Montag, 5. Dezember 2016

[Hörbuch] Das Bernstein-Teleskop


Bildquelle

von Philip Pullman
übersetzt durch Wolfram Ströle
gelesen von Rufus Beck

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.07.2008
  • Aktuelle Ausgabe : 02.10.2013
  • Verlag : Silberfisch
  • ISBN: 9783867428606
  • Audio CD: 19h 40
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Bücher der Reihe:
Der goldene Kompass
Das magische Messer
Das Bernstein-Teleskop



Inhalt


Der zwölfjährige Will gerät auf der Suche nach seinem verschollenen Vater zufällig durch ein Fenster in eine unbekannte Stadt aus einer anderen Welt. Dort begegnet er Lyra, der Heldin aus dem ''Goldenen Kompass''. Ansonsten ist die Stadt menschenleer - bis plötzliche einige Kinder auftauchen und Unheimliches erzählen: Alle Erwachsenen sind geflohen, da sie von Gespenstern bedroht wurden, die den Erwachsenen die Seelen aus dem Körper saugen. Im Laufe ihrer abenteuerlichen Odyssee gelangt Will schließlich an einen kostbaren Gegenstand - das Magische Messer - , mit dem sich mühelos Türen zwischen den Welten öffnen lassen.
(Quelle: Silberfisch)


Meine Meinung


„Das Bernstein-Teleskop“ ist der dritte Teil der „His dark Materials“-Reihe. Die Bände bauen aufeinander auf und sollten daher unbedingt in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden.

Wie auch im letzten Band, „Das magische Messer“ wird auch hier die Geschichte, die aus mehreren Handlungssträngen besteht, aus wechselnder Perspektive erzählt. Dabei werden auch die Handlungsstränge immer wieder gewechselt. Da aber mehrere Geschichten parallel erzählt werden, dauert es teilweise mehrere Stunden, bis ein bestimmter Handlungsstrang wieder aufgenommen wird. Mir waren die Abschnitte oft zu lang, da ich in meiner Hörbuchversion so teilweise tagelang mit manchen Figuren keinen Kontakt hatte und beim Wechsel dann Mühe hatte, wieder in die entsprechende Geschichte hineinzufinden. Die meisten Handlungsstränge werden zudem entweder gar nicht abgeschlossen oder dann mit einer so banalen Auflösung, dass ich sie kaum ernst nehmen konnte.

Während mich der erste Band der Reihe noch ziemlich begeistern konnte und ich auch den zweiten noch ganz gut fand, hat mich der Abschlussband der Trilogie nun ziemlich enttäuscht. Aus der einst spannenden Handlung wurde ein mythisch-religiöses Bla Bla, das mich nicht mehr mitreissen konnte und oft verwirrte. Durch viele Wiederholungen wird der Band zudem recht aufgebläht, sodass er deutlich dicker als die beiden Vorgänger ist, obschon er eigentlich nicht wirklich mehr Handlung erhält. Durch die magere Handlung gestaltete sich die Lektüre (respektive das Zuhören) recht zäh. Auch die Figuren konnten mich nicht überzeugen. Allen voran die beiden Protagonisten Lyra und Will, die zwölf Jahre alt sind, sich die ewige Liebe versprechen und von einer Familie mit Kindern träumen. Da gibt es in anderen Büchern deutlich realistischere Teenager. Auch die Gegenspieler überzeugen nicht, da der Leser nie wirklich erfährt, was eigentlich genau ihre Motivation ist.

In diesem Band hat der Autor Philip Pullman vor jeden Kapitelbeginn ein Gedicht gesetzt, ich erkannte aber den Zusammenhang zu den jeweiligen Kapiteln nicht immer. Der Schreibstil lässt sich zumindest zu Beginn flüssig lesen, enthält für meinen Geschmack zu viele etwas gar blumige Metaphern. Im zweiten Teil erschienen mir vor allem die Szenen mit Lyra und Will viel zu kitschig, um überzeugend zu sein.

Die Hörbuchversion konnte mich auch im Abschlussband nicht wirklich überzeugen, viele der Charaktere spricht Rufus Beck einfach nur nervig, und wie auch beim zweiten Band sind mit hier die ungleichmässigen Pausen negativ aufgefallen. Zwischen manchen Absätzen ist die Pause so kurz, dass ich die Szenenwechsel erst später bemerkte, an anderen Stellen sind die Pausen so lang, dass ich schon dachte, mein Player hätte sich abgestellt.

Mein Fazit

Zu religiös, zu kitschig, zu wirr. 








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