Mittwoch, 18. Februar 2015

Phoenix - unsere Rache wird euch treffen



Bildquelle


von Matthias Jösch

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 16.12.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 16.12.2014
  • Verlag : dotbooks Verlag
  • ISBN: 9783955206789
  • E-Buch Text: 557 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das eBook wurde mir von BloggDeinBuch und dem dotbooks-Verlag kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!



Inhalt


In Feuer, Schutt und Asche ist das dritte Reich untergegangen – doch noch immer träumen Fanatiker davon, es in blutigem Glanz auferstehen zu lassen. Eine junge Mossad-Agentin findet Hinweise auf eine schier unglaubliche Verschwörung und beginnt zu ermitteln. Von all dem ahnt der Mathematikdozent und BND-Mitarbeiter Adrian von Zollern nichts, als er in einem holländischen Antiquariat eine harmlos aussehende Kiste mit alten deutschen Schallplatten entdeckt. Doch schon kurze Zeit später muss er um sein Leben kämpfen – und gegen eine mächtige Organisation, die vor nichts zurückschreckt, um die Welt zu unterwerfen. 
(Quelle: Dotbooks)



Mein Fazit


Adrian von Zollern kauft sich in Asterdam eine Kiste alter Schallplatten, und plötzlich scheint die halbe Welt hinter ihm her zu sein, ohne dass er sich erklären kann, warum.

„PHOENIX – unsere Rache wird euch treffen“ ist bereits der zweite Roman um Adrian und seine Freunde Sebastian und Violetta (der Vorgänger heisst „MAMMON - Für Deine Sünden wirst Du büßen“), und das merkt man dem Buch nicht an. Die Protagonisten werden nur kurz eingeführt, der Autor scheint zu erwarten, dass die drei bekannt sind. Zudem werden oft Anspielungen auf die Geschehnisse im Vorgänger gemacht, die mit der Geschichte von „PHOENIX“ eigentlich nichts zu tun haben. Im Grunde ist das Kennen des Vorgängers zum Verständnis von „PHOENIX“ überhaupt nicht nötig, der Autor Matthias Jösch gibt dem Leser aber wiederholt das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn er „MAMMON“ nicht gelesen hat.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Adrian erzählt, ausser jenen Handlungsteilen, bei denen er nicht dabei ist. Die Erzählung wechselt dabei zwischen der heutigen Zeit und Tagebucheinträgen aus dem zweiten Weltkrieg und den Jahren danach. Der aktuelle Zeitstrang wird dabei wiederum aufgeteilt zwischen Adrian und seinen Freunden und der ominösen Organisation. Wie die Handlungsstränge zusammenhängen wird dabei erst im Laufe der Geschichte klar.

„PHOENIX“ liest sich im Grunde recht flüssig und ist auch sehr spannend, was mich jedoch immer wieder stocken liess ist die riesige Anzahl an Toten, die die im Klappentext erwähnte Organisation hinterlässt. Ich bin eigentlich nicht zimperlich, aber hier war es mir zu viel. Nach einer Weile machte ich mir nicht mehr die Mühe, mir die Namen der neu eingeführten Personen zu merken, da ich festgestellt hatte, dass diese ohnehin nach wenigen Seiten wieder das Zeitliche segnen würden.

„PHOENIX“ behandelt wie im Klappentext ersichtlich das Thema des dritten Reichs und des damals verbreiteten Antisemitismus, ein Thema, das leider immer wieder aktuell wird, wenn auch glücklicherweise nicht in den Ausmassen, wie es in diesem Thriller geschildert wird. Wer zur „der zweite Weltkrieg ist lange vorbei, es wird endlich Zeit, die Dinge ruhen zu lassen“-Fraktion gehört, sollte sich daher besser von diesem Buch fernhalten.

Wie erwähnt fand ich das Buch sehr spannend, die übermässigen vielen Toten und das Gefühl, der Autor wolle mir unbedingt auch den Vorgängerroman aufdrängen haben meinen Lesespass jedoch merklich getrübt. Wem das nichts ausmacht (oder wer vielleicht sogar den Vorgänger kennt), den wird dieser blutige Thriller sicher zum Nachdenken bringen.




Daggis Buch-Challenge


 Mit diesem Buch erfülle ich Aufgabe Nr. 22, ein eBook aus dem dotbooks-Verlag.


Rezensionsexemplar

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