Mittwoch, 27. Januar 2016

Marter


Bildquelle

von Jonathan Holt
übersetzt durch Bettina Spangler

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.02.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 17.02.2014
  • Verlag : Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 9783442382583
  • Flexibler Einband 512 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Blanvalet-Verlag und die Buchplattform Jellybooks haben mir das eBook kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Bücher der Reihe:
Marter
Folter


Inhalt


Es ist die Nacht von La Befana, und ganz Venedig feiert. Nur auf dem kleinen Platz vor Santa Maria della Salute herrscht tödliche Stille. Der Canale Grande hat eine Leiche angespült: Die Frau liegt auf den Stufen der Kirche, und sie trägt die Robe eines Priesters – ein unaussprechliches Sakrileg, das es in der katholischen Kirche nicht geben darf. Capitano Katerina Tapo wird auf den Fall angesetzt, und sie stößt bei ihren Ermittlungen auf weit schrecklichere Gräuel, in die nicht nur die Kirche verwickelt ist …
(Quelle: Blanvalet)


Meine Meinung


„Marter“ ist der erste Teil der „Carnivia“-Trilogie, es braucht daher zum Verständnis keine Vorkenntnisse. Die Grundhandlung ist in sich abgeschlossen, wer danach keine Lust mehr hat, braucht die beiden Nachfolgebände daher nicht zwingend zu lesen.

Die Geschichte besteht aus drei Handlungssträngen, die zunächst getrennt erzählt werden, im Laufe des Buches aber zusammenkommen und eine einzige Handlung bilden. Die Stränge werden dabei in der dritten Person aus der Sicht des jeweiligen Protagonisten erzählt. Die Polizistin Kat kümmert sich in ihrem ersten Mordfall um die Tötung einer Frau in katholischer Priesterkleidung, die amerikanische Offizierin soll während ihrer Stationierung in Italien Dokumente über den Jugoslawienkrieg suchen, und gegen den Computerhacker Daniele wird ein Gerichtsprozess geführt. „Marter“ wirft dabei mehrere schwergewichtige Themen zusammen, von „Untergrundkirchen“ über die Mafia und Korruption bis hin zu Kriegsverbrechen. Dies führt zu einer sehr spannenden Handlung, die aber für meinen Geschmack etwas zu überladen ist. Der Autor Jonathan Holt hätte sich meiner Ansicht nach besser nur auf eines dieser Themen konzentriert, und dieses dafür tiefergehend ausgebaut. Vielleicht geschieht das noch in den beiden weiteren Bänden der Trilogie, die ich noch nicht kenne.

Der Schreibstil des Autors Jonathan Holt lässt sich flüssig lesen, und nach einem eher gemütlichen Einstieg zieht das Tempo der Geschichte stark an. Die Handlung ist sehr komplex und verlang daher einiges an Konzentration vom Leser, auch um die vielen verschiedenen Figuren auseinanderhalten zu können. Die Figuren sind leider nicht sonderlich nuanciert ausgearbeitet, sodass sie ausser wenigen Klischee-Charakteren kaum Emotionen bei mir hervorgerufen haben. Dennoch hat mich der Thriller gut unterhalten und mit seiner spannenden Handlung mitgerissen. Die genaue Positionierung einiger Figuren ist mir immer noch nicht klar, da brauche ich noch mehr Infos. Den Nachfolger „Folter“ werde ich daher sicher auch noch lesen.

Mein Fazit

Spannender Einstieg in die Thriller-Trilogie, der in sich abgeschlossen ist, aber auch genügend Fragen offen lässt, um das Interesse an den Nachfolgern zu wecken.






Daggis Buch-Challenge

 Aufgabe 13, einen Krimi oder Thriller


Rezensionsexemplar

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