Mittwoch, 15. November 2017

Jung, blond, tot



Bildquelle

von Andreas Franz

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.07.1998
  • Aktuelle Ausgabe : 10.04.2000
  • Verlag : Knaur
  • ISBN: 9783426617885
  • Flexibler Einband: 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:

Jung, blond, tot
Das achte Opfer
Letale Dosis
Der Jäger
Das Syndikat der Spinne
Kaltes Blut
Das Verlies
Teuflisches Versprechen
Tödliches Lachen
Das Todeskreuz
Mörderische Tage
Todesmelodie
Tödlicher Absturz
Teufelsbande
Die Hyäne
Der Fänger
Kalter Schnitt



Inhalt


Sehr jung, weiblich und blond - das ist das einzige Merkmal der Serienmorde, die Frankfurt in Angst und Schrecken versetzen. Die Ermittlungen verweisen in die „feinere“ Gesellschaft der Stadt.(Quelle:  Knaur)


Meine Meinung


In Frankfurt werden mehrere junge Frauen bestialisch ermordet. Der Täter scheint immer derselbe zu sein. Die neu zur Mordkommission gestossene Kommissarin Julia Durant versucht den Täter zu schnappen, bevor er noch mehr Blondinen tötet.

Die Geschichte wird in der dritten Person aus wechselnder Perspektive erzählt. Während sich aus dem Untertitel (Julia Durant ermittelt) bereits schliessen lässt, dass diese die Protagonistin sein wird, dauert es recht lange, bis dieses Gefühl auch bei mir ankam. Im ersten Viertel des Krimis nimmt sie nur eine Nebenrolle ein, der Fokus liegt eher auf ihrem Vorgesetzten Berger und dem Kollegen Schulz. Doch auch später, als Julia mehr Raum erhält, wird nicht allzu viel über sie bekannt. Da ich es aber durchaus mag, wenn sich ein Krimi in erster Linie um den Fall dreht, hat mich das nicht gross gestört.

Die Handlung ist nicht besonders temporeich aufgebaut, die Beamten stolpern eher durch den Fall als dass sie konkret und zielgerichtet Spuren verfolgen (was wohl auch daran liegt, dass sie kaum Spuren finden). Dass der Täter schlussendlich doch noch gefasst werden kann liegt mehr am Zufall als an sauberer Ermittlungsarbeit. In einem Epilog wird eine psychologische Begründung für die Taten nachgeliefert, die mich allerdings gar nicht überzeugen konnte. Inhaltlich merkt man "Jung, blond, tot" gut an, dass es vor mittlerweile rund 20 Jahren geschrieben wurde. Dass da noch mit Mark bezahlt und nur die wenigsten ein Handy besitzen ist ja klar, aber wirklich auffällig fand ich die Raucherei immer und überall. Fast jede Figur scheint Kette zu rauchen, und das auch im Büro und in fremden Wohnungen. Gesoffen wird auch nicht viel weniger. Schmunzeln musste ich, als Julia Durant explizit "laute und harte Musik" hören will – und dann eine CD von Bon Jovi auflegt. Ich habe nichts gegen Bon Jovi, ich mag die Band und habe sie auch schon live gesehen, aber sie sind doch eher Schmuserocker…

Der Schreibstil von Andreas Franz braucht etwas Gewöhnung und liest sich zu Beginn etwas zäh. Der (schon früh verstorbene) Autor nutze oft kurze, unvollständige Sätze, die das Erzählte zwar authentisch erscheinen lassen, den Lesefluss aber doch etwas bremsen. Ebenfalls etwas störend fand ich das ständige Aufzählen von Kleidung, bei jeder noch so unwichtigen Nebenfigur wird immer detailliert beschrieben, was sie genau trägt, anzieht oder auszieht. Sensiblen Lesern möchte ich von der Lektüre abraten, da die Opfer und die Taten ebenfalls bis ins kleinste Detail beschrieben werden.

Mein Fazit

Eher gemütlicher Krimi mit Zufallsauflösung






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