Montag, 23. Januar 2017

[Hörbuch] Eine Billion Dollar


Bildquelle

von Andreas Eschbach
gelesen von Volker Niederfahrenhorst

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 14.01.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 14.01.2016
  • Verlag : Lübbe Audio
  • ISBN: 9783785751916
  • Hörbuch: 28h 40
  • Sprache: Deutsch 


Hörprobe
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Inhalt


Stell dir vor, du wirst über Nacht zum reichsten Menschen der Welt ...
John Salvatore Fontanelli ist ein armer Schlucker, bis er eine unglaubliche Erbschaft macht: ein Vermögen, das ein entfernter Vorfahre im 16. Jahrhundert hinterlassen hat und das durch Zins und Zinseszins in fast 500 Jahren auf über eine Billion Dollar angewachsen ist. Der Erbe dieses Vermögens, so heißt es im Testament, werde einst der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben. John tritt das Erbe an. Er legt sich Leibwächter zu, verhandelt mit Ministern und Kardinälen. Die schönsten Frauen liegen ihm zu Füßen. Aber kann er noch jemandem trauen? Und dann erhält er einen Anruf von einem geheimnisvollen Fremden, der zu wissen behauptet, was es mit dem Erbe auf sich hat ...
(Quelle: Lübbe Audio)


Meine Meinung


Was wäre, wenn du eines Morgens aufwachst und der reichste Mensch der Welt bist? John Fontanelli hat sich das zwar nie überlegt, aber ausgerechnet ihm passiert es, dem Pizzakurier aus New Jersey. Doch wie es so schön heisst, mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung, und John soll mit seinem Vermögen nichts Geringeres anstellen, als die Zukunft der Menschheit zu retten…

„Eine Billion Dollar“ wird in der dritten Person in der Vergangenheit geschildert, in erster Linie aus der Sicht von John Fontanelli. Aber auch andere Figuren stehen zwischenzeitlich im Fokus. Die Geschichte spielt in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre und zieht sich über mehrere Jahre hin. Obschon John klar im Fokus des Buches steht, erfährt man nicht besonders viel über ihn. Er scheint ein sympathischer Mensch zu sein, etwas naiv aber immer bestrebt, seinen Auftrag zu erfüllen und die Menschheit zu retten. Dabei ist ihm allerdings die längste Zeit nicht klar, wie das gehen soll (wenn es so einfach wäre, hätte es ja wahrscheinlich schon lange irgendjemand erledigt, oder?). Er lässt sich von den verschiedensten Leuten dazu beraten, die unterschiedliche Theorien vertreten. Die Darlegung dieser Theorien und die Erläuterung, wie John zu seinem Geld gekommen ist und wie es sich vermehrt, machen einen Grossteil des Buches aus. Im Grunde ist das als Thriller verkaufte „Eine Billion Dollar“ also nichts anderes als eine ansprechend verpackte Lektion in Sachen Finanzwesen, Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft. Eigene Ideen hat Fontanelli übrigens so gut wie keine, er lässt sich in erster Linie von aussen steuern, bis hin zur Auswahl von Kleidung und Wohnsitz.

Neben dem, ich nenne es mal „wissenschaftlichen Teil“ bleibt nur wenig Platz für die eigentliche Handlung, die meisten Geschehnisse dienen nur dazu, den Leser auf die nächste „Lektion“ vorzubereiten. Dadurch passiert sehr wenig und die Spannung geht flöten. Zahlreiche Handlungsstränge werden erst eingeführt, um dann im Nichts zu verlaufen und nie wieder erwähnt zu werden, Fragen dazu bleiben unbeantwortet. Wenn es mal doch kurzfristig spannend wird, wird die Situation schon kurze Zeit danach aufgelöst, damit alles wieder im alltäglichen Trott landet. Ob die Menschheit schlussendlich gerettet werden kann und das Geld sinnvoll angelegt wurde, lässt der Autor Andreas Eschbach übrigens offen – ein doch etwas unbefriedigendes Ende.

Es gibt zu dem Buch auch ein (stark gekürztes) Hörspiel, ich habe allerdings das ungekürzte Hörbuch gehört. Das Hörbuch wird von Volker Niederfahrenhorst gelesen. Ich habe ihm gerne zugehört, er hat den Text ansprechend rübergebracht und bei den Dialogen jeder Figur genügend Eigenheiten verpasst, ohne dabei künstlich oder gar lächerlich zu wirken.

Mein Fazit

Wenig Handlung, viel Wirtschaft. Für einen Thriller fehlt eindeutig der Thrill.






Daggis Buch-Challenge

Aufgabe 52, ein Buch, zu dem Du spontan gegriffen hast. Ich hatte das Hörbuch überhaupt nicht auf dem Schirm. Als ich dann aber auf Amazon ein Sonderangebot gesehen habe und über Audible nur gut 3 Euro dafür zahlen musste, habe ich spontan zugegriffen.


Lovelybooks Themenchallenge

Aufgabe 34, ein Buch, dessen Titel nur in Großbuchstaben geschrieben ist




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