Samstag, 5. September 2015

Kalte Asche



Bildquelle


von Simon Beckett
übersetzt durch Andree Hesse

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.01.2007
  • Aktuelle Ausgabe : 01.09.2011
  • Verlag : RoRoRo
  • ISBN: 9783499256479
  • Fester Einband 432 Seiten
  • Sprache: Deutsch 

Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Chemie des Todes
Kalte Asche
Leichenblässe
Verwesung


Inhalt


Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in dem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa sieht, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord …
(Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung


Der forensische Anthropologe David Hunter wird zu einer Brandleiche auf die schottische Hebriden-Insel Runa gerufen. War es ein Unfall, oder steckt ein Verbrechen hinter dem Todesfall?

Nach „Die Chemie des Todes“ ist „Kalte Asche“ der zweite Fall um David Hunter, und ich habe die beiden Bücher auch in dieser Reihenfolge gelesen. Wer den ersten Band nicht kennt, wird aber trotzdem keine Verständnisschwierigkeiten haben, „Kalte Asche“ ist auch gut als Einzelband lesbar. Die Geschichte wird grösstenteils aus der Ich-Perspektive des Protagonisten David Hunter in der Vergangenheit erzählt. Szenen, in denen der Protagonist nicht vorkommt, werden von einem auktorialen Erzähler geschildert.

Der Protagonist David Hunter wird nicht sonderlich detailliert ausgearbeitet. Auch die anderen Figuren im Buch blieben eher blass und klischeehaft. Auffällig ist, dass jede von Simon Beckett beschriebene Figur irgendeinen Schicksalsschlag hinter sich zu haben scheint (oder dann jung stirbt).

Die Handlung ist angenehm spannend gestaltet, die Auflösung selbst ist sehr überraschend. Dies steigert zwar einerseits den Unterhaltungswert, bedeutet aber andererseits auch, dass der Autor mit Hinweisen auf den Täter sehr sparsam umgegangen ist. Auch die Ermittler im Buch finden den Täter und das Motiv schlussendlich durch reinen Zufall, und nicht durch ihre ermittlerische Tätigkeit (was bei maximal 10 potenziell Tatverdächtigen nicht übermässig anspruchsvoll gewesen wäre…). Blut fliesst nicht übermässig viel, so können sich auch etwas empfindlichere Gemüter an diesen Thriller wagen (aber nicht vergessen, es ist ein Thriller mit einem forensischen Anthropologen als Protagonisten, auch wenn die forensische Tätigkeit hier nur am Rande stattfindet, sehr sensiblen Lesern könnte es immer noch zu viel sein).

Der Schreibstil des Autors Simon Beckett liest sich flüssig, ist aber durch viele Wiederholungen und eher einfach gelagerte Sätze geprägt. Wer hier hochstehende Literatur sucht, wird nicht fündig, die David Hunter Reihe ist klar zur reinen Unterhaltung ausgelegt.

Mein Fazit

Spannender Thriller, der auf reine Unterhaltung ohne grossen Anspruch ausgelegt ist. Kann alleine oder auch als Teil der Reihe gelesen werden. 




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