Samstag, 29. November 2014

Das Buch



Bildquelle


von Wolfgang & Heike Hohlbein

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.07.2003
  • Aktuelle Ausgabe : 04.03.2010
  • Verlag : Heyne
  • ISBN: 9783570306420
  • Flexibler Einband: 859 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Inhalt


Seit Jahrhunderten wachen die geheimnisvollen Hüterinnen über das Archiv, in dem das Leben der Menschen aufgezeichnet wird. Doch jetzt ist die Ordnung der Dinge in Gefahr, da Unbekannte in das Bücherlabyrinth eindringen und die Vergangenheit und damit die Gegenwart umschreiben. Leonie, die junge Erbin einer Buchhandlung, begreift nur langsam, dass auch sie der uralten Gemeinschaft der Hüterinnen angehört und dazu ausersehen ist, die Wirklichkeit zu retten.
 (Quelle: Amazon)


Mein Fazit


"Das Buch" - in meinen Augen übrigens ein absolut genialer Titel für ein Buch - scheint nach den verschiedenen Rezensionen auf Lovelybooks, Amazon etc. sehr polarisierend zu wirken. Ich habe den Eindruck, dass es nur zwei Meinungen dazu gibt: entweder man liebt es, oder man hasst es. Wie an meiner Wertung unschwer zu erkennen ist, gehöre ich zu der ersten Gruppe. Ich besitze "Das Buch" seit seinem Erscheinen im Jahr 2003 und habe es seither mehrmals gelesen.

Natürlich haben die ganzen Kritiker nicht unrecht. Die Geschichte ist definitiv überlang, die Hälfte der Seiten (und damit die Hälfte der verschiedenen "Wirklichkeiten") hätte es auch getan. Und selbstverständlich tauchen auch hier die typischen Hohlbein'schen stereotypen und Satzbausteine auf. Wer den klassichen Hohlbein-Stil nicht mag, wird sich mit diesem Buch sicher nicht anfreunden können.

Was Wolfgang und Heike Hohlbein in "Das Buch" erschaffen haben ist nicht nur eine neue Welt, sondern eine ganze Sammlung davon. Die Hohlbeins würfeln moderne deutsche Städte mit dem Mittelalter und düsteren Fantasy-Welten munter durcheinander und machen auch vor Dystopien keinen Halt. Die ersten Kapitel ist das für den Leser sehr verwirrend, ich musste (beim ersten Mal) mehrmals zurückblättern, als sich das Aussehen der Protagonistin Leonie, ihr Lebenswandel und die ganze Stadt ohne eine vorherige Andeutung komplett geändert haben. Doch bald hatte ich das System durchschaut und war nicht mehr verwirrt, sondern erfreut ab jeder Veränderung. Die Anzahl der Charaktere hält sich in Grenzen, was auch gut ist, da der Leser schon mit genügend Eindrücken überschwemmt wird.

In Bezug auf die Empfehlung werde ich mich hier ausdrücklich enthalten, da es so viele Leute gibt, die das Buch wirklich schrecklich finden. Wer es noch nicht kennt und anhand des Klappentextes interessiert ist, dem bleibt nur eines übrig: selber Lesen und herausfinden, in welche der beiden Gruppen man gehört...





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