Samstag, 26. September 2015

Die ersten und die letzten Arbeiten des Herkules


Bildquelle


von Agatha Christie
übersetzt durch Elleonore von Wurzian

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.1979
  • Aktuelle Ausgabe : 24.08.2007
  • Verlag : Fischer Taschenbuch
  • ISBN: 9783596175871
  • Flexibler Einband 301 Seiten
  • Sprache: Deutsch 


Ich habe nicht die hier abgebildete, sondern eine ältere Ausgabe aus dem Scherz Verlag gelesen.

Dieses Buch ist vergriffen und nur noch gebraucht erhältlich.


Inhalt


Hercule Poirot misst sich mit seinem sagenhaften Namensvetter!
Die Sagen des Altertums bringen Hercule Poirot auf einen köstlichen Einfall: Zwölf Fälle, die an Schwierigkeit und Einfallsreichtum nur den zwölf Arbeiten des Herkules gleichkommen, wird er lösen und damit in nichts seinem berühmten Namensvetter aus der griechischen Sage nachstehen. Schon das erste Verbrechen beweist, dass sich seit damals die Zeiten zwar geändert haben, die Menschen und ihre Schwächen aber gleich geblieben sind...
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung


In Hinblick auf sein Alter will sich der Detektiv Hercule Poirot langsam aus dem Berufsleben zurückziehen. Zwölf Fälle will er noch annehmen, angelehnt an die zwölf Arbeiten seines Namensvetters aus der griechischen Sagenwelt.

Schon seit über 20 Jahren lese ich immer wieder gerne Agatha Christie Krimis. Egal ob Hercule Poirot, Miss Marple oder Tommy und Tuppence, ich mag sie alle. Die meist eher kurzen Romane sind dank dem eingängigen, wenn auch mittlerweile zugegebenermassen etwas angestaubten Schreibstil schnell durchgelesen und haben mich schon aus mancher Leseflaute gerettet. Und da ich jährlich rund 150-200 Bücher lese, weiss ich nach einigen Jahren auch nicht mehr auswendig, wer der Mörder war, und kann so auch Krimis problemlos re-readen ;-)

Wenn die Laune nach Krimi steht, die Zeit (oder die Motivation) aber nicht für rund 300 Seiten Krimi-Roman ausreichen, bietet sich diese Kurzgeschichtensammlung an. Zwar umfasst auch dieses Buch rund 300 Seiten, aber es enthält 12 in sich abgeschlossene Geschichten, sodass man jeweils nach etwa 25 Seiten problemlos eine kürzere oder längere Pause einlegen kann. Da die in der Geschichtensammlung geschilderten Fälle die letzten in der Karriere des Hercule Poirot sind, sind Vorkenntnisse über den Detektiv hilfreich zum Verständnis seiner Eigenarten und Marotten, notwendig sind sie aber nicht. Auch Neueinsteiger werden sich schnell an den belgischen Detektiven gewöhnt haben, und die Kriminalfälle sind ohnehin wie gewohnt in sich abgeschlossen. Leider fällt durch die kurzen Geschichten das Miträtseln ziemlich flach, da Poirot jeweils sehr schnell auf die Lösung kommt (aus Platzgründen auf die Lösung kommen muss…), ohne dass der Leser seine Vorgehensweise und seine Gedankengänge richtig nachvollziehen kann.

Mein Fazit

Wer gerne (englische) Krimis mag und von der zur heutigen Zeit etwas altertümlich wirkenden Sprache nicht abgeschreckt wird, sollte sich unbedingt mit Agatha Christie beschäftigen. Die Kurzgeschichtensammlung eignet sich ideal für zwischendurch, wenn nur wenig Zeit zum Lesen bleibt. Als Einstieg zu Hercule Poirot würde ich aber eher einen Roman als diese Kurzgeschichtensammlung empfehlen. 






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