Freitag, 27. März 2015

Jenseits der Rache


Bildquelle


von Esther Pauchard

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 29.08.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 29.08.2014
  • Verlag : Lokwort Verlag
  • ISBN: 9783906786551
  • Fester Einband: 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Inhalt


Kassandra Bergen, Oberärztin in der Psychiatrischen Klinik Eschenberg, gönnt sich mit ihrem Mann und Freunden ein erholsames Wochenende im malerischen Grandhotel Giessbach - doch die idyllische Auszeit wird jäh unterbrochen, als eine Leiche in einem Becken der Giessbachfälle aufgefunden wird. Die Todesumstände sind unklar: Handelt es sich um einen Unfall, einen Suizid? Oder um Mord? Kassandra kann nicht umhin, sich für den Fall zu interessieren: Sie gerät selbst unter Verdacht, und rasch muss sie feststellen, dass sie mit ihren Nachforschungen Kopf und Kragen riskiert. 
(Quelle: Lokwort Verlag)



Mein Fazit


Eigentlich wollte die Psychiaterin Kassandra Bergen im Grandhotel Giessbach ein schönes Wochenende mit ihrem Ehemann und einem befreundeten Paar verbringen, doch als die Zeugin des Todes eines Berufskollegen wird, nimmt sie Ermittlungen auf, die nicht nur sie, sondern auch ihr Umfeld in Gefahr bringen.

Als Kind war ich mehrmals mit meiner Familie im Grandhotel Giessbach zu Gast. Dies war auch der Grund, wieso ich mir dieses Buch von meiner Mutter zum Geburtstag schenken liess. Leider spielen nur drei Kapitel, insgesamt rund 30 Seiten, im und um das Hotel. Der grösste Teil des Krimis spielt in Bern, mit einem Abstecher nach Basel. Bei „Jenseits der Rache“ handelt es sich jedoch nicht wirklich um einen Regio-Krimi. Anhand der mehrfachen Erwähnung der Stadt, diversen Strassennamen und Ortschaften im Umkreis vergisst der Leser zwar nie, wo sich die Protagonisten aufhalten, ein typisch bernisches Flair lässt sich jedoch nicht ausmachen (angesehen von einigen Helvetismen, die ich sicher zur Hälfte überlesen habe).

Der Krimi wird aus der Sicht von Kassandra Bergen erzählt, die mir leider nur bedingt sympathisch war, genau wie ihr Ehemann Marc. Sie war mir zu selbstbezogen (was sie später im Buch auch selber zugibt), und für eine Psychiaterin erschrecken wenig empathisch. Auch ihre Motivation zur Aufklärung des Mordes erschliesst sich mir nicht vollständig. Näher lagen mir da schon ihr bester Freund Martin und seine Freundin Selma.

Der Kriminalfall selber ist eigentlich interessant, die Erzählung kommt aber nur langsam in Fahrt, das Spannungslevel bleibt daher eher tief. Die Auflösung ist in sich logisch und auch nicht wirklich vorhersehbar. Insgesamt fand ich „Jenseits der Rache“ ganz in Ordnung, jedoch nicht überragend. Wer einen Kriminalfall für zwischendurch sucht, kann sich mit diesem Buch durchaus gut unterhalten. Wer sich aber in Gedanken nach Bern und zum Giessbach versetzen lassen will, dem wird wohl wie mir etwas fehlen.





Daggis Buch-Challenge


Das Buch spielt grösstenteils in Bern, wo ich geboren wurde, studiert und zwei Jahre gearbeitet habe. Das im Klappentext erwähnte Grandhotel Giessbach habe ich als Kind und Jugendlich mehrmals mit meiner Familie besucht. Somit erfüllt "Jenseits der Rache" die Aufgabe Nr.  34, ein Buch mit einem Schauplatz, den ich schon besucht habe.

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