Samstag, 21. Januar 2017

Das Ekel aus Säffle



Bildquelle

von Maj Sjöwall und Per Wahlöö
übersetzt durch
  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.12.1973
  • Aktuelle Ausgabe : 01.10.2008
  • Verlag : ROWOHLT Taschenbuch
  • ISBN: 9783499244476
  • Flexibler Einband 240 Seiten
  • Sprache: Deutsch


Leseprobe
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Bücher der Reihe:
Die Tote im Götakanal
Der Mann, der sich in Luft auflöste
Der Mann auf dem Balkon
Endstation für neun
Alarm im Sköldgatan
Und die Grossen lässt man laufen
Das Ekel aus Säffle
Verschlossen und verriegelt
Der Polizistenmörder
Die Terroristen



Inhalt


Der Tote war Polizist. Ausbilder. Ein Schinder der übelsten Sorte
Martin Beck und seine Kollegen haben schon viele Tote gesehen, doch der Anblick des ermordeten Stig Nyman ist ein Schock: Der todkranke Kommissar wurde in seinem Krankenzimmer auf geradezu bestialische Weise abgeschlachtet. Wer hat den weithin geschätzten Kollegen so sehr gehasst? Und warum? Bei seinen Nachforschungen lernt Martin Beck den Verstorbenen von einer ganz anderen Seite kennen…
(Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung


Ein ehemaliger Polizist wird ermordet. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass das Opfer nicht gerade beliebt war. Wer von all den Leuten mit Motiv war der Täter?

Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt. Der Fokus der Erzähllung liegt dabei weniger auf den Ermittlern um den Kommissar Martin Beck, sondern auf dem Opfer und den möglichen Motiven. Der Protagonist Martin Beck ist mit während der Lektüre nicht wirklich ans Herz gewachsen, er erschien mir zu kalt und nur auf die Arbeit fixiert (du hast schon 30 Stunden durchgearbeitet? Komm schon, eine weitere Befragung liegt noch drin, sei nicht so ein Schwächling).

Beim Lesen wird schnell klar, dass das Buch nicht mehr das Neuste ist (die schwedische Erstveröffentlichung war 1971). Praktisch jeder raucht, was in der modernen Literatur ja höchstens noch den Bösewichten zugestanden wird, und das überall: im Büro, im Bus, in fremden Wohnungen… Auch Polizeigewalt, die bei der Suche nach dem Täter eine grosse Rolle spielt, ist allgegenwärtig und wird weder von den Medien noch von den Vorgesetzten verurteilt. So erhält man als Leser in der heutigen Zeit schnell den Eindruck, bei Schweden habe es sich in den 1970ern um eine Bananenrepublik gehandelt. Aber wahrscheinlich war es in anderen europäischen Staaten zu der Zeit auch nicht besser. Was mir ebenfalls aufgefallen ist und klar das Alter des Buches zeigt, ist der Mangel an weiblichen Figuren. Die wenigen, die auftauchen, spielen lediglich eine Rolle in Form von Witwe von…, Mutter von…, Tochter von…

Beim Schreibstil der beiden Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö sind mir vor allem die sehr ausgefeilten Metaphern aufgefallen, die die Lektüre sehr plastisch haben erscheinen lassen. Das Tempo ist sehr geruhsam gehalten, ich bin es mir gar nicht mehr gewohnt, dass in einem Krimi so wenig passiert. Ein Mord wird verübt, der Täter wird durch mühsame Kleinarbeit ermittelt, in einem Showdown gefangen, fertig. Da gibt es keine falschen Spuren, umständliche Untersuchungen oder grosse Verfolgungsjagden. Schlicht und linear führen wenige Untersuchungsschritte von der Tat zum Täter.

Mein Fazit

Man merkt, dass der Krimi schon bald 50 Jahre alt ist. Das macht ihn nicht schlecht, aber er entspricht auch nicht mehr den heutigen Lesegewohnheiten.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 31, ein Buch das von einem Autoren-Duo geschrieben wurde


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 25, ein Buch, das von zwei oder mehr Autoren geschrieben wurde.


ABC-Challenge der Protagonisten

Martin = M männlich


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