Montag, 6. März 2017

[Hörbuch] MondSilberLicht


Bildquelle

von Marah Woolf
gelesen von Anita Hopt

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.04.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 10.04.2014
  • Verlag : Audible GmbH
  • ISBN: B00J0E8HZ2
  • herunterladbare Audio-Datei: 9h 08
  • Sprache: Deutsch 


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Bücher der Reihe:
MondSilberLicht
MondSilberZauber
MondSilberTraum
MondSilberNacht


Inhalt


Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen.

Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln... und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf.

Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die 17jährige Emma zu ihrem Onkel und dessen Familie auf die schottische Insel Skye. Dort lernt sie ihren geheimnisvollen Mitschüler Calum kennen, von dem sie sich auch noch dann angezogen fühlt, als sie sein gut gehütetes Geheimnis erfährt…

Ein junges Mädel, das natürlich wunderschön ist, es aber nicht weiss, zieht an einen fremden Ort und verliebt sich dort in einen Mitschüler, der offenbar ein gefährliches Geheimnis wahrt. Wem kommt das nicht bekannt vor? Spätestens seit „Twilight“ wurde dieses Schema schon dutzende Male für Young Adult Romane verwendet. Dabei schaffen es manche Autoren, die Geschichte originell zu verpacken, andere eher weniger. Leider gehört „MondSilberLicht“ zur zweiten Kategorie. Während die ausgesuchte Nicht-menschliche-Spezies meines Wissens zuvor noch nicht verwendet wurde, bedient der Roman ansonsten so ziemlich jedes Klischee, das dieses Genre kennt, ohne dabei irgendetwas Innovatives beizutragen. So konnte das Hörbuch bei mit leider nicht für wirklich gute Unterhaltung sorgen.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Emma erzählt, die mir nicht wirklich ans Herz wachsen konnte. Sie benimmt sich die ganze Geschichte hinweg ziemlich pubertär-selbstbezogen, jammert ständig rum und scheint ihre Mitmenschen grundsätzlich nur nach dem Aussehen zu beurteilen (zugegebenermassen ist das in diesem Buch fast zwingend, mehr als einen oder zwei Charakterzüge zeigt nämlich keine der Figuren…). Das ist für eine 17jährige natürlich nichts Ungewöhnliches, eigentlich müsste das sogar erwartet werden, besonders sympathisch macht es Emma aber nicht. Ihr Gejammere ging mir spätestens ab der Mitte des Hörbuchs nur noch tierisch auf den Geist. Ihre Freundschaften scheinen zudem ziemlich „aus den Augen, aus dem Sinn“ zu sein: ihre beste Freundin in den USA wird nach dem Umzug nach Skye noch genau ein einziges Mal erwähnt, ansonsten denkt Emma wohl nie mehr an sie. Und das in den Zeiten von Facebook und Skype, wo es ja wirklich nicht schwer wäre, den Kontakt aufrechtzuerhalten… Dass auch die Trauer über den Tod ihrer Mutter auf wenigen Zeilen abgehakt wird, passt auch dazu.

Der Schreibstil der Autorin Marah Woolf konnte mich nicht überzeugen, er wirkte oft zu verkrampft und mehrere ungelenke, wenn nicht sogar verwirrende Formulierungen sind mit aufgefallen. Beispiele gefällig? „Ein heller Schleier verdunkelte seine Augen.“ „Er gab mir keine andere Chance.“ „Die Zeit, seitdem er uns gesehen hatte, schien eine Ewigkeit her zu sein.“ Neben diesen ungelenken Sätzen sind mit auch ein paar inhaltliche Fehler aufgefallen, die auf schlechte Recherche schliessen lassen. So geht beispielsweise bei einem Besuch Emmas bei Calum Ende Mai die Sonne lange vor dem Abendessen unter. Als ich mal in Schottland war, auch im Mai, ist mit aber aufgefallen, wie lange es da hell blieb. Eine kurze Google-Suche zeigte mir dann auch, dass im Mai die Sonne auf Skye erst gegen 21.30 untergeht… (ja, das ist natürlich ein Detail, aber eines, das mir ins Auge gestochen ist. Nachdem ich andere Rezensionen gelesen habe, scheint dies nicht der einzige Punkt gewesen zu sein, in dem die Autorin ihren Handlungsort komplett falsch beschreibt). Auch inhaltlich sind einige Logiklöcher zu finden. So muss Emma (ich wiederhole, sie ist 17) beispielsweise fragen(!), ob sie die Nachbarn zum Tee besuchen darf, wird aber an einem anderen Tag von ihren Onkel irgendwo alleine und ohne Handy auf der Insel „ausgesetzt“, um in Ruhe zeichnen zu können: Wie bitte?!

Die Sprecherin des Hörbuchs machte ihre Sache OK, ich hätte mir aber eine etwas nuanciertere Betonung der verschiedenen Figuren gewünscht. Bei Dialogen konnte ich oft kaum unterscheiden, welche Aussage nun zu wem gehört, da ich keinen Unterschied zwischen den Figuren hörte.

Die weiteren Bände werde ich mir nicht kaufen, der Einstiegsband in die Reihe hat mich eher genervt und gelangweilt als unterhalten, da habe ich kein Bedürfnis herauszufinden, wie es mit Emma und Calum weitergeht.

Mein Fazit

Ein weiterer Mitreiter auf der „Twilight“-Welle. Leider schafft es „MondSilberLicht“ nicht, sich von der Konkurrenz positiv abzuheben. 







Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 43, ein Buch, bei dem der / die Protagonisten an einen Ort / Platz / eine Sehenswürdigkeit o.ä. gehen, den Du selbst schon besucht hast. Die Protagonisten fahren zum Loch Ness, das ich vor vielen Jahren mal besucht habe.Das Bild unten zeigt das Loch mit klassisch schottischem Wetter ;-)




1 Kommentar:

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