Mittwoch, 21. Januar 2015

Tod im Skriptorium


Bildquelle


von Peter Tremayne

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.12.2000
  • Aktuelle Ausgabe : 01.12.2000
  • Verlag : Aufbau
  • ISBN: 9783746615264
  • Flexibler Einband: 385 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Inhalt


 Mord in einer keltischen Abtei Irland Mitte des 7. Jahrhunderts: Im Skriptorium einer berühmten keltischen Abtei wird ein altehrwürdiger Gelehrter ermordet. Der König des Nachbarreichs, in dessen Auftrag er in der Abtei forschte, verlangt als Wiedergutmachung ein umstrittenes Grenzgebiet und droht mit Krieg, falls man seine Forderung nicht erfüllt. Schwester Fidelma, eine Nonne königlichen Geblüts, stößt bei ihren Bemühungen, den Mord aufzuklären, auf ein verschlungenes Netz unterschiedlicher politischer und privater Interessen.
(Quelle: Amazon)



Mein Fazit

Die irische Nonne und Anwältin Schwester Fidelma wird beauftragt, einen Mord in einer Abtei aufzuklären. Gelingt ihr das nicht, steht ein Krieg bevor.

„Tod im Skriptorium“ ist der dritte Kriminalfall für Schwester Fidelma und gleichzeitig meine erste Begegnung mit ihr. Im Laufe des Buches werden kurze Andeutungen auf die beiden vorhergehenden Fälle gemacht, die Kenntnis derselben ist für das Verständnis jedoch nicht nötig. Mittlerweise sind etliche weitere Krimis über die Nonne erschienen, sie hat schon in über 20 Fällen ermittelt. Ich konnte mich mit der Protagonistin gut anfreunden, sie ist sehr intelligent ohne dabei überheblich zu werden, dazu verfügt sie über Mitgefühl und ein ausgeprägtes Moralempfinden. 

Bei Peter Tremayne handelt es sich um das Pseudonym des englischen Historikers Peter Berresford Ellis, daher gehe ich davon aus, dass sowohl die Lebensumstände wie auch die Sprache der damaligen Zeit so korrekt wie möglich wiedergegeben wurden (auch wenn ich das nicht beurteilen kann, meine Kenntnisse über das Irland des Frühmittelalters sind äusserst bescheiden). Der Autor verwendet sehr viele keltische, lateinische und auch griechische Begriffe, die zum Verständnis zwar jeweils erklärt oder übersetzt werden, insgesamt jedoch etwas den Lesefluss hemmen. 

Bei „Tod im Skriptorium“ (der Titel ist etwas irreführend, die Leiche wurde nämlich in seinem Zimmer gefunden und nicht im Skriptorium) handelt es sich um einen ruhigen Krimi, die Handlung wird vor allem durch Gespräche und weniger durch Taten vorangetrieben. Lediglich kurz vor Schluss kommt etwas Action auf. Dies bedeutet aber nicht, dass das Buch langweilig wäre, mir hat es gut gefallen, mit Schwester Fidelma miträtseln zu können. Die Auflösung war für mich recht überraschend, was vor allem daran lag, dass sich herausstellte, dass die Ermittlerin Fidelma doch über einige Kenntnisse verfügte, die dem Leser vorenthalten wurden.  

Wer eher ruhige Krimis bevorzugt, bei denen er selber mitraten kann und sich auch mit hisorischen Romanen wohlfühlt, wird sich mit „Tod im Skriptorium“ sicher gut unterhalten. Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, auch weitere Schwester Fidelma Krimis zu lesen.




Daggis Buch-Challenge

"Tod im Skriptorium" spielt im Jahre 665 und damit vor genau 1350 Jahren. Damit erfülle ich Aufgabe 15 der Buch-Challenge: ein Buch, das in der Vergangenheit spielt.



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