Freitag, 16. Oktober 2015

[Hörbuch] Die Scherben der Wahrheit



Bildquelle


von Mark Billingham
übersetzt durch Isabella Bruckmaier
gesprochen von Katja Danowski

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 22.09.2015
  • Verlag : Jumbo / Goya Lit
  • ISBN: 9783833734779
  • Audio CD: 5h21
  • Sprache: Deutsch 

 Der Jumbo Verlag und Blogg dein Buch haben mir das Hörbuch kostenlos zur Vefügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Als Paul Hopwood die Schüsse hört, ist es bereits zu spät. Das Auto, auf das gefeuert wurde, kommt von der Fahrbahn ab, rast auf ihn zu und tötet ihn. Die Polizei geht davon aus, dass Paul das zufällige Opfer eines Initiationsritus wurde, wie er unter Jugendgangs keine Seltenheit ist. Doch die hochschwangere Helen kann nicht glauben, dass ihr Mann auf so sinnlose Weise ums Leben kam. Als sie eine unbekannte Nummer auf Pauls Handy entdeckt, steht Helen plötzlich vor der Frage: Wer war der Mann wirklich, mit dem sie ihr Leben geteilt hat?
(Quelle: Jumbo)


Meine Meinung


Nachdem der Polizist Paul bei einem Autounfall stirbt, kann seine hochschwangere Freundin Helen, ebenfalls Polizistin, nicht glauben, dass Pauls Tod rein durch Zufall verursacht wurde. Sie macht sich auf die Suche nach den Hintergründen des Unfalls.

Die Geschichte setzt sich aus zwei Handlungssträngen zusammen, zum einen Helens Suche nach den Ursachen von Pauls Tod, zum anderen das Gang-Leben von Theo. Dabei nimmt der auktoriale Erzähler nicht nur die Sichtweisen von Helen und Theo ein, sondern wechselt die Perspektive häufig zwischen verschiedenen Personen hin und her. Der oberflächliche Zusammenhang zwischen den beiden Handlungssträngen wird schnell klar, doch ebenso klar ist (nicht nur für Helen, sondern auch für den Hörer), dass da noch mehr dahinter stecken muss.

Das Erzähltempo von „Die Scherben der Wahrheit“ ist sehr geruhsam. Ein Grossteil der Geschichte besteht darin, Helen zu beobachten, wie sie mit einer endlosen Anzahl von Leuten spricht und die Beerdigung Pauls vorbereitet. Auch Theo begleiten wir in erster Linie in seinem Alltag, bei der Betreuung seines Babys oder beim Billardspielen mit Freunden. Die Spannung bewegt sich daher, dem Erzähltempo angepasst, eher auf einem tiefen Niveau, was aber nicht heissen soll, dass die Geschichte langweilig ist. Der Autor Mark Billingham lässt einfach der komplexen Handlung viel Raum, um sich zu entwickeln. Dabei nutzt er eine eher simple, stellenweise ziemlich hölzern wirkende Sprache.

Die vielen Charaktere sind detailliert gezeichnet, jeder hat seinen eigenen, persönlichen Hintergrund. Durch die schiere Anzahl hatte ich jedoch teilweise Probleme, sie auseinanderzuhalten und merkte oft erst nach einigen Sätzen, um wen es eigentlich ging. Die deutlich beleuchteten Figuren haben aber auch den Nachteil, dass jede auch ihre ausgeprägten negativen Seiten hat, sodass ich schlussendlich niemanden wirklich mochte oder mich sogar mit ihm identifizieren konnte.

Die Sprecherin Katja Danowski macht ihre Sache gut und bringt die richtigen Emotionen in die Geschichte. Bei Dialogen sind aber teilweise die einzelnen Beteiligten nur schlecht auseinanderzuhalten.

Mein Fazit

Millieustudie mit Krimi-Aspekten. Wer es eher geruhsam mag und beim Lesen gerne mitdenkt, kann sich mit diesem Buch durchaus gut unterhalten. Für meinen Geschmack hatte es allerdings zu wenig Tempo drin. 




Rezensionsexemplar

 

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