Montag, 19. Oktober 2015

Im weissen Kreis


Bildquelle


von Oliver Bottini

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 22.09.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 22.09.2015
  • Verlag : DuMont Buchverlag
  • ISBN: 9783832196998
  • Fester Einband 350 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der DuMont Verlag hat mir das Buch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


Leseprobe
Kaufen?


Bücher der Reihe:
Mord im Zeichen des Zen
Der Sommer der Mörder
Im Auftrag der Väter
Jäger in der Nacht
Das verborgene Netz
Im weissen Kreis


Inhalt


Louise Bonì, Hauptkommissarin der Kripo Freiburg, erhält von einer Informantin den Hinweis, dass ein Mann zwei Waffen bei russischen Kriminellen gekauft habe. Besorgt geht Louise der Sache nach, um ein mögliches Gewaltverbrechen zu verhindern. Bald findet sie den Besitzer des Autos, mit dem der Käufer die Waffen abgeholt hat. Der hat für den fraglichen Abend jedoch ein wasserdichtes Alibi. Der Fahrer war ein anderer – Ricky Janisch, Neonazi und Mitglied der rechtsextremen »Brigade Südwest«. Louise und ihr Team beginnen, Janisch zu observieren, und stoßen auf weitere Mittelsmänner, die alle der rechten Szene angehören. Je tiefer sie graben, desto erschreckender wird das Szenario: Haben sie es mit einem weitverzweigten Neonazi-Netzwerk zu tun? Und wie sollen sie ein Attentat verhindern, wenn ihr Gegner ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint und sie noch nicht einmal das Ziel kennen? Da stößt Louise auf das »perfekte Opfer«. Aber vielleicht ist es schon zu spät …
(Quelle: DuMont)


Meine Meinung


„Im weissen Kreis“ ist der sechste Fall für Louise Bonì, und der erste, den ich gelesen habe. Die Handlung selbst ist auch ohne Vorkenntnisse gut verständlich, allerdings blieb mir Louise während des ganzen Romans ziemlich egal. Vielleicht liegt das an meiner fehlenden Erfahrung mit dieser Figur, sie blieb für mich ziemlich blass.

Louise Bonì ist klar die Protagonistin, die Geschichte wird in der dritten Person aus ihrer Sicht erzählt. Der Schreibstil des Autors Oliver Bottini liest sich zunächst ziemlich trocken, mit kurzen, abgehackten Sätzen, und ist gespickt mit Abkürzungen und polizeilichen Fachbegriffen, was das Buch aber auch sehr realistisch wirken lässt. Das Privatleben der handelnden Personen spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle, der Fall steht das ganze Buch über im Mittelpunkt. Dennoch werden die persönlichen Probleme von Louise angesprochen, ihr verstorbener Chef, die komplizierte Beziehung zu ihren (Ex-)Freund, ihre Alkoholsucht. Trotz dieser Details gelang es Louise wie erwähnt nicht, mich emotional zu berühren, vielleicht fehlt mir da wirklich die Vorgeschichte.

Die Handlung von „Im weissen Kreis“ entwickelt sich im Laufe des Krimis und wird immer verzwickter. Immer tiefer verstrickt sich Louise in die Machenschaften rechtsradikaler Gemeinschaften, und auch der Verfassungsschutz mischt sich ein. Etwas schade fand ich, dass bei den meisten Personen bereits auf den ersten Blick klar wurde, ob sie zu den „Guten“ oder zu den „Bösen“ gehören, da wäre, insbesondere bei der komplexen Handlung, wohl noch mehr drin gelegen. Der Schluss wirkt für Gerechtigkeitsfanatiker wie mich recht unbefriedigend.

Mein Fazit

Ernster, sehr realistisch wirkender Kriminalroman, der zum Nachdenken anregt.





Rezensionsexemplar

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