Samstag, 30. Juli 2016

Je schwärzer die Nacht


Bildquelle

von Leonie Haubrich

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 05.07.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 05.07.2016
  • Verlag : Edition M
  • ISBN: 9781503991187
  • Taschenbuch: 214 Seiten

Die Autorin Leonie Haubrich hat mir das Taschenbuch im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde kostenlos zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



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Inhalt


Eine Forscherin wird tot aufgefunden, daneben ihre drogensüchtige Tochter Pia mit einem Messer in der Hand. Für die Polizei ist es ein klarer Fall, für die Anwältin Stefanie Beck ergeben sich aber bei genauerem Hinsehen viele Fragen. Ihre Mandantin Pia kann sich an nichts erinnern. Ist es Amnesie, Schock, oder eine Lüge? Stefanie beginnt zu recherchieren. Bald entpuppt sich das scheinbare Familiendrama als Albtraum ohnegleichen – mit übermächtigen Gegnern, die vor nichts zurückschrecken. Stefanie bleibt nicht viel Zeit, denn irgendjemand will auch sie zum Schweigen bringen.
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


Die junge Anwältin Stefanie Beck übernimmt die Verteidigung einer jungen Frau, die ihre Mutter umgebracht haben soll. Der Fall scheint klar, doch Stefanie zweifelt an der Schuld ihrer Mandantin.

Die Geschichte wird grösstenteils aus der Sich von Stefanie in der dritten Person erzählt. Einige kurze Kapitel werden aber auch aus der Sicht eines über lange Zeit Unbekannten geschildert. Die Protagonistin war mir durchaus sympathisch, auch wenn ich ihre Gedankengänge und Vorgehensweisen nicht immer nachvollziehen konnte. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich Stefanie stark und gefiel mir dadurch immer besser. Da der Leser keinen direkten Einblick in die Gedanken der anderen Personen erhält, fiel es mir teilweise etwas schwer, diese einzuschätzen.

Die Handlung ist sehr spannend aufgebaut und in sich logisch. Ich hatte zwar schon nach der ersten Begegnung mit dem Täter den Verdacht, dass er es sein könnte, und auch das Motiv war mir bald klar, trotzdem blieb der Krimi (in meinen Augen ist es eher ein Krimi als ein Thriller) bis zum Schluss spannend. Das Tempo zieht immer mehr an, und die Autorin schafft eine unheimliche Stimmung, die den Leser in ihren Bann zieht. Das Verhalten der Polizei jedoch konnte mich nicht überzeugen. So schlampig, wie da ermittelt wird, würde ein Fall vor Gericht bei einem guten Verteidiger niemals standhalten.

Obschon dies das erste veröffentlichte Buch über Stefanie Beck ist, gibt es immer wieder Rückblicke respektive Erinnerungen an Geschehnisse, die mehrere Monate davor abgelaufen sind. Dies erweckt den Eindruck, etwas verpasst zu haben. Dass die Autorin Leonie Haubrich der Protagonistin eine Vorgeschichte gibt ist grundsätzlich natürlich begrüssenswert, die Art, wie sie dargestellt wird fand ich jedoch teilweise etwas verwirrend.

Der Schreibstil der Autorin Leonie Haubrich lässt sich angenehm flüssig lesen und enthält viele anschauliche Metaphern, ohne allzu blumig zu werden.

Mein Fazit

Spannender und unterhaltsamer, wenn auch etwas vorhersehbarer Krimi, gerne mehr davon!





Rezensionsexemplar

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