Samstag, 24. September 2016

Goddess of Poison – Tödliche Berührung


Bildquelle

von Melinda Salisbury
übersetzt durch A.M. Grünewald

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 19.09.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 19.09.2016
  • Verlag : bloomoon
  • ISBN: 9783845815138
  • Fester Einband 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Der Bloomoon Verlag und Vorablesen haben mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!


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Inhalt


Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …
(Quelle: Bloomoon)


Meine Meinung


Twylla ist die Inkarnation der Tochter der Götter, und mit ihrer Berührung vergiftet sie jeden, der nicht zur Königsfamilie gehört und damit auch von göttlichem Blut ist. Schon bald soll sie den Prinzen Merek heiraten, doch bis dahin kann noch viel geschehen…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Twylla in der Gegenwart erzählt. Durch diese Erzählweise erhält der Leser zwar viel Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin, über die anderen Figuren erfährt man jedoch nur wenig. Twylla war mir nicht unsympathisch, jedoch schien sie sich etwas gar wenig Gedanken über „Gott und die Welt“ zu machen und erschien mir sehr naiv.

Die Handlung braucht sehr lange, bis sie anläuft. Erst deutlich nach der Mitte des Buches kommen die Ereignisse ins Rollen. Über rund 200 Seiten baut die Autorin Melinda Salisbury ihre Welt auf und führt die Figuren ein, bevor dann auch mal etwas geschieht. Leider ist das wenige, das dann wirklich passiert, recht vorhersehbar, sodass der Leser kaum überrascht wird.

Die Geschichte spielt in einer mittelalterlich angehauchten Welt (in Innenumschlag gibt es auch noch eine hübsche Karte dazu), vielleicht liegt es daran, dass ich bei einzelnen Figuren, vor allem bei der Königin, öfters an „Game of Thrones“ denken musste. Ich möchte hier aber keine zu starken Parallelen zur bekannten Buchreihe/Fernsehserie ziehen, ausser einem ähnlichen Setting und teilweise vergleichbar intriganten Figuren sind keine Gemeinsamkeiten erkennbar.

Anhand des Klappentextes hatte ich einen Fantasyroman erwartet, die Fantasy-Anteile von „Goddess of Poison“ sind jedoch sehr gering. Daher wird dieses Buch wohl eher Leser von mehr oder weniger historisch angehauchten Romanen ansprechen als wirkliche Fantasyfans.

Der Schreibstil der Autorin Melinda Salisbury lässt sich flüssig lesen, erschien mir stellenweise aber etwas langatmig. Offenbar hat die Autorin bereits zwei weitere Bände in dieser Welt geschrieben oder zumindest geplant, sodass „Goddess of Poison“ den Auftakt einer Trilogie bildet.

Mein Fazit

Etwas wenig Handlung für meinen Geschmack.





Rezensionsexemplar



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