Dienstag, 5. Juni 2018

Höllgrotten


Bildquelle

von Monika Mansour

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 24.05.2018
  • Aktuelle Ausgabe : 24.05.2018
  • Verlag : Emons Verlag
  • ISBN: 9783740803087
  • Flexibler Einband 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Der Emons Verlag hat mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen  Dank dafür!



Leseprobe
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Inhalt


Natalie ist ein »Schmetterlingskind« und leidet an einem unheilbaren Gendefekt. Trotz ihrer Krankheit setzt sie sich aktiv für Frauen in Not ein. Als die junge Kongolesin Emeline tot unter der Lorzentobelbrücke gefunden wird, stellt Natalie auf eigene Faust Nachforschungen an, denn für sie ist klar: Emeline hätte niemals Selbstmord begangen, da sie erst vor Kurzem ein Kind zur Welt gebracht hat. Aber wo ist das Baby? Zu spät merkt Natalie, dass sie sich mit ihren Fragen selbst in höchste Gefahr bringt.
(Quelle: Emons)


Meine Meinung


Unter einer Brücke im Kanton Zug wird eine tote Afrikanerin gefunden. Schon bald ergeben sich Hinweise auf die junge Natalie, die aufgrund einer unheilbaren Hautkrankheit ihr Leben in Abgeschiedenheit verbringen muss. Was hat die junge Frau mit der afrikanischen Flüchtenden zu tun?

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Perspektive erzählt. Am Häufigsten kommen dabei die Polizistin Sara, die junge Frau Natalie, die am Gendefekt Epidermolysis bullosa leidet und daher schon durch relativ leichte Berührungen schwere Verletzungen davonträgt, sowie ihr neuer Bodyguard Tom. Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass bei den meisten Figuren sehr lange unklar bleibt, wann sie lügen, wann sie bei der Wahrheit bleiben und wem man vertrauen kann. Natalie beispielsweise war mir von Beginn weg eigentlich sehr sympathisch, doch schon bald wusste ich nicht mehr, woran ich mit ihr bin, was ich ihr zutrauen kann und was sie niemals tun würde.

Die Handlung nimmt einige überraschende Schlenker und zielt mit zunehmendem Tempo auf den actiongeladenen Showdown hin. Die Spannung bleibt durchgehend sehr hoch, gerade weil die Figuren so unberechenbar sind und ich daher nie wusste, in welche Richtung sie sich bewegen würden. "Höllgrotten" vereint viele düstere Themen wie beispielsweise der Genozid in Ruanda, Blutdiamanten oder auch Väter, die ihre Kinder nicht sehen dürfen. Dennoch sind die Kapitel immer wieder mit etwas Humor gespickt, um den Leser nicht vollends verzweifeln zu lassen. Der Krimi ist zwar in sich abgeschlossen, doch bleiben aber auch einige Fragen offen, die mich auf eine Fortsetzung hoffen lassen.

Der Schreibstil der Autorin Monika Mansour liess sich für mich als Schweizerin flüssig lesen, enthält aber doch einige Helvetismen, die Nicht-Schweizer etwas ins Stocken bringen könnten. Ein Glossar, dass die wichtigsten Begriffe übersetzt hätte, ist leider nicht enthalten. Wer sich für eher düstere Regiokrimis mit tiefgründigen Figuren interessiert, sollte sich diesen unbedingt mal anschauen.

Mein Fazit

Hohe Spannung und tiefgründige Figuren – absolut empfehlenswert.







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 33, ein Buch eines Autors, dem / der Du Dich regional verbunden fühlst (den Begriff regional darfst Du selbst auslegen). Monika Mansour lebt im gleichen Kanton wie ich, zudem liegt mein Bürgerort (wo ich allerdings nie gewohnt habe) in der Region, in der sie lebt (vielleicht ist es sogar derselbe Ort?). 

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