Samstag, 13. Mai 2017

Die Morde von Morcone


Bildquelle

von Stefan Ulrich

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.05.2017
  • Aktuelle Ausgabe : 12.05.2017
  • Verlag : Ullstein Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783548289243
  • Flexibler Einband 288 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Ullstein Verlag und Vorablesen haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
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Inhalt


Robert Lichtenwald, Anwalt aus München, flieht vor einer Lebenskrise in sein Rustico in der Maremma im stillen Süden der Toskana. Hier, in den Hügeln um den Ort Morcone, möchte er zur Ruhe kommen und sein Leben überdenken. Doch bald nach seiner Ankunft entdeckt er an einer Schwefelquelle die Leiche eines Afrikaners. Auf der Brust des Toten ist ein Schriftzeichen eingeritzt. Als kurz darauf zwei weitere Menschen qualvoll sterben, wird Lichtenwald gegen seinen Willen in die Ermittlungen hineingezogen. Gemeinsam mit der eigensinnigen Lokalreporterin Giada Bianchi versucht er, den Mörder zu entlarven, die Verbrechen zu stoppen - und so auch sein eigenes Leben zu retten.
(Quelle: Vorablesen)


Meine Meinung


Im beschaulichen Dorf Morcone in der Toskana wird die Leiche einer Prostituierten aufgefunden. Der Rechtsanwalt Robert, der sich in einem Ferienhaus in Morcone vom Münchner Stress erholen möchte, beginnt zusammen mit der Journalistin Giada, nach den Hintergründen der Tat zu suchen.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, mit einigen eingeschobenen Kapiteln aus der Sicht des Täters. Durch die gewählte Perspektive lernt der Leser zwar verschiedene Figuren näher kennen, wirklich ins Herz schliessen konnte ich allerdings keinen. Giada war mir zu impulsiv und teilweise auch arrogant, Robert zu langweilig.

Die Handlung ist von der Idee her spannend, leider lädt sie vom Aufbau her nicht zum miträtseln ein. Den beiden „Ermittlern“ (und damit auch dem Leser) werden genau zwei Hinweise auf das Motiv geboten, danach verrät sich der Täter in seiner Arroganz selbst. Eine logisch nachvollziehbare Suche nach dem Täter bleibt damit mehr oder weniger aus, alle Ermittlungsschritte bestätigen im Grunde nur, was die beiden ohnehin schon wussten. Mehrfach wird die Geschichte zudem durch Wiederholungen aufgebläht, sonst wäre sie wohl noch kürzer als die 288 Seiten geraten.

Der Schreibstil des Autors Stefan Ulrich lässt sich flüssig lesen, jedoch enthält das Buch einige kleinere Fehler, die sich insbesondere im zeitlichen Ablauf zeigen. So wird bei Beginn eines Kapitels festgehalten, dass dieses drei Tage nach dem vorherigen spiele, wenige Sätze danach ist aber wieder von den gestrigen Ereignissen (die im vorhergehenden Kapitel geschildert wurden) die Rede. An einer anderen Stelle macht sich Giada Vorwürfe, weil sie im Dorf von einem Streit zwischen zwei Personen erzählt hatte und eine dieser Personen danach wegen Mordes an der zweiten verhaftet wurde, erfährt dann aber doch erst später durch einen Telefonanruf vom Mord. Solche Fehler hätten sich durch einen sorgfältigeren Lektor wohl vermeiden lassen.

Positiv anmerken möchte ich allerdings das Toskana-Feeling, dass der Autor wirklich gut rüberbringt und die Sehnsucht nach Süden ziehen lässt.

Mein Fazit

Interessante Grundlage, aber durch die mittelmässige Ausführung leidet die Spannung.






ABC-Challenge der Protagonisten

Giada = G weiblich


Rezensionsexemplar


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