierte Band der Highlander-Saga mit der Zeitreisenden Claire in der Hauptrolle. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf und taugen so nur sehr bedingt zur Einzellektüre. Interessierten empfehle ich, sich zunächst den Einstiegsband „Feuer und Stein“ („Outlander“) anzuschauen.

Der vierte Band der Highlander-Saga (mit Ausstrahlung der Fernsehserie nun auch bei uns als Outlander-Reihe bekannt) spielt hauptsächlich in Nordamerika (USA wäre hier falsch, da die Geschichte einige Jahre vor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung angesetzt ist). Wie gewohnt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt (Claire in der Ich-Perspektive, Jamie, Brianna und Roger) und setzt sich aus mehreren Handlungssträngen zusammen, die zum Schluss des Bandes zusammengeführt werden.

Viel Neues lässt sich über den vierten Band der Reihe nicht sagen. Wie von der Autorin Diana Gabaldon gewohnt, setzt sie ihre (ehrlich gesagt über-)langen Bände aus aneinandergereihten Anekdoten mit den Schwerpunkten Liebe (und Sex) und Gewalt zusammen, geschmückt mit Krankheiten und Verletzungen, die von der Protagonistin Claire behandelt werden müssen. Neu und noch ungewohnt ist hier jedoch, dass Claires und Jamies Tochter Brianna und ihr Partner Roger mehr Raum erhalten und nun als zweites Protagonistenpaar beinahe ebenso viel Platz einnehmen wie Briannas Eltern. Nachdem im dritten Band der Reihe Claires und Jamies Reise über den Atlantik und Briannas Leben als Erwachsene geschildert wurden, bildet das Fuss-fassen der Familie Fraser in Nordamerika den Inhalt des vierten Bandes. Wer nach der Bezeichnung der Buchreihe Abenteuer in den schottischen Highlands erwartet, wird daher enttäuscht.

Anmerken möchte ich, dass ich als Jamie-Fan diesen hier nicht wirklich mochte. Er erschien mit öfters ziemlich arrogant und auf seine eigene Sichtweise beschränkt, ohne über die Gefühle seiner Mitmenschen nachzudenken oder diese in seine Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Hätte ich ihn so kennengelernt, so hätte mich die Reihe wohl nicht so in ihren Bann gezogen.

Diana Gabaldons Schreibstil ist gewohnt flüssig, als Leserin würde ich es aber ehrlich gesagt begrüssen, wenn sie ihre Bücher jeweils auf zwei bis sogar drei Bände aufteilen würde, nach weit über 1000 Seiten werde ich der Sache jeweils etwas müde…

Das englischsprachige Hörbuch wird von Davina Porter gelesen, die sich sehr bemüht, jedem Charakter eine eigene Stimme zu verleihen. Leider beschränken sich diese Bemühungen auf zwei verschiedene Akzente, einen schottischen und einen französischen, die nur bedingt überzeugen. Aber dennoch fand ich es angenehm, ihr zuzuhören, was bei einer Hörbuchdauer von über 44 Stunden (!) sehr wichtig ist.

Mein Fazit

Altbekanntes Schema der Liebesgeschichte um Claire und Jamie. Für Fans der Reihe eine klare Empfehlung, da der Band die Geschichte weiterführt, für Einsteiger aber nicht geeignet. 




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