Freitag, 23. Januar 2015

Glasgesichter



Bildquelle


von Cordula Hamann

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 10.11.2014
  • Aktuelle Ausgabe : 10.11.2014
  • Verlag : MIRA Taschenbuch
  • ISBN: 9783956493676
  • E-Buch Text: 352 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Das eBook wurde mir durch BloggdeinBuch und den MIRA Taschenbuchverlag kostenlos zur Rezension zugestellt, vielen Dank dafür!

"Glasgesichter" ist direkt beim Verlag (und natürlich auch im Buchhandel) erhältlich.


Inhalt


Ein schlechter Scherz - oder tödliche Gefahr? Die Galeristin Andrea Wahrig erhält eine anonyme Morddrohung, als sie die spektakulären Bilder eines jungen Berliner Künstlers ausstellen will ...

Gesichter, farbenfroh gemalt auf Glas, im Todeskampf verzerrt - die spektakuläre Bilderserie des jungen Künstlers Maximilian Ross soll der Galerie von Andrea Wahrig den Durchbruch bringen. Da erhält sie einen anonymen Brief: "Sagen Sie die Ausstellung ab oder jemand, den Sie lieben, wird sterben." Andrea glaubt zunächst an einen schlechten Scherz. Bis ihre Mutter verschwindet. Und urplötzlich weigert sich auch Maximilian, seine Bilder auszustellen. War die Drohung etwa von ihm? Hat er etwas mit dem Verschwinden von Andreas Mutter zu tun? Fieberhaft beginnt Andrea nachzuforschen. Während sie dem grausamen Geheimnis des Künstlers immer näher kommt, liegen Pinsel und Farben schon bereit, für das nächste gläserne Totenbild ...
 (Quelle: MIRA Taschenbuch)


Mein Fazit




Die Galeristin Andrea Wahrig will eine Ausstellung mit auf Glas gemalten Gesichtern veranstalten. Da er hält sie einen Drohbrief, der Verfasser will die Ausstellung verhindern. Was haben die Glasbildern mit den Menschen zu tun, die seit Jahren verschwinden?

Die Autorin Cordula Hamann hat es geschafft, mich von Beginn an zu fesseln mit ihrer Geschichte um die erschreckend realistischen Portraits auf Glas. In „Glasgesichter“ werden dabei zwei Handlungsstränge verflochten, wobei zu Beginn bewusst im Unklaren gelassen wird, wie viele Personen überhaupt an der Geschichte beteiligt sind, und wie ihr Verhältnis zueinander ist. Durch die vielen Unklarheiten, die im Laufe der Geschichte aufgelöst werden, animiert die Autorin den Leser zum miträtseln und seine eigenen Theorien aufzustellen.

Der Schreibstil von Cordula Hamann lässt sich flüssig lesen, sie baut die Spannung im Laufe der Geschichte gut auf und hält sie hoch. Ruhigere Szenen lassen den Leser zwischendurch etwas durchatmen. Die Auflösung erscheint hingegen stellenweise etwas überhastet, ich hatte zwischenzeitlich fast den Eindruck, einige Seiten übersprungen und damit Dinge mit mitbekommen zu haben. Weitere Ausführungen zum Schluss möchte ich hier nicht machen, da ich relevante Fakten verraten müsste, um meinen Standpunkt darzulegen, und ich möchte in meiner Rezension nicht spoilern.

Cordula Hamann zeichnet ihre Figuren sehr lebensecht und realistisch, wenngleich sie doch manchmal etwas gar naiv und unüberlegt handeln (aber auch das ist menschlich). Die Geschichte ist in und um Berlin angesiedelt, ich hatte jedoch trotz regelmässiger Nennung von Orts- und Strassennamen nicht den Eindruck, einen Regionalkrimi/-thriller zu lesen. Wer Regionalflair erwartet, könnte dadurch enttäuscht werden, ich hatte nichts solches erwartet und stehe daher der Darstellung neutral gegenüber.

Zusammenfassend hat Cordula Hamann mich mit ihrem Thriller „Glasgesichter“ überzeugt und für einige Stunden spannend unterhalten. Einen Punkt Abzug gibt es für den etwas überhasteten Schluss sowie den Täter (dazu möchte ich mich aus Spoilergründen nicht näher äussern). Thrillerfans, die nichts gegen einen Handlungsort in Deutschland haben, werden sich mit „Glasgesichter“ sicher gut unterhalten.







Daggis Buch-Challenge

Cordula Hamann ist eine Qindie-Autorin, damit habe ich Aufgabe 29 erfüllt.


Rezensionsexemplar


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