Samstag, 9. Juni 2018

[ich mag] Serienmörder





"Ich mag Serienmörder" klingt natürlich erst mal sehr makaber. "Ich bin fasziniert von Serienmördern" trifft es wohl eher. Was treibt jemanden an, reihenweise Menschen umzubringen? Daher sind Serienmörder ein sehr beliebtes Thema in meiner Lektüre. Meist befasse ich mich dabei mit fiktiven Serienmördern in Form von Thrillern, aber ab und zu darf es auch ein Sachbuch über Jeffrey Dahmer, Ted Bundy oder Jack the Ripper (mein "Liebling") sein.

Bei Thrillern mag ich am Serienmörder-Thema insbesondere, dass durch sie ein enormer Zeitdruck für die Ermittler entsteht. Bei einem einzelnen Mordfall können sich die Ermittler ja im Grunde Zeit lassen, ob der Täter nun ein paar Wochen, Monate oder Jahre früher oder später gefasst wird, macht keinen wirklichen Unterschied, Hauptsache, er (oder natürlich sie) erhält schlussendlich seine gerechte Strafe. Bei Serientätern haben die Ermittler aber nicht nur die Aufgabe, den Täter hinter Gitter zu bringen, sondern gleichzeitig auch, potentielle zukünftige Opfer vor ihm zu schützen. So kann im Extremfall jeder vergeudete Tag ein weiteres Opfer bedeuten. Allerdings werde ich bei Thrillern oft vom Motiv enttäuscht. Meist erfährt man nicht mehr, als dass der Täter halt einfach Frauen, Schwarze, Anzugträger, was auch immer sein Beuteschema war, hasste.

Die Frage nach dem Motiv ist hingegen oft der Hauptpunkt bei Sachbüchern über echte Serienmörder, allerdings ist diese Frage auch im echten Leben kaum zu klären. Insbesondere dann, wenn der Täter die gefunden wird, wie bei Jack the Ripper oder dem Zodiak-Killer. Aber oft können oder wollen auch gefasste Täter nicht wirklich erklären, was sie zu ihren Taten getrieben hat. So wird die Frage nach der Ursache solcher Gewalt-Exzesse wohl noch Jahrzehntelang Psychologen und Psychiater beschäftigen.

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