Donnerstag, 11. August 2016

Zürich fliegt


Bildquelle

von Rahel Hefti
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 21.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 21.07.2016
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783954519460
  • Flexibler Einband 288 Seiten
  • Sprache: Deutsch


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Inhalt


Mika Blum und Alyssa Müller verbindet eine ereignisreiche Vergangenheit, denn Mika ist Alyssas grosse Liebe – und ihr grösster Feind. Als er zu Besuch in Zürich ist, verschwinden Menschen und tauchen tot wieder auf. In Studentin Alyssa keimt ein schrecklicher Verdacht: Steckt Mika womöglich hinter den Verbrechen, oder ist diese Vermutung ihrer blühenden Phantasie geschuldet? Doch viel wichtiger ist: Wie weit geht sie für die Liebe?
(Quelle: Emons)


Meine Meinung


In der Anwaltskanzlei, bei der die Studentin Alyssa arbeitet, sterben kurz nacheinander mehrere Teilhaber. Hat Mika, den Alyssa von früher her kennt und nun nach langer Trennung wiedersieht, etwas damit zu tun? Ober bildet sich Alyssa alle Hinweise auf einen Zusammenhang nur ein?

Die Geschichte wird, bis auf wenige Szenen, aus der Sicht der Protagonistin Alyssa in der dritten Person geschildert. Ich konnte mich dabei gut in Alyssa hineinfühlen, jedoch einige ihrer Verhaltensweisen ganz und gar nicht nachvollziehen, mehrfach wollte ich sie am liebsten kräftig schütteln, damit sie aufwacht und mal überlegt, was sie tut. Dennoch war mir Alyssa eine der sympathischsten Figuren, die meisten anderen mochte ich nicht so wirklich (oder entwickelte sogar eine mehr oder weniger grosse Abneigung gegen sie).

„Zürich fliegt“ wird unter dem Titel „Kriminalroman“ verkauft, ich würde das Buch aber eher als Thriller bezeichnen. Der Kern der Handlung ist nämlich weniger die Aufklärung einer Straftat, sondern mehr eine psychologische Studie: was ist wahr und was ist Illusion, wem kann Alyssa trauen, was hat sie wirklich überlegt und was bildet sie sich nur ein? Die Aufklärung der Straftat(en) diente zumindest bei mir nur noch dazu, das zu bestätigen, was ich ohnehin schon lange vermutet hatte. Es bleibt jedoch anzumerken, dass das Buch auch recht komplex ist, es braucht dann doch eine gewisse Konzentration, um alles mitzubekommen und alle Zusammenhänge zu verstehen.

Wie man bei einem Buch aus dem Emons-Verlag erwartet konnte, ist auch „Zürich fliegt“ ein Regiokrimi (oder eben Regiothriller). Wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, spielt die Geschichte in und um Zürich, wobei neben den klassischen Orts- und Strassennahmen (die auch wirklich exisitieren) auch der eine oder andere Helvetismus enthalten ist, der bei deutschen oder österreichischen Lesern eventuell zu Verständnisschwierigkeiten führen könnte (ich habe die Helvetismen zugegebenermassen gar nicht gesehen, da mir als Schweizerin die Worte so geläufig sind, lese ich wohl einfach darüber hinweg).

Der Schreibstil der Autorin Rahel Hefti liess sich flüssig lesen und hat mich so richtig gepackt. Mit ihren plastischen Metaphern findet sie immer das richtige Wort, ohne dabei übertrieben blumig zu werden. Während der Schwerpunkt klar auf der Spannung und dem „was wäre wenn…“ liegt, kommt bei „Zürich fliegt“ auch der Humor nicht zu kurz.

Mein Fazit

Spannender Regiothriller, der mit Wahrheit und Einbildung spielt.





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