Montag, 1. Dezember 2014

Kuckucksmörder



Bildquelle


von Raimon Weber
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 14.11.2014
  • Verlag : Ullstein Taschenbuchvlg.
  • ISBN: 9783548285344
  • Flexibler Einband: 320 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das Taschenbuch wurde mit von Blogg Dein Buch und dem Ullstein Taschenbuchverlag kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Das Taschenbuch ist direkt hier beim Ullstein Taschenbuchverlag erhältlich, und natürlich auch überall im Buchhandel.


Inhalt


Sie sind die perfekte Familie. Glauben alle. Nur er nicht. Er beobachtet sie. Verfolgt sie. Kennt ihre dunkelsten Geheimnisse. Denn er sieht jeden Schritt. Jeden Schlag. Bis er eines Tages selber zuschlägt. Die Familien als Geisel nimmt. Die perfekten Familienväter verschwinden spurlos. Doch keiner sieht etwas. Keiner weiß etwas. Nur die schwerkranke Polizistin Eva Flessner hat einen Verdacht. Was sie nicht ahnt: Er beobachtet auch sie …


Mein Fazit


Er wäre der perfekte Ehemann – davon ist er überzeugt. Daher entführt er verheiratete Familienväter und setzt sich selbst an ihre Stelle…

Der Thriller beginnt mit einer Szene, in der ein entführter Mann gezwungen werden soll, seine Sünden aufzuschreiben. Diese Szene kam mir sofort bekannt vor, so beginnt auch ein Andreas-Franz-Krimi (ich bin mir ziemlich sicher, dass es Andreas Franz war, ich komme nur einfach nicht mehr auf den Titel). Die Geschichte wird zunächst aus der Perspektive der Streifenpolizistin Eva Flessner erzählt, die jedoch während des ganzen Buches ziemlich blass und zweidimensional erscheint. Doch schon bald wechselt der Protagonist und die Geschehnisse werden aus der Sicht des Täters beschrieben, der noch in der ersten Hälfte des Thrillers definitiv enthüllt wird, was einen starken Einbruch im Spannungslevel zur Folge hat. Dass die, ich nenne sie mal Neben-Protagonistin, Eva Flessner Polizistin ist, hat mit der Handlung nichts zu tun, die Geschichte hätte ebenso gut funktioniert, wenn sie Kassiererin im Supermarkt oder Architektin wäre und sich ganz privat in die Geschehnisse eingemischt hätte. 

Während die Polizei ohne verwertbare Spuren im Dunkeln tappt, hat der Täter sich eine neue Familie als Ziel ausgesucht, der Grossteil des Buches beschreibt die Entführung und Gefangenhaltung eines Ehepaars mit zwei Kindern. Dass die Verbrechen schlussendlich aufgeklärt werden ist reiner Zufall und nicht den Ermittlungen der Polizei zuzuschreiben. Der Autor Raimon Weber lässt den Schluss bewusst offen, was durchaus anregend sein könnte, hier aber nicht funktioniert. Das Ende des Thrillers erinnert eher an die zweitletzte Folge einer Fernsehserie mit staffelübergreifendem Handlungsbogen – es fehlt einfach noch etwas zur Auflösung. Ob die Geschichte in einem Folgeband weitererzählt werden soll bleibt unklar.

Während ich „Kuckucksmörder“ nicht wirklich schlecht fand, bleibt nach der Lektüre ein unbefriedigendes Gefühl zurück. Die Grundidee, die Geschichte hinter dem Thriller ist durchaus spannend und hätte ein hervorragendes Buch ergeben können – leider hat mich die Umsetzung nicht überzeugen können.






Rezensionsexemplar


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